#22 Ein Herbstspaziergang schafft einen freien Kopf und hilft dir somit zu mehr Balance im Alltag. Warum das so ist, klären Frederick und Alex in dieser Podcastfolge.

Animiert von Frederick´s Solofolge #14 - Waldbaden, hat sich Alex zum Ziel gesetzt, regelmäßig Zeit in der Natur zu verbringen, um mehr Balance im Alltag zu kreieren. In der heutigen Folge berichtet Alex von seinen Erlebnissen eines ausgedehnten Herbstspaziergangs im Wald und welche drei tiefgründigen Effekte dieser auf ihn hatte. Außerdem beleuchten wir den generellen Mehrwert von Spaziergängen in der Natur und warum sie im leben eines Jeden von uns für mehr Balance im Alltag sorgen können. 

3 Dinge, die Alex bewusst wahrgenommen hat

Grund 1:

  • Es entsteht eine einmalige Ruhe, die Alex auch von Meditationen bisher nicht kannte. Das ermöglicht das Wahrnehmen einer tiefen Dankbarkeit für das Privileg, “da” zu sein wo er ist.

Grund 2:

  • Die Akzeptanz für den momentanen Ruhezustand kann aufkommen, was sonst im Alltag schwierig ist, da die Gedanken auch in der Freizeit kreisen und das Herauszoomen erschweren. Diese momentane Tempodrosselung durch den Herbstspaziergang im Wald ist vollkommen O.K. und sogar auch notwendig, da wir in allen möglichen Aspekten des Lebens einen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung haben (Bsp. Tag-Nacht-Rhythmus).

Grund 3:

  • Grounding / Earth-Connection, oder auch die Verbindung mit der Erde/Natur/Umwelt sorgt in diesem Moment für ein Gefühl der inneren Zufriedenheit. (Für die Evidenz-Nerds unter uns (inklusive Frederick): eine direkte Verbindung mit der Erde während des Schlafs sorgt für eine Reduktion von Kortisol in der Nacht, eine Normalisierung der Kortisolkurve tagsüber und eine subjektive Besserung der Schlafqualität, Verringerung von Schmerz und Stress.)

 

Shownotes der Folge #22 - Warum ein Herbstspaziergang Balance schafft!

Transkript der Folge #22 - Warum ein Herbstspaziergang Balance schafft!

F: Moin und herzlichen Willkommen bei den Mindpreneuren, heute wieder zu zweit mit mir, Frederick, und dem Alex, grüß dich, hi.

A: Wunderschönen guten Tag an diesem schönen herbstlichen Sonntag, kann man ja sagen.

F: Ja es ist ein wunderbarer Herbsttag, die Sonne scheint, die Blätter wehen im Winde und direkt seit heute Morgen hat es eigentlich eingeladen, nach draußen zu gehen. Genau aus diesem Anlass nehmen wir jetzt die Folge auf. Und zwar hatte ich ja in Folge 14 ein bisschen was erzählt über das Waldbaden und Alex hatte in Folge 16 beziehungsweise 17 auch über seine Situation mit der Überbelastung erzählt und was er davon umgesetzt hat. Wir haben uns jetzt gerade ein wenig darüber unterhalten und dann kamst du im Endeffekt mit der Idee, dass wir doch genau darüber sprechen, also die Umsetzung eigentlich von dem, was ich in Folge 14 erzählt habe zum Thema Waldspaziergänge und da wolltest du, weil du heute einen relativ langen Spaziergang gemacht hast, ein bisschen deine Erfahrungen dazu teilen. Und dann gebe ich einfach mal das Wort an dich ab, erzähl doch einfach mal, wie das heute für dich war.

