10. Dezember 2017Keine Kommentare

4 Tipps, um kein Teil der Wegwerfgesellschaft zu sein!

#31 Alex und Frederick unterhalten sich über einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt und was wir im Zuge dessen tun können.

Wir leben in einer Gesellschaft, die zu Großteil leider sehr häufig unachtsam mit der eigenen Umwelt und Mutter Natur umgeht. Wir als Mindpreneure wollen das nicht und denken bewusst über Strategien nach, um dem entgegen zu wirken, denn ein bewusst geführtes Leben hat viel mit Verantwortung zu tun. Diese Verantwortung haben wir gegenüber unserem Planeten, der es uns schließlich erst möglich macht zu leben.

Vier Tipps für einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt und um kein Teil der Wegwerfgesellschaft zu sein!

  1. Nimm eine Vorbildfunktion ein und Go First! Müll dorthin entsorgen wo er hingehört und andere Menschen freundlich darauf hinweisen, dass sie ebenfalls achtsamer mit der Umwelt umgehen mögen ist ein erster Schritt um eine Veränderung anzustoßen und zu leben!
  2. Benutze wiederverwendbare Einkaufstüten und meide vor allen Dingen die Einmal-Plastiktüten um Obst und Gemüse zu verpacken! (Die durchschnittliche Plastiktüte verbleibt 450 Jahre in der Umwelt bevor sie abgebaut ist!)
    Alternativen sind entweder lose in den Einkaufswagen oder leichte wiederverwendbare Netze aus Kunststoff oder Baumwolle zu benutzen, beides ist eine nachhaltigere Strategie!
  3. In Großstädten kannst Du Foodsharing betreiben um aktiv etwas gegen die Wegwerfgesellschaft zu tun und kostenlos hochwertige Lebensmittel zu erstehen! Geheimtipp für Studenten!
  4. Kauf nur so viel ein, wie Du wirklich verwerten kannst! Sei ehrlich mit deinem Verbrauch und wenn Du mal wie wir den Fehler machst, etwas zu kaufen und dann wegzuwerfen, dann nimm Dir vor es beim nächsten mal besser zu tun!
  5. Extra Tipp: Es geht nicht darum der perfekte bewusste nachhaltige gewissenhafte Mensch zu sein, sondern in kleinen Schritten etwas in die richtige Richtung zu unternehmen um andere Menschen in deinem Umfeld mit dem Mindset anzustecken. Langfristig können wir Veränderung, egal in welchem Kontext, nur gemeinsam bewirken!)

Shownotes der Folge #31 - 4 Tipps, um kein Teil der Wegwerfgesellschaft zu sein!

 

3. Dezember 2017Keine Kommentare

3 Tipps für mehr Balance im Alltag

#30 Wie steht es um die Balance der Mindpreneure? Frederick und Alex sprechen über ihre eigene Balance im Alltag und erarbeiten 3 Tipps, die du für dich anwenden kannst. 

Frederick hat nach seiner Kündigung einen neuen Job gefunden und sich in die neue Arbeits-Umgebung eingearbeitet. Sein Stressniveau ist deutlich gesunken und er kann wieder deutlich ruhiger und länger schlafen. Zusätzlich befindet er sich in der Urlaubsplanung für das nächste Jahr, was ihm zusätzlichen, mentalen Aufschwung bereitet.

Alex hat sich in seinem neuen Wohnort eingelebt und durch die Implementierung gesunder, positiver Tagesroutinen zu einer besseren Balance im Alltag verholfen. Das ging nicht von selbst und nicht innerhalb von ein paar Tagen, sondern ist ein Prozess, der sich über mehrere Wochen gestreckt hat. Genau wie Frederick, hat er sich durch Reiseplanungen neue Perspektiven geschaffen, die sich sehr positiv auf seinen Alltag ausgewirkt haben.

Um ein genaueres Bild zu bekommen, was die beiden in den letzten Monaten erlebt haben, hört euch einfach die passenden Podcast-Episoden dazu an. Sie sind hier in den Shownotes verlinkt. 

Konkrete Strategien die uns in den letzten Wochen zu mehr Balance im Alltag verholfen haben, sprich 3 Tipps für mehr Balance im Alltag:

  1. Perspektiven schaffen/ Ziele vor Augen haben
    • Kurzfristig: z.B. durch Morgenroutine oder Challenges
    • Langfristig: z.B. durch Urlaub/Reisen
  2. Alltagsmeditationen
    • Regelmäßig wiederkehrende Handlung/Tätigkeit die uns erdet, in unserem Falle das Kochen
  3. Zeit mit Familie und Freunden verbringen
    • Austausch
    • Rückhalt/Geborgenheit
    • Leckeres Essen
    • Gemeinsame Aktionen

Shownotes der Folge #30 - 3 Tipps für mehr Balance im Alltag

26. November 2017Keine Kommentare

3 Gründe für ein Raus aus der Komfort Zone

#29 Frederick und Alex schildern zwei konkreten Praxisbeispielen aus ihrem Leben und sprechen über 3 Gründe für ein Raus aus der Komfort Zone.

Im Blogbeitrag für diese Podcastfolge knüpfen wir thematisch an die letzte Folge an und sprechen darüber, wie genau man durch das regelmäßige Verlassen seiner Komfort Zone sein Leben und vor allem die Lebensqualität optimieren kann.

Praxisbeispiel 1 - Alex:

Alex ist in David Hasselhoff/ Baywatch Manier in einer Speedo-Badehose durch die Kölner Innenstadt gelaufen und hat die letzten Sonnenstrahlen des Sommers zelebriert. Blöde Blicke und komische Sprüche standen dabei auf der Tagesordnung. Natürlich ist das ein extremes Beispiel für das Verlassen der eigenen Komfortzone und nicht für jeden eine relevante Option. In seinem Fall aber eine bewusste Entscheidung und ein hervorragendes Training der Willenskraft und der eigenen Lockerheit. Man muss sich selbst ja auch nicht immer ganz so ernst nehmen.

Praxisbeispiel 2 - Frederick:

Die kalte Dusche am Morgen. Frederick hat den Schritt gewagt und ist komplett auf eine kalte morgendliche Dusche umgestiegen. Er hat daraus eine Challenge gemacht und fordert sich so jeden morgen für 30 Tage selbst heraus, immer 5 Minuten, auf den Timer genau. Er ergänzt bzw. optimiert so seine Morgenroutine und verlässt direkt zum Tagesbeginn seine Komfort Zone. Ratsam hierbei ist, jedes Körperteil gleichmäßig mit kaltem Wasser zu versorgen, eine ruhige, gleichbleibende Atmung und eventuell einen Musik-Track dabei laufen zu lassen, der beim duschen positiv unterstützt. Einem guten Start in dem Tag steht danach nichts mehr im Wege, denn es geht hier vor allem um das positive Gefühl nach der Dusche.

Wichtig: Wer krank ist oder körperliche Probleme hat, sollte zuvor mit seinem Arzt abchecken, ob eine kalte Dusche wirklich eine sinnvolle Option ist. Wir betonen an dieser Stelle, dass wir keine Ärzte sind!

3 Gründe für ein Raus aus der Komfort Zone

  1. Stärkung der eignen Willenskraft
  2. Widerstandsfähigkeit (emotionale Resilienz) wird gestärkt. Man lässt sich seltener durch negative Emotionen leiten, sprich gewinn eine bessere Kontrolle über die eignen Emotionen
  3. Training für innere Lockerheit und einen Perspektiven-Switch: "Fehler machen" sind positive Erfahrungen, aus denen man lernt.

Shownotes der Folge #29 - 3 Gründe für ein Raus aus der Komfort Zone:

 

19. November 2017Keine Kommentare

Die Willenskraft am Abend

#28 Alex und Frederick diskutieren anhand von praktischen Beispielen, wie du deine Willenskraft am Abend stärken und gesünder einschlafen kannst!

Heute steigen wir sehr unvorbereitet auf Grund einer Diskussion in die Folge ein und arbeiten uns anhand von zwei Beispielen aus unserem Alltag (sinnloses Scrollen durch die Social Media Feeds und Rabbitholes am Smartphone, sowie dem Essen ungesunder Snacks) zur Quintessenz der heutigen Folge vor. Und zwar was du tun kannst, um alternative und positive Gewohnheiten zu etablieren.

Uns stellt sich vor allem die Frage, warum es uns an manchen Abenden eher gelingt unerwünschten und teils schädlichen Gewohnheiten keinen Raum zu geben als an anderen, wo es uns förmlich in den Sog des Smartphones oder der Snacks zieht?
Was für Mechanismen greifen in diesen Situationen und was können wir tun um proaktiv einzugreifen und alternative Gewohnheiten zu etablieren?
In der Folge stellen wir unserer Meinung bezüglich wichtigen Einflussfaktoren vor und beschreiben den Prozess, um die unerwünschten mit bewusst gewählten Verhaltensweisen nach und nach zu ersetzen!

Drei alternative und positive Gewohnheiten am Abend:

  1. Ein Buch lesen, ganz altmodisch, analog, in Papierform oder modern in Form eines E-Book Readers oder auf dem Smartphone (Nightshiftmodus!)
    Ergänzung zur Podcastfolge: Fiktion und Bücher ohne direktes Lernziel scheinen wunderbare Alternativen zum “Berieseln lassen” oder “Smartphone-Rabbithole” zu sein, probiert es aus!
  2. Statt verarbeiteten Snacks auf gesündere Alternativen wie (getrocknetes) Obst, Rohkost oder Nüsse zurückgreifen.
    Ergänzung zur Podcastfolge: Wenn du oft solche Verlangen hast, solltest du schauen ob du tagsüber genügend Elektrolyte, Mineralstoffe und Vitamine zu dir genommen hast. Abhilfe kann hier ein (selbst gemachter) grüner Smoothie sein! Frederick schwört darauf!
  3. Ein Gespräch mit der Partnerin / dem Partner über den Tag, das Befinden, zukünftige Wünsche / Ziele, Sorgen oder andere relevante Themen kann Wunder wirken und ist langfristig definitiv befriedigender als die schnelle Ablenkung durch Smartphone oder unbewusst reingezogene Snacks vor dem Fernseher (glaubt uns, we´ve been there, done that 😉 ).

Shownotes der Folge #28 - Die Willenskraft am Abend

 

12. November 2017Keine Kommentare

Eine Morgenroutine mit Bewegung!

#27 Frederick schildert die Stationen seiner Morgenroutine und erklärt die Benefits!

In der heutigen Folge interviewt Alex Frederick zu seiner Morgenroutine.
Was genau macht er warum und wie lange schon? Welchen Sinn hat es seine Morgenroutine (die jeder hat, wenn auch nur unbewusst wie z.B. Kaffee kochen, Facebook checken, lesen etc.) bewusst und proaktiv zu gestalten? Warum sollten wir die erste Zeit am Morgen für uns nutzen und dementsprechend verbringen?
All diese Fragen klären wir anhand von Fredericks Morgenroutine auf, aus der du dir vielleicht etwas abschauen kannst um mit mehr Energie und Balance in den Tag zu starten!

