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In neuer Umgebung wieder Balance schaffen – Alex gibt Feedback zur letzten Episode!

#17 Und.. Action! Es gibt ein Feedback von Alex zur letzten Episode. Er hat in neuer Umgebung eine Reihe von Frederick's Tipps angewandt und getestet. Sein Ziel, wieder mehr Balance im Leben schaffen. 

 

Erinnerst du dich an die letzte Folge? Alex hat einen neuen Lebensabschnitt begonnen und mit akuten Überlastungssymptomen zu kämpfen und gemeinsam mit Frederick haben die beiden Strategien entwickelt, um direkt in die Aktion zu gehen und das Problem anzugehen. Was hat Alex umgesetzt, was hat funktioniert und was nicht? Finden wir es gemeinsam heraus!

 

Alex´ Strategien um die Überlastung auszugleichen und in neuer Umgebung wieder Balance schaffen:

  • Bewegung: Alex hat ein Fahrrad entstaubt und fährt statt der Bahn damit durch die neue Umgebung. Bewegung, Entschleunigung, Tageslicht, andere Perspektive, probier es an schönen Tagen selbst aus, nimm das Rad oder geh zu Fuß und erlebe viele positive Effekte!
  • Ernährung: Stichwort selber kochen & Foodprep. Dank neuer Wohnung und wieder verfügbarer Küche kocht Alex selbst und bereitet dabei gleich das Essen für den nächsten Tag vor. Zwei Fliegen mit einer Klappe (eigentlich drei, siehe nächster Punkt).
  • Meditation / bewusste Entschleunigung: Kochen nach der Arbeit dient Alex als Meditation. Zeit für Musik, Podcast, oder einfach das brutzeln der leckeren Zutaten in der Pfanne hören - auch aus Frederick´s Erfahrung Gold wert, um neue Energie zu schöpfen! (Außerdem weißt du, was drin ist, und kannst eher sicherstellen, dass du alles bekommst was du brauchst!)
  • Leiteratmung: den Tipp hatte Alex nicht auf dem Schirm, eventuell auch eine Strategie die für ihn nicht funktioniert, oder der Mehrwert anfangs nicht so ersichtlich gewesen ist. Kann passieren, solang Bewegung in der Sache ist und Veränderung passiert ist sowas absolut menschlich, lieber nach dem Prinzip “Gut statt Perfekt” arbeiten statt angesichts der Handlungsoptionen in Schockstarre zu verfallen!
  • Extra Tipp von Alex: 5 Minuten vor dem Einschlafen bewusst die eigenen Gedanken beobachten und bewusst in eine gewünschte Richtung lenken (wenn dich Sorgen plagen: schreib sie auf und gib ihnen so woanders Raum und nicht in deinem Kopf).
  • Extra Tipp von Frederick: in den ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang so viel direktes Tageslicht wie möglich aufnehmen, um deinen Tag-Nacht-Rhythmus zu primen. Kurz gesagt ist der zirkadiane Rhythmus abhängig von vielen verschiedenen Faktoren, allem voran dem Licht (und der Dunkelheit). Dazu aber in einer separaten Folge später mehr!

 

Shownotes der Folge - #17 In neuer Umgebung wieder Balance schaffen - Alex gibt Feedback zur letzten Episode!:

Transkript der Folge - #17 In neuer Umgebung wieder Balance schaffen - Alex gibt Feedback zur letzten Episode!:

F: Moin und herzlich Willkommen bei den Mindpreneuren. Heute wieder zu zweit mit Alex und mir, dem Frederick.

A: Moin.

F: Schön, dass Du wieder eingeschaltet hast, liebe Hörerin, lieber Hörer. Kurzes Update, wir haben uns aufgrund von Feedback auch ein bisschen dazu entschieden, das in den Folgen so zu machen, dass wir zwei Rollen einnehmen, einmal den Moderator ein bisschen und einmal den, der ein bisschen was von einer persönlichen Situation beispielsweise erzählt oder auch vielleicht der der „Experte“ ist zu einem Thema. Da wir in der letzten Folge uns darüber ausgetauscht haben, bzw. Alex ein bisschen von seiner momentanen, derzeitigen Situation mitgeteilt hat, wie es eben in der neuen Umgebung ist und ihn das ein bisschen an die Überlastung gebracht hat, wollen wir da heute einfach mal ein bisschen drauf eingehen. Ich bin super gespannt, wir haben zwar gerade schon geskyped, aber noch gar nichts darüber eigentlich so ausgetauscht. Ich bin einfach gespannt, ja, Alex, wie es dir jetzt eigentlich geht, was du vielleicht davon umgesetzt hast, wie das geklappt hat und wo vielleicht noch Potenzial zur Weiterentwicklung ist. Erzähl einfach mal!

A: Ja, also die Tipps habe ich probiert, alle zu beherzigen. Das hat in der Umsetzung aber nicht bei jedem Tipp geklappt, das ist einfach bei einem Tagesalltag, der einfach auch viel in Beschlag nimmt an Zeit dann auch manchmal nicht so ganz einfach, aber ich kann zu jedem Punkt eigentlich was sagen. Wir haben ja auf der Blogseite zu dieser letzten Podcast-Folge vier Strategien aufgeschrieben, die du mir mitgegeben hast und die ich ausprobieren kann, und da möchte ich einfach kurz drauf eingehen. Wir machen das auch gar nicht so lang, ich glaube kurz und knackig und dann schauen wir einfach mal, wie das in den nächsten Wochen weitergeht. Eine Woche ist natürlich auch nicht viel Zeit, um Sachen zu implementieren und ich glaube, dass man einfach viel längerfristig da ein bisschen tracken müsste.

F: Schieß los!

A: Das erste ist halt, dass wir darüber gesprochen haben, dass Kraft- und Ausdauersport in der Extremform, so wie ich das gemacht habe, momentan schwieriger umzusetzen ist, und dass man sich einfach auf eine Bewegungsvariabilität konzentriert, und zwar z.B. jonglieren oder einfach Spaziergänge umsetzt im Tagesalltag, um da einfach eine bessere Balance hinzubekommen, also eine andere Art von Bewegung und Sport, die man in den Tagesalltag implementiert, die vielleicht erstmal gar nicht so extrem und schwer für den Körper zu verarbeiten ist, aber die trotzdem herausfordern ist. Was habe ich gemacht? Ich habe nicht jongliert, ich war jetzt auch nicht auf einem Spielplatz, dafür hat es einfach zeitlich nicht gereicht, was ich aber gemacht habe, ich habe mein Fahrrad aus dem Keller geholt, was ich bis dato noch nicht genutzt hatte und immer mit der Bahn unterwegs war und dachte, na ja, ist eigentlich immer der einfachste Weg, um überall hinzukommen hier in Köln. Mit dem Fahrrad umso geiler, die Stadt ist ja nicht so groß wie Berlin, Hamburg oder London, sondern halt doch überschaubar, um vom einen ins andere Stadtviertel zu kommen und es ist jetzt gerade hier im Sommer unglaublich schön, hier durch die Gegend zu radeln. Es ist, ich muss sagen, ich komme aus Holland, jetzt nicht die Fahrrad-Hochburg hier, so wie vielleicht eine andere Stadt, wie Münster, und die Wege sind auch nicht so ausgebaut, wie es in Holland der Fall ist, da bin ich ganz schön verwöhnt durch die letzten Jahre. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, ich habe so ein Chiller-Rider-Bike und habe probiert, die Wege, die in größeren Abstand haben, mit dem Fahrrad auch zu absolvieren. Und das habe ich probiert, zu implementieren. Das war auch schön, weil man viel mehr an der frischen Luft ist. Das einfach mal zu der Umsetzung im Bewegungsbereich. ich glaube das macht auch einfach Sinn, wenn man nach Möglichkeiten sucht, die man integriert in seinen Tagesalltag, die nicht extra Zeit in Anspruch nehmen, sondern, dass man bestimmte Sachen, die man eh macht, dann auf einem anderen Weg absolviert.

F: Stimme ich dir hundertprozentig zu.

A: Genau und das hat bisher ganz gut funktioniert, sollte ich da andere Mittel und Wege bzw. andere Übungen integrieren können, dann werde ich das machen und lasse dich das dann auch nochmal wissen in den nächsten Folgen. Aber das zum Thema: Weniger Bahnfahren, mehr Fahrradfahren. Gut, Ernährung, da hat sich viel getan, ich koche viel, viel mehr, dadurch, dass jetzt auch unsere Küche hier fertig ist in der neuen Wohnung, das ist einfach eine tolle Sache, weil ich mich viel ausgewogener ernähre jetzt. ich muss sagen, in den ersten Monaten, das haben wir letztens auch kurz angeschnitten, ich war viel Essen, habe viel Essen bestellt, während der Arbeit dann auch, weil es nicht anders möglich war. Auch mal natürlich in den Supermarkt, und dass man sich da auch gesunde Sachen, ich habe es probiert, so gesund wie möglich zu gestalten, aber irgendwie, in dem Radius, in dem man sich da befindet, in diesem Arbeitsalltag, in dem ich bin, komme ich natürlich aus einem gewissen Umkreis nicht raus und dann sind irgendwann alle gesunden Möglichkeiten abgedeckt. Und groß kochen am Arbeitsplatz ist ja auch nicht möglich, das hat es dann schwierig gemacht, gerade auch in Bezug auf vegane, pflanzliche Ernährung und das ist jetzt deutlich besser geworden. Ich bereite mir mein Essen vor, ich koche abends, und das ist auch ein ganz guter Tipp für jeden, der denkt - Nochmal extra kochen? Kriege ich nicht hin, schaffe ich nicht, keine Zeit! - einfach mehr vorbereiten. Wenn man abends kocht, einfach die doppelte Menge zubereiten und sich, vielleicht auch mit einer kleinen Variation, dass man nicht genau dasselbe dann isst wie am Vorabend, das kann man ja easy machen. Dass du dir z.B. extra Gemüse anbrätst in einer zweiten Pfanne und dir da eine kleine Variation zusammenstellt, die du dann in einer Tupperdose mit zur Arbeit nimmst. Ich gucke auch immer, dass ich viel Tomaten, Gurken, alles, was gut einzupacken ist, in zwei Tupperdosen dann mitnehme. Einmal zum Frühstück und einmal zum Mittagessen. Und dann hat sich der Tag eigentlich auch, zudem, dass man sich gesund ernährt, spart man auch noch eine Menge Kohle. Das ist der zweite Bonus. Aber das habe ich gemacht, viel mehr gekocht und dadurch halt auch darauf geachtet, dass ich viel mehr Vitamine zu mir nehme und das all das, was der Körper auch braucht, dass er das auch bekommt. Es geht mir dadurch auch besser, ich bin wacher und habe mehr Leistung. Das zum Thema Ernährung. Und es ist natürlich auch, wenn du abends regelmäßig kochst und das abends ein bisschen zu einer Routine werden lässt, dann komme ich dann zum letzten Punkt, ich überspringe gerade mal einen. Wenn du sagst abends Meditation, das ist ein Tipp von dir gewesen oder ein Buch lesen, das ist dann meine abendliche Meditation. ich meditiere ja am Morgen immer so 10 Minuten, aber abends ist dann Kochen meine Meditation. Das hat einfach einen unglaublichen Benefit, wenn man kochen als etwas sieht, was mehr Balance in deinen Alltag bringen kann. Du kannst dabei auch Sachen machen, du kannst Musik hören, du kannst dir andere Podcast anhören, du kannst dein Essen für den Folgetag zubereiten, du machst viel mehr für deine Gesundheit, du kannst viel unterschiedliche Sachen auch ausprobieren, kannst dich kreativ ausleben und wichtig ist dabei, dass man aber auch eine tolle Arbeitsumgebung hat. Wir haben eine tolle Küche, da macht es auch Spaß jetzt, da viel zu kochen. Aber das hat mich ernährungstechnisch nach vorne gebracht in der letzten Woche und hat auch den Vorteil, dass man sich abends nochmal meditativ betätigt hat auf einer ganz anderen Ebene.

F: Das ist spannend. Das erste Mal wirklich Selbstversorger habe ich ja wirklich mit 14 oder 15 mit täglichem Kochen angerfangen und das Foodprep, da kann ich dir nur zustimmen, unglaublich gut, wie du das gerade ausgeführt hast, genauso mache ich das im Endeffekt für uns auch. Auch die Mediation, die Kochen darstellen kann im Alltag, ist seit Jahren eigentlich meine Philosophie und auch manchmal, an manchen Tagen ein rettender Hafen, weil das natürlich auch eine Zeit für nur mich bedeutet. Ich denke, das geht dir ähnlich. Cool, geil.

A: Gut, dann habe ich noch eine Sache. Du hast ja das Thema Leiteratmung angesprochen, habe ich leider nicht geschafft, umzusetzen. Wäre jetzt eine Sache, die ich wirklich nochmal angehen möchte und wirklich auch im Arbeitsalltag, wenn man eine ruhige Minute hat, das dann zu implementieren. Habe ich auch nicht mehr so auf dem Schirm gehabt. Jetzt, wo ich es mir nochmal durchlese, denke ich mir, das wäre nochmal ein Upgrade, was man einfach ausprobieren kann, um zu gucken, ob es was ist und den Alltag optimiert.

F: Es kann vor allen Dingen wirklich in bestimmten, stressigen Situationen so ein Werkzeug sein, so ein rettender Anker. Weil du dann wirklich eine forcierte Meditation einfach hast.

A: Okay. Ganz genau. Aber dazu dann mehr, wenn ich das ausprobiert habe, dann können wir uns da glaube ich auch nochmal besser zu austauschen. Eine Sache nochmal zum Thema Meditation oder ein Buch lesen am Abend. Um den Fokus auf etwas Anderes und Angenehmes zu leiten und auf natürliche Art und Weise den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Da gibt es auch nochmal eine tolle Sache, die ich für mich ausgecheckt habe, weil ich mich sehr für das Thema Affirmation und Visualisierung interessiere, um die persönlichen Ziele im Leben zu erreichen. Das ist so, ich führe ja morgens ein Journal, wo ich auch Affirmation aufschreibe und wo auch ganz klare Ziele immer wieder aufgeschrieben werden, um die halt wirklich im Unterbewusstsein zu verankern. Abends ist es aber so, dass es extrem wichtig ist, wenn du im Bett liegst und du hast z.B. schon gelesen, du hast meditiert, dass man diese letzten 5 Minuten, bevor man in den Schlaf fällt, nicht unterschätzen sollte. Da ist mir ein cooles Video auf YouTube begegnet von Doktor Wayne Dyer „Do this 5 Minutes before Sleep“ und das ist halt aus den USA ein Psychologe, der sich viel mit dem Unterbewusstsein, unconscious mind, auseinandersetzt und das ist halt wichtig, dass man, bevor man einschläft, darüber nachdenkt „Was denkt man eigentlich in diesem Moment?“. Also macht man sich keine Gedanken über die Sorgen, die man so mitgenommen hat aus dem Alltag, sondern dreht das Ganze um und sagt „Was war cool an meinem Alltag?“ oder „Wo möchte ich hin gerne?“, „Was kann ich mir vorstellen, wo ich in der nächsten Zeit bin?“ oder „Worauf freue ich mich am Folgetag?“, dass man wirklich ganz bewusst diese letzten Minuten des Tages da reininvestiert.

F: Okay, das ist natürlich ein supergeiler Tipp. Ich bin gerade in Gedanken gestern Abend kurz vorm Einschlafen und überlege gerade, da muss ich ganz ehrlich auch sagen, da habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, was ich in den letzten 5 Minuten vorm Schlafengehen wirklich denke. Das passiert so automatisch. Das ist ein richtig geiler Tipp, das heißt, das werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen, dass ich mir darüber auch einfach mal bewusstwerde. Ich denke das ist der erste Schritt, das bewusstwerden, was man da eigentlich denkt.

A: Genau, das ist ja wirklich so ein Thema für Mindpreneure, wie wir beide sind und wie Du, Zuhörer, das bist, das ist eine Sache, wo man wirklich aktiv in einem relativ kurzen Zeitfenster sich selber auch einfach mal challengen kann und auch trainieren kann, bewusster darüber nachzudenken. Das ist wirklich diese Einschlafphase, die ist teilweise so ferngesteuert vom Unterbewusstsein und einfach auch diese Routine, dass man da eventuell über Sorgen nachdenkt und das ist nicht gut. Weil dieses Fenster, bevor man in den Schlaf fällt, und nach dem Aufwachen, das sind wirklich Zeitfenster, die man nutzen sollte, um sich wirklich mit positiven Dingen auseinanderzusetzen. Das positive Mindset ist ja auch verbreitet und immer ein bisschen goldiger formuliert und einfacher dargestellt, als es ist. Aber morgens und abends ist es wirklich wichtig, weil da dein Zugriff auf dein Unterbewusstsein größer ist als im Tag. Das hat damit zu tun, dass du nah an diesen Schlafphasen bist. Ich bin jetzt kein Experte in dem Bereich, aber im Schlaf passiert ganz viel, was vom Unterbewusstsein gesteuert ist. Man kann sich das vorstellen wie eine Tür, die eigentlich tagsüber zu ist, schwierig, durch Meditation kann man die auch mal öffnen, aber irgendwie kann man sich vorstellen, vorm Einschlafen und vorm Aufwachen ist diese Tür einen Spalt offen. Man hat dann einen größeren Zugriff auf sein Unterbewusstsein. Und deswegen sollte man darauf achten, dass man positiv denkt bzw. sich nicht mit den Sorgen beschäftigt, weil das inkubiert.

F: Okay. Ist auf jeden Fall ein richtig guter Tipp, weil da sprichst du etwas an, den Schlaf, und das ist auch etwas, da mache ich jetzt schon mal eine Ankündigung, da machen wir auf jeden Fall demnächst eine Folge drüber. Ich beschäftige mich in den letzten Wochen und Monaten viel mit Schlaf und ich will für mich einfach ein guter Schläfer werden, also bewusst daran arbeiten, gut zu schlafen, weil ich davon mittlerweile echt überzeugt bin, dass sich bewusst einmal damit auseinanderzusetzen unheimlich viel Mehrwert hat auch für den Rest der Zeit, den Rest des Lebens. Du hast gerade erwähnt, Schlaf, Fenster, ich habe im Endeffekt einen kurzen Tipp schonmal, den möchte ich gerne noch raushauen. und zwar geht es darum eigentlich, du hast es gerade genannt, morgens und abends mental so einen Rahmen zu setzen, man kann das aber auch physisch machen, indem man einen Rahmen setzt. Unser Körper ist ja an sich, hat einen zirkadianen Rhythmus, das heißt, dass wir uns aufgrund von Licht und Dunkelheit in irgendeiner Art und Weise zu tagaktiven Wesen entwickelt haben im Laufe der Zeit. Der Tipp ist, gerade jetzt, wo es auf die Wintermonate zugeht, morgens früh nach dem Aufstehen, wenn die Sonne aufgeht, in den ersten zwei Stunden schon al so viel Sonnenlicht und Tageslicht, nicht unbedingt direktes Sonnenlicht, aber Tageslicht außerhalb der Wohnung aufnehmen. Einfach weil das damit zusammenhängt, da gehen wir in der Schlaf-Folge noch drauf ein, das hängt damit zusammen, dass du da eigentlich den Rhythmus für den Tag und auch für die Nacht für einen guten Schlaf schon setzt.