A: Ja, da sprechen wir auch drüber, weil mich das heute wirklich, man kann schon sagen, irgendwo berührt hat und das hatte ich persönlich jetzt nicht so erwartet und das ist ganz interessant, weil man weiß ja, dass Spaziergänge sehr guttun können, aber warum kommt man erst jetzt dazu, einen längeren Spaziergang zu machen? Man weiß es, aber man macht es nicht. Das ist ja ganz oft so das Problem. Und dadurch, dass wir uns immer gegenseitig pushen, bewusster über Sachen nachzudenken, dass man sich dann sozusagen sich aktiviert und das wollen wir natürlich hier mit dem Podcast für Euch Zuhörer schaffen. Naja, hier mal meine Erfahrungen. Es ist ja superbanal, so ein Waldspaziergang, aber was da dann doch passiert, passiert dann irgendwo, es ist schwierig zu formulieren, passiert dann auf einer anderen Metaebene. Ich würde sagen, ich habe drei Hauptpunkte, die ich Euch Zuhörer und dir, Frederick, als Feedback zurückgeben möchte, die mir so geholfen haben bei dem Spaziergang. Es ist natürlich heute auch noch ein wunderbarer Tag, sonniger Herbsttag, da geht man natürlich auch gerne raus. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich das auch an einem Regentag machen werde, weil da kommt es überhaupt nicht drauf an, nur man muss für sich erstmal diese erste Hürde überwinden. Wir hatten in diesen Folgen 16, 17, wo ich gesagt habe, was ich verändert habe nach deinen Tipps, dass ich jetzt immer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. Das ist auch bis heute so geblieben, das ist auch einfach, abgesehen von der Tatsache, dass es auch einfach unglaublich geldsparend ist, auch nochmal die Tatsache, dass man sich körperlich aktiviert bevor man bei der Arbeit ist. Irgendwann wird es normal. Ich kann mir jetzt gar nicht mehr richtig vorstellen, vielleicht an einem richtig kalten, frostigen Wintertag schon, aber ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, morgens hier in Köln in diese vollgepackte Bahn reinzuspringen und da dann irgendwie wie so eine Sardine in der Büchse irgendwo dann zur Arbeit gepresst zu werden. Das ist natürlich auf dem Fahrrad ein ganz anderes Erlebnis. In dem Sinne, weil mir das positiv aufgefallen ist als Veränderung, habe ich mir gedacht - alles klar, jetzt mache ich mal einen deiner weiteren Tipps und spaziere mal an so einem Tag. Um es kurz zu machen, das allererste, was mir natürlich aufgefallen ist, dass es eine unglaubliche Ruhe in mir hervorgerufen hat. Eine Ruhe, die unter der Woche sonst so bei mir nicht am Start ist. Ich arbeite relativ viel, weißt du ja auch, habe ich ja schon öfter geteilt, wir haben dieses Podcast-Projekt, meine Band, es hat alles viel mit Social Media zu tun, eine sehr rasende Bewegung, wenn man sich viel mit Social Media auseinandersetzt, viele Rabbit Holes, vor denen man sich bewusst bewahren muss. Und das ist in diesem Moment total ausgeklammert. Also das Handy ist dann in der Tasche geblieben beziehungsweise auf Flugmodus, nachdem ich dann mal ein, zwei schöne Fotos gemacht hab, aber danach habe ich die Zeit einfach komplett genossen und die Ruhe genossen. Und was in dieser Ruhe in mir aufgekommen ist, ist der Gedankengang, dass ich doch eigentlich sehr dankbar sein kann, für dieses Privileg hier zu sein. Damit meine ich dann vielleicht nicht nur die Stadt und der Ort, an dem ich mich befinde, sondern generell auf der Erde. Und dass ich, das klingt jetzt vielleicht, naja, ich formuliere das jetzt vorsichtig, aber es ist eine gewisse Dankbarkeit, einfach dieses Leben geschenkt bekommen zu haben, so ist es vielleicht am besten formuliert. Und das macht man sich oft nicht bewusst. Und irgendwo ist das dann in einer Phase, in der man dann in der Natur sitzt beziehungsweise wandert, und wir haben hier auch, obwohl es Köln ist, sehr schöne Parkanlagen mit Waldstücken und den Grüngürtel, also man kann wirklich auch durch Wälder durchgehen, und hat dann in dieser Ruhe wirklich mal Zeit, sich dieser Dankbarkeit bewusst zu werden. Die Dankbarkeit kann man unter der Woche an so einem arbeitsreichen Tag, an dem immer nur gefordert wird, gefordert wird, gefordert wird, sich bewusstwerden. Das ist Punkt Nummer 1.