Die Stationen von Fredericks Morgenroutine mit Bewegung

  • Badezimmer
    • Morgentoilette, kennt jeder, macht jeder (hoffentlich) 😉
  • Arbeitszimmer
    • Yogamatte ausrollen
    • CARs (Controlled Articular Rotations) für jedes Gelenk ausführen (frei angepasst nach Dr. Andreo Spina´s Konzept FRC, Functional Range Conditioning)
      • Dreimal pro Richtung jedes Gelenk / Körperpartie im vollen schmerzfreien aktiven Bewegungsausmaß langsam und kontrolliert durchbewegen (Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Schulterblätter, Schultergelenke, Ellenbogen, Handgelenke, Finger, Hüften, Knie, Füße, Wirbelsäule gesamt)
      • Dient als “Screenings”- Werkzeug für Verspannungen, Einschränkungen, Schwachstellen, Kompensationsmuster
      • Aktive Meditation, Bodyscan
      • Schult die Interozeption, das fokussieren auf interne Wahrnehmung statt Reaktion auf externe Reize, verbessert die “body map” im Gehirn (sensorischer & motorischer Cortex für die Nerds unter euch 😉 )
      • Da in unserer Realität durch unterschiedlichste Einflussfaktoren (Stress, einseitige Haltungen & Bewegungen, bewegungshemmende Umwelt, um ein paar zu nennen) dominante einseitige Haltungen & Bewegungsmuster entstehen, macht es absolut Sinn wenigstens einmal pro Tag dem Nervensystem zu signalisieren, dass das momentane Bewegungsausmaß wichtig ist und gebraucht wird!
        -> “Use it or lose it” !
  • Küche
    • Warmgetränk für Frederick & seine Freundin zubereiten, außerdem Katzenfutter vorbereiten für den Kater 😉
  • Wohnzimmer
    • Squat Routine 2.0 & Journaling / Lesen
      • 5-15 Minuten in der tiefen Kniebeuge verweilen und dabei verschiedene Bewegungen ausführen für folgende Vorteile:
        • Verbesserte Verdauung (googlen: deep squat & digestion, puborectalis muscle)
        • Verbesserte Beweglichkeit in Füßen, Knien, Hüften, Rücken
        • Aktivierung vom “rest & digest”-Teil des autonomen Nervensystems, Möglichkeit mehr Balance in die Stress-Entspannungs-Achse zu bekommen

Shownotes der Folge #27 - Fredericks Morgenroutine mit Bewegung!

 

Eine Morgenroutine mit Bewegung

Eine Morgenroutine mit Bewegung

5. November 2017Keine Kommentare

3 Gründe warum ein Sparringspartner dir hilft!

#26 In dieser Folge diskutieren wir über das, was diesen Podcast überhaupt erst möglich gemacht hat, das gemeinsame sparren. Wir haben 3 Gründe warum ein Sparringspartner dir hilft! 

In dieser Episode sprechen wir darüber, welche Vorteile es haben kann, wenn man sich im Leben einen Sparringspartner sucht. Jemand der einen:

  • herausfordert
  • in Bewegung bleiben lässt 
  • mit dem man zusammen lernen sowie wachsen kann.

Für uns hat das sogenannte "sparring" lange vor diesem Blog und Podcast begonnen und war letztendlich sogar der Grund dafür, dass wir angefangen haben, diesen Prozess auf diese Art und Weise zu dokumentieren, um einen Mehrwert für dich zu schaffen. Das Wort Sparringspartner leitet sich vom englischen Begriff "sparringpartner" ab und findet hauptsächlich beim Boxsport Bedeutung . Für gewöhnlich trainiert man dort mit einem Sparringspartner, um sich auf die anstehenden Kämpfe vorzubereiten. Allerdings kann man die Vorteile und den Sinn und Zweck eines Sparringspartners auch auf andere Lebensbereiche übertragen.  Denn letztendlich bedeutet "to spar with someone" - Sich mit jemandem auseinanderzusetzen. Resultat:

  • Ist-Zustand optimieren
  • Lebensqualität erhöhen
  • Wohlbefinden steigern.

Wenn man einen Sparringspartner im Leben hat, zwingt man sich auf posititive Art und Weise bewusster mit dem Leben umzugehen.

Drei Gründe für das bewusste sparren mit einem Sparringspartner

  1. Die Grundeinstellung des Lernenden (“Shoshin”, aus dem japanischen Zen-Buddhismus: “the beginner´s mind”) wird aktiv gefordert und gefördert.
    • Input
    • Kommunikation
  2. Betriebsblindheit/Wald vor lauter Bäumen / Reality-Check
    • Blase / Bubble kann gewechselt werden und daraus werden auch kritische Fragestellungen möglich
  3. Motivation zur Weiterentwicklung/Bewegung
    • Ideen-Saatkorn kann eingepflanzt werden und entwickelt sich kurz-oder langfristig zu einer Handlung/Einstellung weiter (Beispiel: Kaffee-Challenge / Morgenroutine)
    • Zitat Grönemeyer: Stillstand ist der Tod

Shownotes der Folge #26 - 3 Gründe warum ein Sparringspartner dir hilft!

3 Gründe warum ein Sparringspartner dir hilft

3 Gründe warum ein Sparringspartner dir hilft

 

29. Oktober 2017Keine Kommentare

3 Tipps um Affirmationen erfolgreich in den Alltag zu integrieren!

#25 Alex stellt 3 Tipps vor, mit denen man Affirmationen erfolgreich in den Alltag integrieren kann. In einer Gesellschaft mit vielen reaktiven und unbewussten Verhaltensweisen wichtiger denn je. 

In der heutigen Podcastfolge geht es um das Thema Affirmationen und wie man sie erfolgreich in den Alltag integrieren kann und zwar ohne sich dafür großartig verbiegen zu müssen. Letztendlich ist die regelmäßige und kontinuierliche Wiederholung einer Affirmation viel effektiver als viele Affirmationen nur ab und an mal einzusetzen. Darum ist es wichtig, das man Zeitfenster nutzt, die im Alltag schon gegeben sind und die durch den Einsatz von Affirmationen optimiert.

Was sind Affirmationen?

Latein: affirmatio - Versicherung, Beteuerung / affirmate - bejahend

Englisch: to affirm sth. - etwas beteuern, versichern, bejahen, bekräftigen, bestätigen

Affirmationen fördern Ziele jeglicher Art, die durch wiederholtes Aufsagen, Aufschreiben oder Denken im Unterbewusstsein manifestiert werden. Das jeweilige Ziel wird in passender Wortkombination und im Präsens, also der Gegenwartsform formuliert. So wird dem Gehirn suggeriert, dass das Ziel schon eingetreten sei. Hier schafft man sich gedanklich seine eigene positive Realität. 

3 konkrete Tipps um Affirmationen erfolgreich in den Alltag zu integrieren

1.) Als Teil einer Morgenroutine. Optionen:

  • Ein Journal führen und die Affirmation mehrmals (20-30 mal) hintereinander aufschreiben
  • Während einer Meditation. Die Affirmation als Mantra einsetzen und sie im Geiste oder laut ausgesprochen immer wiederholen. Vorteil: Man schlägt zwei Fliegen mir einer Klappe. Du legst automatisch einen klaren Fokus und programmierst dein Unterbewusstsein auf eine positive Weise.

2.) In Alltagssituationen

In nervigen oder stressigen Alltagssituationen den Fokus auf eine Affirmation richten anstatt sich aufzuregen. Beispiele:

  • Lange Schlange an der Kasse im Supermarkt
  • Rote Ampel, die nicht grün wird
  • Langsame Autofahrer oder Fußgänger vor einem
  • Die Bahn/ der Bus, der zu spät oder gar nicht kommt

Sich klar zu machen, dass man den Fokus bewusst auf etwas verschiebt, was einem im Leben weiter bringt anstelle überflüssigen Gedanken den Raum dafür zu geben, kann viel im Leben verändern!

3.) Als Teil einer Abendroutine / Einschlaf-Ritual

  • Bei der Abendroutine hat man die selben Optionen wie bei einer Morgenroutine. Siehe Punkt 1.
  • Eine Einschlaf-Routine entwickeln. Das letzte was man denkt, bevor man in den Schlaf fällt, kann wunderbarer Weise eine Affirmation sein. Warum? Vor dem Einschlafen ist der Zugang zum Unterbewusstsein besonders groß.

Wichtig: Affirmationen sind stärker, wenn sie an Emotionen gekoppelt werden. Das Ziel oder der Wunsch dem eine Affirmation zu Grunde liegt, kann durch Erfahrung wie z.B. Bilder im Kopf, Musik oder Gerüche priorisiert werden. Die Auswahl der richtigen Affirmationen sollte demnach wohl überlegt und eine "Herzensentscheidung" sein.

 

Shownotes der Folge #25 - 3 Tipps um Affirmationen erfolgreich in den Alltag zu integrieren!

22. Oktober 2017Keine Kommentare

Einen Monat ohne Kaffee. 3 Gründe für Alltagsherausforderungen!

#24 Sich selber vor Herausforderungen zu stellen ist heute wichtiger denn je. Einen Monat ohne Kaffee ist ein Beispiel, wie du dein Leben bewusster gestaltest. 

In der letzten Folge ging es bei den Mindpreneuren um ein bewusstes Nein und heute knüpfen wir thematisch an dieses Thema an. Da wir uns aufgrund verschiedener Entwicklungen wie zum Beispiel:

  • Neue Technologien
  • Spezialisierungen
  • Veränderungen in der Gesellschaft
  • Stress & Druck
  • Erwartungen von außen

mehr und mehr reaktiv statt proaktiv durch durch die Welt bewegen, diskutieren wir anhand eines Beispiels aus Alex´ aktueller Lebenssituation, warum es nicht nur Sinn macht, sondern in unseren Augen auch absolut notwendig ist sich heutzutage selbst Alltagsherausforderungen zu stellen!

Einen Monat ohne Kaffee - Warum?

Vor längerer Zeit haben Alex und Frederick sich über Kaffeekonsum unterhalten und nach einigen Monaten Inkubationszeit hat sich Alex dazu entschieden, für 30 Tage von seinen mindestens 7 Tassen Kaffee pro Tag zu verabschieden und den Konsum auf 0 zu reduzieren. Warum? Um einen bewussteren Umgang zu pflegen und möglicherweise positive Effekte auf sein Wohlbefinden zu erleben.

Die Effekte:

Nach anfänglichen Entzugserscheinungen (ja, das kann auch bei Kaffee passieren!) merkte Alex:

  • Ein erhöhtes Erholungsbedürfnis
  • Tieferen Schlaf 
  • Ein ausgewogeneres Energieniveau 

Durch diese Erfahrungen hat sich sein Konsum nach dieser 30-Tages Herausforderung nun auf zwei Tassen täglich eingependelt und die positiven Effekte halten bisher an.
Aus dieser aktuellen Situation konnten wir drei Gründe für solch eine selbst gestellte Herausforderung ziehen:

Drei Gründe für selbst gestellte bewusste Alltagsherausforderungen

  1. Gewohnheiten werden maßgeblich durch die Umwelt (bspw. gesellschaftlich, sozial, materiell, emotional) beeinflusst. Das bewusste Verändern dieser Faktoren (in Alex Situation: keinen Kaffee mehr kaufen) führt zu einer direkten Veränderung der Gewohnheit. Oft verlässt man dafür seine Komfort Zone und folgt nicht der breiten Masse der Gesellschaft. Das wirkt sich positiv auf andere Lebensbereiche aus. Außerdem sorgt eine bewusste Entscheidung für eine Herausforderung (kein Kaffee in diesem Falle) zum folgenden zweiten Punkt:
  2. Die Selbstdisziplin und Entscheidungskraft werden geübt und verstärkt -> öfter Nein sagen! Wir zwingen uns selber bewusst zu handeln und Position zu beziehen, auch und vor allem im Kontakt mit anderen Menschen (Büro, Uni, Schule, Familie, Freunde etc.).
  3. Durch das Aufsuchen eines anderen Extrems (von 10 Tassen Kaffee auf 0 am Tag) kannst Du nach einiger Zeit (30 Tage in Alex´ Fall) wieder einen ausbalancierten Mittelweg finden (statt 7 nun 2 Tassen pro Tag).

Shownotes der Folge #24 - Einen Monat ohne Kaffee. 3 Gründe für Alltagsherausforderungen!

Transkript der Folge #24 - Einen Monat ohne Kaffee. 3 Gründe für Alltagsherausforderungen!

F: Moin, wir sind hier wieder bei den Mindpreneuren und heute knüpfen wir an die Folge von letzter Woche an, die hatte ja zum Thema, dass ein klares und bewusstes Nein wesentlich mehr wert und besser ist als ein halbes Ja. Um das ganze praktisch umsetzbar zu machen, werden wir uns heute mit Herausforderungen beschäftigen, die wir uns selbst im Alltag stellen können und auch sollten. Bewusst gestellte, selbst gestellte Herausforderungen. Wir starten auch direkt mit einem Beispiel von Alex. Alex hat nämlich erst vor Kurzem eine selbst gestellte Herausforderung erledigt und dann gebe ich dir einfach mal das Mikro weiter und würde gerne von dir hören, wie denn da deine Herausforderung aussah und was du für Erfahrungen gemacht hast.