A: Alles klar, das ist super Input. Wir wollten ja eigentlich nur eine kurze Feedback-Runde raus machen, das ist jetzt ein bisschen länger geworden als wir das geplant hatten, was aber nicht schlimm ist, weil es jetzt wieder ganz neue Punkte dabei rausgekommen sind, die letztendlich uns dabei helfen, mehr Balance im Alltag zu finden. Lass uns das mal in den Shownotes versammeln.

F: Absolut, das hauen wir da direkt rein. Ich bin dir auf jeden Fall dankbar, dass du a) zugehört hast das letzte Mal, b) das probiert hast, umzusetzen, und c) jetzt auch deine Erfahrungen geteilt hast, und dass ich zusätzlich noch von dir einen richtig guten Tipp bekommen habe, den ich heute Abend auch direkt in die Umsetzung bringe, sprich das Bewusstmachen der Gedanken, die vorm Schlafengehen so durch den Kopf kreisen.

A: Kann ein Game-Changer sein.

F: Ok, cool, dann danke ich dir erstmal. Dann würde ich sagen, haben wir es für heute, kurze knackige Folge, Viertelstunde, in diesem Sinne hören wir uns beim nächsten Mal, Deine Mindpreneure.

A: Bleibt in Balance.

In neuer Umgebung wieder Balance schaffen

In neuer Umgebung wieder Balance schaffen

27. August 2017Comments are off for this post.

Stress und Überlastung in einer neuen Umgebung

#16 Was tun bei Stress und Überlastung in einer neuen Umgebung? - Wir besprechen was man tun kann, um wieder in Balance zu kommen und den Alltag wieder erfolgreich zu meistern! 

Alex erzählt in dieser Folge von akuten Überlastungssymptomen, die auf Grund verschiedener Umstände und Entscheidungen entstanden sind.
Ein neuer Job, neue Stadt, ein Umzug in eine neue Wohnung, räumliche Entfernung von seiner Band in einer heißen Phase - Alex hat auf vielen Ebenen gleichzeitig viel Energie verbrannt und steht nun an einem Punkt an dem es heißt - eine andere Meinung einholen, Perspektive wechseln, Strategien entwickeln und in die Umsetzung gehen um für mehr Balance zu sorgen.

4 Strategien für Alex´ Situation, um die Belastung und Belastbarkeit wieder in die Waage zu bringen:

  • Statt intensivem Kraft- und Ausdauersport für Abwechslung und Bewegungsvariabilität sorgen: Jonglieren, Bewegungen auf dem Boden, Spielplatz nutzen, Balancieren, Gemeinschaftssport ausüben
  • Ernährung: Vitamin D, Vitamin B12, essentielle Fettsäuren als vegan lebender Mensch checken und ggf. die eigene Ernährung kritisch hinterfragen und anpassen (z.B. Getreidezufuhr, Variation des Gemüses)
  • Im Alltag kleine Pausen einbauen und so die natürliche Fluktuation unseres Leistungsniveaus über den Tag respektieren, Beispiel Leiteratmung (mit geschlossenen Augen je 4 Sekunden einatmen, anhalten, ausatmen, anhalten für 1-2 Minuten)
  • Abends: Meditation und/oder Buch lesen um den Fokus auf etwas anderes, angenehmes zu leiten und auf natürliche Art und Weise den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Optional: Statt konventionellem Licht Kerzen anzünden, diese sorgen auf Grund des Lichtspektrums und ihrer Intensität für Schläfrigkeit.

Stress und Überlastung in einer neuen Umgebung - Shownotes:

Stress und Überlastung in einer neuen Umgebung - Transkript:

A: Moin, wir sind hier wieder bei den Mindpreneuren und diesmal zusammen und nicht alleine, so wie in den letzten beiden Folgen, mit mir und dem...

F: Jo, Frederick, grüßt Euch!

A: Moin, ich grüße dich, Frederick, ich grüße Dich, Zuhörer und heute steigen wir auch direkt ein und zwar mit einem Problem, was ich habe und bei dem gerne Rat suchen würde bei dem Frederick. Und zwar ist es so, dass ich umgezogen bin, wir hatten das ja schonmal in einem der vorangegangenen Podcast-Folgen besprochen, das das für mich auch ein wichtiger Schritt war, um glücklich zu bleiben. Jetzt ist es aber so, dass ich natürlich in der neuen Stadt, in der ich bin, ankommen muss irgendwo. und das stellt sich dann doch schwieriger dar als es geplant war und ich das dachte. Das ist vielleicht häufiger so. Und zwar ist es so, dass ich ja relativ produktiv eigentlich bin, relativ viele Projekte fahre und jetzt aber doch mich dadurch ganz schön überladen fühle und auch teilweise ganz schön ausgebrannt bin. Und da wollte ich eigentlich Rat suchen bei dir, Frederick, und gucken, wie du mir da in der Situation vielleicht den ein oder anderen Tipp geben kannst, weil du ja natürlich auch gerade durch deine letzte Folge, die mich, ich kann es nur betonen, sehr inspiriert hat, mit dem Waldbaden, dann doch schon ganz andere, tiefgreifendere Wege gehst, um Balance im Alltag zu suchen und zu finden. Da denke ich, dass ich mir da gute Ratschläge abholen kann, die mir in meiner Situation helfen.

F: Ja, cool. Dann wollen wir doch eigentlich erstmal mit einer Frage anfangen. Ich meine, woran genau merkst du denn, dass du ausgebrannt oder energielos bist? Gibt es da Situationen oder wiederkehrende Muster irgendwie, wo das von dir feststellbar ist?

A: Naja, zum einen ist das extern und zum anderen ist das intern. Also extern ist unter anderem durch Freunde wie dich, aber auch andere Leute, die mir sagen - Naja, Alex, du siehst fertig aus, du hast Ringe unter den Augen, hast du zu wenig geschlafen? Was ist los mit dir? - und intern, also intrinsisch merke ich halt selber auch, so dass ich...natürlich bin ich jetzt, was auch der Unterschied ist zu meinem Leben vorher, vor dieser Stadt, auch in einem Arbeitsleben fest integriert bin, aber dass ich halt merke am Ende eines Arbeitstages, dass ich fertig bin. Und nicht dann noch irgendwie das Pensum gerne schaffen wollen würde, was ich mir so vornehme, weil ich einfach dann doch zu müde bin. Also es äußert sich vor allen Dingen in Müdigkeit. Ja.

F: Ok. Wie ist das mit Sport bei dir momentan?

A: Habe ich die letzte Woche komplett durchgezogen, habe mich da, weil es zeitlich nicht anders geht in einem Fitnessstudio angemeldet und das ist aber sehr viel mit Cross-Fit-Elementen und mit Körpergewichtselementen, alles super cool, habe da auch regelmäßig trainiert und auch nach einem vernünftigen Plan, den ich mir erstellt habe. Das hat mich aber in der letzten Woche weniger unterstützt, als dass ich das gewollt hätte.

F: Wie meinst du das?

A: Dass ich halt eben wirklich im Grunde genommen, ich gehe nach der Arbeit dahin und mache meine Sportsession und komme dann nach Hause und bin wirklich fix und fertig und muss dann eigentlich ins Bett. Und dann ist der Tag auch vorbei und ich habe dann nicht mehr, so wie es eigentlich sein sollte, mehr Energie, um dann noch das ein oder andere Projekt anzugehen, sondern muss dann eigentlich ins Bett. Vielleicht ist das aber auch normal, weil ich natürlich jetzt durch den Umzug und die ganze Studiums-Endphase, die ich davor hatte in Holland, natürlich auch ein bisschen weniger Sport gemacht habe und der Körper sich da vielleicht erstmal wieder dran gewöhnen muss, das kann natürlich gut sein. Aber momentan ist es so, Sport tut gut, in dem Moment, in dem ich ihn mache, aber es gibt mir dann nicht mehr Energie.

F: Ok. Das hört sich ja im Endeffekt ein bisschen so an, als wäre so die Belastung momentan auf verschiedenen Ebenen sehr hoch und vielleicht, wenn dann so intensiver Sport dazukommt, dann doch eben höher als die Belastbarkeit auf allen Ebenen.

A: Das kann sehr gut sein.

F: Also, wenn sich, das ist ein total einfaches Modell, was ich den Leuten auch immer mitgebe, wenn Ihr Euch eine Waage vorstellt. Ihr habt auf der einen Seite eine Belastung und auf der anderen eine Belastbarkeit, auch z.B. bei Verletzungsprävention für Sportler oder so, wenn man dauerhaft auf der Seite der Belastung zu viel drauf hat, dann hält sich das nicht mehr die Waage und dann kann es beispielsweise zu Verletzungen kommen. Wenn man sich das jetzt mit chronischem Stress auf verschiedenen Ebenen vorstellt, dann kann es natürlich auch sein, dass es zu solchen Sachen wie ausgebrannt Sein, Müdigkeit, Schlappheit, Unkonzentriertheit usw. führen kann. und dann, wenn du dann intensiven Sport machst, kann es natürlich sein, dass du eigentlich deinem Körper etwas abverlangst, was er gerade nicht gut kann und vielleicht wäre es dann sinnvoller, nicht auf Sport oder Bewegung zu verzichten, sondern den Fokus vielleicht eine Zeit lang auf etwas anderes zu richten. Ich bin ein absoluter Fan auch von einfach rausgehen in die Natur, Spazieren gehen und das alleine zu machen hat unglaublich viel Sinn, aber auch das zu genießen mit jemand anderem und dabei sich zu unterhalten hat unglaublich viel Sinn. Einfach weil, ich habe das in der letzten Folge versucht, ein bisschen anzureißen, weil wir durch die Natur, das ist nicht irgendein esoterischer Firlefanz, das kann man wirklich auch mit Blutwerten messen, dass das eben einen sehr positiven Einfluss auf den Körper und auch die Psyche hat. Der Punkt Natur ist auf jeden Fall ein wichtiger. Dann kommt natürlich auch noch die Ernährung hinzu. Wenn jetzt bei der Ernährung in irgendeiner Art und Weise, ob es jetzt die Unregelmäßigkeit ist oder die über längeren Zeitraum nicht ganz dem Belastungsniveau oder auch dem, was der Körper sonst so gewohnt ist, angepasst ist, dann kann das natürlich sein, dass da ein Faktor ist, der auch dazu beiträgt, dass du die Belastung nicht so gut abkannst. Da kann ich direkt einen praktischen Tipp geben. Was ich mache ist, dass ich regelmäßig mir einen Shot mache aus irgendwelchen, vor allem antiinflammatorischen (antientzündlich) und Stoffwechsel-anregenden Dingen, einfach um Entzündungen insgesamt im Körper zu regulieren und einfach auch den Stoffwechsel zu aktivieren und in verschiedenen Bereichen zu unterstützen. Ich mache mir da bspw. frischen, geriebenen Ingwer, dann Kurkuma, kann man auch frisch nehmen, wenn man ihn kriegt, ansonsten den auch reiben dann, schwarzen Pfeffer, einfach um das Kurkumin im Kurkuma besser aufnehmbar zu machen. Am allerbesten ist es, wenn man das Ganze mit lauwarmen Wasser macht und einen Ticken Kokosfett z.B. reintut oder irgendein anderes Fett, einfach um das noch ein bisschen besser verfügbar zu machen, die ganzen Stoffe, die da drin sind, Zitrone presse ich noch rein und manchmal, wenn ich Lust habe, noch ein bisschen Magnesium oder so, und ein bisschen Cayenne-Pfeffer (gemahlene Chili), das mixe ich mir dann im Endeffekt. Die Kombination mache ich mir jetzt seit kurzem und danach ist halt wirklich so ein richtiger Boost drin. Das ist jetzt nicht so ein Booster vorm Training, sondern einfach so ein wohliges Gefühl, dass der Körper damit irgendwie anscheinend viel anfangen kann. Ich will gar nicht zu sehr in die Tiefe gehen, was die wissenschaftlichen Hintergründe auch von Entzündung und Entzündungshemmung einfach insgesamt im Körper bewirken, aber das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, mit relativ wenig Aufwand, recht viel zu erreichen.

A: Alles klar, gut. Dann ist also im Grunde genommen die Bewegung und das Sportliche jetzt erstmal gar nicht so intensiv anzusiedeln, sondern zu sagen - ich gehe lieber raus in die Natur, bewege mich da erstmal und baue das langsam wieder auf - und zu schauen, dass ich mir ernährungstechnisch dann auch Dinge zuführe, die diesen Prozess auch gerade, dass man sich in einer neuen Umgebung befindet, dass man sich neuen Challenges stellen muss, dass man den dadurch unterstützt. Da muss ich dir auch recht geben. Du sprichst das Thema Ernährung an und das war bei mir natürlich, dadurch dass man umgezogen ist, die Küche ist hier relativ spät gekommen, ich konnte relativ lange nicht kochen und habe mich dann natürlich relativ oft auswärts ernährt. Das ist dann irgendwie nach einer Zeit auch..., man kann sich natürlich Optionen suchen, aber das ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem, was man eigentlich zu Hause macht und sich zu Hause auch so an allen möglichen Stoffen in dem Essen zufügen kann. Gerade auch bei meiner pflanzlichen Ernährung ist das natürlich auch nochmal so ein Punkt. Ich glaube, dass da auch viele Defizite aufgetaucht sind, die da eventuell auch für die Situation verantwortlich sind.

F: Also da kann ich dir auf jeden Fall noch zustimmen. Und meines Wissens und meiner Recherche nach sind gerade als Veganer drei Dinge essenziell, auf die man zusätzlich achten sollte. Das habe ich dir glaube ich auch schon mal gesagt: Vitamin D, Vitamin B12, einfach weil das hauptsächlich aus tierischen Quellen kommt und da gibt es vielleicht, je nachdem wie lange du Veganer bist, auch mal die Möglichkeit, auch mal den Spiegel zu checken und da eventuell zu intervenieren, und das dritte sind essenzielle Fettsäuren, davon vor allen Dingen die Omega-3-Fettsäuren. Davon gibt es mehrere. Die, die man in pflanzlichen Lebensmitteln bekommen kann, ist die ALA, Alpha-Linolensäure, die anderen beiden können prinzipiell daraus produziert werden, wenn man sich pflanzlich ernährt. Es gibt aber nur so eine Umwandlungsrate von maximal 10%, bei Männern und Frauen ist das unterschiedlich. Das heißt man muss schon eine hohe Menge aufnehmen, um das umzuwandeln aus der pflanzlichen Ernährung. Da kann ich dir jetzt nicht aus dem Kopf 100 prozentig sagen, was es da für Möglichkeiten gibt, aber das ist auf jeden Fall ein Punkt, den kannst du angehen, weil diese essenziellen Fettsäuren auch gerade für das reibungslose Laufen deines Nervensystems essenziell sind. Und nochmal zum Punkt Natur, du hast den Punkt Sport und Bewegung angesprochen. Vielleicht ist es auch sinnvoll, so eine Art de-load zu machen, also ein Entladen oder weniger Beladen eigentlich, ist im klassischen Krafttraining eigentlich ein Reduzieren des Volumens. Also nicht von der Intensität, wie hart arbeite ich, sondern wie viel insgesamt an Sätzen mache ich. Ich würde sogar so weit gehen und vielleicht sogar ein de-load in dem Sinne machen, dass du eine ganz andere Form der Bewegung ein bisschen ausprobierst. Bspw., wenn du halt die Möglichkeit hast bei recht trockenem Wetter auch mal in den Park zu gehen, einfach mal ein paar Bodyweight, akrobatische Sachen zu machen mit Tennisbällen jonglieren, auszuprobieren. Ein paar Dinge zu probieren, die komplett anders sind, die dich auch anders fordern und die auch deinen Fokus in den Moment der Bewegung legt, um dich neu einfach zu erleben und auszuprobieren. und da vielleicht auch Wege der Bewegung freizuschalten, die dir dann unglaublich viel Kraft geben können.

A: Also gar nicht so sehr kraftintensive Muster trainieren, sondern eher bewegungsintensiv, also neue Bewegungen erkunden.

F: Ja, absolut, Bewegungsvariabilität erhöhen definitiv, weil du bist jetzt auch, nehme ich mal an in dem Job, das unterstelle ich jetzt einfach mal so, recht viel auch an den Schreibtisch gebunden, einfach aufgrund der Tatsache, dass du nicht die Möglichkeit hast, extrem viel rauszukommen oder so.

A: Für diejenigen, die sich fragen, was ich hier mache, neben dem musikalischen und meiner Band, was natürlich der Hauptfokus ist, arbeite ich für einen Radiosender und bin da im Onlinebereich tätig und ich gebe dir recht, Frederick, man sitzt relativ viel am Schreibtisch, aber da habe ich mir durch unsere Folgen und durch unseren Kontakt auch schon viel an Wissen angeeignet und ich bin permanent unterwegs in den verschiedenen Abteilungen. Das heißt ich stehe regelmäßig auf und mache regelmäßig Bewegungen, auch bewusste Bewegungen, laufe auch regelmäßig auf zwei Etagen rauf und runter. Das hat mehrere Vorteile. Einmal natürlich, dass man sich bewegt, auf der anderen Seite hat es dann arbeitstechnisch auch noch den Vorteil, dass man einfach die anderen Abteilungen besser kennenlernt, weil man sich die Mühe macht, was im Verhältnis weniger Leute machen, diesen extra Weg zu gehen. Dass sich das dann auch wieder darauf auswirkt, wie aktiv man einfach ist und wie gut man denken kann, du kurbelst da natürlich auch ständig deinen sauerstoffhaushalt an und deine Zirkulation an, wenn du aufstehst, also das mache ich schon. Ich sitze nicht nur den ganzen Tag nur am Schreibtisch.