F: Cool. Also ich finde das erstmal ein sehr starkes Statement und du sprichst da mehrere Punkte an. Erstmal, der wichtigste denke ich, diese Dankbarkeit, die entstehen kann, wenn auch erstmal ein bestimmter Raum dafür da ist und du hast gerade eben angesprochen, dass es eben ein schneller und sehr stressiger Alltag auch da ist und dass dort sehr wenig Raum zum Innehalten da ist und man das vielleicht durch bestimmte Strategien, wie zum Beispiel ein Journaling, sich erstmal etablieren muss. Wenn man seine Umwelt eigentlich in dem Sinne verändert, dass man beispielsweise in den Wald geht und einen Spaziergang macht, also sich in irgendeiner Art und Weise begibt, der einen zur Ruhe kommen lässt, dann kommt das von alleine, dann muss man sich gar nicht so stark Gedanken darübermachen, sondern dann kommt diese Dankbarkeit alleine. Die Dankbarkeit, das machen zu dürfen, was du machst, mit den Leuten das machen zu dürfen, all die Dinge, die natürlich darunterfallen, ist finde ich eine unglaublich starke Sache und das verändert glaube ich auch sehr tiefgründig, wenn man sich darüber bewusstwird.

A: Der zweite Punkt ist für sich selber zu akzeptieren in dem Moment, dass nicht immer alles rasend schnell gehen muss. Das ist eigentlich eine logische Weiterleitung von dem, was ich gerade geschildert habe, sondern dass dieses Innehalten eine ganz wichtige Komponente ist im Leben, vielleicht auch einfach, um Energie wieder aufzutanken. Dass man eben nicht nur, im übertragenen Sinne, mit 220 km/h auf der linken Spur auf der Bahn an jedem vorbeiknallen kann, so wie es in ganz vielen, ich will natürlich keinen vor die Füße treten, aber so wie es in ganz vielen Persönlichkeitsentwicklungs-Portalen und -Social-Media-Kanälen suggeriert wird, dass du immer am Anschlag sein musst und dass das vielleicht nicht immer unbedingt der einhundertprozentigen Wahrheit entspricht, sondern dass man sich auch einfach mal zum Auftanken eine riesige Portion Ruhe gönnen muss und dann aber eben nicht zu Hause unter der Bettdecke beim erstbesten Netflix-Film, sondern auch mal in die Natur gehen sollte. Dann für sich selber zu akzeptieren, ich glaube das ist eine ganz wichtige Geschichte. Also erstmal Dankbarkeit realisieren, Punkt 1, aber dann, zweiter Punkt, zu akzeptieren, dass nicht immer alles rasend schnell gehen muss.

F: Also, dass du im Endeffekt bewusst eine Tempodrosselung vornimmst und dass das vollkommen in Ordnung ist, nicht nur in Ordnung, sondern auch notwendig. Um da ein bisschen dran anzuschließen, wir sind ja in einer Zeit, in der wirklich Zeit Geld ist und alles muss am besten gestern passiert sein und wenn du nicht irgendwas hast oder was bist, dann bist du auch nichts wert. Da passiert das natürlich sehr schnell, dass man sich da mitreißen lässt und auch irgendwie Ängste entstehen. Da wir aber Wesen sind, die sowieso einen natürlichen Rhythmus haben, das sieht man ja schon am Tag-Nacht-Rhythmus, der Anspannung und Entspannung auch innehat, denke ich ist es ganz natürlich auch daraus zu folgern, dass so etwas über einen längeren Zeitraum auch notwendig ist, dass wir eben nicht immer nur Vollgas geben können, sondern uns tatsächlich auch mal den Raum und die Zeit nehmen müssen, um da zur Ruhe zu kommen.