A: Ja, und zwar habe ich, und da verwende ich jetzt den Anglizismus, mir eine Challenge gesetzt, einen Monat lang keinen Kaffee zu trinken. Das ist glaube ich für viele Leute, die mit ihrem Kaffee aufwachen und nichts anderes kennen, glaube ich erstmal ein Schlag vor den Kopf.

F: Inklusive dir aus der Vergangenheit.

A: Definitiv! Ich bin ein wirklich ein Kaffeegenießer. Ich muss dazusagen, dass ich eine Zeitlang als Barista auch gearbeitet habe und weiß guten Kaffee und seinen Geschmack sehr zu schätzen. Da gibt es wirklich große Unterschiede in Herkunft, Produktion und so weiter und so fort und das finde ich auch unglaublich spannend, es schmeckt auch unglaublich gut. Das ist nicht nur die Komponente des Wachwerdens durch das Koffein, sondern auch eine geschmackliche Komponente, darum war es vielleicht auch nochmal extraschwer. Aber ich habe es gemacht, weil ich einfach wissen wollte, wie komme ich ohne Kaffee zurecht. Das hatte auch vor allem den Grund, einfach mal koffeinfrei einen Monat zu erleben. Dementsprechend habe ich auch nichts andere getrunken, wo Koffein drin wäre, also sprich auch keinen schwarzen Tee, Mate Tee, definitiv keine Cola oder irgendwelche anderen Koffeinprodukte, Zucker wollen wir gar nicht drüber reden in dieser Folge, das können wir mal in einer anderen Folge machen. Es ging mir darum, auf Koffein zu verzichten.

F: Okay, was waren deine Erfahrungen?

A: Unterschiedlichster Art. Die erste Woche war, muss ich wirklich ehrlich sagen, schlimm. Das war, das hätte ich selber nicht erwartet, Entzug pur. Dass man wirklich Entzugserscheinungen bekommt, weil man auf Kaffee verzichtet, hätte ich nicht erwartet in der Form.

F: Kurze Zwischenfrage. Wieviel Kaffee hast du denn vorher so getrunken?

A: Man hat ja heutzutage Kaffeemaschinen, die man timen kann, also brodelt die ganz gemütlich vor sich hin, wenn der Wecker klingelt ist der Kaffeepot gesetzt. Das kennt sicherlich der ein oder andere Zuhörer oder die ein oder andere Zuhörerin auch. Dementsprechend habe ich erstmal direkt, selbst mit meinen Morgenroutinen, die ich so hab, habe ich mich immer schon sehr gefreut auf die erste Tasse Kaffee zum Beispiel zum Lesen. Aus einer ersten wird schnell eine zweite und wenn man dann noch eine Arbeit am Computer verrichten möchte, bevor man dann nach seiner Morgenroutine das Haus verlässt, dann wurde es auch schonmal noch eine dritte Tasse. So, dann sind es drei Tassen, die du schon getrunken hast, wenn du aus dem Haus bist. Dann holt man sich auf dem Weg zur Uni, zur Arbeit, vollkommen egal, dann auch nochmal einen Kaffee. Genehmigt sich am Vormittag nochmal einen und mittags nochmal einen. Ich war sicherlich bei sechs bis sieben Tassen, also deutlich über der Norm würde ich sagen, vielleicht auch über dem Durchschnitt. Ich bin mit dem Thema auch sehr unbewusst umgegangen muss ich ehrlich sagen. Wir reden ja hier über das Thema Bewusstsein im Alltag, aber ich muss ehrlich sagen, es gibt Teilbereiche im Leben, mit denen man auch bewusst unbewusst umgeht. Kaffee hat mir immer geschmeckt, da habe ich immer gesagt Fuck it. Dementsprechend das auch in großen Mengen konsumiert.

F: Okay und was hattest du dann für Entzugserscheinungen, die hattest du gerade angesprochen?

A: Ein extremes Unwohlsein, verlorener Fokus, das Denken ist mir sehr schwergefallen. Ich war wirklich in der ersten Woche wie in so einer Blase gefangen, in der ich mich wirklich nicht gut konzentrieren konnte. Das war das eine, Konzentrationsvermögen hat rapide abgenommen und das zweite waren massive Kopfschmerzen.

F: Okay, das hat so eine Woche angehalten hast du gesagt.

A: Genau, eine Woche, bisschen drüber hinaus, eineinhalb Wochen waren das schon, das hätte ich nicht erwartet. Und danach muss ich sagen habe ich extrem gut geschlafen ist mir aufgefallen. Also extrem tief geschlafen.

F: Also schonmal der erste positive Punkt, den du dann gemerkt hast.

A: Und auch lang geschlafen. Ich kann mich erinnern, dass ich dann am Wochenende, wo ich dann mal einen Samstag freihatte, auch tagsüber wirklich vier, fünf Stunden im Bett lag. Als ob der Körper Schlaf nachholen möchte.

F: Interessant. Und das hat dann die ganze Zeit auch angehalten oder hat sich das innerhalb des Monats auch verändert?

A: Das hat sich verändert, also dass ich dann nicht mehr so viel Schlaf nachholen musste. Aber ich habe generell besser geschlafen, das heißt ich bin nachts nicht mehr so oft wachgeworden. Das ist mir dann doch wirklich aufgefallen, wenn man Kaffee konsumiert und gerade wenn man Kaffee spät konsumiert, hat das doch einen Impact auf deinen Schlafzyklus und reißt dich irgendwie nachts doch nochmal aus dem Schlaf. Das ist mir dann dementsprechend nicht mehr so passiert. Ja.

F: Spannend, weil das kann man tatsächlich auch erklären, weil Koffein definitiv auch die natürliche Ausschüttung von Kortisol und Melatonin beeinflusst, die ja auch unter anderem für einen Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich sind. Wenn man eben, gerade nach dem Mittag, nachmittags oder abends auch noch Kaffee trinkt, dann holt das das Ganze aus dem Gleichgewicht. Und das kann eben dann dazu führen, dass du nachts einfach nicht so eine ganz natürliche Melatonin-Kurve hast, sondern vielleicht auch zu einem bestimmten Zeitpunkt weniger davon oder vielleicht ein bisschen Kortisol zu viel und dementsprechend da aufgrund der hormonellen Situation beispielsweise aufwachst. Genau. Was ich interessant fand, war der Punkt mit dem Schlaf nachholen, was du gesagt hast. Ich denke, dass der Körper, wenn er sehr viel Koffein bekommt, dann dieses natürliche Ruhebedürfnis gar nicht mehr so stark wahrnehmen kann. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Das kommt zurück. Der Körper hat natürlich erstmal eine Entzugsphase, wie du es beschrieben hast, und dann lernt das Gehirn relativ schnell wieder, auf die körpereigenen Signale besser zu hören, die ja eventuell durch das viele Koffein auch unterdrückt worden sind.

A: Das ist interessant und erklärt vieles. Ich glaube was ganz wichtig ist und was vielleicht auch die Zuhörer interessiert ist, welche Konsequenz habe ich aus dieser Challenge gezogen.

F: Wie sieht denn jetzt heutzutage dein Kaffeekonsum aus?

A: Ich trinke wieder Kaffee, achte darauf, dass es ausschließlich guter Kaffee ist. Schlechter Kaffee, der kann mir gestohlen bleiben. Und ich trinke maximal zwei Tassen am Tag. Und die auch nur morgens beziehungsweise bis mittags und ab mittags ist Schluss. Damit fahre ich momentan ziemlich gut muss ich sagen.

F: Ist in der momentanen Situation irgendetwas anders als du noch keinen Kaffee getrunken hast und du diese positiven Effekte gemerkt hast während des "Entzugs"?

A: Ja, ich merke schon, dass es irgendwo mich gut in den Tag starten lässt ganz ehrlich gesagt, wenn ich einen Kaffee trinke. Aber das ist schwierig auszudifferenzieren, ob das jetzt wirklich nur am Koffein liegt, sondern einfach auch an dem Geschmack, also an meiner Passion für dieses Getränk.

F: Und weil es ein Warmgetränk ist, das gibt auch nochmal ein gutes Gefühl. Gerade jetzt zum Herbst und Winter hin ist das ein Faktor, den darf man definitiv nicht außer Acht lassen. Hast du denn irgendwelche negativen Veränderungen gemerkt, nachdem du den Kaffee wiederaufgenommen hast?

A: Ne, bisher nicht.

F: Gut.

A: Darum fahre ich da auch mit den zwei Tassen ganz gut und hüte mich davor, über dieses Ziel hinauszuschießen. Eine Sache, die noch ganz wichtig ist. Ich habe während meiner monatlichen Abstinenz hin und wieder mal einen koffeinfreien Kaffee getrunken. Jetzt weiß ich, dass der vielleicht nicht hundertprozent 0 Koffein enthält, aber es ist im Grunde genommen nichts, was dich großartig wachmacht. Und das war wirklich irgendwann, weil ich den Geschmack extrem vermisst habe. Da ist mir bewusstgeworden, dass mir Kaffee einfach sehr, sehr gut schmeckt. Koffeeinfreier Kaffee ist ja nicht so lecker, aber es hat mir irgendwo, als ich dann einen ganz guten gefunden hatte, hat mir das dann doch so einiges zurückgegeben. Und was ich noch dazusagen muss, ich glaube darum ist Kaffeetrinken auch für viele so normal, es hat natürlich auch eine soziale Komponente. Wenn du im Büro oder im Joballtag bist, egal welche Arbeit man macht, wie oft kriegt man die Frage gestellt - Komm, lass mal einen zusammen einen Kaffee holen, wir machen mal ein Kaffeepäuschen - oder so. Das darf man auch nicht unterschätzen, also man kann natürlich in den Situationen auch sagen - ich komme mit und trinke Tee - genauso wie wenn jemand dich auf ein Bierchen einlädt, trinkst du halt kein Bier, sondern irgendetwas anderes. Aber wenn einem Kaffee schmeckt, kommt diese soziale Komponente nochmal on top und macht irgendwo auch Spaß, möchte man nicht missen.

F: Okay, jetzt hast du ein bisschen beschrieben, was du da gemacht hast und wie sich das dann auch angefühlt hat und was es für Konsequenzen hat. Lass uns doch mal ein bisschen auf die Gründe für diese selbstgestellte Herausforderung eingehen. Das würde mich jetzt interessieren, was du denn da tatsächlich auch als Gründe für dich anführen könntest, warum du das gemacht hast.

A: Ich würde die Sache noch ein bisschen anders angehen. Wie wäre es, wenn wir da ein paar knackige Punkte versammeln, du hast glaube ich auch Gründe und dann können wir dem Zuhörer mitgeben, warum wir uns Herausforderungen stellen im Alltag. Vielleicht auch Herausforderungen, wo man im ersten Moment so sagt - Ne, würde ich nicht machen - oder so.

F: Okay, dann machen wir das ein bisschen allumfassender, das heißt wir beziehen so ein bisschen meine Gründe auch mit ein, das finde ich ganz gut. Wenn du nichts dagegen hast, dann starte ich einfach mal.

A: Noch eine Sache. Und zwar du sagst selbstgestellte Herausforderungen, ich würde das noch ergänzen und sagen auch ungewöhnliche Herausforderungen. Wirklich bewusst sich Herausforderungen stellen, die vielleicht die breite Masse der Gesellschaft so nicht durchführt oder macht, um zu gucken, was es mit dir anstellt, körperlich wie mental.