F: Mein Punkt war eigentlich, worauf ich hinauswollte, selbst wenn du diese ganzen Sachen machst, ist es trotz alledem immer noch ein eingeschränktes Bewegen im Vergleich zu dem, was dein Körper kann und vielleicht wonach er sich auch sehnt und dir vielleicht auch dadurch das ein bisschen signalisiert. Vielleicht signalisiert er dadurch auch ein bisschen - geh mal ein bisschen vom Gas und probiere mal ein bisschen in eine andere Richtung was aus. Das kann ja gut sein, weil du gerade in dem Beruflichen einen so großen Drive hast einfach und so den Zug auch und vielleicht auch das ein oder andere Überstündchen hinten dran hängst, einfach um besser zu werden, in dem, was du tust. Und dass vielleicht gerade über die Bewegung, den Sport die Notwendigkeit besteht, einfach andere Wege zu gehen. Weniger die angespannte Kraftsport-geschichte, sondern eher die lockere, flüssige Geschichte, wie ich sage einfach mal Jonglieren oder irgendwelche Rollen auf dem Rasen machen, keine Ahnung. Du kennst mich, ich mache allen möglichen Scheiß und probiere das auch aus und fühle mich damit auch extrem gut. Wenn Dich das interessiert, schau einfach mal, um ein Beispiel zu geben, nach "Ido Portal", das ist ein Movement-Guru, so wird er nicht gerne genannt, aber jemand, der im Bereich Bewegung extrem viel drauf hat und extrem viel vermitteln und der auch sehr viel im Bereich spielerisches Erkunden und Erleben des Moments eigentlich postuliert.

A: Alles klar. Also das ist ja interessant, ich muss das auch mehr auschecken, wir hatten das ja auch schon einmal verlinkt in den Shownotes. Ich glaube, das ist auch ganz interessant, um auch nochmal Dich, den Hörer, anzusprechen. Wenn du dich vielleicht in derselben Situation befindest wie ich mich gerade, du bist in einem Job und fühlst Dich ein bisschen ausgebrannt und Dir hilft vielleicht, dass Fitnessstudio nicht oder kommt vielleicht gar nicht erst für dich infrage, weil das einfach nicht so geil ist, auf diese Art und Weise zu betätigen, dann ist das glaube ich eine interessante Sache, die Frederick da sagt und dass man da vielleicht auch mal Auge und Ohren offenhalten sollte, was so um einen herum passiert. Vielleicht ist man auch nicht der Typ, das ist ja auch nochmal eine Sache, dass man das alleine macht, sondern dass man lieber sozial in einer Gruppe dem ganzen nachgeht oder neue Sachen erkundet. Aber da gibt es glaube ich eine Menge Angebote und die muss ich hier für mich in Köln auch nochmal checken, was es da so gibt so an bewegungstechnischen Angeboten, die auch mal in eine ganz andere Richtung gehen, oder halt eben solche Portale checken. Das ist auf jeden Fall ein geiler Input. Ich würde auch nochmal einen ganz anderen Bogen schlagen und zwar einen mentalen Bogen. Wir haben ja schon viel gesprochen über Balance im Alltag und mir ist das auch eine sehr, sehr wichtige Geschichte, ich habe da auch in meinem Studium immer sehr viel Wert drauf gelegt. Eine Sache, die mir jetzt schon geholfen hat in den letzten Tagen, die ich auch wieder massiv mir aneignen musste, ist regelmäßiges Meditieren. Und du hast ja gesagt, Waldbaden, in der Natur Spazierengehen hat auch eine meditative Wirkung. Ich für meinen Teil finde es dann auch nochmal wichtig, zusätzlich zu den Erfahrungen, dass ich mich einfach hinsetze jeden Morgen und das in einer Routine integriere. Und dadurch geht es mir in den letzten Tagen auch schon mal ein Stück weit besser. Dass ich sage, ich gebe mir 10 Minuten die Zeit, auch gar nicht verpflichtend, ob es jetzt eine begleitende Meditation ist, ob es eine stille Meditation ist, einfach das, wonach mir gerade ist, das ist glaube ich auch ganz wichtig, und mache das am Morgen und wenn es am Abend die Zeit gibt, dann auch nochmal am Abend. Das hat mir jetzt wirklich nochmal eine Menge Aufschub im mentalen gegeben. Da dachte ich, da hast du vielleiht auch nochmal ein, zwei Tipps, was das mentale angeht, weil das ist natürlich, wenn man umzieht, man hat einen neuen Job, völlig egal, was Du jetzt vielleicht auch als Hörer gerade an neuen Lebensabschnitten beginnst, man ist ja komplett neuen Reizen ausgesetzt und da muss das Gehirn ja auch lernen, mit umzugehen. Und was könnte man da machen im Leben, um das positiv zu unterstützen, um diese neuen Eindrücke besser zu verdauen?

F: Also würde ich sagen Punkt 1 ist auf jeden Fall, das bestärkt mich jetzt darin, das zu sagen, den Bewegungsfokus irgendwo anders hinzurichten. Weil natürlich, man hat das hauptsächlich mit aerober, also irgendwelcher Ausdauerbelastung und Lernfähigkeit und so versucht zu messen, jegliche Bewegung verbessert das mentale Leistungsvermögen. Kinder, wenn man sich Kinder anschaut, die toben sich ja in der Pause in der Schule richtig aus. In der Grundschule wird direkt auf den Pausenhof gerannt, zur Tischtennisplatte oder zum Kicker, so war es bei mir früher, da wurde sich bewegt und das sorgt einfach auch dafür, dass das, was vorher in irgendeiner Art und Weise passiert ist im Kopf, dass das gut verarbeitet werden kann.

A: Macht ja keine Sau mehr heute im Job. Niemand geht in seiner Pause irgendwo laufen oder sich austoben.

F: Wenige Menschen. Und die, die es machen, haben auch einen großen Vorteil, weil die müssen dann vielleicht gar nicht so stark die Reißleine ziehen, um dann bspw. extreme Maßnahmen, wie einen Stressreduktionskurs oder auch mal die ein oder andere Schlaftablette zu nehmen oder auch schon eben so eine Sache zu machen wie, sich dazu zu zwingen, dann eben doch spazieren zu gehen. Nicht jeder genießt das, das ist auch vollkommen in Ordnung. Aber gerade, wenn du eine Regemäßigkeit in deinen Pausen, auch in deinen Denkpausen hast, dann denke ich ist das nachhaltiger als das wesentlich seltener und intensiver zu machen. Also ich habe letztens einen richtig geilen Spruch gelesen: „Consistency beats intensity, always.“ Und da stehe ich absolut hinter, weil es ist wesentlich besser, man muss ich vorstellen, man kann halt nicht immer Fokus, Fokus, Fokus, Leistung, Leistung, das geht hat nicht. Es gibt Studien, die andeuten, dass du nach maximal 45 Minuten wirklich runtergehst mit deiner Konzentrationsfähigkeit, gerade wenn du aufnimmst, was anders ist, wenn du in so einen Flow-Moment kommst, aber das hast du auf der 0815-Arbeit im 9-to-5-Job denke ich nicht allzu oft, da lehne ich mich jetzt glaube ich nicht zu weit aus dem Fenster. und dementsprechend ist es viel sinnvoller, sich eine wellenartige Kurve vorzustellen von seinem Leistungspegel über den Tag verteilt und das einfach auch zu akzeptieren und zu sagen - wenn eine Pause da sein muss, dann ist das auch notwendig. Und ich glaube in Zukunft werden das auch Arbeitsgeber eher respektieren und auch fordern und fördern, einfach dadurch, weil du die Leute wesentlich leistungsfähiger machst, aber auch wesentlich un-anfälliger gegenüber den Stressproblemen, die wir heutzutage eben haben. Das ist ein wichtiger Punkt, im Endeffekt Regelmäßigkeit in seinen Pausen und seinen verschiedenen Konzentrations- und Anstrengungsniveaus zu haben. Also eine aktive Meditation über den Tag. Man kann das ganz gut machen, einfach wenn du eine Meditation zwischendurch einfach machen willst, dann kannst du, total einfache Sache um seinen Blutdruck und Puls zu regulieren und die Atmung ist eine Leiteratmung – „ladder breathing“. Vier Sekunden lang durch die Nase einatmen, vier Sekunden anhalten, vier Sekunden langsam durch den Mund ausatmen, vier Sekunden anhalten. Das heißt du heißt du hast immer nur ein Viertel an Einatmung und der Rest ist eben Einhalten bzw. Ausatmen. Damit regulierst du ganz schnell dein Stressniveau runter, du fokussierst dich automatisch auf die Atmung. Mach das zwei Minuten und du fühlst dich komplett anders danach. Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit der Meditation zwischendurch. Und für das mentale generell, ich glaube viele Gewohnheiten, die man so im Alltag hat, die haben einen Einfluss darauf. Wie bspw. die Schlafhygiene. ein paar Punkte dazu, Koffein über den Tag verteilt und gerade in den späteren Stunden kann und hat wahrscheinlich auch Einfluss auf die Schlafqualität, gerade auch der ersten Schlafphasen. Was mir eigentlich relativ gut hilft ist, wenn ich mir ein Buch nehme und das lese, so die letzte halbe Stunde vorm Schlafengehen oder so, um einfach den Kopf komplett mal auf etwas anderes zu richten. Das habe ich früher als Kind schon gehabt, dann bin ich einfach mit dem Buch quasi vor der Nase eingeschlafen und das ist glaube ich eine ganz gute Möglichkeit.

A: Das sind eine Anzahl von Tipps auch für den mentalen Bereich, die wir denke ich auch mal zusammenschreiben in den Shownotes. Und ansonsten würde ich jetzt, wenn ich das so runterbreche, sagen, was du mir die ganze Zeit probierst mitzuteilen: Probiere dich zu bewegen auf möglichst einfache Arten und Weisen und das in den Alltag zu integrieren. Das ist geil, das nehme ich mit, das probiere ich anzuwenden. Und dann würde ich sagen, wenn wir vielleicht nochmal irgendwie das ansprechen sollten in einer der nächsten Folgen, sage ich dir mal so, wie das angeschlagen hat.

F: Ja cool. Finde ich gut. Im Endeffekt, ich habe das auch eben mitgeschrieben, die Zusammenfassung. Also an sich ist es sinnvoll einen de-load zu machen und das nicht nur von dem Umfang an Sport, sondern vielleicht auch etwas ganz anders zu machen, zu bewegen, die Natur zu erleben, bei der Ernährung zu schauen, ich habe dir erzählt von dem anti-inflammatory-Shot, den ich mache, das ist eine super Möglichkeit, gleichzeitig aber auch die drei Punkte für vegane Ernährung, die beiden Vitamine und die Fette, zu schauen, was die Belastung und die Belastbarkeit miteinander zu tun haben eigentlich und auf der Seite der Belastung vielleicht ein bisschen was zu variieren und die Möglichkeit über Meditation im Alltag, eigentlich über Regelmäßigkeit in den Pausen ein bisschen Einfluss darauf zu nehmen, dass du da nachhaltig vielleicht auch ein bisschen ausbalancierter bist.

A: Cool, dann würde ich sagen, probieren wir das so effizient wie möglich runterzubrechen im Blogbeitrag und in den Shownotes und dann würde ich sagen, bedanke ich mich erstmal bei dir für die ganzen Tipps und für den ganzen Input.

F: Ja, danke, dass du das so offen geteilt und mitgeteilt hast.

A: Ist eine neue Situation und fragt einfach nach neuen Wegen, da bin ich immer ganz offen und ganz Ohr und das sollte vielleicht jeder sein, der sich diesen Podcast hier auch anhört, der bewusst leben will, dass man einfach probiert, offen zu sein und zu sagen - vielleicht ist das, was ich bisher gemacht habe in dem Moment, in dem ich mich jetzt befinde einfach nicht mehr adäquat und ich probiere da andere Wege aus, um letztendlich wieder zu einem ausbalancierten Leben zu kommen. In dem Sinne würde ich sagen, ich probiere in Balance zu bleiben und Ihr bleibt in Balance hoffentlich, sollte es nicht so sein, schreibt uns. In dem Sinne, Eure Mindpreneure.

F: Ha, genau, bis dahin, Ciao.

A: Alles klar, ciao.

19. August 2017Comments are off for this post.

Der Podcast der Mindpreneure – Ein Update

#15 In dieser Folge hört ihr ein Mindpreneure Podcast Update! Alex informiert darüber, wie es weitergeht und welche Schwerpunkte wir setzen werden.

Diese Folge beinhaltet ein kurzes Update über den momentanen Stand der Dinge und unsere Pläne für den Podcast der Mindpreneure.

Das Wichtigste aber zuallererst: Vielen vielen Dank!!!
Danke, dass Du diesen Podcast hörst und dass Du das, was wir hier in die Welt hinaus kommunizieren wertschätzt! Auch wenn wir Dich (noch?) nicht persönlich kennen, sind wir Dir zu Dank verpflichtet, denn jeder Download und Audio-Abruf spornt uns an weiterzumachen und für Dich Inhalte mit Mehrwert zu schaffen. Wenn Du Bock hast, dann tritt mit uns in Kontakt und/oder gib uns Feedback bzw. Anregungen via der Kommentarfunktion des Blogs auf der Webseite, via Facebook oder unseren persönlichen Instagram Accounts.

Die vier Kategorien des Podcast für die nächste Zeit:

  • Balance im Alltag

  • Werte & Normen

  • Challenges

  • Interviews

Shownotes der Folge #15 - Mindpreneure Podcast Update:

Transkript der Folge #15 - Mindpreneure Podcast Update:

A: Wunderschönen guten Tag, Ihr seid hier wieder bei den Mindpreneuren gelandet und zu allererst möchte ich mal ein großes Dankeschön raushauen an alle diejenigen, die unseren Podcast bisher gehört haben und sich dafür interessieren, generell für Balance im Leben, für das Thema Werte und Normen und so weiter und so fort. Das ist einfach unglaublich toll, wenn man sich ein bisschen die Statistiken anschaut, dass es immer mehr Hörer werden, die auch einfach ein bewusstes Leben leben wollen, dann macht uns das einfach unglaublich glücklich, auch irgendwo stolz und gibt uns einfach auch das Feedback - alles klar, das was wir hier machen hat einen Mehrwert für andere Menschen und wir ziehen hier weiter durch. Das ist natürlich ein reines Passion-Projekt und dementsprechend natürlich auch zeitlich immer dann nur integriert werden kann, wenn man sich auch Freiräume schafft im eigenen Alltag. Und da schließe ich mal direkt an, Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass der Frederick eine Folge alleine aufgenommen hat und ich bin jetzt auch momentan alleine und nehme auch eine kurze - quick and dirty - Folge auf und zwar, weil wir es einfach nicht geschafft haben in der letzten Woche bzw. in den letzten zwei Wochen, uns mal zusammenzufinden für einen Skypetermin, um dann die neuesten Themen zu besprechen. Wir haben uns kurzgeschlossen und es wird auch noch ein paar kleine Changes und Tweeks jetzt geben im Podcast-Programm der Mindpreneure bzw. einen kleinen Fokus, den wir legen wollen in den nächsten Folgen. Dazu sage ich gleich noch was. Aber darum ist es jetzt einfach so gekommen, dass wir die Folgen, also diese und die letzte, single bzw. solo aufgenommen haben. Das ist eigentlich auch ganz schön, weil ich habe mir die Folge vom Frederick natürlich auch reingezogen und finde es thematisch auch unglaublich interessant, weil es mit Erdung zu tun hat im Leben und auch irgendwo für sich eine Balance zwischen dem ganzen Input, den man so im Alltag bekommt, und der Ruhe, die man sich auch selber gönnen will, um in Balance zu bleiben, schaffen möchte. Das hat alles damit zu tun und da geht Frederick ganz andere Wege teilweise als ich sie gehe und das inspiriert natürlich gegenseitig. Und das ist das, was wir natürlich auch mit Euch oder was wir für Dich auch einfach schaffen wollen: einen Input zu geben, der Dir vielleicht so noch nicht in den Kopf gekommen ist, um zu schauen - alles klar, das könnte auch eine Option sein, um mich mehr zu erden im Alltag. Und ich glaube, wir beide glauben auch, dass das ein ganz zentraler Punkt ist in der heutigen Zeit, bei so vielen Reizen, denen man ausgesetzt ist im Alltag, dafür sich auch einfach seinen Ruhepol zu finden. Dementsprechend toll fand ich die Folge mit dem Waldbaden, habe ich selber nämlich auch noch nicht so oft gemacht, auch noch nicht so bewusst implementiert in mein Leben, und das ist eine Sache, wo ichdefinitiv drüber nachdenke. Ist eine Form von Meditation und Meditation ist denke ich auch eine ganz, ganz wichtige Geschichte.

Deswegen, noch einmal zurück, ein großes Dankeschön an alle, die den Podcast hier verfolgen. Wenn Ihr Input habt, schreibt uns eine Mail, schreibt uns in die Kommentare in die Blogfunktion auf unserer Website bzw., und da komme ich jetzt noch drauf zu sprechen, was wir schon lange angehen wollten, es aber jetzt erst schaffen, schreibt uns in der Facebook-Gruppe, die wir jetzt ins Leben rufen und schreibt uns auf der Facebook-Seite und folgt uns da bzw. connected Euch da mit uns. Das wird auch noch ein ganz zentraler Platz neben der Website sein, bei dem man mit uns Kontakt aufnehmen kann, bei dem man uns Feedback geben kann und der den Inhalt dieses Podcast auch maßgeblich bestimmt. Wir machen das natürlich nicht nur für uns alleine, weil dann können wir auch im Austausch einfach unter uns bleiben, sondern wir machen das das Ganze ja für Dich, den Zuhörer.

Ein kurzes Update thematisch. Wir haben vier Schwerpunkte gelegt, in die wir eintauchen wollen in der nächsten Zeit und da auch regelmäßiger Folgen zu machen, weil wir glauben, das sind Sachen, die haben gut funktioniert in der letzten Zeit und da werden wir jetzt erstmal uns weiter drauf fokussieren. und zwar ist das einmal „Balance und Bewusstsein im Alltag“, und das ist natürlich genau das, was Frederick in der letzten Folge auch angesprochen hat. Das wollen wir mit verschiedenen Thematiken beleuchten. Der zweite Schwerpunkt wird sein „Werte und Normen“, das heißt ganz klar - Wofür stehe ich als Persönlichkeit, wofür stehst Du als Persönlichkeit und was kann das für dich für Vorteile haben im Leben bzw. auch für Nachteile - wir wollen da Positiv, Negativ, Pro und Kontra mit ganz verschiedenen Blickwinkeln an die Sache rangehen. Der dritte Schwerpunkt wird sein, wir werden Challenges machen. Das schließt natürlich an die beiden vorherigen Themenschwerpunkte. Auf Basis dieser Schwerpunkte ergeben sich dann auch Challenges, aber diese Challenges, denen wir uns dann auch irgendwo selber aussetzen, die wir selber ausprobieren, die tracken wir natürlich, da gehen wir in Diskussion und schauen einfach, was bringt das im Leben? Mal ein simples Beispiel: Komme ich eine Woche lang mit 5 Euro am Tag aus, dieser minimalistische Ansatz, ist der realistisch in unserer Gesellschaft? Nur mal als Beispiel für eine potenzielle Challenge oder z.B. nochmal als Anschluss an Fredericks Folge: Bringt mir das tägliche Waldbaden wirklich einen absoluten Benefit in meinem Leben oder ist es eher, wenn ich es runtertracke nach zwei, drei Wochen, vielleicht doch nicht so? Das wollen wir für Euch ausprobieren, wollen einfach mal schauen, was das im Endeffekt für einen Mehrwert hat und könnte Dir das in Deinem Leben irgendwo auch helfen. Der vierte Schwerpunkt, den wir bisher nur einmal umgesetzt haben und der jetzt definitiv häufiger kommen wird: Interviewpartner. Und zwar, dass wir uns auch genau für diese Themenschwerpunkte interessante Leute raussuchen und die interviewen zum Thema Balance und Bewusstsein im Alltag, was für Werte und Normen habe ich, setze ich mich bewusst irgendwelchen Challenges aus und schaue da auch einfach nochmal weiter über den Tellerrand hinaus, als das, was wir selber erleben und in dem Kosmos, in dem wir selber uns auch befinden. Das können berühmtere, bekanntere Leute sein, das können aber auch Leute aus unserem Bekannten- und Freundeskreis sein, die aber eine unglaublich interessante Geschichte zu erzählen haben, die letztendlich Dir, als Hörer, auch eine Menge bringt.