A: Da kann ich jetzt auch nochmal ein Beispiel geben, unter meiner Arbeitswoche ist es halt so, dass auf dem Weg nach Hause oder egal wo ich bin immer sehr viele Gedanken in meinem Kopf kreisen. Ich glaube das kennt Ihr Zuhörer sicherlich auch, man beschäftigt sich ja immer mit irgendeinem Thema und der Kopf kreist. Selbst wenn ich meditiere, ich habe eine Morgenroutine, wo ich meditiere und manchmal auch abends on top, aber da fällt es mir unter der Woche unglaublich schwer, wirklich mal abzuschalten beziehungsweise, dass man sich dann fast schon eine Stunde Zeit nehmen müsste. Da ist es immer ganz geil bei so einem Waldspaziergang, gerade jetzt im Herbst, weil man da ganz viele Farben sehen kann, das ist nochmal eine andere Form der Meditation, die es irgendwo komischerweise einfacher macht abzuschalten.

F: Ja, kann ich absolut nur bestätigen. Auch in der letzten Zeit bei mir, habe ich sehr viele Schwierigkeiten gehabt, den Kopf auch wirklich auszuschalten. In der Natur passiert das automatisch, wenn du dich darauf einlässt, dass alles um dich herum einfach wahrzunehmen. Dann passieren ja auch physiologisch messbare Effekte mit dir, ob es der Blutdruck ist, ob es die Aktivität von bestimmten Teilen des vegetativen Gehirns ist, ob es insgesamt das Wohlbefinden oder Schmerzempfinden und so weiter angeht, also da passieren unglaublich viele, tiefgründige Effekte, einfach nur dadurch, dass man sich in der Natur befindet.

A: Genau, das ist cool, da kommen wir nämlich jetzt zu meinem dritten Punkt. Man spürt eine Verbindung mit Mutter Erde und das soll jetzt gar nicht so spirituell daher geholt klingen, sondern dieses Gefühl hat man wirklich, man muss sich aber drauf einlassen. Man muss einfach schauen, was um einen herum passiert und dann fühlt man sich als ein Teil des Ganzen. Dieser Gedanke ist ja auch nicht so fernab, weil wir letztendlich alle aus der Natur kommen, nur uns das über all die Jahre und gut situierte Wohnungen abtrainiert wird, dieses sich in der Natur aufhalten. Das merkt man natürlich gerade hier in der Großstadt, wo das Leben immer rasend schnell ist, man ist immer on the run. Es ist natürlich gerade da wichtig, diese Momente zu suchen und die Natur aufzusuchen, weil das vielleicht nochmal eine viel stärkere meditative Wirkung hat als jede andere Form von Meditation, die wir schon im Podcast besprochen haben und daher auch immer so ein Schritt mehr in Richtung Glück ist. Ich muss sagen, ich arbeite wirklich viel unter der Woche, ich kann es nur nochmal sagen, will es aber auch nicht zu häufig sagen, dass ich mir manchmal so denke, dass man manchmal in so einem Hamsterrad gefangen ist. Ich stehe früh auf, stehe zur Arbeit, mache aber diese ganzen bewussten Dinge, die ich in mein Leben implementiere, der Tag sieht aber immer sehr ähnlich aus. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken - Alex, ist das denn alles? Ich muss sagen, dass mir der Moment heute unglaublich viel davon zurückgegeben hat, von diesen Zweifeln oder negativen Gedanken, die dann vielleicht ab und zu mal aufgeploppt sind.

F: Was genau ist dann in dem Moment mit dir passiert?

A: Dass es vollkommen okay ist, alles wie es ist und dass das aber auf jeden Fall eine wichtige Geschichte ist, häufiger solche Spaziergänge zu implementieren.