 

F: Okay. Cool, also der allererste Grund und da muss ich ein ganz kleines bisschen ausholen. Ich bin der festen Überzeugung aufgrund meiner eigenen Erfahrung und aufgrund dessen, was ich so beruflich mitbekomme als Physiothereapeut, wo ich ja viel mit Leuten eben zu tun habe, die auch bestimmte Bewegungs- oder generell Gewohnheiten im Alltag habe, dass die Gewohnheiten maßgeblich durch die Umwelt auch geformt und verstärkt werden. Um ein Beispiel zu geben, wenn ich zu Hause, das ist jetzt nicht mit Kaffee, aber das hat auch was mit Ernährung zu tun, wenn ich zu Hause eine Schublade mit Süßigkeiten habe, in der alles Mögliche drin ist oder auch auf der Arbeit irgendwie eine Schublade mit Süßigkeiten, dann weiß mein Gehirn, dass dort was drin ist, was mir extrem schnell in Situationen, in denen ich Energie benötige, auch welche bekomme. Wenn das jetzt Snickers und Gummibärchen und keine Ahnung, was es noch für Süßigkeiten gibt, da bin ich nicht so der Experte da, aber wenn das da drin ist, weiß mein Unterbewusstsein das. Dann wird es immer in solchen Situationen auf das zurückgreifen, anstatt etwas vielleicht, was nachhaltiger wäre, womit das Gehirn auch tatsächlich längerfristig etwas anfangen kann. Und wenn ich dementsprechend diese Umwelt so weit verändern kann, dass ich Alternativen habe, die mir langfristig auch mehr bringen, dann wird sich auch mein Unterbewusstsein darauf einstellen und dementsprechend daraus eine Gewohnheit formen. Das ist erstmal so der erste Grund, warum ich denke, dass es wichtig ist, sich Herausforderungen zu stellen, einfach um sich auch dieser Beeinflussung der Umwelt auf die Gewohnheiten bewusstzuwerden.

A: Genau und da proaktiv gegenzusteuern.

F: Absolut, weil ansonsten wirst du immer nur auf das, was die Umwelt dir vorgibt, reagieren.

A: Finde ich gut, super gut.

F: Wenn man sich dann eine Herausforderung stellt wie zum Beispiel zu sagen, ich verzichte zum Beispiel mal dreißig Tage lang auf jeglichen Zucker, dann aber auch zu sagen - okay, ich schaffe mir auch wirklich langfristig funktionierende Alternativen - um diese Gewohnheitshandlung nicht komplett auszuradieren, sondern da auch erstmal eine vernünftige Alternative erst einmal zu machen.

A: Das ist noch eine ganz geile Ergänzung, die du da sagst, also dass man im Grunde genommen konstruktiv an die Sache rangeht und nicht destruktiv, dass man sich nicht einfach etwas wegcuttet und damit leben muss, sondern dass man sagt - okay, ich gucke, wie ich das durch etwas Bewussteres und auch Gesünderes ersetzen kann.

F: Wenn wir beim Thema Ernährung, um da ganz kurz einen Punkt zuzufügen, das Gehirn will natürlich auf der einen Seite schnell Energie haben, aber der Körper merkt sich auch relativ gut, was in bestimmten Nahrungsmitteln für andere Inhaltsstoffe drin sind, wenn ich ihm lang genug Zeit gebe, sich damit auseinanderzusetzen. Dementsprechend wird natürlich auch immer wieder ein Zug dazu hinkommen, schnelle Energie und etwas Süßes zu bekommen, nichts destotrotz fährt man langfristig auch sehr gut, wenn da gesunde Alternativen immer wieder eingebaut werden, damit der Körper einfach weiß - okay, ich brauche jetzt etwas Salziges - dann nehme ich nicht direkt die Chips, die ich vielleicht in der Schublade habe, sondern ich gucke vielleicht, dass ich ein paar gesalzene Nüsse als erste Alternative habe. Ist schon mal eine andere Sache, weil aus Nüssen kann man schon mal ganz andere Dinge verwenden als aus den Kartoffelchips beispielsweise. Das soweit zum ersten Punkt.

A: Gut, dann habe ich direkt einen zweiten, der daran anschließt. Und zwar ist auch, wenn man sich etwas wegcuttet, das nicht per se schlecht, das ist auch immer der Blickwinkel, wie man darauf schaut. Man kann den ganzen Tag heulen und das vermissen, was man sich weggestrichen hat. Oder man kann sagen - okay, was ich jetzt gerade mache ist, ich trainiere meinen Körper und meinen Geist im Bereich der Selbstdisziplin und im Bereich der Entscheidungskraft. Und das auf unterschiedlichen Ebenen. Auf der Arbeit, um eben kurz auf mein Kaffee-Beispiel zurückzukommen, ist es dann zum Beispiel so, wenn du sagst, alle sind ja gewohnt, dass du Kaffee trinkst, das heißt du wirst morgens direkt zu einem Kaffee eingeladen oder - wollen wir zusammen Kaffee holen - und du sagst - ne, ich mache jetzt einen Monat lang keinen Kaffee - dann sind die ersten Reaktionen - boah, krass, bist du sicher? Das könnte ich aber nicht - und das heißt, man muss dann sozusagen, wenn man sich diese Challenge setzt über einen gewissen Zeitraum, konsequent bleiben und sagen - ich habe die Selbstdisziplin und ich ziehe das durch, egal was Menschen um mich herum sagen und egal was mein programmiertes Verlanges in mir drin möchte - und das ist ein wunderbares Training.

 

F: Das heißt du musst auch wirklich immer wieder bewusst anderen, aber auch dir selbst gegenüber Position beziehen.

A: Absolut.

F: Passt ja dann dementsprechend zum Thema der letzten Folge, zum nicht unbedingt öfter Nein sagen, aber zum bewusst Nein sagen in bestimmten Situationen.

A: Ganz genau. Man denkt dann ganz oft in so einer Situation - ich mache das jetzt nicht mehr, weil man ganz oft Nein sagen muss - aber das pendelt sich von alleine ein, das ist in den ersten paar Tagen so und irgendwann haben das alle ganz schnell verstanden und dann ist es so. Das ist immer so die große Hürde, dass man denkt - oh nein, wie kann ich das denn jetzt allen recht machen - das stößt vielleicht am Anfang mal ganz kurz auf ein paar komische Momente und wenn man da starkbleibt und sein Nein vertritt, ergibt sich das.

F: Bin ich definitiv bei dir und wenn man in bestimmten SItuationen auch etwas weglässt, zumindest für eine bestimmte Zeit, ob es jetzt selbstauferlegt oder auch für immer gezwungenermaßen so ist, dann kann das viele Dinge auch vereinfachen, weil dir eine bestimmte Wahlmöglichkeit auch wegfällt. - Ah, trinke ich jetzt einen Latte Macchiato oder einen Soja Latte Macchiato oder einen Cappuchino, ne ich trinke einen grünen Tee, danke.

A: Absolut.

F: Brauchst du gar nicht drüber nachzudenken.

A: Genau. Und wenn du solche Herausforderungen öfter eingehst, also dich denen stellst und Menschen um dich rum, gehen wir mal davon aus, dass du ein gleichbleibendes soziales Umfeld hast, das mitbekommen, dann ist es irgendwann auch okay. Dann wissen alle - okay, ab und zu macht der eine Challenge und fordert sich heraus und guckt dann was passiert, total okay - und dann muss man auch gar nicht mehr so viel rumdiskutieren.

 

F: Ja und im schlimmsten Falle beeinflusst du die Leute auch positiv und zündest da vielleicht auch einen kleinen Funken an, dass die anfangen nachzudenken und sagen - mh, wie ist das denn bei mir? Kann ich das vielleicht auch machen? Wie würde sich das wohl anfühlen? - also da wird auf jeden Fall diese Neugierde bei anderen geweckt.

A: Das ist ja letztendlich bei uns beiden auch passiert. Dass ich diese Kaffee-Challenge gemacht habe, ist letztendlich darauf zurückzuführen, dass du mit dem Thema Kaffeekonsum schon viel länger bewusst umgehst als ich das tue, das bei mir auf jeden Fall unterbewusst angedockt ist und dann irgendwann ein Thema wurde für mein Bewusstsein. Du hast ein Saatkorn gepflanzt eigentlich. Und dann bin irgendwann zu dem Punkt gekommen. Manchmal ist man auch noch bereit zu solchen Geschichten, bis man zu dem Punkt kommt, wo man denk - naja, jetzt probiere ich es halt aus.

F: Ja. Sehr schön. Einen Punkt will ich auf jeden Fall noch anbringen, weil das etwas ist, was man glaube ich auch aus deiner Kaffee-Geschichte praktisches als Konsequenz herausziehen kann. Und zwar hast du ja aus dem einen Extrem, ich habe mal mitgezählt, ich glaube es waren sieben bis neun Tassen Kaffee bis zum Mittag, sieben auf jeden Fall, in ein anderes Extrem mit null Tassen gegangen bist und hast nach einer bestimmten Zeit aufgrund der Erfahrung, die du gemacht hast, sowohl negativ als auch positiv einen Mittelweg gefunden. Also eigentlich hast du dich damit, mit dieser Herausforderung, selbst automatisch ausbalanciert.

A: Ja. Absolut.

F: Das finde ich echt eine starke Sache, weil damit bist du ja eigentlich zu einer entspannteren, innerlichen Situation auch gelangt.

A: Ganz genau, könnte ich nicht besser in Worte fassen. Das ist genau das, was passiert ist. Man kann durch das Aufsuchen eines anderen Extrems viel besser auch erstmal definieren, was die Mitte sein kann.

F: Absolut, stimmt. Ja. Klar, sonst weißt du es nicht, bist immer im Status Quo drin und das ist dein Normalzustand und wenn du nie etwas anderes kennenlernt, kannst du gar keinen Vergleich anstellen. Wo ich jetzt gerade drüber nachdenke, aber da gehen wir noch ein anderes Mal drauf ein, das hat sehr viel Implikation auch für viele andere Bereiche des Lebens und des Alltags, aber ja, schön.

A: Cool, ich würde sagen, ich fasse nochmal kurz zusammen. Es sind nämlich drei knackige Punkte und die werden wir auch nochmal blogtechnisch aufbereiten. Also einmal geht es ja darum, wenn man sich einer selbst gestellten und vielleicht auch ungewöhnlichen Herausforderung stellt, dass man positiv gegensteuert gegen Gewohnheiten, die sich unbewusst integriert haben, durch die Umwelt geformt. Dann kommen wir zum zweiten Punkt, dass man eigentlich durch so eine Challenge sehr gut trainieren kann, seine Selbstdisziplin und Entscheidungskraft zu steigern auf verschiedensten Ebenen, und dass man auch am Ende, das ist der dritte Punkt, das Resümee, dass wenn man ein Extrem aufsucht, viel besser seinen Rahmen abstecken kann, wo sind die Grenzen von beiden Extremen und wo kann ich eine Mitte finden, die für mich stimmig ist.

F: Sehr schön gesagt.

A: Abschließend wollte ich nochmal sagen, du bist ja auch jemand, das wollen wir nicht vergessen, der sich auch sehr oft Herausforderungen stellt. Vielleicht mal so als Vorausblick auf eine irgendwann kommende Folge, du hast dich jetzt auch einer Herausforderung angefangen zu stellen, was ist das?

F: Genau. Also ich habe schon seit ganz langer Zeit kein Facebook auf meinem Smartphone, habe zwar einen Account, aber habe dort auch nicht wirklich rege Interaktionen mit meiner Timeline, mit meinem Newsfeed. Ich habe aber auch einige Zeit auch über Instagram und YouTube viel gemacht und vor allem viel recherchiert und Informationen zu Themen, die mich beruflich wie auch hobbymäßig interessieren, herausgesucht und Dinge angeschaut. Mir ist aber in letzter Zeit aufgefallen, dass das in manchen Situationen und gerade, wenn so ein Langeweile-Moment oder so ein Leerlaufmoment gewesen ist, dann so ein Zug dazugekommen ist, das als Standardmodus abzurufen. Also dahinzugehen mit dem Daumen, zu klicken und dann zu scrollen. Weil das ist ja beides basierend auf einer Feed-Architektur, das heißt du bekommst im Endeffekt immer wieder neue Sachen, die auf dich abgestimmt sind, in deinen Newsfeed rein und kannst da natürlich dich Ewigkeiten da durchklicken, wenn du willst. Ich habe dann für mich aus verschiedenen Gründen, die ich jetzt nicht unbedingt ausführen will, weil das einfach zu lange dauert, habe ich für mich entschieden, ich setze mir die Herausforderung und lösche die beiden Apps einfach von meinem Handy und gucke, was passiert. Das ist jetzt ungefähr seit einer Woche so, knapp eine Woche, ich mache das erstmal auf unbestimmte Zeit und schaue erstmal so, was da los ist. Eine Sache will ich auf jeden Fall sagen, ich habe auch Entzugserscheinungen gemerkt schon am Anfang, nicht mit Kopfschmerzen oder mit irgendwelchen anderen körperlichen Symptomen, aber, das was ich gerade gesagt habe, in diesem Leerlaufmoment kam dann doch in der ein oder anderen Situation der Automatismus, dass der Daumen dann nach links gescrollt hat und die App aufrufen wollte. Und da dieser Ordner, wo die Apps drin waren, nicht mehr da war, bin ich einfach auf die Dateien-App gegangen vom iPhone und habe mich dann eben in meinen Dateien wiedergefunden. Dann habe ich gemerkt - aha, da wollte mein Unterbewusstsein gerade irgendwo dran, was ich aber nicht mehr habe - und da musste ich über mich selber lachen, weil ich dachte - okay, das ist schon sehr stark eingraviert.