Das sind wie gesagt die Schwerpunkte, in denen wir uns in den nächsten Folgen, in den nächsten Wochen, einmal wöchentlich - immer sonntags kommt eine Folge raus - mit auseinandersetzen. Diese Woche sind es jetzt zwei Solo-Folgen unter der Woche, aber ab Sonntag kommen dann wieder die regelmäßigen Folgen raus. Jeden Sonntag und zwar zu den Schwerpunkten „Balance und Bewusstsein im Alltag“, „Werte und Normen“, „Challenges“ und dann jeweils nochmal einmal im Monat zu diesen Themen mit einem Interviewpartner.

Deswegen auch nochmal, wer sich jetzt denkt - Naja, eure Folgen kamen immer ein bisschen unregelmäßig in der letzten Zeit - Wir haben es immer an dem Sonntag probiert, werden das jetzt auch weiterhin so durchziehen. Manchmal kann es sein, dass das nicht so klappt, wir probieren ja so transparent wie möglich zu sein, wir haben natürlich auch viele andere Projekte auch und solange dieses Podcast-Ding einfach ein Passion-Ding ist, das durch Feuer und Flamme des inneren Antriebs entsteht, dann soll das auch bitte so bleiben und wir wollen uns da auch keinen Zwang auferlegen, weil sonst hat der Inhalt meiner Ansicht nach keinen krassen Mehrwert, solange da nicht dieser Drive und dieses Feuer hinter steht. Und das ist bislang so, da sehe ich auch noch kein Ende und deswegen sollten wir uns da auch keine Pistole auf die Brust setzen, wir sagen Sonntag kommt eine Folge, sollte sich da etwas ändern, hört ihr das natürlich rechtzeitig hier. Dementsprechend das nochmal als ein kleines Update.

Ich komme nochmal auf den Anfang zurück. Wie gesagt noch einmal das große Dankeschön an jeden einzelnen, der diesen Podcast hier verfolgt. Bitte schreibt uns, traut Euch, wenn Ihr Input habt, wenn Ihr eine Idee habt für Umsetzungen - wir sind für alles, was wir so erhalten, dankbar, für jeden Zuspruch, für jede Kritik. Wir wollen letztendlich hier das Ding so fahren, dass es für den Hörer den bestmöglichen Mehrwert liefert. Dementsprechend hoffe ich, das jetzt so transparent wie möglich erklärt zu haben, auch nochmal auf die Plattform verwiesen zu haben, dass jetzt die Facebook-Seite kommt und auch die Facebook-Gruppe und ich glaube da wird der Austausch mit Dir auch nochmal oder mit Euch deutlich einfacher werden, auch bezüglich der Themen, wir können da ja Umfragen starten und so weiter. Deswegen schaut aus, wir werden natürlich auch alles an Adressen immer in den Shownotes verlinken.

Ich bedanke mich und hoffe, dass wir weiterhin viel voneinander hören. Und würde sagen, wir sprechen und hören uns in der nächsten Folge, die am Sonntag erscheinen wird, dann zu einem dieser vier Schwerpunkte und in dem Sinne - bleibt in Balance, Eure Mindpreneure!

Mindpreneure Podcast Update

Mindpreneure Podcast Update

16. August 2017Comments are off for this post.

Mehr Ruhe und Balance durch Waldspaziergänge

#14 Shirin Yoku - Das Waldbaden. Frederick spricht über seine Erfahrungen und warum mehr Ruhe und Balance durch Waldspaziergänge möglich sind.

In dieser kurzen Folge stellt euch Frederick ein hocheffektives Werkzeug vor, um mit kleinstem Aufwand etwas für eure Gesundheit zu tun. Es geht um den Waldspaziergang. In Zeiten von Körperoptimierung, dem "Hustlen" ohne Grenzen, Business-Konzepten und "Nonstop" Social Media-Nutzung kann der spirituelle und bewusste Umgang mit sich selbst und der Umwelt schnell in den Hintergrund rücken.
Das sogenannte Waldbaden kann nicht nur einen großen Beitrag dazu leisten, sich wieder mit sich selbst zu verbinden und “runterzukommen”, sondern auch seine kognitive Leistung, Regenerationsfähigkeit und Ausgeglichenheit zu fördern. "Mehr Ruhe und Balance durch Waldspaziergänge" ist also nicht einfach nur so dahingesagt!

3 Gründe für mehr Ruhe und Balance durch Waldspaziergänge:

1.) Körperliche Effekte

  • Stress wird abgebaut
  • Blutdruck und Puls sinken
  • Cortisolspiegel sinkt
  • Parasympathikusaktivität steigt (regenerativer, erholender Teil des nicht direkt steuerbaren, willkürlichen Nervensystems)
  • Blutzuckerspiegel wird reguliert
  • natürliche Abwehrmechanismen werden aktiviert
  • Risiken für Zivilisationskrankheiten werden nachweislich verringert

2.) Kognitive Fähigkeiten werden verbessert

  • Durchblutung wird angeregt, Gehirn bekommt mehr Nährstoffe
  • Aufmerksamkeit und Konzentration werden durch aktive Entspannung verbessert
  • Gedächtnisleistung wird durch kombinierte Bewegung & Achtsamkeit verbessert

3.) Die Umgebung des Waldes fördert auf natürliche Weise intensive und produktive Gespräche

Die Shownotes zu dieser Episode findest du hier:

Waldspaziergänge können dazu beitragen, Zivilisationskrankheiten zu bekämpfen / Risiken zu verringern: 

Link #1 Killerzellenaktivierung wird erhöht  

Link #2 Cholesterinstoffwechsel verbessert sich  

Link #3 Artikel zur Verbindung von Gesundheit des Menschen & Natur

 

Transkript der Folge: #14 - Mehr Ruhe und Balance durch Waldspaziergänge

F: Jo moin und herzlich Willkommen bei den Mindpreneuren. Heute mit einer neuen Folge und zwar bin ich heute alleine und das hat folgenden Grund, Alex und ich haben uns die letzten eineinhalb Wochen nicht geschafft, uns terminlich in irgendeiner Art und Weise zu einer Zeit zu verabreden, dementsprechend auch keine Folge recorded. Nichtsdestotrotz wollen wir aber auch Dir Mehrwert und dementsprechend nehme ich jetzt hier eine kleine Folge auf. Worum geht es heute? Das heutige Thema ist "Shinrin Yoku", schon mal gehört? Shinrin Yoku ist japanisch und heißt übersetzt so viel wie Waldbaden oder ein Bad im Wald nehmen. Wie komme ich jetzt darauf? Also ein kleines bisschen Hintergrundinformation. Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch und ich stehe auch total drauf, Zeit draußen zu verbringen und gerne auch im Sommer barfuß unterwegs zu sein. Ich sehe da einen unglaublich großen Mehrwert, barfuß laufen wird auch nochmal eine eigenständige Folge sein. Heute soll es gehen um das Spazierengehen im Wald, alleine oder auch mit Begleitung, Freund, Freundin, Partnerin, Partner, wie auch immer, Familie, welche Vorteil das hat und warum ich Dich dazu bringen möchte, das öfter zu tun, vor allen Dingen bewusst zu tun. Ich weiß, als kleines Kind, Heranwachsender war es immer so, dass wir sehr oft Spaziergänge gemacht haben im Wald, vor allen Dingen, wenn wir uns mit der Familie getroffen haben. Bei uns gab es so ein Naturfreunde-Haus im Wald und da haben wir auch immer einen Spaziergang gemacht, gerade wenn wir Mittags uns getroffen haben zum Essen oder so, einfach um ein bisschen in der Natur zu sein, rumzuspazieren, im Grünen zu sein. Und damals war mir natürlich noch gar nicht bewusst, warum sich das überhaupt so gut anfühlt, draußen zu sein. Jetzt bin ich ein bisschen auf die Suche gegangen und habe auch ein paar interessante Sachen dazu gefunden und die möchte ich Dir mitteilen, damit Du auch selbst für Dich entscheiden kannst - wow, das könnte echt was für mich sein. Also, erstmal denke ich ist es unglaublich wichtig heutzutage, dass wir jeder für uns Strategien haben wie wir mit dem Stress, der von außen auf uns eindringt umgehen können. Ich bin der Meinung und der Überzeugung aus meinem beruflichen Schaffen, aus den persönlichen Erfahrungen, aber auch aus dem Austausch mit anderen, dass der Stress von außen, der dauerhafte Input, nicht weniger werden wird, sondern im Laufe der Zukunft auch wesentlich mehr. Gerade in unserer zivilisierten, westlichen Gesellschaft hier in Deutschland, wo wir sind. Und umso wichtiger denke ich ist es, dass wir genau das können, damit umzugehen. Strategien zu haben, um überhaupt abschalten zu können, wie wir uns davon distanzieren können, wie wir körperlich wie mental auch tatsächlich auf eine gute Baseline, also wieder auf einen bestimmten Ruhepuls erden können. Da kann zum Beispiel ein Waldspaziergang bei helfen. Bei einem Waldspaziergang ist es so, der kann durchaus dabei helfen, psychischen, wahrgenommenen Stress zu reduzieren. Warum ist das so? Es ist zum Beispiel so, dass einfach nur im Wald spazieren, eine Auswirkung hat auf den Blutdruck, eine positive. Es gibt da auch eine kleine Studie, da hat man geschaut, wenn Leute im Wald spazieren oder im urbanen Setting, also irgendwo in der Stadt, dann hat das im Wald Spazierengehen einen wesentlichen größeren positiven Einfluss auf den Blutdruck, als das in der Stadt Spazierengehen. Gleichzeitig wird auch das Stresshormon Kortisol gesenkt. Wenn wir dauerhaft Kortisol ausgeschüttet haben im Körper, dann kann das unglaublich viele negative Effekte haben. Was ich selber persönlich festgestellt habe und das scheint es auch, zumindest das, was ich auch im Internet gelesen habe, scheint es auch mehr Berichte dazu zu geben, dass allein dieser Duft, Geruch im Wald, dieses leicht feuchte, dann aber auch kühlere, irgendwo moosige, baumartige, dass das einen unglaublich beruhigenden Effekt hat. Ich gehe gerne alleine im Wald spazieren, ich mache das aber auch gerne mit anderen Leuten zusammen, ob das mit meiner Freundin ist oder mit Freunden oder Familie. Und das hat folgende Gründe. Erstmal ist natürlich Bewegung, also Bewegung hilft erstmal die Konzentration zu verbessern, die Aufmerksamkeit zu verbessern, also die Möglichkeit überhaupt erstmal Aufmerksamkeit zu schenken und bei Bewegung ist das Gute auch, dass vor allen Dingen leichte Bewegungen, aber auch intensivere Bewegungen ,dass es dabei hilft, die Gedächtnisleistung zu verbessern. In Zeiten von konstantem Input ist genau das, dieses aufmerksam zuhören, aber sich Dinge auch wirklich merken können, glaube ich unglaublich wichtig und hat unglaublich große Qualität. Dementsprechend kann man das für sich selbst alleine nutzen, auch als Form von bewegender Meditation, man kann es aber auch nutzen, um mit anderen Menschen sich auszutauschen. Und das geht sogar, denke ich, über den Austausch mit Freunden oder mit Partnerin, Partner und Familie in irgendeiner Art und Weise darüber hinaus. Ich glaube in Zukunft wird es auch bestimmt irgendwie so den Trend geben, dass man Meetings in bestimmten Kontexten, dass man die, wenn es um bestimmte Besprechungen geht, dass man die spazierend auch im Park beispielsweisem acht. Oder wenn man die Möglichkeit hat auch in einem Waldsetting. Und ich möchte es heute auch an sich relativ kurz halten. Mein Appell an Dich ist: Nimm Dir mal vor, dass Du einmal in der Woche eine halbe Stunde einen Spaziergang durch den Wald machst und mach das ruhig auch gerne alleine, um einfach erstmal einen, ja, wahrzunehmen, was da eigentlich passiert. Dass Du wahrnimmst, was Du mit all Deinen Sinnen irgendwie verarbeiten kannst, aufnehmen kannst. Den Geruch, die unterschiedlichen Einflüsse, die da kommen, was für Geräusche nimmst Du wahr, welche Vögel, ist irgendwo ein Knacken, hast Du einen Bachlauf, hörst Du irgendwo Hunde beispielsweise, all diese Dinge kannst Du natürlich wahrnehmen und vielleicht findest Du sogar einen Ort, wo Du Dich kurze Zeit niederlassen kannst, um einfach auch ein bisschen diese Stille im Wald, diese Ruhe im Wald aufnehmen und genießen zu können. Und wenn Du das gemacht hast, dann schau einfach mal, was das für eine Auswirkung hat beispielsweise auf den Schlaf in der Nacht darauf. Wie ausgeruht Du am nächsten Morgen aufwachst. Bei mir ist das so, aus meiner persönlichen Erfahrung, dass wenn ich regelmäßig und damit meine ich, wenn ich jeden Tag spazieren gehe und vor allen Dingen auch durch den Wald, dass dadurch meine Schlafqualität wesentlich besser ist. Und wenn ich, ja, nicht so wirklich die Möglichkeit gehabt habe, an einem Tag rauszukommen, dann komme ich auch nicht so aus meinem Kopf raus. Und gerade für die Leute, für die beispielsweise Meditation oder auch Journaling nicht so die Nummer ist, kann Bewegung, Spazierengehen im Wald unglaublich viel Sinn machen. Okay, das war es auch eigentlich schon. Also Shinrin Yoku, Waldbaden, Waldspaziergang, probiere es einfach mal aus, nimm es wahr für Dich selber, mit anderen gerne auch, animiere auch andere gern dazu vielleicht mal nicht den typischen Serienabend zu machen, sondern gerade jetzt im Sommer auch abends, wenn es hell ist, rauszugehen, eine Runde spazieren zu gehen und, ja, sich einfach über schöne Dinge zu unterhalten oder auch gemeinsam einfach während der Bewegung zu schweigen. Ich hoffe, dass Du das ausprobierst und dass Du uns auch ein bisschen Feedback dazu gibst, vielleicht auch Deine eigenen Erfahrungen dazu schilderst, ob Dir so etwas, also Bewegung, Spazierengehen auch bei irgendetwas hilft, was für positive Effekte Du davon erlebt hast und, ja, wir würden uns freuen, wenn Du dann eine Meldung zurückgibst. Das soll es für heute gewesen sein, bis zum nächsten Mal, bleib in Balance. Deine Mindpreneure.  

 

 

30. Juli 2017Comments are off for this post.

Das Smartphone kontrollieren lernen. Teil 2 der Serie mit effektiven Tools zur Stressminderung im Alltag!

#13 Dein Smartphone kontrollieren lernen - reagierst du nur oder nutzt du smart?
Alex und Frederick diskutieren, wie du wieder mehr Nutzen aus dem Smartphone holen kannst anstatt unbewusst zu viel Zeit zu vergeuden.

In dieser Folge diskutieren wir den Einfluss von Smartphones auf unser tägliches Leben.
Bist du öfter unkonzentriert oder leicht ablenkbar? Driften deine Gedanken regelmäßig ab oder kannst du dich in Gesprächen nicht 100%ig auf dein Gegenüber konzentrieren?
Vielleicht kannst du aber auch nicht so gut schlafen wie du gern möchtest?
Wenn du wartest, holst du als erstes das Smartphone raus und erwischt deinen Daumen dabei, wie er quasi automatisch das blaue “f” von Facebook, das grüne Telefon in der Sprechblase oder das violett-rote Kamerasymbol von Instagram antippt?

Wenn du auf eine oder mehrere dieser Fragen mit “ja” antworten kannst, mehr Informationen über die Wirkung von Smartphones auf uns Menschen wissen willst oder einfach gern deinen Umgang mit dem Smartphone bewusster steuern möchtest, dann höre dir diese Folge an, gehe danach in die Umsetzung und implementiere einen unserer 7 Tipps im Alltag!

7 konkrete Tipps um langfristig einen ausbalancierteren Umgang mit dem Smartphone zu trainieren:

  1. In Situationen in denen es um qualitative Zeit mit Mitmenschen (Kindern, Eltern, Freunde etc) geht, raten wir dir, Töne, visuelle Meldungen & Vibration wenn möglich regelmäßig auszuschalten oder nur wichtige Meldungen mit einer Benachrichtigung zu verbinden, um die Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, aber auch das Erleben der Momente stärker kultivieren zu können und negative Stressoren zu eliminieren.
  2. Aktiviere den Nightshift-Modus oder lade eine vgl.-bare App herunter (für den PC: f.lux installieren) -> Reduktion von blauen Lichtanteilen, die dir signalisieren, dass es Tag ist und dich von qualitativ hochwertigem Tiefschlaf abhalten können, wenn sie zu spät aufgenommen werden (google: cirkadiane Rhythmik, Lichteinfall ist ein sog. universeller Regulator des Tag-Nacht-Rhythmus und kann sogar durch Haut wahrgenommen werden!)
  3. Lass morgens das Smartphone für eine bestimmte Zeit im Flugmodus, um den Tag proaktiv beginnen zu können (Meditation, Bewegungsroutine, Journaling, Kaffeetrinken, Tag planen, etc.).
  4. Lass das Smartphone in Situationen mit Mitmenschen einfach mal aus, in der Tasche oder außer Sicht- und Hörweite, um zu erfahren, was das für positive Auswirkungen auf die Qualität der Kommunikation haben kann.
  5. Wenn du Sport machst, kannst du dich ohne die Anwesenheit deines Smartphones wesentlich besser auf das bewusste Bewegen fokussieren. Teste mal die nächste Session im Gym, im Wald oder im Park ohne Smartphone (auch ohne Musik) aus und lass dich überraschen was du ohne diese potentielle Ablenkung erfährst.
  6. Verbringe regelmäßig Zeit in der Natur, bewusst & ohne Smartphone um mit allen Sinnen deine Umgebung wahrzunehmen.
  7. Nimm in Wartesituationen bewusst wahr, ob ein Automatismus besteht, zum Smartphone zu greifen. Triff stattdessen bewusst die Entscheidung, eine andere Handlung zu vollziehen, bspw. eine Bewegungsherausforderung zu suchen, wie in Folge 008 vorgestellt.