F: Okay, cool, finde ich sehr gut. Das, was du da gerade angesprochen hast, diese Verbindung zu Mutter Erde, ich habe hier Studienergebnisse vorliegen, vor allem eine ist relativ interessant aus 2004. Da hat man geschaut, was die Effekte sind von Grounding während des Schlafens. Also wenn in irgendeiner Art und Weise eine elektrische Bindung möglich ist zur Erde. Da hat man dann festgestellt, dass es einen Übertrag geben kann, das ist das Erklärungsmodell von freien Elektronen zum Körper, vor allen Dingen dann aber auch über die blanke Haut. Deswegen ist barfuß laufen unglaublich wertvoll auf Wiese oder im Wald. Aber was man festgestellt hat, dass man bei den Probanden die Menge an Kortisol in der Nacht im Vergleich zur Baseline verringert war, das heißt der Körper konnte im Endeffekt seine Ruhephase wesentlich besser nutzen aufgrund von geringerem Kortisol. Es war eine Normalisierung von der Kortisol-Sekretion über den Tag messbar, das heißt es hat sich eher an eine Standardkurve angepasst und subjektiv haben die Menschen auch tatsächlich von einer verbesserten Schlafqualität, weniger Schmerz und verringertem Stress berichtet. All das dadurch, dass die eben mit einem kleinen Patch am Fuß verbunden waren über ein Kabel mit einer Erdung, im Endeffekt um zu simulieren, dass man in Verbindung mit der Erde ist beziehungsweise um diese Verbindung tatsächlich herzustellen. Das kann man sich eben zusätzlich bei Spaziergängen zunutze machen, und das passiert ja auch schon, wenn du mit der Erde um dich herum in Kontakt trittst. Wenn du mal eine Kastanie aufhebst oder einen Baum anfasst oder einen Stock mitnimmst, weiß der Geier was, das sind ja alles Dinge, wo dann so ein, nach dem Modell eben, Elektronenaustausch stattfinden kann.

A: Das ist cool, das ist ja eine wissenschaftliche Erklärung für eine Aussage, die eigentlich wieder sehr spirituell klingt. Aber da kann man ja schon sehen, die Wissenschaft ist da auch schon angekommen.

F: Man muss auch ganz ehrlich sagen, da habe ich letztens auch nochmal so drüber nachgedacht und drüber gesprochen, wir sind ja in einer Zeit, wo sehr viel nur akzeptiert wird, wenn es double blind placebo controlled studies gibt, sagt man so, also eine sehr hohe Qualität von einer Studie. Nichts destotrotz sollte man nicht außer Acht lassen, nicht nur dass es einen Placebo-Effekt gibt, sondern dass es eben auch viele Sachen gibt, die wir gar nicht messen und erklären können, die aber trotzdem da sind. Und welche Wirkungsweise da auch immer zugrunde liegt ist ja schnurzepiepegal, wenn es dazu führt, dass man das Wohlbefinden verbessern kann. Das ist ja gerade so, dass die Wissenschaft da gerade erst im Begriff ist, in bestimmten Bereichen auch aufzuholen, gerade was Gehirnforschung auch beispielsweise betrifft sind wir erst unglaublich am Anfang. So viel dazu.

A: Ich kann das auch an dem Beispiel vom heutigen Spaziergang bestätigen, und zwar ist mir aufgefallen, das ist vielleicht ein ganz gutes Schlusswort, ich bin auf dem Weg hin zur Park- und Waldanlage relativ viel noch in Gedanken gewesen und mir sind die Menschen um mich herum nicht so aufgefallen. Was mir aber aufgefallen ist, als ich dann wieder auf dem Nachhauseweg war, ist, dass ich Leute viel mehr angeguckt habe und denen auch ein Lächeln geschenkt habe und dieses Lächeln auch direkt zurückkam. Das war eine unbewusste Geschichte, die mir in der Situation dann bewusst- und klargeworden ist und mir dann aufgefallen ist - alles klar, irgendwie ist dein Kopf aufgeräumter als vorher und warum hat das dann dieser Waldspaziergang geschafft, was vielleicht dann doch die ein oder andere Tagesmeditation nicht schafft - und da sollte man sich wirklich mal Gedanken machen und probieren, das als ein bewusst lebender Mensch doch regelmäßig in seinen Alltag zu integrieren und sich die Zeit dafür zu nehmen. Aber dafür ist glaube ich immer die Erfahrung wichtig, das Warum zu kreieren, warum man so etwas machen sollte. Einfach nur aus Erzählungen, jeder weiß ja, dass das gut ist, da kann ich mich nur wieder auf den Anfang beziehen, es ist superbanal, aber man muss in die Umsetzung gehen, um seine eigene Erfahrung zu kreieren und dann letztendlich zu wissen - alles klar, das hilft mir und ich zieh das durch.