A: Spannend, muss man sehen, wie schnell dieser Automatismus aus dem Unterbewusstsein wieder verschwindet. Bin ich gespannt auf deine Beobachtungen. Ich würde sagen wir verfolgen das und werden das in einer Folge auch nochmal expliziter behandeln und dann sind wir eigentlich schon am Ende der Folge. Ich glaube auch ein ganz interessantes Ding geworden, haben nochmal ein paar schöne Punkte herausgearbeitet.

F: Ja und ich bin auf jeden Fall gespannt, ob sich da jemand in irgendeiner Art und Weise drin wiederfindet und so etwas im Alltag vielleicht auch selber macht, also sich bewusst selber Herausforderungen stellt. Ob, wenn jetzt jemand zuhört, da vielleicht auch jemand ist, der auch einen Sparringspartner hat, wo man sich, was du gerade gesagt hast, sich gegenseitig auch Ideen zuwerfen und einpflanzen kann. Vielleicht hat ja auch jemand, so eine Herausforderung mit dem Kaffee oder mit irgendeiner anderen Sache auch zu machen.

A: Ja und wenn man den Sparringpartner noch nicht hat, dann ist es lohnenswert, sich unter anderem so einen Podcast wie von uns anzuhören beziehungsweise ein Buch zu lesen, wo man Inhalte findet, die einen auf so etwas bringen.

F: Absolut, also Informationsquellen gibt es da zu Genüge, man muss einfach nur gewillt sein, das Ganze auch mal wirklich durchzuziehen.

A: All right. Cool. In dem Sinne, bleibt proaktiv und seid weniger reaktiv im Leben, denn so könnt Ihr Eure innere Mitte wesentlich einfacher finden.

F: Genau.

A: Ja, ich würde sagen wir sprechen uns am nächsten Sonntag, Eure Mindpreneure!

F: Bis dahin, ciao!

15. Oktober 2017Keine Kommentare

Ein klares Nein ist besser als ein halbes Ja!

#23 Frederick und Alex diskutieren in dieser Folge darüber, warum ein klares Nein besser als ein halbes Ja ist und warum es deinen Alltag deutlich aufwertet.

Wie oft sagt man im Alltag nicht einfach ja zu etwas oder jemandem und macht das eigentlich nur, um den Kommunikationspartner nicht zu enttäuschen. Ein klares Nein mit einer konstruktiven Begründung wäre oft die viel bessere Lösung. Ein bewusster Umgang mit den eigenen Antworten kann also viel mehr Balance im Alltag schaffen und Stress deutlich minimieren. Wir haben in unserer Diskussion 3 knackige Punkte herausgearbeitet, die die Vorteile für ein klares Nein übersichtlich auflisten und dich motivieren sollen in die Umsetzung zu gehen.

3 Gründe warum ein klares Nein besser als ein halbes Ja ist:

  1. Sich selbst priorisieren - Das eigenen Wohlbefinden stärken
  2. Alternativen sehen und einen positiven sowie  konstruktiven Einfluss auf das Umfeld ausüben, Einladen statt Missionieren
  3. Das eigene Nein immer hinterfragen und über sich selbst lachen können

Erläuterung der 3 Gründe:

  1. Die Angst vor dem Schmerz jemanden zu enttäuschen weicht der Zufriedenheit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen Priorität einzuräumen. Diese vielleicht auf den ersten Blick egoistische Herangehensweise sorgt langfristig für mehr Transparenz in Beziehungen, weniger Konflikten und einer bewussten Auseinandersetzung mit deiner Umwelt.
  2. Langfristig regt ein klares Nein statt einem halben Ja dein Gegenüber zum Denken an, denn durch eine andere Haltung und Handlungen kann er/sie sich Gedanken über die Hintergründe machen und hinterfragt so vielleicht sein eigenes Denken und Handeln. Tipp: versuche niemanden zu missionieren, sondern lade jemand durch deine Haltung und Handlungen ein sich selbst Gedanken zu machen. -> Diskussion statt Konfrontation!
  3. Ein klares Nein sorgt für einen flexiblen Geist, denn es setzt ein gesundes Selbstbewusstsein (sich über sich selbst und seine Werte, Normen & Persönlichkeit bewusst sein) voraus. So entwickelst Du langfristig eine selbstbewusste, aber auch selbstkritische innere Haltung und bleibst gleichzeitig offen für neue Ideen und andere Sichtweisen. (Zitat Gandhi: “Dein Geist soll sein wie ein Zimmer mit vielen geöffneten Fenstern. Lass durch alle den Wind hereinströmen, doch lass dich von ihm nicht wegpusten.”) Tipp: um nach außen nicht zu “strikt” zu wirken hilft immer ein wenig Selbstironie und Humor! (Zitat Walt Disney: “To laugh at yourself is to love yourself.”)

Shownotes der Folge #23 - Ein klares Nein ist besser als ein halbes Ja!

Transkript der Folge #23 - Ein klares Nein ist besser als ein halbes Ja!

A: Moin, wir sind hier wieder bei den Mindpreneuren und nehmen eine wunderbare neue Folge auf. Ja, ich begrüße dich, Frederick, hallo.

F: Schönen guten Morgen, hi.

A: Guten Morgen an diesem wieder mal herbstlichen Sonntagmorgen. Wir machen heute mal wieder eine Folge zu Werten und Normen. Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass wir da die letzte Folge zu gemacht haben und es hat sich jetzt einfach so aus dem Vorgespräch so ergeben, dass wir das jetzt einfach mal ganz quick and dirty aufnehmen, weil wir da eigentlich relativ starke Punkte versammelt haben, wie wir finden und auch coole Alltagsbeispiele. So könnt Ihr als Zuhörer das auf jeden Fall auch besser in den eigenen Tagesalltag implementieren oder gucken, wo das eventuell greift oder auch nicht. Und zwar ist das Thema der heutigen Folge: „Ein klares Nein ist stärker als ein halbes Ja“. In dem Sinne würde ich jetzt mal das Wort an Frederick geben und mal fragen, wie meinen wir das?

F: Also im Endeffekt geht es bei einem Nein denke ich immer um eine bewusste Entscheidung, weil ein Ja passiert den Tag über die ganze Zeit, schwingt so mit im Alltag und Dinge passieren halt irgendwie um einen herum und dann gibt es halt viele soziale Situationen beispielsweise, wo dann einfach mitgemacht wird, sage ich mal. Ob es jetzt, ich sage mal so aus meiner eigenen persönlichen Erfahrung ist es so, ich bin ja als Physiotherapeut tätig und habe viele Hausbesuche in der Vergangenheit auch gemacht und hatte zu dem damaligen Zeitpunkt, als ich angefangen habe eben, aber auch für mich schon entschieden und etabliert, dass ich irgendwelche Snacks wie Kekse, Kuchen, Schokolade und so etwas einfach nicht annehme, weil ich mich da bewusst für entschieden habe aus verschiedenen Gründen. Das habe ich schon vorher etabliert, das habe ich schon bei meiner Großmutter eigentlich angefangen, weil da gibt es dann immer die Möglichkeit, wenn man zu Besuch kommt Waffeln, Kekse oder Kaffee mit Milch und Zucker und so weiter zu bekommen. Da habe ich das noch gar nicht bewusstgemacht, aber da habe ich irgendwann entschieden - Nein, das möchte ich nicht - und habe dann auch Nein gesagt, aber auch gleichzeitig eine Alternative gegeben, frei nach dem Motto - du kannst aber gerne für mich ein Stückchen Obst wie Banane oder Apfel oder Birne oder Pflaumen hinstellen, da würde ich mich riesig drüber freuen - und da habe ich dann eigentlich gemerkt, dass das gut funktioniert hat. Das hat sich gut für mich angefühlt, anstatt dann doch irgendwie jemanden im ersten Moment nicht zu enttäuschen, den Keks anzunehmen und sich dann eigentlich schlecht zu fühlen, weil es nicht zu dem eigenen Bedürfnis passt, das eigentlich nicht zu sich nehmen zu wollen.

A: Das ist glaube ich der Knackpunkt oder? Dass man in so einer Situation stelle ich mir vor, du bist bei den Schwiegereltern, bei guten Freunden, aber auch einfach nur auf Hausbesuchen bei irgendwelchen Patienten, die es einfach gut mit dir meinen und dann dieses ungemütliche Gefühl oder diese ungemütliche Situation, das würden ja jetzt vielleicht auch viele denken - Argh, jetzt muss ich da Nein sagen, die meinen es doch nur gut mit mir.

 

F: Also dieser Gedanke oder dieses Gefühl, was da eigentlich aufkommt, das ist am Anfang noch relativ stark da und da ist es dann für mich wichtig gewesen, zu sagen, ich biete denjenigen eine Alternative an erstmal für mein Gefühl, aber dass sie sich auch nicht vor den Kopf gestoßen fühlen, weil das kann ja schon sein, dass, wenn man dann auch zu bestimmten Sachen Nein sagt und dann vielleicht auch einen Grund dafür gibt, dass jemand sich dann persönlich angegriffen fühlt in seinen Handlungsweisen, in seinen Werten und Normen. Das ist ja auch verständlich, weil da ist jemand, dem möchte ich was Gutes, der lehnt das ab, sagt mir aber auch gleichzeitig, dass das, was ich mache, schlecht ist. Das kann natürlich auch zu unglaublich viel Ablehnung und auch zu, ja, vielleicht etwas kriselnder Situation führen. Für mich ist es dann wesentlich einfacher gewesen, den Menschen immer eine Handlungsalternative zu geben. Das habe ich bei Hausbesuchen auch so gemacht. Da habe ich von Anfang an, wenn ich das erste Mal zu jemandem hinkomme und jemand bietet mir so etwas an, dann sage ich - das ist sehr freundlich von Ihnen, ich weiß das zu schätzen, vielen herzlichen Dank. Ich lehne aber ab und wenn Sie mir eine Freude machen möchten, dann dürfen Sie mir gerne einen Apfel oder eine Banane mitgeben, irgendwie ein Stück Obst oder ein Glas stilles Wasser anbieten. Dann fühlt sich jemand auch wertgeschätzt, das heißt ich stoße den nicht vor den Kopf, ich sage ihm einfach, dass das mein persönliches Bedürfnis ist und dass es vollkommen in Ordnung ist, dass die das so machen, dass ich es aber eben gerne anders machen möchte. Nach und nach, über Monate von Übung sage ich mal, ist dann eigentlich diese Angst davor, jemanden zu enttäuschen, dass das irgendwie auch wehtut, ist dann eigentlich immer mehr dem Gefühl gewichen zu sagen - das tut mir gut - und langfristig gesehen, wenn ich zurückblicke, habe ich den anderen damit auch geholfen, weil ich eben auch mal eine andere Perspektive aufzeige, weil ich ihnen auch wertschätzend zeige, dass es andere Möglichkeiten gibt, über Dinge zu denken oder auch zu handeln.