Das Smartphone kontrollieren lernen - Shownotes:

Studien/Artikel:

Das Smartphone kontrollieren lernen - Transkript:

A: Joo, ihr seid hier wieder bei den Mindpreneuren mit Frederick...

F: Moin!

A: ...und mir, dem Alex. Ja, cool, wir machen heute den zweiten Teil der Reihe "Tipps für mehr Balance im Alltag" und wir hatten ganz am Anfang glaube ich gesagt, dass es 3 Tipps werden sollen, aber es werden wahrscheinlich mehr, also wir machen daraus eine längere Reihe, weil es gibt unglaublich viele Themenbereiche, über die wir da sprechen wollen. Und auch heute haben wir da wieder ein cooles Ding mit am Start, wo wir jetzt schon eine halbe Stunde vorher ein bisschen geredet haben und so ein bisschen uns vorbereitet haben im Prinzip für diese Folge und wir steigen mal direkt ein. Kennst Du das auch, wenn Du in der Bahn sitzt oder stehst irgendwie an der Bushaltestelle oder generell irgendwo in einem Wartemodus, dann geht die Hand automatisch direkt in die Tasche zum guten Freund oder Freundin Mr. oder Mrs. Smartphone und wird gezückt und ja, dann ist das allererste, was man dann so unterbewusst direkt öffnet Facebook, Instagram, erstmal so ein bisschen scrollen, checken, schön im Rabbithole versacken. Und dass das einfach so ins Unterbewusstsein, durch die häufige Wiederholung, durchgedrungen ist, dass es einfach teilweise unbewusst und automatisch geschieht und dass man sich in solchen Wartemomenten probiert, die Zeit zu überbrücken. Kennst Du das? Wenn nicht, dann ist es cool, ich glaube der Großteil der Leute hat das Problem, wie, und das kann ich ganz ehrlich sagen, ich auch, und hier wollen wir eigentlich heute so ein bisschen drüber reden und zwar, wie man sinnvoller und vielleicht auch ein Stückchen besser mit seinem Smartphone und der Aktivität einfach umgehen kann im Alltag.

F: Zumindest schon mal bewusster. Besser muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden denke ich, aber in irgendeiner Art und Weise wollen wir ein paar Strategien auch aufweisen, vielleicht auch ein paar Facts beziehungsweise in welche Richtung manche Studien auch gehen, um einfach ein bisschen Bewusstsein dafür zu schaffen, was so etwas vor allen Dingen auch unbewusst mit uns machen kann. Ich bin auf jeden Fall auch schuldig, also ich, ja, vor allem als Facebook so groß geworden ist und mittlerweile ist es auch so ein bisschen der Shift hin zu Instagram, das kann relativ schnell passieren, dass da automatisch irgendwie die Gedanken und so ein Pull, so ein Zug irgendwie zu dem Symbol der Kamera oder zum blauen F irgendwie hingezogen wird und dann, zack, bist du drin.

A: Ganz genau, das hat ja auch gerade im Social Media Bereich verschiedene Gründe, warum das auch so ist. Jetzt wollen wir es aber nicht nur auf Social Media alleine beziehen, da müssten wir, könnten wir vielleicht auch noch mal tiefer einsteigen und eine spezielle Folge dazu machen, sondern generell erstmal die Smartphonenutzung im Alltag.

F: Also ich werde auf jeden Fall auch eine Sache vorstellen, die im Auseinandersetzen mit ein bisschen Research in dem Bereich mich auch echt überrascht hat, vor allen DIngen, was nicht nur Social Media, sondern was einfach nur die Präsenz eines Smartphones im Raum oder in der Tasche mit einem machen kann.

A: Ganz genau und was uns jetzt auch ganz wichtig ist, ist glaube ich, dass wir auf keinen Fall eine positive oder negative Stellung jetzt ganz konkret beziehen wollen, weil ein Smartphone zu besitzen hat riesige Vorteile, genauso wie auch Nachteile und die wollen wir einfach nur ins Bewusstsein rufen und dann zum Nachdenken anregen, dass man das einfach für sich besser, das ist ja auch wieder sehr individuell, besser im Alltag integriert und die Nutzung etwas sinnvoller gestaltet. Es kann natürlich auch sein, dass jemand basierend auf beruflichen Aktivitäten, na ja, mehr oder weniger auch gezwungen ist, das Smartphone häufiger zu nutzen als der andere. Dementsprechend sieht die Balance im Alltag da auch unterschiedlich aus.

F: Genau. Und ich denke jeder ist da aber auch in der Lage, verantwortungsbewusst mit sich selbst und dann eben mit eben diesem Tool, das ist ja eigentlich nur ein Werkzeug, umzugehen, und vor allen Dingen dann auch die Entscheidung zu treffen - Na ja, wenn ich es tatsächlich brauche, bestimme ich es dann oder bestimmt es mich? Darum geht es eigentlich so.

A: So, du hast jetzt so ein bisschen die Studienlandschaft dir mal angeschaut, jetzt meine Frage zu diesem Fallbeispiel am Anfang zurück: Ich stehe an der Bushaltestelle oder an der Bahn und zücke das Handy unbewusst und bin wieder in diesem Rabbithole versunken und dann realisiere ich auf einmal so - Ach scheiße, schon wieder -, was kann oder könnte ich da konkret machen, um das so ein bisschen positiv zu verändern und woher kommt das überhaupt, dass das so, dass ich da so ferngesteuert bin?

F: Also an sich ist das so, dass wir von unserer Physiologie her und von der Evolution her auch überhaupt nicht auf das moderne Leben eingestellt sind. Also an sich sind wir in einer modernen Welt, aber in einem Körper, der eigentlich noch sich in einer Zeit befindet von vor zigtausend Jahren. Mehreren zehntausend oder hunderttausend Jahren. Und da haben ganz andere Mechanismen gegriffen, da ging es darum, wenn Stress kam, dann war das notwendig, um zu überleben, um Leistung zu erbringen. Und mittlerweile sind aber ganz, ganz viele Dinge, wie ein Ton oder eine Vibration Stress, aber auch beispielsweise, du hast jetzt angesprochen, dass man automatisch irgendwie dahingezogen wird, vielleicht aus einem, die ein oder anderen mögen es vielleicht kennen, fear of missing out, das ist momentan so ein bisschen oder schon länger so ein bisschen ein Begriff, dass man eben gerade durch Social Media aber auch WhatsApp, ja vielleicht Schiss hat, auch etwas zu verpassen. Und dementsprechend automatisch dieser Mechanismus greift, dass man denkt - oh, ich muss gucken, was los ist, damit ich nicht den Anschluss verliere -, weil wir haben ja alle irgendwo auch ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit, das muss man ja auch sagen, zu einer sozialen Gruppe, um dort eben Verbindung zu haben.

A: Ok.

F: Und da ist es halt so, dass jedes Mal in irgendeiner Art und Weise, angenommen es kommt ein Ton, um mal das Beispiel WhatsApp auch zu geben, dann bedeutet das irgendwo einen kleinen Stressor.

A: Ja.

F: Und da versucht dann unser Gehirn eigentlich, diesen Stress zu minimieren, indem wir das dann nutzen und darauf reagieren, um den Stress abzubauen. Und je öfter so etwas passiert, desto weniger schaffen wir es wirklich langfristig auch in eine Entspannungssituation, auch physiologisch wirklich, dann zu kommen, was dann dazu führen kann, dass man auch beispielsweise eine verringerte Schlafqualität hat, wenn man zu spät abends noch mit diesem blauen Lichtanteil im Smartphone im Pc auch konfrontiert wird.

A: Ok, ok, ok, ich breche das jetzt gerade runter, weil ich höre jetzt schon zwei Tipps. Also einmal würde es ja dann Sinn machen, wenn ich das so höre, den Signalton einer Message, die man erhält, auszuschalten und man im Grund genommen selber entscheidet, wann schaue ich auf das Handy, um zu gucken, ob mir jemand geschrieben hat. Und das andere ist halt, wenn ich kurz vorm Schlafengehen bin, zu gucken, dass ich halt in den Nightshift wechsle, also mit dem Screen, also dass man diese Tageslichtanteile dann rauslässt, damit man besser einschlafen kann beziehungsweise das Handy komplett weglegt, bevor man ins Bett geht. Das wären ja dann schon mal zwei Tipps.

F: Das sind direkt zwei Tipps, genau. Natürlich kann das nicht jeder, also wer aufgrund von beruflichen Anforderungen auch auf das Reagieren auf Telefonate beispielsweise oder Nachrichten eben angewiesen ist, der muss natürlich schauen, dass er sich vielleicht außerhalb der Arbeitszeit, wo das notwendig ist, auch Freiräume schafft, wo er eben nicht reaktiv ist, sondern eigentlich selbst in den Entscheider-Modus geht, um zu sagen - Jetzt nehme ich die Kontrolle darüber und lasse mich nicht davon kontrollieren, wenn ein Reiz von außen reinkommt. Bei mir ist das so, ich kann das machen, ich habe das auch mit meinem Chef so abgesprochen, dass ich, weil ich dann zum Beispiel in Behandlung bin, dann macht es für mich keinen Sinn, gestört zu werden, weil ich habe halt eine halbe Stunde mit einem Klienten und da muss ich halt fokussiert auch arbeiten und wenn dann jedes Mal "Ping" oder "Brrt" oder "Bsst" oder irgendwie was gemacht wird, dann bin ich weg. Da leidet die Qualität drunter.

A: Super interessant.

F: Wenn man aber gezwungen ist, wirklich darauf zu reagieren, beispielsweise du bist im Büro oder du musst schauen, wenn ein Kunde anruft oder so, dass du natürlich reagierst, dann ist natürlich wichtig auch sich, ja vielleicht da bewusst drüber zu sein, dass man in der Freizeit das dann runterreguliert, um tatsächlich nicht den ganzen Tag lang diesen externen Reiz, diesen Stress auch dann zu bekommen. Was nämlich dadurch passiert ist, dass wir wirklich eine eventuell sogar dauerhafte Ausschüttung von Stresshormonen haben, von Kortisol und Adrenalin, die notwendig sind, um in bestimmten Situationen Leistung zu erbringen. Wenn das jetzt dauerhaft unseren Körper durchflutet, dann kann das eben zu negativen Konsequenzen führen. Das sind beispielsweise, ich nenne mal ein paar Punkte, dass du erhöhte Spannung im ganzen Körper hast, dass du nicht mehr abschalten kannst, dass du Schlafstörungen bekommst, ja dass du eine leichte Anfälligkeit vielleicht für Infekte bekommst beispielsweise und, und, und. Die Liste könnte man unendlich weiterführen. Dementsprechend, wenn du es nicht kannst, lieber Hörer, liebe Hörerin, im Beruf da in irgendeiner Art und Weise Kontrolle zu übernehmen, dann versuche das, und da werden wir gleich auf Tipps eingehen, in der Freizeit, im Alltag zu machen.

A: Genau, gut. Also erstmal auch da wieder die Runterbrech-Funktion, die ich hier einnehme, sozusagen erkennen, dass das Smartphone eine Stressquelle sein kann und man da aktiv einige kleine Stellschrauben dreht für sich im Alltag, je nach individuellem Bedarf, um somit eigentlich auch seine eigene Lebensqualität nach oben zu schrauben. Jetzt habe ich noch eine Sache und den Gedanken will ich nicht verlieren, und zwar jeder Mensch hat ja, das meintest du vorhin, ein Zugehörigkeitsgefühl, also diese fear of missing out, ein Bedürfnis, das ist ja schon relativ paradox, wenn ich da jetzt drüber nachdenke, wenn du nämlich rausgehst in einer kompletten Gruppe, du willst dich eigentlich sozial betätigen und dann siehst du immer mal wieder so den ein oder anderen oder die eine oder andere, die dann in dieser Gruppe, wo halt sozial interagiert wird, ja so ein bisschen mit dem Smartphone dazwischen sitzt und nicht an den Gesprächen teilnimmt. Oder man sieht es beispielsweise bei Paaren, die im Restaurant sitzen, wo vielleicht irgendwas in der Beziehung nicht so ganz rosig läuft, wo halt beide vor ihrem Smartphone rumhängen und kein Wort miteinander wechseln. Es ist ja schon irgendwo paradox. Wir haben ein Bedürfnis, uns eigentlich, ja, und ein Bedürfnis nach Nähe und auch ein Bedürfnis nach Kontakt mit anderen Menschen und das ermöglicht das Smartphone auf der einen Seite, auf der anderen Seite kann es das aber auch zerstören und das dann eben nicht in der Onlinewelt, sondern in der Offlinewelt, wenn man nämlich nicht wirklich aufpasst und dem Gegenüber, mit dem man sich auseinandersetzt, den Respekt auch erbringt mal - Ich lege das Smartphone weg und setze mich mir dir auseinander.

F: Da greifst du einen sehr, sehr interessanten Punkt, einen sehr wichtigen Punkt auf, denn ich denke wir haben einerseits dieses Zugehörigkeitsbedürfnis, andererseits macht uns das Smartphone es uns eben besonders leicht aufgrund der Mechanismen, die da drin verankert sind, uns damit eigentlich so eine sehr, eigentlich hat es eine sehr niedrige Schwelle eben, mit Leuten irgendwie in Kontakt zu treten, die Tiefe der Kontaktaufnahme und des Kontakts und der Beziehung ist da aber natürlich limitiert, weil wir ja keinen Face-to-Face-Kontakt haben. Das muss man auch einfach ganz klar sagen, dass das eine schnelle Kontaktaufnahme und einen Informationsaustausch in irgendeiner Art und Weise ermöglicht, nichtsdestotrotz fehlen da einfach essenzielle Faktoren, die uns eigentlich auch in irgendeiner Art und Weise zum Mensch gemacht haben im Laufe der Evolution.

A: Ja, ein gutes Beispiel ist da Tinder, muss ich mal eben reinwerfen, ich glaube es war noch nie so einfach für Singles, sich einen potenziellen Partner zu suchen und auch ganz viele potenzielle Partner zu finden. Also ich habe es selber mal eine Zeit lang ausprobiert, ich habe die Dates, die man dann hatte, einfach, also das ist meine persönliche, individuelle Sichtweise, dass die halt qualitativ einfach auch echt scheiße waren, ich spreche es einfach mal so aus.

F: Okay, okay, interessant. Ich muss da auch direkt sagen, dass ich meine Freundin, mit der ich jetzt in einer Beziehung bin, schon seit längerer Zeit über so ein Portal, jetzt nicht Tinder, eben kennengelernt habe und das zeigt dann auch, was du vorhin auch in der Vorbesprechung so ein bisschen angesprochen hast, dass es eben nur negativ ist, sondern dass da natürlich auch positive, deutlich positive Punkte in irgendeiner Art und Weise auch drin sind. Ich glaube es kommt auch immer an die Herangehensweise, auf die Nutzungsweise an und da wollen wir eigentlich auch so ein bisschen drauf hinaus, dass wir aus eigenen Erfahrungen, also du jetzt mit Tinder, wir beide denke ich auch mit Social Media in irgendeiner Art und Weise, ja, dass wir aufgrund der persönlichen Erfahrungen irgendwie schauen wollen, was kann man da so ein bisschen dran ändern und wo kann man anfangen, um da für sich auch vielleicht einen bewussteren Umgang mit zu schulen. Denn ich denke wir sind alle in einer Zeit, wo wir sehr bombardiert werden mit vielen externen Reizen, mit viel extremen Druck, der in irgendeiner Art uns liegt, und dass wir gut daran tun, wenn wir uns darüber bewusst werden und unsere eigenen mündigen Entscheidungen treffen.

A: Ganz genau. Proaktiv vs. dem reaktiven Handeln. Dass man eigentlich guckt und dafür stehen wir ja auch mit diesem Podcast beziehungsweise diese Message wollen wir ja auch verbreiten, dass man einfach bewusst über Sachen nachdenkt und einfach auch in die aktive Handlung geht und schaut - alles klar, was kann ich für mich persönlich -, wir wollen ja keinem eine spezielle Sichtweise aufdrücken, sondern einfach nur sagen: Augen auf, Ohren auf und bewusst mit Themen umgehen. Und das ist natürlich beim Smartphone ideal.

F: Ich meine gucke mal, wir haben natürlich um uns herum, das ist allgegenwärtig, das wird einfach als goldener Standard sage ich mal beworben, jeder will das neueste, schnellste, beste Smartphone mit Internet haben, ich lehne mich vielleicht ein bisschen weit aus dem Fenster, aber wenn wir mal zurückschauen, so 50 Jahre zurück oder sowas, da hatten wir das Rauchen von Ärzten empfohlen bekommen zur Stressreduktion, da war die Zigarette, das wurde wirklich auch in Werbespots auch und in Werbeanzeigen beworben als super Sache, um Stress zu reduzieren, als Medizin sozusagen. Da war die Forschung auch noch nicht so weit, zu sagen - ok, das ist echt totales Gift. Nicht, dass ich das Smartphone jetzt verteufeln will, nicht dass ich Technologie verteufeln will, ich denke wir müssen einfach nur schauen, dass wir lernen damit vernünftig umzugehen. Das ist eigentlich ganz wichtig. Und da müssen wir auch glaube ich jeder, der auch vielleicht so wie wir jetzt über einen Podcast oder auch über Social Media in irgendeiner Art und Weise Leute erreicht, sich darüber bewusst sein, was für eine Verantwortung wir damit haben, auch als Vorbildfunktion. Gerade auch wenn da Leute zuhören, wenn Du zuhörst und Du hast ein Kind oder so, das hat auf jeden Fall Auswirkungen, da ist die Forschung zwar gerade am Anfang, aber es hat definitiv Auswirkungen auch auf die Kindesentwicklung, ob Du regelmäßig eher mit deinem Smartphone beschäftigt bist oder ob du dich tatsächlich mit deinem Kind beschäftigst, weil wir wissen mittlerweile, nein nicht wir wissen, wir können relativ sicher sagen, dass das Multitasking physiologisch vom Gehirn nicht möglich ist. Wir werden zwar immer besser im Hin- und Herschalten zwischen einzelnen, verschiedenen Aufgaben, aber das Multitasking an sich, so wie es mal gesagt worden ist - Frauen wären darin besonders gut - ist an sich ein Mythos. Das heißt wir können nicht zwei anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig machen, das funktioniert nicht. Das ist physiologisch vom Gehirn her unmöglich. Wir werden zwar langsam ein bisschen besser darin, aber dann stell dir mal vor, du bist halt gerade mit deinem Kind, was gerade als kleiner Säugling ist, im Kinderwagen unterwegs draußen und es nimmt alles in irgendeiner Art und Weise auf wie ein Schwamm und das hat halt das Sichtfenster zu Mama oder Papa. Und Mama oder Papa ist nicht - oh ja, jetzt laufen wir durch den Park und wir haben jetzt hier die Bäume und guck mal, da kommt ein Hund und ach, es ist so ein schöner Tag und ich habe jetzt hier gerade - was weiß ich - eine blaue Jacke an -, all das, was das Kind unterbewusst für die Entwicklung auch braucht, kriegt es nicht mit, weil du bist am Smartphone.