F: Genau und das ist finde ich ein sehr gutes Schlusswort. Die drei Punkte, die du jetzt angesprochen hast, sind ja Effekte, die du subjektiv wahrgenommen hast und jeder von unseren Zuhörern ist jetzt natürlich eingeladen dazu, um einfach das für sich selbst herauszufinden, ob das ähnlich passiert. Vielleicht passieren ja auch noch ganz andere Dinge, aber man muss erstmal die Erfahrung machen und die Entscheidung treffen, rauszugehen und das zu tun.

A: Genau. Wenn Euch da noch ganz andere Sachen aufgefallen sind oder auffallen werden, so muss man es ja formulieren, was definitiv passieren wird, schreibt uns einfach. Schreibt Eure Erfahrungen an uns, das kann bei Facebook sein oder an unsere E-Mail-Adresse und da können wir auch ein bisschen in den Austausch gehen. Das ist bei solchen Themen besonders spannend.

F: Absolut. Ich fasse noch einmal ganz kurz zusammen. Du hast im Endeffekt durch den relativ langen Spaziergang heute als allererstes eine innerliche Ruhe festgestellt, die sich breitgemacht hat, was im eigentlich schnelleren, stressigen Alltag nicht so passiert, trotz Meditation, trotz bewusster Verhaltensweisen, die du an den Tag legst und die hat eigentlich dazu geführt, dass du eine starke Dankbarkeit empfunden hast, dafür dass du einfach da bist, wo du gerade bist. Der zweite Punkt ist die Akzeptanz für diesen Ruhezustand und das Innehalten, dass auch eben eine Tempodrosselung vollkommen in Ordnung und auch notwendig sein kann, und dass dieses Abschalten in der Freizeit doch relativ schwierig sein kann, weil die Gedanken eben kreisen und dass das in dieser Umwelt, in der du heute gewesen bist, im Wald, ermöglicht worden ist. Das letzte ist das Grounding, die Verbindung mit der Erde, die eigentlich zu einer inneren Zufriedenheit geführt hat und nochmal zu einer ganz anderen Bewusstseinsebene, dass du aus dem Alltagsgeschehen deiner Gedanken rausgekommen bist eigentlich in die Daseins-Eben. Das sind ja alles drei Punkte, die ein bisschen ineinandergreifen, wir packen das alles in die Shownotes, dann könnt Ihr das auch im Blog nachlesen. Wir gesagt, wir freuen uns auf ein Feedback oder Erfahrungsberichte, wenn Ihr das selber ausprobiert habt.

A: Genau. Ich kann auch nur nochmal danke sagen, weil nur durch die Folge des Waldbadens ist das in mir auch nochmal wirklich bewusster aufgeploppt im Kopf, dass es doch mal eine Sache ist, die ich mal ausprobieren muss. Mit so vielen Geschichten, wir inspirieren und motivieren uns da ja gegenseitig, verschiedene Sachen auszuprobieren und zu implementieren, das ist halt auch wichtig. Man sollte einen Sparring-Partner im Leben haben, da werden wir auch nochmal eine Folge drüber machen. Solltet Ihr den nicht in dieser Form haben, habt Ihr den Podcast. In dem Sinne würde ich sagen, bleibt in Balance.

F: Bis zum nächsten Mal, Eure Mindpreneure.

A: All right, ciao!

F: Ciao!