A: Alles klar, was du jetzt sagst ist sehr interessant und wir müssen das mal ein bisschen strukturieren, weil das nämlich zwei entscheidende Punkte sind. Einmal, dass du sagst, dass du diese Angst vor Enttäuschung der anderen überwindest und im ersten Moment dich priorisierst, das ist ja immer so der erste Punkt. Du tust dir selber etwas Gutes und darum ist ein klares Nein stärker als ein halbes Ja. Und der zweite Punkt, den du angesprochen hast ist, dass man dadurch langfristig andere inspiriert und anderen halt auch andere Wege aufzeigt und sozusagen einlädt, eine andere Perspektive einzunehmen. Das ist sozusagen schon der zweite Punkt, warum ein klares Nein schon mal viel, viel stärker sein kann als ein halbes Ja. Wir probieren das in den Shownotes auch vernünftig aufzulisten, dass Ihr das auch nochmal nachlesen könnt. Aber das ist interessant, weil du spinnst sozusagen weiter und guckst auf langfristiger Basis, dass es nicht nur so eine Ego-Nummer ist, die du da fährst, sondern es letztendlich ganz viele Leute auf eine positive Art und Weise beeinflussen kann, ohne jetzt so zu missionieren.

F: Absolut und das zeigt sich dann auch im Handeln der Menschen. Eigentlich pflanzt man ja durch ein Nein, aber auch durch ein wertschätzendes Nein, pflanzt man ein kleines Samenkorn im Geiste des Gegenübers. Und was dann tatsächlich daraus wird, entscheidet derjenige dann selbst. Es ist ja auch jeder für sich selber, für sein Leben verantwortlich. Wer bin ich, jemand anderem vorzuschreiben, was er tun und lassen soll? Wesentlich zielführender ist es dann eigentlich, wenn man einen guten Einfluss auf jemanden haben möchte, demjenigen die eigene Kompetenz auch zu lassen. Nicht für denjenigen zu entscheiden, sondern dass derjenige für sich selber entscheidet und für sich selbst darauf kommt, das ist immer ein Prinzip des nachhaltigeren Lernens, als wenn ich nur frontal etwas vor die Birne bekomme. Dementsprechend ist das auch keine Ego-Geschichte, das hast du gut gesagt. Das ist nicht ego-mäßig, dass ich sage - Nein, ich will das so - sondern aus dem Grundbedürfnis her, mir selber auch Priorität einzuräumen, stelle ich das so dar und entscheide das so und kann aber langfristig dann aber auch dem anderen die Möglichkeit geben, für sich auch anders zu denken, anders zu handeln. Um das Beispiel weiterzuführen, bei Hausbesuchen, also ich hatte einen ganz langen Hausbesuch, da habe ich immer einen Apfel und eine Banane mitbekommen, das stand immer direkt bereit. Wenn ich jetzt beispielsweise mit meiner Freundin zu ihren Eltern fahre, dann wissen die ganz genau, dass die kein Stückchen Kuchen brauchen, sondern die haben dann einen Teller mit Nüssen oder Obst bereitgestellt. Die kochen für uns auch immer sehr gerne einen frischen Tee, haben auch ein paar spezielle Teesorten gekauft und richten sich dementsprechend auch darauf ein, um uns eine Freude zu machen und das ist total schön, diese Veränderung langfristig dann mitzubekommen.

 

A: Das ist interessant, was du sagst und das ist mir auch aufgefallen im Alltag. Eigentlich eine ähnliche Situation und das ist halt, wenn du die Entscheidung triffst, dich zum Beispiel pflanzlich zu ernähren und dann nicht mehr in jedes Restaurant mit irgendwem mitrennst und vielleicht auch viel mehr darauf achtest, dass du dein Essen vorbereitest, Foodprepping betreibst. Das passiert mir momentan bei der Arbeit oder ist mir am Anfang erstmal passiert, dass wenn du häufig dein Foodprep mitbringst, erstmal so auf große Augen stößt. In der Anfangszeit hatte ich ja noch keine Küche, das haben wir in der vorigen Folge ja mal besprochen, da bin ich noch relativ oft mitgegangen zum Essen, habe dann aber irgendwann gesagt - ne, brauche ich nicht, ich kann mir viel geilere Sachen vorbereiten, wenn ich zu Hause bin und nehme das dann einfach mit und kann mich viel gesünder ernähren - und da muss man sich erstmal dran gewöhnen. Genauso, wenn du den Schritt erstmal machst, dass du vegetarisch oder vegan essen willst, dass Leute in deinem Umfeld, die das nicht von dir gewohnt sind, erstmal blöd gucken.

F: Entschuldige, da muss ich kurz einhaken, da geht es nicht nur um vegan, vegetarisch, sondern generell geht es da um eine bewusste Entscheidung, wie man einen bestimmten Teilbereich seines Lebens gestaltet.

A: Ja. Absolut. Ich mache das jetzt nur an meiner eigenen Situation fest, also am eigenen Beispiel, was mir halt aufgefallen ist, weil ich zweimal diesen Schritt gemacht habe, einmal vegetarisch und dann vegan. Da ist es dann wirklich so gewesen, beim zweiten Schritt - oh, Alex, was kommt denn jetzt schon wieder - ich habe wirklich viele verschiedene Ernährungsarten auch ausprobiert, auch low carb, high carb, auch mit Fleisch, pescetarisch nur mit Fisch. Es ist nicht so, dass ich jetzt nur eine Sache fahre, sondern man guckt, was funktioniert. Das verlangt ja auch immer nochmal eine Umstellung der Menschen in deinem Umfeld. Deswegen ist es jetzt so, um wieder zum Arbeitsbeispiel zurückzukommen, in dem Moment, priorisiere ich mich selber, indem ich mir mein eigenes Essen mitbringe und sitze dann da am Tisch, wo sich vielleicht viele ihr Essen auch bestellt oder geholt haben aus dem Umfeld der Kölner Innenstadt. Dann ist es halt schon so, dass man, wenn man das längerfristig macht, dann häufiger die Frage kommt - oh, was hast du denn dieses Mal gekocht? Was hast du denn dieses Mal dabei? - dass ich das einfach mache und lebe und diese Fragen dann von alleine irgendwann kommen - was hast du denn heute gekocht, was kann man denn überhaupt so machen mit Foodprepping? - und dann hast du diese Pull-Geschichte, anstatt Push. Ich drücke jemandem nicht ins Gesicht, dass ich mich so ernähre, sondern ich lade dann viel mehr ein, dadurch, dass ich das so mache, erzeuge ich die Frage und komme dann in eine Diskussion, wo das auch andere am Tisch mitkriegen und dann eventuell bestimmte Ernährungsweisen konstruktiv diskutiert werden.

F: Das heißt im Endeffekt „Einladung statt Missionierung“ und „Diskussion statt Konfrontation“ durch diese Handlungsweise.

A: Ja, absolut.

F: Wow, stark, finde ich gut.

A: Einladen statt missionieren finde ich auch wirklich gut. Das ist halt auch dieser Punkt, eigentlich der zweite Punkt, den du auch genannt hattest, dass man langfristig Leute in seinem Umfeld dazu einlädt, auch mal eine andere Perspektive einzunehmen, das ist ja im Grunde genommen nichts anderes. Wir haben auch noch einen dritten Punkt, der auch ganz entscheidend bei ein solchen Sache ist, wenn man ein klares Nein einem halben Ja vorzieht, dass man auch immer über sich selber lachen können muss in so einer Situation. Das heißt egal, was einem dann passiert, wenn man Enttäuschungen generiert oder blöde Sprüche bekommt, weil man eben zu seinem Nein steht und auch selbstbewusst dazu steht, dass man dann über sich selber lachen kann, wenn man Sprüche gedrückt bekommt. Das macht das Nein teilweise sogar noch viel, viel stärker. Dass man sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem, das ist noch eine zweite Sache, noch ein offenes Ohr dafür behält, was für Sprüche denn da kommen. Eventuell kommen da ja nicht nur Bullshit vom Gegenüber, sondern auch berechtigte Zweifel am eigenen Nein, da muss man immer noch offen und flexibel bleiben, um da auch in die Diskussion gehen zu können. Ich glaube eine Geschichte, die es unglaublich viel einfacher macht, ist wenn man einfach sagt - ich kann mit der Entscheidung, die ich gerade getroffen habe, über mich selber lachen.

F: Also die Selbstironie nicht zu verlieren und das basierend eigentlich auf einem bestimmten Selbstbewusstsein. Damit meine ich nicht, dass man irgendwie eine starke Persönlichkeit ist, sondern sich über sich selbst bewusst ist, auch über seine, du hast gerade die Flexibilität im Geiste angesprochen, eben über seine eventuell nicht bewussten Denkfehler, einfach weil man ja irgendwann auch betriebsblind ist. Dann ist es ja auch gut, wenn man es eigentlich zulässt, dass jemand anders einen auch, ob es jetzt durch einen Spruch oder, wie du gerade gesagt hast, durch einen begründeten Einwand auch zurück in die Realität holt und eine andere Perspektive auch aufzeigt. Zu dem flexiblen Geiste habe ich ein ziemlich gutes Zitat. Ich habe vor einiger Zeit ein Buch gelesen: „Wut ist ein Geschenk“ von Arun Gandhi, das ist ein Enkel von Mahatma Gandhi, und der hat ein Zitat von seinem Großvater da reingeschrieben, das heißt „Dein Geist soll sein wie ein Zimmer mit vielen geöffneten Fenstern. Lass durch alle den Wind hereinströmen, doch lass dich von ihm nicht wegpusten“. Da schreibt er halt noch hinzu „Sei ein Teil der Welt, nimm so viele Ideen in dich auf, wie du kannst. Dann ziehe dich in deine Einsamkeit zurück oder an deinen Ort der Ruhe und entscheide, wie du die Ideen einsetzen willst, um aus der Welt eine bessere zu machen“. Und ich denke das ist so ein Kernpunkt, dass man durch diesen flexiblen Geist auch tatsächlich einen Beitrag für andere Menschen leisten kann, für sein kleineres oder auch größeres Umfeld.

A: Ja.

F: Dementsprechend bin ich mittlerweile ein absoluter Verfechter von nicht einfach einem kategorischen Nein, sondern einem bewussten Nein in bestimmten Situationen.

A: Genau, aber dieses Nein auch immer wieder zu hinterfragen und zu schauen - ist dieses klare Nein noch wirklich konform mit dem, was ich bin und was ich denke - oder? All das, was durch diese offenen Fenster hereingeweht ist. Und dass man halt konstant reflektiert, das ist es. Genau, ja, das sind auf jeden Fall drei außergewöhnlich starke Punkte, wie ich finde. Und ich würde sagen, dass wir die nochmal im Blogbeitrag vernünftig runterbrechen und auflisten. Nochmal zur Wiederholung. Es geht darum, wenn man ein klares Nein einem halben Ja vorzieht, dann geht es darum, dass man in Situationen sich selber priorisiert und auch die Angst vor der Enttäuschung anderer verliert, weil der langfristige Weg geht dann nämlich dahin, dass man die Leute in seinem Umfeld auch inspirieren kann durch dieses klare Nein. Und dass man Leute einlädt, statt zu missionieren und dass man keinem seine eigene Meinung aufdrängt, dieses Push-Ding. Und dass man aber trotzdem immer den flexiblen Geist behalten sollte und sich, ja, dass man im Idealfall auch über sich selber lacht und immer offen ist für neuen Input, um auch die eigenen Neins, die man so von sich gibt, auch zu hinterfragen.

F: Genau, das finde ich gut, weil dann hat man im Endeffekt auch eine Basis geschaffen, wenn wir jetzt den letzten Punkt angehen, für eine konstante Weiterentwicklung von sich selber.

A: Genau, cool, ich würde das jetzt hier so stehenlassen.

F: Machen wir.

A: Und würde Euch Hörer dazu einladen, mal darüber nachzudenken und einfach mal bewusst im Alltag zu schauen, wo Ihr vielleicht ein halbes Ja sagt und denkt da gar nicht so bewusst drüber nach, könntet aber viel besser ein klares Nein formulieren, was dann letztendlich einen viel größeren Impact hat als das unbewusste halbe Ja.

F: Ein Schlusswort habe ich noch, wir haben ja jetzt relativ banale Situationen geschildert. Du in einer recht lockeren Atmosphäre auf der Arbeit, ich halt auch mit Familie und bei Hausbesuchen, was Kleinigkeiten wie Snacks und so angeht. Das Prinzip gilt aber auch bei größeren Sachen, zum Beispiel bei Beziehungen egal welcher Art, ob zum Beispiel, Partner, Partnerin, Freundschaft oder auch Chef, Arbeitskollegen, um auch seiner eigenen Linie irgendwie treu zu bleiben. Das Schöne ist, in solchen Alltagssituationen kann man dieses Nein sagen und das sich selbst Priorisieren und der Linie treubleiben sehr gut üben und die Wahrscheinlichkeit ist auch höher, dass man eine Übertragbarkeit in vielleicht etwas schwierigere Situationen, die vielleicht einen größeren Einfluss auf das eigene Wohlbefinden und die eigene Weiterentwicklung haben können.