A: Ja.

F: Und was kriegt es mit? - Oh, Mama und Papa haben da irgendwas, das ist interessanter als ich, muss ich auch haben -, um ein Beispiel zu nennen. Das sind halt Konsequenzen, da machen sich die Wenigsten Gedanken drüber, das kann aber langfristig eben passieren und ich glaube es ist umso wichtiger, sich eben darüber bewusst zu sein, nicht das Ganze zu verteufeln, sondern das Ganze in Maßen und dosiert und vielleicht auch zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Da sollten wir auch noch zu ein paar praktischen Umsetzungspunkten irgendwie kommen.

A: Eine Sache will ich noch einwerfen, und zwar gibt es auch the other way around, und das habe ich mitbekommen, weil ich auch viel mit Musikern zu tun habe, die auch ihre eigenen Projekte hochziehen und so weiter. Also es gibt auch Bereiche, wo Leute das Smartphone meiner Ansicht nach auch zu wenig nutzen, weil es würde einfach definitiv viele Sachen vereinfachen im Bezug zum Beispiel auf Marketing. Und zwar damit meine ich jetzt positives Marketing, wenn du nämlich dein Produkt hast beziehungsweise deine Band, du hast geile Songs, dann macht es einfach schon Sinn, eben Instagram, Facebook gezielt zu nutzen und sich wirklich einfach mal intensiver damit auseinanderzusetzen, was es da für Möglichkeiten gibt. Man kann da ja nicht nur dummm rumscrollen, sondern man kann wirklich Beiträge vorbereiten, Beiträge schedulen, dass die automatisch gepostet werden, man kann unglaublich kreative Social Media Kampagnen entwickeln, also das ist eine unglaublich spannende Welt und in gewissen Bereichen, also ich kann jetzt gerade aus meiner Perspektive als Musiker nur auch davon vermehrt sprechen, macht es extrem viel Sinn, um das Smartphone da auch viel und effektiv zu nutzen. Gerade effektiv auch. Und da sehe ich einige Musiker, die das in meinen Augen einfach noch viel zu wenig machen und dadurch vielleicht auch Chancen verpassen so. Also das ist auch nochmal die andere Perspektive, man kann es auch zu wenig nutzen und, das ist ganz, ganz individuell, es kommt halt wirklich auf den Arbeitsbereich an und in welchem Umfeld man sich da auch bewegt.

F: Ja. Du sprichst da was Wichtiges an, denn ich denke das ist einfach heutzutage die Möglichkeit, dass die Leute, die ein Problem haben, zu dir finden können.

A: Genau.

F: Und das geht halt über genau diese verschiedenen Kanäle, verschiedene Möglichkeiten und da ist das absolut sinnvoll, das zu machen, man darf natürlich nicht in irgendeiner Art und Weise sich darin verlieren und nur noch in den Konsum-Modus reingehen.

A: Ganz genau.

F: Weil dann wirst du halt zum Automaten. Das muss man ganz klar sagen, dann wirst du zum Automaten und dann reagierst du nur noch und dann verlierst du eigentlich ganz viel von deinem individuellen, wertvollen Charakter, den jeder von Euch da draußen eben hat. Das muss man einfach ganz klar sagen.

A: Ich glaube du hast hier gerade den Schlüsselpunkt eigentlich, also der allumfassende Punkt, den hast du eigentlich genannt: Raus aus dem Konsum-Modus und halt rein in eine bewusste und aktive Nutzung des Smartphones bezüglich des jeweiligen Arbeitsumfeldes oder sozialen Umfelds, in dem man sich befindet und in dem jeder sich auch individuell befindet.

F: Genau.

A: Gut, alles klar, das wissen wir jetzt und jetzt wollen wir natürlich auch nochmal ein paar Tipps an die Hand geben, was man machen kann, um halt zu lernen, genau eben weniger in diesen Konsum-Modus reinzukommen, sondern in den proaktiven Nutzungsmodus des Smartphones.

F: Also ich würde sagen, ich habe einiges aufgeschrieben, wir nennen das so ein bisschen, erklären auch kurz warum und Du als Zuhörerin, Zuhörer suchst Dir einfach für den Anfang eine einzige Sache raus, die Du vielleicht noch nicht machst, vielleicht machst du ja schon etwas davon und bist schon sehr bewusst mit deinem Medienkonsum, Internet-, Smartphonekonsum beschäftigt, aber such Dir eine Sache raus, das ist mein Vorschlag oder unser Vorschlag und versuch das erstmal, drei bis vier Wochen umzusetzen. Das ist nämlich ganz wichtig, nicht tausend Sachen auf einmal, dann macht man es eh nicht, sondern eine einzige Sache raussuchen, das umsetzen.

A: Genau. Ein beziehungsweise zwei Punkte hatten wir ja schon genannt ganz am Anfang, die greifen wir jetzt nochmal kurz auf: Töne aus beim Smartphone, das wäre eine Option, man kann auch, wenn man jetzt sagt zum Beispiel, man ist, ich bin das ja auch durch Band und Management und allem Pipapo, bin ich in WhatsApp-Gruppen drin, da kann ich schwierig Beiträge verpassen, da muss ich teilweise auch schnell reagieren und so weiter und so fort, aber du kannst dir halt für die einzelnen Gruppen auch Töne anlegen und alle anderen Töne aber aus. Dann kommen nur die wichtigsten Messages rein und alles andere ist vollkommen egal. Also das kann man zum Beispiel einstellen.

F: Genau, du kannst nicht nur Töne, sondern halt auch wirklich wann der Bildschirm vorne angeht und wann du tatsächlich auch eine Meldung bekommst.

A: Genau. Zum Beispiel, wenn du einen Instagrampost gemacht hast und dir jeder Like, den du bekommst auf einem Bildschirm, auf deinem Standby-Bildschirm angezeigt wird, ja sorry, das ist doch, das kannst du ausschalten, das senkt das Stressniveau massiv. Also visuelle und auditive Benachrichtigungen definitiv drosseln, ausschalten oder beziehungsweise gezielt einschalten, das wäre dann Tipp Nummer ein.

F: Nummer zwei, was hast du gerade noch aufgeschrieben, welchen hatten wir schon genannt?

A: Du hattest vorhin darüber gesprochen, halt vor dem Schlafengehen zu gucken, dass man eventuell diesen Nightshift-Modus anmacht beim Bildschirm...

F: Nicht nur eventuell, sondern ich sage auch wirklich, warum das wichtig ist. Wir haben im Endeffekt einen circadianen Rhythmus, das heißt unser.

A: Wow, wow, wow, das ist...

F: Circadianer Rhythmus heißt, dass wir, wir sind eigentlich Geschöpfe, die zwei Phasen haben im Laufe eines 24-Stunden-Tages-Rhythmus. Das heißt eine Wach- und eine Ruhephase. Und die sind gesteuert primär, man spricht da im Science-Nerd-Modus sozusagen, von einem Masterregulator, das ist das Licht. Früher wurden wir einfach vom Licht geweckt und wenn es dunkel wurde, dann sind wir auch eher müde geworden durch verschiedene physiologische Prozesse und gingen dann zu Bett und haben uns ausgeruht. Das ist essenziell für unsere Gesundheit, physisch wie psychisch. Das heißt Licht ist da eigentlich der Hauptschalter dafür. Und Licht hat verschiedene Spektren und hat verschiedene Farbanteile und es ist so, dass vor allen Dingen bei uns der blaue Lichtanteil dafür sorgt, dass wir Aktivität suggeriert bekommen im Gehirn - okay, Action! Früher war es halt im eigentlichen Leben Jagen, Essen holen und alles, was dazugehört zum Überleben. Heute ist das so, wenn es dunkel wird, dann haben wir aber trotz alledem überall noch künstliches Licht. Und das hat meistens einen hohen Blauanteil. Das heißt unserem Gehirn wird suggeriert, es ist noch Tag. Es kommt also nicht automatisch in den Tag-Nacht-Rhythmus rein, sondern wird künstlich wachgehalten, was dann dafür sorgt, dass wir länger brauchen zum Einschlafen, weniger schnell und weniger intensiv in den Schlaf reinkommen und vielleicht auch unsere Schlafphasen, die unterschiedlichen, auch gestört werden. Dementsprechend eigentlich, obwohl wir vielleicht denken wir sind sieben oder acht Stunden im Bett, nicht wirklich ausgeruht sind, weil wir eben zu lange diesem blauen Licht ausgesetzt sind. Deswegen mindestens eine halbe Stunde, ich würde sagen, das vor allen Dingen beim, beim Android muss ich jetzt ganz klar sagen, weiß ich nicht, aber beim iPhone bei Apple gibt es halt wirklich einen Nightshift-Modus, den kannst du dir einstellen und dann kannst du deinen Bildschirm komplett auf warme Farben einstellen ab einer bestimmten Zeit, ich habe das ab 20 Uhr, dass ich, wenn ich tatschlich bis 21 Uhr noch was daran mache, dass ich dann nur noch mit sehr warmen Farbanteilen konfrontiert werde, um trotz alledem auch müde zu werden. Für den PC gibt es ein Tool, ich habe das installiert, das Ganze heißt "F.LUX" und das orientiert sich an dem tatsächlichen Standort wo du bist und wann dann tatsächlich die Sonne aufgeht, also wann du wirklich blaues Licht bekommst und wann die Sonne untergeht und dementsprechend reguliert es auch die Farbanteile auf deinem Bildschirm. Also auch wenn du später arbeitest. Genau. Das ist Nummer zwei, ja.

A: Cool. Das ist dann also Tipp Nummer zwei, also vor dem Schlafengehen kann man darauf achten. Tipp Nummer drei ist beim Aufstehen, will ich dann direkt hinzufügen.

F: Ja. Definitiv.

A: Und zwar, und das hat ganz viel zu tun mit dem Thema proaktiv und reaktiv. Es macht definitiv Sinn, dass man den Tag proaktiv startet, hat einfach auch bezüglich der Produktivität und auch Lebensqualität massive Vorteile, dass man einfach sagt, am Tagesanfang lasse ich einfach mal das Smartphone aus beziehungsweise, man muss es nie komplett ausschalten, falls man denkt, man kriegt einen unglaublich wichtigen Notanruf oder so, aber definitiv das Wlan und die Internetverbindung ausstellen, dass man halt sozusagen irgendwie von außen großartig, außer es sei ein Notfall, kontaktiert werden kann. Das heißt man kommt erst gar nicht am Tagesanfang in den reaktiven Modus, sondern man ist erstmal proaktiv und macht dann, wir haben zum Beispiel in einer anderen Folge über die Morgenroutine gesprochen, dass man sagt - ich ziehe erstmal meine Morgenroutine durch, ich mache Dinge, für die ich mich ganz bewusst entscheide, die mir was bringen, die Spaß machen - und irgendwann danach entscheide ich mich dann dafür - alles klar, jetzt geht das Handy an, jetzt wage ich mich in den reaktiven Modus -, aber dann hast du definitiv schon mal den Ton für den Tag gesetzt. Also das ist morgens genauso wichtig wie abends, dass man da bewusst mit dem Smartphone einfach umgeht und, ja genau, so wie man den Tag ausklingen lässt, den Tag einfach auch bewusst startet.

F: Ja, absolut. Ja dann möchte ich auf jeden Fall noch eine Sache hinzufügen, die denke ich für unsere soziale Gesundheit, die auch ein Punkt ist der Gesundheit, es ist so, wenn wir ein vernünftiges soziales Umfeld und soziale Kontakte auch haben, dass das definitiv für unser Wohlbefinden, für unsere Gesundheit auch massiv beitragen kann und da ist es so, da habe ich auch eine Studie zu gefunden, das ist eine kleine Pilotstudie, aber dass eben allein die Anwesenheit von einem Smartphone auf dem Tisch während einer Konversation tatsächlich den Eindruck einer Person weniger positiv hinterlassen kann, als wenn du das Smartphone eben nicht auf dem Tisch hast.

A: Absolut.

F: Was man dann eigentlich so ein bisschen interpretieren kann ist, dass das Smartphone in irgendeiner Art und Weise deine Kontaktqualität beeinflusst. Warum, wie auch immer da die Wirkmechanismen sind, das ist in der Pilotstudie eben nicht herausgefunden worden oder nicht beleuchtet worden, man kann da eben nur mutmaßen, es ist aber halt so, was ich am Anfang auch vielleicht gesagt habe, dass man mit den Gedanken irgendwie dann einfach woanders ist.

A: Ja, es suggeriert glaube ich dem Gesprächspartner auch einfach so, wenn das Smartphone da liegt - oh, da ist was anderes vielleicht auch gerade noch mal wichtiger als dieses Gespräch hier und der ist nicht dazu bereit, das mal komplett an die Seite zu legen und sich voll und ganz auf diese Konversation zu konzentrieren - und das hat dann natürlich wieder mit sowas wie Respekt, Interesse, auch Höflichkeit zu tun, ich lese das hier gerade, du hast so eine Mindmap erstellt und da tauchen diese drei Begriffe auch auf, finde ich unglaublich gut. Das hat dann nämlich wieder, das schlägt den Bogen zu Werten und Normen, die man hat, während einer Konversation und sozialem Umgang mit anderen Menschen. Und definitiv, da hat ein Smartphone ganz klare, eine ganz klare non-verbale Kommunikation, nur durch die Anwesenheit.

F: Ja und es ist natürlich so, unser Gehirn ist dann irgendwie auch auf dieses Smartphone geprimed, das heißt aufgrund der Erfahrung, die wir damit machen, hat unser Gehirn damit einen bestimmten Assoziationskomplex im Gehirn erstellt, das heißt es verbindet bestimmte Mechanismen, Handlungsmechanismen und Reaktionsmechanismen damit. Was ich damit meine? Als ich noch, ich habe mein Smartphone mittlerweile komplett ton- und vibrationslos, auch als es noch Vibrationsmodus hatte, ich habe das an sich nie laut gehabt, aber als ich noch lange Zeit Vibrationsmodus gehabt habe, ich weiß nicht, vielleicht kennst Du das als Hörer oder du jetzt auch, Alex, du denkst es hat vibriert und dann guckst du drauf und es ist nichts passiert. Aber da kommt dann nur durch vielleicht eine bestimmte Bewegung in der Hosentasche oder so, kommt dann einfach diese Assoziation - da ist was Wichtiges -, wumm, attention is gone.

A: Ja.

F: Also der Fokus ist weg. Da gibt es auch andere Studien zu, also alles, was ich jetzt hier kurz anreiße, ich will das jetzt nicht auseinandernehmen, das packen wir auch in die Links, das verlinken wir auch, damit da, wenn Du Interesse hast auch nachlesen kannst. Dass wirklich die Aufmerksamkeitsspanne reduziert worden ist in den letzten 15 Jahren durch, also das hat man bei Büromitarbeitern durch diese Smartphoneverbreitung gemessen und dass auch der Fokus und die Konzentrationsfähigkeit nachlässt, wenn das Smartphone regelmäßig benutzt wird oder auch dort ist. Und wenn wir jetzt zurückgehen in diese Konversationssituation, dann primed das ja eigentlich nur dadurch, dass das da ist, dein Gehirn darauf, da könnte jetzt was kommen, da könnte jetzt was kommen, da könnte jetzt was kommen.

A: Genau.

F: Du bist immer wieder mit deinen Gedanken eigentlich dort beim Smartphone, anstatt demjenigen auch wirklich interessiert und offen zuzuhören.

A: Ja, alles klar. Gut, dann sind das jetzt 4 Punkte, ich fasse das zusammen, damit die Tipps auch deutlich in einer Übersicht bleiben: Also visuell und auditive Reize, die das Smartphone natürlich dann auch geben kann durch Alarm, kann man ausschalten, kann man minimieren, das hilft schon mal zur besseren Implementierung der Nutzung im Alltag. Dann vor dem Schlafengehen gucken, dass man diesen Nightshift anhat und dass man das Smartphone auch vielleicht einfach mal weglegt, bevor man schlafengeht, dasselbe morgens beim Aufstehen, den Tag proaktiv anstelle von reaktiv starten und im sozialen Umfeld, in der direkten Konversation mit anderen Menschen, das Smartphone auch einfach mal komplett in der Tasche lassen, vielleicht auch auslassen, weil das einfach auch, ja, mit Werten und Normen zu tun hat innerhalb der Konversation und auch ganz klare nonverbale Signale sendet an den Kommunikationspartner. Also das sind schon mal 4 Situationen, in denen man ganz klar an Stellschrauben drehen kann. Ich habe da noch zwei weitere. Und zwar jeder wird sicherlich ab und zu mal Sport treiben und das ist auch ein idealer Moment, um auch mal zu sagen - alles klar, ich mache das Wlan beziehungsweise die Internetverbindung aus und konzentriere mich mal nur auf diese Sportsession und lenke mich nicht zwischendurch mal ab mit "oh, wer hat mir wieder geschrieben" oder "was passiert auf Facebook", sondern konzentriere mich auch einfach mal ganz konkret auf die Bewegung -, du als Physiotherapeut wirst das ja auch bestätigen können, dass man einfach da bei der Sache ist. Und Sport nicht einfach nur sieht - Ich mache das um abzunehmen oder um schlank und fit zu bleiben -, sondern dass man einfach auch den Spaß und das Interesse daran entwickelt und das merke ich bei mir auch ganz krass, dadurch dass ich mich mit dir mehr auseinandersetze und von dir ganz viel lernen darf, dass ich Sport auch immer mehr so sehe und ich probiere auch, verschiedene Sportarten vermehrt jetzt zu machen und eben nicht nur noch ins Fitnessstudio zu gehen, sondern auch raus, laufen, verschiedene Mobilitätsbewegungen, dass man einfach schaut und Freude daran gewinnt, was kann der eigene Körper eigentlich und wie wertvoll sind verschiedenste Bewegungen, die man überhaupt ausführen kann. Manche Leute können das ja gar nicht, also dass man auch eine gewisse Dankbarkeit dafür entwickelt und das geht einfacher, indem das Smartphone auch in diesen Momenten, wo man sich bewegt, auch wirklich aus lässt.

F: Ja, verlinken wir auch noch, was du dazu sagst. Da gibt es halt auch noch eine kleine Studie zu, da hat man eben bei gesunden Studenten geschaut, wie sich die Smartphonenutzung auf die dynamische Balance, Haltungsbalance, auswirkt, also während zum Beispiel des Gehens hat man bestimmte Sachen gemessen. Da hat man festgestellt, dass das signifikant, also wirklich mehr als ein Zufall, dem man das zuordnen kann, also dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es darauf zurückzuführen ist, dass es signifikante, negative Auswirkungen hat auf die Balance beim Gehen unter anderem, wenn ich eben das Smartphone nutze. Das klingt vielleicht bescheuert, aber ich habe mal ein Video gesehen, das war einfach eine Kameraaufnahme in Asien aus einem Einkaufszentrum und da ist eine Frau, die war so vertieft in ihr Smartphone, die ist in einen Brunnen reingelaufen mitten im Einkaufszentrum. Die ist da reingelaufen, die war in ihrem Smartphone drin mit ihren Gedanken. Die hat überhaupt nicht die Umgebung wahrgenommen und - platsch - war sie nass.

A: Gibt es ja witzige Videos zu zum Thema Pokémon Go, wo das so gerade total im Trend war, wo Leute nur noch in dieser Pokémon-Welt gelebt haben und da auch ins Wasser gefallen sind, als sie da irgendwie Pokémon fangen wollten. Das ist total abstrus finde ich, aber gut. Ist halt Teil dieser Zeit, in der wir leben und gut.

 

F: Das sind natürlich Extrembeispiele, das muss man auch ganz klar sagen in irgendeiner Art und Weise, nur selbst wenn du es nicht so extrem merkst, dass du nass wirst oder irgendwo gegen oder reinläufst oder so, hat es trotzdem Auswirkungen auf dich, die messbar sind. Und das ist finde ich das Spannende und ich denke es ist gut zu wissen, was jeder einzelne damit macht, das ist natürlich jedem selbst überlassen. Einfach nur ins Bewusstsein zu rufen.

A: Gut, dann haben wir das zum Thema Bewegung und der Nutzung des Smartphones und der sechste Punkt, den ich dann noch habe ist, da können wir auch nochmal eine eigene Folge zu machen, warum das extreme Benefits hat, Spaziergänge in der Natur oder generell in der Natur sich aufzuhalten. Und das wird vielleicht der ein oder andere noch nicht so machen, aber das sollte man dann einfach mal ausprobieren und warum man das ausprobieren sollte, machen wir dann in einer anderen Podcastfolge, das hat extrem viele Benefits, wenn man das macht, wenn man spazieren geht, wenn man sich in der Natur aufhält, da auch zu sagen ganz klar - Smartphone aus - und wirklich mal zu realisieren, wo man sich befindet, was das für eine Wirkung auf einen hat, weil wir kommen alle ursprünglich eben aus der Natur und wir leben natürlich jetzt in einer sehr modernen, modernisierten Zeit und halten uns natürlich an modernen Orten auf. Aber wir vergessen dadurch auch, woher wir eigentlich kommen, vom Ursprung her und das wird einem relativ schnell wieder bewusst, wenn man sich die Zeit nimmt und sich auch mal in der Natur aufhält. Und dann auch ganz klar sagt - In der Zeit ist Smartphone-freie Zone. Und das wäre Tipp Nummer sechs. Das wäre jetzt noch ein Ort, den man aufsuchen kann, um auch ganz bewusst zu sagen - Jetzt schalte ich mal ab.

F: Ja.

A: Im wahrsten Sinne des Wortes für sich selber und auch sein Telefon. Also das wären jetzt erstmal soweit sechs Tipps, die wir natürlich auch in dem Blogbeitrag auch nochmal ganz ausdifferenziert nochmal auflisten und noch ein paar Takte zu schreiben und in den Shownotes findest Du dann noch die passenden Links zu den Studien, die Frederick hier auch erwähnt hat.

F: Genau.

A: Was wir auch übrigens vermehrt in der Zukunft jetzt machen wollen, dass wir, da ist Frederick auch definitiv auch nochmal der Experte drin und ein bisschen bewanderter noch als ich in der Studienlandschaft, aber ich habe jetzt auch letztens jetzt auch meinen Masterresearch positiv abgeschlossen, dass wir uns vermehrt natürlich auch in unseren Konversationen auch auf Studien berufen wollen, nicht dass das immer der goldene Weg ist, aber dass gewisse Statements, die wir auch in dem Podcast machen, dass die auch irgendwo ein bisschen mehr Hand und Fuß haben und dass wir uns nicht alles nur zusammenreimen auf Basis unserer eigenen Erfahrungen, sondern auch so ein bisschen über den Tellerrand rausschauen und gucken, was ist denn da schon irgendwie untersucht worden.

F: Ganz genau, also eigentlich ein bisschen so eine Synthese machen aus persönlichen und vielleicht empirischen Erfahrungswerten gepaart mit Evidenz, also mit zumindest andeutungsweise Beweisen, Studien, Untersuchungen, um dem Ganzen auch eine bestimmte Glaubwürdigkeit auch irgendwo zu verpassen, weil wir wollen uns nicht als Experten darstellen, sondern wir wollen eigentlich so ein bisschen, zumindest das, was wir so an Verständnis haben, auch mit nach draußen bringen für Dich und da denke ich ist es sinnvoll, wenn es auch Möglichkeiten gibt, selbst etwas nachzulesen, sich selbst auch kritisch damit auseinanderzusetzen und manchmal auch vielleicht eine andere Meinung eben zu bilden, um dann auch in die Diskussion wieder mit einsteigen zu können.

A: Genau und auch vielleicht wirklich eine andere Meinung, als die, die wir hier im Podcast für Dich aufbereiten. Und wenn Du die hast, dann schreib uns, wenn Du zum Beispiel die Folge gehört hast und sagst - Nö, bin ich total anderer Meinung bezüglich der Tone des Smartphones, das lass ich an, weil ich habe da hier und hier meine Gründe für - das hören wir uns super gerne an und wollen da eigentlich auch in die Diskussion gehen, weil es gibt einfach unterschiedliche Positionen, unterschiedliche Sichtweisen und das auch zu kommunizieren und hier in die Diskussion zu gehen wollen wir natürlich auch anregen. Deswegen schreib uns da eine E-Mail, wenn Dir da irgendwas, wie sagt man, am Schuh drückt oder unter den Fingernägeln brennt, info@mindpreneure.de oder DU kannst unter dem Blogbeitrag glaube ich auch einen Kommentar schreiben. Wir werden die Seite in der nächsten Zeit auch noch ein bisschen optimieren, dass es auch ein bisschen einfacher wird, mit uns Kontakt aufzunehmen, unserer Facebook-Seite wird jetzt auch Leben eingehaucht, da kann man uns auch schreiben und einfach Feedback geben, gerne auch natürlich bei unserem Podcast bei iTunes, Stitcher oder TuneIn bewerten und, ja, Diskussion anregen.

F: Genau. Und eine Bitte auch wirklich, bewusst darüber Gedanken machen, mündige eigene verantwortungsvolle Entscheidungen treffen und, ja, vielleicht auch nach draußen gehen, damit Du auch ein Vorbild für andere Menschen sein kannst.

A: Gutes Schlusswort, habe ich nicht mehr hinzuzufügen. Ich würde sagen, hierbei belassen wir es, die Folge ist ein bisschen länger als die anderen Folgen, aber das Thema ist auch einfach unglaublich spannend und wichtig und hierbei belassen wir es, bleibt in Balance, nutzt Eure Smartphones weise und wir hören und sprechen und hören uns bei der nächsten Folge.

F: Genau, peace out

A: Ciao.

18. Juli 2017Comments are off for this post.

So kannst du besser mit Problemen umgehen.

#12 So kannst du besser mit Problemen umgehen. Frederick und Alex sprechen über hilfreiche Strategien in problembeladenen Situationen. 

In dieser Folge besprechen wir den Unterschied zwischen lösungsorientiertem und problembasiertem Denken. Wie gehst du mit stressgeladenen Situationen um und, was noch wichtiger ist, wie und mit welchem Mindset und mit welchen konkreten Techniken kannst du da möglichst einfach wieder heraus kommen. Wir diskutieren das anhand von eigenen Erfahrungen, sowie Metaphern und hilfreichen Geschichten.

Beispiel: Daniel Vitalis vom „Rewild Yourself Podcast“ hat sich das Schienbein und Wadenbei in der Wildnis gebrochen. Er hat es aber geschafft sich durch lösungsorientiertes Denken aus der Situation hinaus zu manövrieren. Fokus: Da will ich hin und wie mache ich das möglich anstatt: was wäre, hätte, könnte, müsste,…Vorteil: Man kommt wesentlich schneller zum Ziel, weniger Energie wird verbraucht, mehr Lerneffekt wird erzielt.

- Metapher: Erfahrungen = Werkzeugkiste. Diese Werkzeugkiste als Tool sehen und nutzen!

- Bewusst machen: Stressoren bieten Chancen aber auch Risiken!

- Das Mindset entwickeln mit Situationen bewusster umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und weniger abzugeben.

3 direkte Handlungsschritte in einer Problemsituation:

1.) Situation akzeptieren

2.) Vertrauen in sich selber entwickeln 

3.) Bock auf Lernen

4 konkrete Tipps um langfristig den Umgang mit Problemsituationen zu trainieren:

1.) Like-minded Personen um einen herum versammeln btw. aufsuchen

2.) Von Jammer Leuten distanzieren.

3.) Täglich meditieren

4.) Realisieren: Veränderung tut manchmal einfach weh. Man muss sich mit seiner „Unperfektheit“ auseinander setzten. Realisieren dass das nicht schlimm ist.

Wichtig: Regelmäßig trainieren um anders in Problemsituationen zu reagieren. Sich umprogrammieren, neue Synapsen verknüpfen. Man kann sich ändern, das Gehirn ist plastisch/ formbar. Veränderung ist notwendig. Auf die Signale des Körpers hören! Perry Nickelson von www.stopchasingpain.com sagt:  „Pain is an action signal" (not a measurement of damage!” (Originalzitat von Lorimer Moseley)

Weisheit des Indianers:

Kampf zwischen dem bösen, schwarzen und dem guten, weißem Wolf. Wer gewinnt? Der Wolf, den man füttert. -> Yin-Yang, keiner sollte zwangsläufig dominieren, denn nur wenn auch der “dunkle” Wolf da ist, wissen wir was hell ist, und können so zur Balance finden.

So kannst du besser mit Problemen umgehen - Shownotes:

So kannst du besser mit Problemen umgehen - Transkript:

A: Moin, wir sind hier wieder bei den Mindpreneuren mit dem Frederick, moin.

F: Jo, hi. Grüß dich!

A: Und mit dem Alex. Ja, wir haben wieder eine schöne Folge für euch am Start mit einem guten Thema. Und ihr müsst dazu wissen, wir fangen meistens immer an zu skypen und dann entsteht ein Thema eigentlich aus dem Gespräch heraus, was uns gerade in dem jetzigen Moment auch sehr beschäftigt. Und ich glaube das ist auch wichtig, weil dann einfach ein gewisses Feuer auch hinter der Diskussion auch für die Podcast-Folge steht. Und in dem Fall heute ist es so, da wollen wir lösungsorientiertes Arbeiten gegenüberstellen mit einem Arbeiten, was sich nur auf das Problem fixiert. Also Lösungsorientiert vs. Problemorientiert. Und ihr kennt das ja, oder Du kennst das ja vielleicht, dass es einfach mal Situationen im Leben gibt, die extrem ungemütlich sind, dass man da sehr aus der Fassung gelockt wird. Und dann gibt es immer, ja, so zwei krasse Wege, die man dann in dem Moment einschlagen kann. Schaut man dann mehr so auf – ok, alles klar, wie kann ich die Lösung finden und wie kann ich mich aus der Situation herausmanövrieren? – oder lege ich den Fokus nur auf das Problem und hänge mich eigentlich mehr oder weniger daran auf. Und da wollen wir jetzt drüber diskutieren, auch anhand von Beispielen und Metaphern, die wir mit reinbringen wollen, um dem Ganzen mal so ein bisschen auch ein Bild zu geben, und da würde ich sagen, Frederick, du hast da eine extrem coole Metapher auch gerade in der Diskussion erwähnt und die gekoppelt an eine persönliche Erfahrung und da würde ich sagen, ja, lass uns da mal dran teilhaben.

F: Ja, also ich habe, das ist nicht nur eine Metapher, sondern das ist tatsächlich schon mit Sicherheit das ein oder andere Mal passiert in der Wirklichkeit. Ich habe in einem anderen Podcast gehört, dass demjenigen als er hiken war, also wandern war in der Wildnis und relativ weit weg auch von der, ich sage mal „Zivilisation“, dass der sich da Tibia und Fibula, das heißt das Schien- und das Wadenbein bei einem Sturz gebrochen hat.

A: Kurze Frage. Welcher Podcast und über wen sprichst du da?

F: Ich spreche über Daniel Vitalis und „ReWild yourself“ und der hat dann eine Story geteilt, eben wo ihm das Ganze passiert ist und dann eigentlich auch direkt erwähnt – na ja, was machst du dann in dem Moment? Scheiße, ist passiert. Du hast dann im Endeffekt zwei Optionen. Entweder du fängst halt an zu weinen und sagst so – oh, mein Bein, es wird nie wieder so sein, wie es vorher ist –, aber das funktioniert in dem Moment gar nicht. Und das machst du in den meisten Fällen, in so einer Überlebenssituation machst du das ja auch nicht. Sondern was machst du? Du denkst dir – ok, shit happens, das tut scheiße weh, aber wie komme ich jetzt am schnellsten dahin, wo mir geholfen wird? Das heißt du fokussierst dich gar nicht darauf – ok, das ist in irgendeiner Art und Weise kaputt, wird das wieder ganz werden, kann ich jemals wieder richtig laufen? Das tut scheiße weh, wann wird das aufhören? – und so weiter, sondern du denkst wirklich nur daran – da will ich hin, wie mache ich das möglich? Das ist natürlich eine krasse Überlebenssituation erstmal, wenn du weit weg bist von der Zivilisation. Jetzt sind wir heutzutage aber auch in einer Gesellschaft, wo wir relativ oft und relativ lange relativ viel Stress auch ausgesetzt sind durch immer wieder neue Probleme, denen wir im Alltag begegnen, die auch teilweise auf uns einprasseln, wo wir dann ganz viele solcher, ich sage mal, eigentlich physiologisch Überlebensentscheidungen treffen müssen. Und wenn ich dann in diesen Situationen eher den Pfad wähle des – ok, gut, was jetzt? Wie kann ich das Problem lösen? –, anstatt sich zu sehr darauf zu fokussieren, was denn eigentlich für ein Problem los ist und was denn für Konsequenzen dabei rumkommen könnten und, und, und, dann schaffe ich es natürlich wesentlich schneller, zum Ziel zu kommen, wesentlich weniger Energie zu verbraten und dementsprechend auch wesentlich mehr aus der Situation zu lernen, weil ich dann eigentlich eine Strategie, ein Prinzip eigentlich verinnerlicht habe, was ich für zukünftige stressige Situationen, Probleme wieder anwenden kann. Und diese Metapher, die ich dann gebracht habe, das war ja im Endeffekt so ein bisschen die Werkzeugkiste, die ich im Laufe meines Lebens zu Problemlösungen eigentlich erweitere. Genau.

A: Das ist eine unglaublich geile Metapher, ich will eine Sache einwerfen, die mir jetzt gerade aufgefallen ist. Und zwar, wenn du halt irgendwo in der Natur draußen bist und du brichst dir irgendwas oder du kommst nicht weiter und hast einen Überlebenskampf, dann ist es natürlich viel einfacher, dass man halt lösungsorientiert denkt, weil man dazu gezwungen ist. Und da müssen wir ein bisschen differenzieren, was natürlich heute in der Gesellschaft einfach wieder der Fall ist und dann sind wir wieder beim Thema der Mindpreneure, ich kann es nur immer wieder sagen in jeder Folge, nämlich ein bewussteres Leben zu führen, dass man eigentlich in diesen alltäglichen Situationen, wo es vielleicht gar nicht so offensichtlich ist, dass man in so einer Situation feststeckt und eigentlich viel besser Lösungsorientiert an die Sache rangehen kann, anstatt sich einfach nur auf das Problem zu fokussieren, dass man da erstmal Bewusstsein für entwickelt.

F: Ich meine überleg mal. An sich die Situation, deswegen habe ich die auch gebracht, diese Überlebensstrategie, die dann automatisch passiert, das ist das, wie wir uns als Homo Sapiens wirklich nicht nur tausende, nicht nur zehntausende, sondern hunderttausende Jahre eben auf der Welt rumbewegt haben, ja? Also wir sind mindestens zweihunderttausend als Spezies, vielleicht sogar nach neueren Erkenntnissen dreihunderttausend Jahre auch in irgendeiner Art und Weise hier auf der Erde und ein Großteil des Ganzen war wirklich diese Situation. Und gerade deswegen haben wir auch Stressreaktion, dass wir auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, ja, dass unser Körper dann höhere Leistung vollbringen kann. Dass wir dann auch in irgendeiner Art und Weise Lösungsorientiert automatisch auch handeln. Und wir sind erst seit sehr, sehr kurzer Zeit, wirklich erst innerhalb des letzten halben Jahrhunderts, Jahrhunderts oder so in eine Zeit reingekommen, wo extrem viele neue Stressoren, für uns unbekannte Stressoren auch, sich entwickelt haben, die viele Chancen bieten, die aber auch hohe Risiken bieten. Deswegen gibt es immer, meiner Meinung nach auch immer mehr, ja, ich sage mal den Trend zum Beispiel zu Mindfullness, auch das, was wir machen entwickelt sich ja auch aus einem Bedürfnis heraus, dass wir wirklich die Notwendigkeit sehen, dass man sich bewusst damit auseinandersetzt, was eigentlich im Leben mit einem passiert und wie man eben Strategien entwickeln kann, wie man Werkzeuge für sich selber finden kann, um da in irgendeiner Art und Weise gut mit umgehen zu können. Und das heißt unsere Reaktionen auf Stress sind eigentlich basierend auf genau diesen Situationen – ich breche mir einen Knöchel in der Wildnis, wie komme ich zurück zu meinem Tribe? – oder – da kommt –, diese Metapher gibt es immer wieder – ein Säbelzahntiger –, aber ich denke es ist auch ganz anders, vielleicht auch eine ganz andere Gruppen von Menschen, mit denen man sich bekriegt hätte oder so etwas, ne? Und diese Reaktion, die haben wir heutzutage auch noch und die passieren aber ganz oft am Tag. Und dementsprechend ist es da unglaublich sinnvoll, wenn man langfristig denkt, sich eher auf die Lösung zu fokussieren, um dann im Endeffekt, ja, wesentlich weniger negativen Stress dauerhaft zu haben.