A: Cool.

F: Also liebe Zuhörer geht ruhig raus und übt es in niederschwelligen Situationen, um dann eigentlich auch in kritischeren Situationen selbst treu zu bleiben.

A: Besser kann man es nicht formulieren. Dann würde ich sagen, bleibt in Balance und übt das klare Nein und zieht es dem halben Ja vor. In dem Sinne, wir sprechen uns bei der nächsten Folge wieder. Eure Mindpreneure.

F: Machts gut, ciao.

8. Oktober 2017Keine Kommentare

Drei Gründe warum ein Herbstspaziergang Balance schafft!

#22 Ein Herbstspaziergang schafft einen freien Kopf und hilft dir somit zu mehr Balance im Alltag. Warum das so ist, klären Frederick und Alex in dieser Podcastfolge.

Animiert von Frederick´s Solofolge #14 - Waldbaden, hat sich Alex zum Ziel gesetzt, regelmäßig Zeit in der Natur zu verbringen, um mehr Balance im Alltag zu kreieren. In der heutigen Folge berichtet Alex von seinen Erlebnissen eines ausgedehnten Herbstspaziergangs im Wald und welche drei tiefgründigen Effekte dieser auf ihn hatte. Außerdem beleuchten wir den generellen Mehrwert von Spaziergängen in der Natur und warum sie im leben eines Jeden von uns für mehr Balance im Alltag sorgen können. 

3 Dinge, die Alex bewusst wahrgenommen hat

Grund 1:

  • Es entsteht eine einmalige Ruhe, die Alex auch von Meditationen bisher nicht kannte. Das ermöglicht das Wahrnehmen einer tiefen Dankbarkeit für das Privileg, “da” zu sein wo er ist.

Grund 2:

  • Die Akzeptanz für den momentanen Ruhezustand kann aufkommen, was sonst im Alltag schwierig ist, da die Gedanken auch in der Freizeit kreisen und das Herauszoomen erschweren. Diese momentane Tempodrosselung durch den Herbstspaziergang im Wald ist vollkommen O.K. und sogar auch notwendig, da wir in allen möglichen Aspekten des Lebens einen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung haben (Bsp. Tag-Nacht-Rhythmus).

Grund 3:

  • Grounding / Earth-Connection, oder auch die Verbindung mit der Erde/Natur/Umwelt sorgt in diesem Moment für ein Gefühl der inneren Zufriedenheit. (Für die Evidenz-Nerds unter uns (inklusive Frederick): eine direkte Verbindung mit der Erde während des Schlafs sorgt für eine Reduktion von Kortisol in der Nacht, eine Normalisierung der Kortisolkurve tagsüber und eine subjektive Besserung der Schlafqualität, Verringerung von Schmerz und Stress.)

 

Shownotes der Folge #22 - Warum ein Herbstspaziergang Balance schafft!

Transkript der Folge #22 - Warum ein Herbstspaziergang Balance schafft!

F: Moin und herzlichen Willkommen bei den Mindpreneuren, heute wieder zu zweit mit mir, Frederick, und dem Alex, grüß dich, hi.

A: Wunderschönen guten Tag an diesem schönen herbstlichen Sonntag, kann man ja sagen.

F: Ja es ist ein wunderbarer Herbsttag, die Sonne scheint, die Blätter wehen im Winde und direkt seit heute Morgen hat es eigentlich eingeladen, nach draußen zu gehen. Genau aus diesem Anlass nehmen wir jetzt die Folge auf. Und zwar hatte ich ja in Folge 14 ein bisschen was erzählt über das Waldbaden und Alex hatte in Folge 16 beziehungsweise 17 auch über seine Situation mit der Überbelastung erzählt und was er davon umgesetzt hat. Wir haben uns jetzt gerade ein wenig darüber unterhalten und dann kamst du im Endeffekt mit der Idee, dass wir doch genau darüber sprechen, also die Umsetzung eigentlich von dem, was ich in Folge 14 erzählt habe zum Thema Waldspaziergänge und da wolltest du, weil du heute einen relativ langen Spaziergang gemacht hast, ein bisschen deine Erfahrungen dazu teilen. Und dann gebe ich einfach mal das Wort an dich ab, erzähl doch einfach mal, wie das heute für dich war.

A: Ja, da sprechen wir auch drüber, weil mich das heute wirklich, man kann schon sagen, irgendwo berührt hat und das hatte ich persönlich jetzt nicht so erwartet und das ist ganz interessant, weil man weiß ja, dass Spaziergänge sehr guttun können, aber warum kommt man erst jetzt dazu, einen längeren Spaziergang zu machen? Man weiß es, aber man macht es nicht. Das ist ja ganz oft so das Problem. Und dadurch, dass wir uns immer gegenseitig pushen, bewusster über Sachen nachzudenken, dass man sich dann sozusagen sich aktiviert und das wollen wir natürlich hier mit dem Podcast für Euch Zuhörer schaffen. Naja, hier mal meine Erfahrungen. Es ist ja superbanal, so ein Waldspaziergang, aber was da dann doch passiert, passiert dann irgendwo, es ist schwierig zu formulieren, passiert dann auf einer anderen Metaebene. Ich würde sagen, ich habe drei Hauptpunkte, die ich Euch Zuhörer und dir, Frederick, als Feedback zurückgeben möchte, die mir so geholfen haben bei dem Spaziergang. Es ist natürlich heute auch noch ein wunderbarer Tag, sonniger Herbsttag, da geht man natürlich auch gerne raus. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich das auch an einem Regentag machen werde, weil da kommt es überhaupt nicht drauf an, nur man muss für sich erstmal diese erste Hürde überwinden. Wir hatten in diesen Folgen 16, 17, wo ich gesagt habe, was ich verändert habe nach deinen Tipps, dass ich jetzt immer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. Das ist auch bis heute so geblieben, das ist auch einfach, abgesehen von der Tatsache, dass es auch einfach unglaublich geldsparend ist, auch nochmal die Tatsache, dass man sich körperlich aktiviert bevor man bei der Arbeit ist. Irgendwann wird es normal. Ich kann mir jetzt gar nicht mehr richtig vorstellen, vielleicht an einem richtig kalten, frostigen Wintertag schon, aber ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, morgens hier in Köln in diese vollgepackte Bahn reinzuspringen und da dann irgendwie wie so eine Sardine in der Büchse irgendwo dann zur Arbeit gepresst zu werden. Das ist natürlich auf dem Fahrrad ein ganz anderes Erlebnis. In dem Sinne, weil mir das positiv aufgefallen ist als Veränderung, habe ich mir gedacht - alles klar, jetzt mache ich mal einen deiner weiteren Tipps und spaziere mal an so einem Tag. Um es kurz zu machen, das allererste, was mir natürlich aufgefallen ist, dass es eine unglaubliche Ruhe in mir hervorgerufen hat. Eine Ruhe, die unter der Woche sonst so bei mir nicht am Start ist. Ich arbeite relativ viel, weißt du ja auch, habe ich ja schon öfter geteilt, wir haben dieses Podcast-Projekt, meine Band, es hat alles viel mit Social Media zu tun, eine sehr rasende Bewegung, wenn man sich viel mit Social Media auseinandersetzt, viele Rabbit Holes, vor denen man sich bewusst bewahren muss. Und das ist in diesem Moment total ausgeklammert. Also das Handy ist dann in der Tasche geblieben beziehungsweise auf Flugmodus, nachdem ich dann mal ein, zwei schöne Fotos gemacht hab, aber danach habe ich die Zeit einfach komplett genossen und die Ruhe genossen. Und was in dieser Ruhe in mir aufgekommen ist, ist der Gedankengang, dass ich doch eigentlich sehr dankbar sein kann, für dieses Privileg hier zu sein. Damit meine ich dann vielleicht nicht nur die Stadt und der Ort, an dem ich mich befinde, sondern generell auf der Erde. Und dass ich, das klingt jetzt vielleicht, naja, ich formuliere das jetzt vorsichtig, aber es ist eine gewisse Dankbarkeit, einfach dieses Leben geschenkt bekommen zu haben, so ist es vielleicht am besten formuliert. Und das macht man sich oft nicht bewusst. Und irgendwo ist das dann in einer Phase, in der man dann in der Natur sitzt beziehungsweise wandert, und wir haben hier auch, obwohl es Köln ist, sehr schöne Parkanlagen mit Waldstücken und den Grüngürtel, also man kann wirklich auch durch Wälder durchgehen, und hat dann in dieser Ruhe wirklich mal Zeit, sich dieser Dankbarkeit bewusst zu werden. Die Dankbarkeit kann man unter der Woche an so einem arbeitsreichen Tag, an dem immer nur gefordert wird, gefordert wird, gefordert wird, sich bewusstwerden. Das ist Punkt Nummer 1.

F: Cool. Also ich finde das erstmal ein sehr starkes Statement und du sprichst da mehrere Punkte an. Erstmal, der wichtigste denke ich, diese Dankbarkeit, die entstehen kann, wenn auch erstmal ein bestimmter Raum dafür da ist und du hast gerade eben angesprochen, dass es eben ein schneller und sehr stressiger Alltag auch da ist und dass dort sehr wenig Raum zum Innehalten da ist und man das vielleicht durch bestimmte Strategien, wie zum Beispiel ein Journaling, sich erstmal etablieren muss. Wenn man seine Umwelt eigentlich in dem Sinne verändert, dass man beispielsweise in den Wald geht und einen Spaziergang macht, also sich in irgendeiner Art und Weise begibt, der einen zur Ruhe kommen lässt, dann kommt das von alleine, dann muss man sich gar nicht so stark Gedanken darübermachen, sondern dann kommt diese Dankbarkeit alleine. Die Dankbarkeit, das machen zu dürfen, was du machst, mit den Leuten das machen zu dürfen, all die Dinge, die natürlich darunterfallen, ist finde ich eine unglaublich starke Sache und das verändert glaube ich auch sehr tiefgründig, wenn man sich darüber bewusstwird.

A: Der zweite Punkt ist für sich selber zu akzeptieren in dem Moment, dass nicht immer alles rasend schnell gehen muss. Das ist eigentlich eine logische Weiterleitung von dem, was ich gerade geschildert habe, sondern dass dieses Innehalten eine ganz wichtige Komponente ist im Leben, vielleicht auch einfach, um Energie wieder aufzutanken. Dass man eben nicht nur, im übertragenen Sinne, mit 220 km/h auf der linken Spur auf der Bahn an jedem vorbeiknallen kann, so wie es in ganz vielen, ich will natürlich keinen vor die Füße treten, aber so wie es in ganz vielen Persönlichkeitsentwicklungs-Portalen und -Social-Media-Kanälen suggeriert wird, dass du immer am Anschlag sein musst und dass das vielleicht nicht immer unbedingt der einhundertprozentigen Wahrheit entspricht, sondern dass man sich auch einfach mal zum Auftanken eine riesige Portion Ruhe gönnen muss und dann aber eben nicht zu Hause unter der Bettdecke beim erstbesten Netflix-Film, sondern auch mal in die Natur gehen sollte. Dann für sich selber zu akzeptieren, ich glaube das ist eine ganz wichtige Geschichte. Also erstmal Dankbarkeit realisieren, Punkt 1, aber dann, zweiter Punkt, zu akzeptieren, dass nicht immer alles rasend schnell gehen muss.

F: Also, dass du im Endeffekt bewusst eine Tempodrosselung vornimmst und dass das vollkommen in Ordnung ist, nicht nur in Ordnung, sondern auch notwendig. Um da ein bisschen dran anzuschließen, wir sind ja in einer Zeit, in der wirklich Zeit Geld ist und alles muss am besten gestern passiert sein und wenn du nicht irgendwas hast oder was bist, dann bist du auch nichts wert. Da passiert das natürlich sehr schnell, dass man sich da mitreißen lässt und auch irgendwie Ängste entstehen. Da wir aber Wesen sind, die sowieso einen natürlichen Rhythmus haben, das sieht man ja schon am Tag-Nacht-Rhythmus, der Anspannung und Entspannung auch innehat, denke ich ist es ganz natürlich auch daraus zu folgern, dass so etwas über einen längeren Zeitraum auch notwendig ist, dass wir eben nicht immer nur Vollgas geben können, sondern uns tatsächlich auch mal den Raum und die Zeit nehmen müssen, um da zur Ruhe zu kommen.

A: Da kann ich jetzt auch nochmal ein Beispiel geben, unter meiner Arbeitswoche ist es halt so, dass auf dem Weg nach Hause oder egal wo ich bin immer sehr viele Gedanken in meinem Kopf kreisen. Ich glaube das kennt Ihr Zuhörer sicherlich auch, man beschäftigt sich ja immer mit irgendeinem Thema und der Kopf kreist. Selbst wenn ich meditiere, ich habe eine Morgenroutine, wo ich meditiere und manchmal auch abends on top, aber da fällt es mir unter der Woche unglaublich schwer, wirklich mal abzuschalten beziehungsweise, dass man sich dann fast schon eine Stunde Zeit nehmen müsste. Da ist es immer ganz geil bei so einem Waldspaziergang, gerade jetzt im Herbst, weil man da ganz viele Farben sehen kann, das ist nochmal eine andere Form der Meditation, die es irgendwo komischerweise einfacher macht abzuschalten.

F: Ja, kann ich absolut nur bestätigen. Auch in der letzten Zeit bei mir, habe ich sehr viele Schwierigkeiten gehabt, den Kopf auch wirklich auszuschalten. In der Natur passiert das automatisch, wenn du dich darauf einlässt, dass alles um dich herum einfach wahrzunehmen. Dann passieren ja auch physiologisch messbare Effekte mit dir, ob es der Blutdruck ist, ob es die Aktivität von bestimmten Teilen des vegetativen Gehirns ist, ob es insgesamt das Wohlbefinden oder Schmerzempfinden und so weiter angeht, also da passieren unglaublich viele, tiefgründige Effekte, einfach nur dadurch, dass man sich in der Natur befindet.

A: Genau, das ist cool, da kommen wir nämlich jetzt zu meinem dritten Punkt. Man spürt eine Verbindung mit Mutter Erde und das soll jetzt gar nicht so spirituell daher geholt klingen, sondern dieses Gefühl hat man wirklich, man muss sich aber drauf einlassen. Man muss einfach schauen, was um einen herum passiert und dann fühlt man sich als ein Teil des Ganzen. Dieser Gedanke ist ja auch nicht so fernab, weil wir letztendlich alle aus der Natur kommen, nur uns das über all die Jahre und gut situierte Wohnungen abtrainiert wird, dieses sich in der Natur aufhalten. Das merkt man natürlich gerade hier in der Großstadt, wo das Leben immer rasend schnell ist, man ist immer on the run. Es ist natürlich gerade da wichtig, diese Momente zu suchen und die Natur aufzusuchen, weil das vielleicht nochmal eine viel stärkere meditative Wirkung hat als jede andere Form von Meditation, die wir schon im Podcast besprochen haben und daher auch immer so ein Schritt mehr in Richtung Glück ist. Ich muss sagen, ich arbeite wirklich viel unter der Woche, ich kann es nur nochmal sagen, will es aber auch nicht zu häufig sagen, dass ich mir manchmal so denke, dass man manchmal in so einem Hamsterrad gefangen ist. Ich stehe früh auf, stehe zur Arbeit, mache aber diese ganzen bewussten Dinge, die ich in mein Leben implementiere, der Tag sieht aber immer sehr ähnlich aus. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken - Alex, ist das denn alles? Ich muss sagen, dass mir der Moment heute unglaublich viel davon zurückgegeben hat, von diesen Zweifeln oder negativen Gedanken, die dann vielleicht ab und zu mal aufgeploppt sind.

F: Was genau ist dann in dem Moment mit dir passiert?

A: Dass es vollkommen okay ist, alles wie es ist und dass das aber auf jeden Fall eine wichtige Geschichte ist, häufiger solche Spaziergänge zu implementieren.

F: Okay, cool, finde ich sehr gut. Das, was du da gerade angesprochen hast, diese Verbindung zu Mutter Erde, ich habe hier Studienergebnisse vorliegen, vor allem eine ist relativ interessant aus 2004. Da hat man geschaut, was die Effekte sind von Grounding während des Schlafens. Also wenn in irgendeiner Art und Weise eine elektrische Bindung möglich ist zur Erde. Da hat man dann festgestellt, dass es einen Übertrag geben kann, das ist das Erklärungsmodell von freien Elektronen zum Körper, vor allen Dingen dann aber auch über die blanke Haut. Deswegen ist barfuß laufen unglaublich wertvoll auf Wiese oder im Wald. Aber was man festgestellt hat, dass man bei den Probanden die Menge an Kortisol in der Nacht im Vergleich zur Baseline verringert war, das heißt der Körper konnte im Endeffekt seine Ruhephase wesentlich besser nutzen aufgrund von geringerem Kortisol. Es war eine Normalisierung von der Kortisol-Sekretion über den Tag messbar, das heißt es hat sich eher an eine Standardkurve angepasst und subjektiv haben die Menschen auch tatsächlich von einer verbesserten Schlafqualität, weniger Schmerz und verringertem Stress berichtet. All das dadurch, dass die eben mit einem kleinen Patch am Fuß verbunden waren über ein Kabel mit einer Erdung, im Endeffekt um zu simulieren, dass man in Verbindung mit der Erde ist beziehungsweise um diese Verbindung tatsächlich herzustellen. Das kann man sich eben zusätzlich bei Spaziergängen zunutze machen, und das passiert ja auch schon, wenn du mit der Erde um dich herum in Kontakt trittst. Wenn du mal eine Kastanie aufhebst oder einen Baum anfasst oder einen Stock mitnimmst, weiß der Geier was, das sind ja alles Dinge, wo dann so ein, nach dem Modell eben, Elektronenaustausch stattfinden kann.

A: Das ist cool, das ist ja eine wissenschaftliche Erklärung für eine Aussage, die eigentlich wieder sehr spirituell klingt. Aber da kann man ja schon sehen, die Wissenschaft ist da auch schon angekommen.

F: Man muss auch ganz ehrlich sagen, da habe ich letztens auch nochmal so drüber nachgedacht und drüber gesprochen, wir sind ja in einer Zeit, wo sehr viel nur akzeptiert wird, wenn es double blind placebo controlled studies gibt, sagt man so, also eine sehr hohe Qualität von einer Studie. Nichts destotrotz sollte man nicht außer Acht lassen, nicht nur dass es einen Placebo-Effekt gibt, sondern dass es eben auch viele Sachen gibt, die wir gar nicht messen und erklären können, die aber trotzdem da sind. Und welche Wirkungsweise da auch immer zugrunde liegt ist ja schnurzepiepegal, wenn es dazu führt, dass man das Wohlbefinden verbessern kann. Das ist ja gerade so, dass die Wissenschaft da gerade erst im Begriff ist, in bestimmten Bereichen auch aufzuholen, gerade was Gehirnforschung auch beispielsweise betrifft sind wir erst unglaublich am Anfang. So viel dazu.

A: Ich kann das auch an dem Beispiel vom heutigen Spaziergang bestätigen, und zwar ist mir aufgefallen, das ist vielleicht ein ganz gutes Schlusswort, ich bin auf dem Weg hin zur Park- und Waldanlage relativ viel noch in Gedanken gewesen und mir sind die Menschen um mich herum nicht so aufgefallen. Was mir aber aufgefallen ist, als ich dann wieder auf dem Nachhauseweg war, ist, dass ich Leute viel mehr angeguckt habe und denen auch ein Lächeln geschenkt habe und dieses Lächeln auch direkt zurückkam. Das war eine unbewusste Geschichte, die mir in der Situation dann bewusst- und klargeworden ist und mir dann aufgefallen ist - alles klar, irgendwie ist dein Kopf aufgeräumter als vorher und warum hat das dann dieser Waldspaziergang geschafft, was vielleicht dann doch die ein oder andere Tagesmeditation nicht schafft - und da sollte man sich wirklich mal Gedanken machen und probieren, das als ein bewusst lebender Mensch doch regelmäßig in seinen Alltag zu integrieren und sich die Zeit dafür zu nehmen. Aber dafür ist glaube ich immer die Erfahrung wichtig, das Warum zu kreieren, warum man so etwas machen sollte. Einfach nur aus Erzählungen, jeder weiß ja, dass das gut ist, da kann ich mich nur wieder auf den Anfang beziehen, es ist superbanal, aber man muss in die Umsetzung gehen, um seine eigene Erfahrung zu kreieren und dann letztendlich zu wissen - alles klar, das hilft mir und ich zieh das durch.

F: Genau und das ist finde ich ein sehr gutes Schlusswort. Die drei Punkte, die du jetzt angesprochen hast, sind ja Effekte, die du subjektiv wahrgenommen hast und jeder von unseren Zuhörern ist jetzt natürlich eingeladen dazu, um einfach das für sich selbst herauszufinden, ob das ähnlich passiert. Vielleicht passieren ja auch noch ganz andere Dinge, aber man muss erstmal die Erfahrung machen und die Entscheidung treffen, rauszugehen und das zu tun.

A: Genau. Wenn Euch da noch ganz andere Sachen aufgefallen sind oder auffallen werden, so muss man es ja formulieren, was definitiv passieren wird, schreibt uns einfach. Schreibt Eure Erfahrungen an uns, das kann bei Facebook sein oder an unsere E-Mail-Adresse und da können wir auch ein bisschen in den Austausch gehen. Das ist bei solchen Themen besonders spannend.

F: Absolut. Ich fasse noch einmal ganz kurz zusammen. Du hast im Endeffekt durch den relativ langen Spaziergang heute als allererstes eine innerliche Ruhe festgestellt, die sich breitgemacht hat, was im eigentlich schnelleren, stressigen Alltag nicht so passiert, trotz Meditation, trotz bewusster Verhaltensweisen, die du an den Tag legst und die hat eigentlich dazu geführt, dass du eine starke Dankbarkeit empfunden hast, dafür dass du einfach da bist, wo du gerade bist. Der zweite Punkt ist die Akzeptanz für diesen Ruhezustand und das Innehalten, dass auch eben eine Tempodrosselung vollkommen in Ordnung und auch notwendig sein kann, und dass dieses Abschalten in der Freizeit doch relativ schwierig sein kann, weil die Gedanken eben kreisen und dass das in dieser Umwelt, in der du heute gewesen bist, im Wald, ermöglicht worden ist. Das letzte ist das Grounding, die Verbindung mit der Erde, die eigentlich zu einer inneren Zufriedenheit geführt hat und nochmal zu einer ganz anderen Bewusstseinsebene, dass du aus dem Alltagsgeschehen deiner Gedanken rausgekommen bist eigentlich in die Daseins-Eben. Das sind ja alles drei Punkte, die ein bisschen ineinandergreifen, wir packen das alles in die Shownotes, dann könnt Ihr das auch im Blog nachlesen. Wir gesagt, wir freuen uns auf ein Feedback oder Erfahrungsberichte, wenn Ihr das selber ausprobiert habt.

A: Genau. Ich kann auch nur nochmal danke sagen, weil nur durch die Folge des Waldbadens ist das in mir auch nochmal wirklich bewusster aufgeploppt im Kopf, dass es doch mal eine Sache ist, die ich mal ausprobieren muss. Mit so vielen Geschichten, wir inspirieren und motivieren uns da ja gegenseitig, verschiedene Sachen auszuprobieren und zu implementieren, das ist halt auch wichtig. Man sollte einen Sparring-Partner im Leben haben, da werden wir auch nochmal eine Folge drüber machen. Solltet Ihr den nicht in dieser Form haben, habt Ihr den Podcast. In dem Sinne würde ich sagen, bleibt in Balance.

F: Bis zum nächsten Mal, Eure Mindpreneure.

A: All right, ciao!

F: Ciao!