A: Absolut, absolut. Und was denke ich auch noch wichtig ist, dann zu erwähnen, du sagtest, dass man in der heutigen Zeit einfach auch dieses Bewusstsein entwickelt, mit Situationen umzugehen und einfach auch zu realisieren, welchen Stressfaktoren bin ich jetzt gerade ausgesetzt. Ich glaube darum ist es halt wichtig, auch dieser Trend, warum machen wir, also, Trend, ich sage Trend, es ist kein Trend, aber wir machen diesen Podcast einfach auch, weil wir, ich würde sagen, auch so eine Art Sparring Partner sind. Also wir machen uns gegenseitig auch aufmerksam darauf so – alles klar, du pass auf, hier bin ich mit einer Situation konfrontiert gewesen – oder – hier hatte ich ein Problem, da bin ich so mit umgegangen – und dann hat der andere wieder einen Lösungsansatz oder einen Vorschlag für und so entwickelt man zusammen eigentlich eine Art, ja, stärkeres Bewusstsein und kann so halt in den Situationen, denen man im Alltag auch ausgesetzt ist, ganz anders agieren. Und das ist ja auch so ein bisschen unsere Mission, da halt anderen Leuten auch und Dir, Hörer, auch vor allen Dingen auch Input zu geben und zu gucken – alles klar, was kann ich in der Situation vielleicht machen, vielleicht habe ich auch nochmal einen Input und schreibe den euch – und das ist halt wichtig. Ich würde jetzt gerne mal andocken an eine Situation, die dir im Alltag da passiert ist, damit das so ein bisschen greifbarer wird einfach auch für den jetzt in 2017 lebenden Podcast-Hörer.

F: Also ich bin ja als Physiotherapeut tätig und ich habe natürlich, also ich glaube keiner meiner Kontakte, meiner Klienten, hat in irgendeiner Art und Weise Schmerzen, ne? Und dementsprechend dadurch auch vielleicht die ein oder andere kleinere oder größere Einschränkung.

A: Ja.

F: Und ich weiß das auch selber aus persönlicher Erfahrung, dass ich, ja, nicht nur mal durch Verletzungen oder so ein paar Wochen oder so Schmerzen oder Einschränkungen, sondern auch wirklich auch über Jahre auch selber was das betrifft Schmerzen, chronische Schmerzen und auch Gesundheitsprobleme gehabt habe und teilweise eben auch immer noch da, ich sage mal, gegen ankämpfe. Und im Laufe der Zeit habe ich eben gelernt, genau diesen Werkzeugkoffer zu füllen und auch tatsächlich zu benutzen. Und ich weiß, wie es sein kann, aus eigener Erfahrung, aber auch aus dem Kontakt mit anderen Menschen, stell dir vor, du hast aus welchen Gründen auch immer, hast du wirklich jeden Tag, du stehst auf und dein Rücken tut dir weh, ne? Das ist nervenaufreibend, das ist kräftezehrend und das zieht natürlich den Fokus erstmal dahin, weil es etwas ist, was dir immer wie ein kleines Männchen hinter dem Kopf einfach so dahin schlägt und sagt – dot, dot, dot, dot, da tut was weh, da ist irgendwas nicht in Ordnung –, ne? Und das hat natürlich eine Zeitlang gedauert und viel trial and error, aber konkret habe ich das im Endeffekt so gemacht, dass ich ganz viel versucht habe, im sowohl körperlichen Bereich auszuprobieren, zu reflektieren, Dinge auch wegzulassen, neue Dinge hinzuzubringen, aber auch auf der mentalen und psychischen, aber auch emotionalen Ebene, daran zu arbeiten, auch unter anderem in dem Austausch eben mit dir, aber auch im Austausch mit anderen Menschen, um da im Endeffekt zu Erkenntnissen zu gelangen und dann auch Entscheidungen zu treffen und anders zu handeln. Also wenn Du jetzt als Hörer vielleicht auch Probleme in irgendeiner Art und Weise mit Schmerzen oder so hast, ja? Dann ist es unglaublich wichtig, sich unabhängig zu machen und seinen Werkzeugkasten auszubauen. Und das ist transferierbar auf alle Ebenen im Alltag, ja? Ob es jetzt in irgendeiner Art und Weise Schmerzen sind oder wenn du in einen neuen Job kommst und du wirst mit neuen Herausforderungen in irgendeiner Art und Weise konfrontiert, weil du Situationen noch nie in der Art und Weise gemacht hast, dann ist es wichtig, sich jedes Mal auch in irgendeiner Art und Weise zu fragen – ok, welche Ressourcen habe ich? Habe ich dabei vielleicht jemanden, mit dem ich mich austauschen kann? Und was von den Ressourcen – und damit meine ich alles, ob das jetzt solche Werkzeuge sind oder auch Menschen, mit denen man sich austauscht – kann ich benutzen, um zu einer Lösung von dem Problem zu gelangen? Das heißt wer oder was kann mir dabei helfen, um dahin zu gelangen? Um mal ein konkretes Beispiel zu geben für mich für die Schmerzproblematik war es einfach wichtig, in die Aktion zu gelangen, mich nicht, also ich bin auch in Behandlung gewesen, weil, ich sage das auch ganz ehrlich, kein Mensch kann alles wissen, auch in einer bestimmten Domäne nicht. Nur weil ich Physiotherapeut bin heißt das nicht, dass ich nicht auch in irgendeiner Art und Weise gesundheitliche, körperliche Probleme haben kann. Und ich habe dann aber im Laufe der Zeit wirklich angefangen, immer mehr und mehr mir selber zu vertrauen, Dinge auszuprobieren und die Verantwortung zu mir hinzuziehen. Nicht die Verantwortung wegzuschieben, sondern zu sagen – hey, du bist derjenige im Fahrersitz, du bist hinter dem Steuer und was kannst du jetzt in der Situation konkret machen – wenn mir beispielsweise der Rücken morgens wehgetan hat nach dem Aufstehen – was kann ich jetzt machen, damit es sich ändert? So und meine Form des Umgehens war im Endeffekt, dass ich angefangen habe, immer mehr auch andere Bewegungsstrategien auszuprobieren und zu gucken, wie sich das Ganze dann im Laufe von ein paar Wochen halt entwickelt. Und natürlich gibt es kein einziges Werkzeug, was sage ich mal, also es gibt kein quick fix, es ist egal wofür. Wenn man einen quick fix hat, dann hat es immer einen Nachteil und zwar ist es dann meiner Meinung nach auf Kosten der Qualität oder es sorgt dafür, dass es irgendwie eine Abhängigkeit gibt. Aber das Wichtige ist denke ich, Vertrauen ins sich selber zu haben und auch das Vertrauen zu haben, dass man auch etwas ausprobiert, Fehler machen kann und dadurch aber auch lernt, wie man in den zukünftigen Situationen einfach besser damit umgehen kann. Und ich kann da jedem, also Dir als Hörer, Hörerin nur Mut machen, dich da selbst in die Verantwortung zu nehmen bei welchen Problematiken auch immer, ob es jetzt in einer Beziehung ist, ob es jetzt in einem Arbeitsverhältnis ist, ob es jetzt im sag ich mal, ob du jetzt irgendwelche Schmerzen oder Einschränkungen oder so etwas hast, es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten, sich zu informieren, sich auszutauschen. Alex und ich, ich meine wir sind jetzt ein paar Kilometer auseinander, aber trotz alledem haben wir die Möglichkeit, so in Kontakt zu treten und uns über solche Dinge auch auszutauschen. Das heißt, das auf jeden Fall zu nutzen, um für die Zukunft eben wirklich Lösungsorientiert zu sein.

A: Ich finde du hast da einige Sachen gesagt mit einem unglaublichen Mehrwert. Das möchte ich jetzt einmal nochmal koppeln an dieses lösungsorientierte Denken und ich möchte es auch ein bisschen runterbrechen. Also das ist ja das Thema dieser Folge Lösungsorientiert vs. Problemorientiert, bevor ich aber darauf einsteige möchte ich noch eine kleine Definitionssache noch einwerfen. Problemorientiert ist ja an sich als Wort erstmal gar nicht schlimm, gar nicht schlecht, weil wenn der Unternehmer nämlich Problemorientiert denkt, dann schafft er Lösungen für seine Kunden. Also problemorientiertes Denken jetzt an sich von der reinen Definition her ist total gut. Wir besprechen das hier gerade und ich glaube das ist wichtig, das hier noch einmal zu sagen, in einem anderen Kontext, ne? Wenn wir sagen Lösungsorientiert vs. Problemorientiert. Eine Situation, in der Du dich befindest als Hörer jetzt oder in der wir uns befinden und wie gehst du damit um? Gehst du Lösungsorientiert an die Sache ran oder gehst du Problemorientiert an die Sache ran? Und das jetzt mal runterzubrechen ist ja eigentlich zum einen, wenn du Problemorientiert dann an die Sache rangehst, dann bist du meistens jemand, der viel jammert. Und das ist jetzt einfach ganz banal und simpel runtergebrochen, aber man sieht es immer wieder und überall, Leute, die ein Problem haben, Leute, die unzufrieden sind mit einer Situation sind, den fällt es oft auch leicht, zu jammern. Weil jammern ist einfach, weil beim Jammern findet man ganz oft auch Kompagnons, die mitjammern und dann regt man sich auf über eine Situation und das ist immer der einfache Weg. Der Weg, der ein bisschen schwieriger ist, ist immer der lösungsorientierte Weg, für den man auch ein paar Skillsets entwickelt haben muss, dann ist das diese Toolkiste wie du sagst, Frederick, die du beschrieben hast, die man irgendwo auch in Anwendung bringen muss. Und da will ich jetzt nochmal auf ein paar Punkte eingehen, die du gesagt hast. Und zwar, wenn du Lösungsorientiert an eine Sache rangehst, ist es jetzt bei Schmerzen, ist es bei einem neuen Job und so weiter, bei denen du in ungemütlichen Situationen bist, ne? Vielleicht auch raus aus deiner Komfortzone musst. Ist es dann vielleicht einmal auch zu sagen – ich habe ein Vertrauen in mich selber – und das hast du gerade gesagt, ne? Und dass es auch nicht Schlimm ist, Fehler zu machen, sondern eigentlich auch, und das ist jetzt ein Begriff, den ich noch dazu werfen möchte, es zu akzeptieren, dass man in dieser Situation ist. Ich glaube das sind zwei ganz wichtige Punkte, erstmal zu sagen – alles klar, ich akzeptiere die Situation, die ist schwierig, ich habe aber Vertrauen in mich selber – und dann kommt ein dritter Punkt, ich glaube die sind in einer Kette auch so aufzureihen, und zwar – ich habe Bock auf Fortschritt, ich habe Bock auf Lernen und ich bin bereit, da eine Lösung für zu finden – anstelle nur rumzujammern. Und das ist so ein bisschen glaube ich der Kern, den wir hier so besprechen wollen, oder?

F: Ja, du sagst da echt was sehr, ja, ich denke womit sich dann jeder in irgendeiner Art und Weise auch identifizieren kann, das allererste ist wirklich, das wahrzunehmen und zu akzeptieren. Die Situation ist nun mal jetzt so, ja? Es ist etwas Vergangenes, was passiert ist, lässt sich auch nicht ändern. Ich kann eben nur gucken, was ich jetzt machen kann, um daraus eine bestimmte Sache zu machen. Um zurückzukommen zu dieser ganzen Schmerzgeschichte, ja? Ein Mentor von mir, Perry Nickelston von stopchaisingpain.com, der, ich weiß nicht ob es von ihm kommt, aber der hat gesagt „pain is an action signal“ und ich glaube das kann man auch transferieren auf nicht nur den körperlichen Schmerz, wobei ich eigentlich mittlerweile dazu auch übergegangen bin, körperlichen und emotionalen, aber auch psychischen Schmerz wie auch immer, nicht mehr voneinander zu trennen, weil das eine das andere auch bedingt, ja? Und auch verstärken oder verringern kann. Und „pain is an action signal“ heißt im Endeffekt, dass du etwas wahrnimmst, was dir sagt – das ist nicht gut so, ändere bitte etwas daran, mach etwas anders, egal erstmal was, aber mach etwas anders, weil so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Und ich glaube in so einer Situation, stell dir vor du bist im Arbeitsalltag oder so, in einer Situation, wo du tatsächlich eine neue Herausforderung hast, ein neues Problem, du musst dir eine Fähigkeit aneignen oder eine Entscheidung treffen oder wie auch immer, die du noch nicht getroffen hast oder das du noch nicht kannst. Das hat auch in irgendeiner Art und Weise etwas mit einem Schmerz zu tun.

A: Absolut.

F: Weil du musst auch erstmal akzeptieren, ja, du hast das noch nie gemacht und das tut dann vielleicht auch erstmal weh in irgendeiner Art und Weise und das ist aber auch gut, weil das, was du gesagt hast, was kann ich denn dann machen, um im Endeffekt eine Veränderung, ein Wachstum auch anzuregen?

A: Ja.

F: Dann diesen Input, den dieser Schmerz in Anführungszeichen, pain eigentlich gibt zu nutzen, um daraus eine Veränderung, Verbesserung zu holen. Ja ich sage dir ganz klar abschließend, wenn ich die chronischen Schmerzen nicht gehabt hätte und diese Erfahrung nicht gemacht hätte, dann wären wir niemals hier, wo wir jetzt sind. Never ever.

A: Also, ich habe das in der Form nicht so erfahren, also nicht so auf der intensiven Ebene wie du. Aber da werden wir glaube ich auch nochmal eine separate Folge drüber machen, eine separate Podcast-Folge, weil wenn wir da tiefer eintauchen, das auch nochmal einen extremen Mehrwert gibt. Was du gesagt hast aber ist auch total geil. Es gibt einfach Schmerzquellen auf verschiedenen Ebenen. Einmal auf einer mentalen Ebene und auf einer körperlichen Ebene. Auf einer körperlichen Ebene entsteht das meistens dann, wenn man, wenn was auf der körperlichen Ebene passiert, ist es dann eigentlich schon kurz vor 12, dann muss man dann wirklich schauen – alles klar, ist da vielleicht auch etwas unterschwellig in meinem Leben, was ich wirklich verändern muss? –, auf einer mentalen Ebene erreichen uns solche Schmerzfaktoren öfter, häufiger am Tag, im Alltag auch, ne?

F: Ja.

A: Und das ist halt auch eine Sache, die kann man dann oder die kannst Du Hörer auch im Alltag mal probieren, schneller und einfacher zu identifizieren und dann einfach auch zu trainieren, wie reagiere ich darauf? Und dass man auch einfach realisiert – alles klar, ich akzeptiere das jetzt, ich habe Vertrauen in mich selber und vielleicht – und das klingt jetzt vielleicht sogar ein bisschen überspitzt –, aber ich entwickle ein Gefühl, dass ich das, diesen mentalen Schmerzfaktor auch irgendwo geil finde. Weil wenn man das schafft und sagt – alles klar, boah, irgendwie bin ich jetzt gerade in einer Situation, die macht mich total wirr, da habe ich echt ein Problem, ich muss hier rauskommen, aber ich habe total Bock, jetzt da eine Lösung für zu finden. Und wenn man das trainiert, und das kann man Step by Step in jeder Situation, die einem da auf den Lebensweg geworfen wird, da kann man dann ganz anders und auch lösungsorientierter an die Geschichten rangehen. Also ich möchte da vielleicht auch nochmal abschließend auf eine Situation verweisen, dir wir zusammen hatten. Und zwar, ihr habt ja vielleicht die letzte Podcast-Folge gehört und zwar, da hatten wir meine Master-Final-Presentation, wo wir ja diesen sogenannten ersten Life-Podcast gemacht haben, wo wir uns über Musikindustrie unterhalten haben und alles, was mit der Band passiert ist. Bevor diese Präsentation gestartet ist, also so ziemlich eine halbe Stunde, viertel Stunde davor haben wir das Intro aufgenommen, danach haben wir das Outro aufgenommen, aber als wir das aufgenommen haben, du musst lachen, ne?

F: Ja, ich muss lachen. Na ja.

A: Alles schiefgegangen, was hätte schiefgehen können. Mein Programm, mit dem ich das aufnehme auf dem Mac, ist komplett abgeschmiert, kein Plugin hat mehr funktioniert, nichts. Wir konnten kein Audiosignal aufnehmen, gar nichts und das war ungefähr eine halbe Stunde vor der Präsentation selber. Und dann auch mit den zwei Mikrofonen, die wir anschließen wollten, was immer so gut geklappt hat, auch als wir in Berlin waren, das hat natürlich da gar nicht mehr geklappt so und da hat die Zeit schön gegen uns gearbeitet und das war richtig, richtig ungemütlich. So, in der Situation hätten wir eine Sache machen können und zwar uns beide volljammern und sagen – och scheiße, natürlich –, natürlich denkt man dann in dem Moment – ja, das passiert natürlich jetzt genau in so einer Situation –, aber da sind wir glaube ich relativ ruhig geblieben, weil wir natürlich auch die Tools entwickelt haben, um da auch ruhig zu bleiben und das zu erkennen.

F: Ja. Du hast ja im Endeffekt dann wirklich direkt geguckt – was kann ich jetzt genau machen, ok, ich habe die Option, ich kann neustarten, ich kann die Sachen entkoppeln, ich kann sie wieder dranmachen –, all die Möglichkeiten, die du selber konntest, hast du runtergerattert, und dann war es dann der Moment – ey, ich muss jemand anderes finden, der mir helfen kann.

A: Genau, weil nichts hat funktioniert. Genau, dann bin ich runtergelaufen, das war in der Musik-Uni bei uns, und hab mir da einen Musikproduzenten-Student gesucht, der mir da irgendwie helfen konnte. Das war ein Häkchen, was wir falsch gesetzt hatten und danach hat alles wieder funktioniert. Und dann in der Präsentation selber auch ging mit dem Beamer von vorne und hinten nichts, weil auch nicht das richtige Kabel am Start war. Wir haben ungefähr, weiß ich nicht, vor 50, 60, 70 Leuten diese Präsentation geführt, es war halt wirklich eine öffentlich zugängliche Präsentation auch, wo viele Zuschauer auch da waren, und da musste die komplette Crew von der Uni da nochmal los und einen komplett neuen Beamer organisieren, weil das alles so nicht funktioniert hat. Und in den Situationen, da war dann auch einfach wichtig zu sagen – alles klar, ich habe das Vertrauen, dass das in Order kommt, hier arbeiten eine Menge Leute daran, dass das jetzt gerade möglich wird – und zu akzeptieren, dass die Situation so ist wie sie ist. Und ich hatte auch cooles Feedback noch bekommen von Leuten, die gesagt haben – Alex, wie ruhig du da geblieben bist in der Situation, das fand ich beeindruckend –, aber das kommt auch dadurch, weil ich wusste, Frederick, du bist am Start, die Leute, die in dieser Panel-Diskussion mit am Start sind, die sind auch alles fähige Leute, die in so einer Situation ruhig bleiben, also es ist schon wichtig, sich halt auch in einem Umfeld zu bewegen, wo man weiß – alles klar, hier sind Leute um mich herum, die ticken genauso wie ich, hier stresst keiner den anderen, diese Situation kann jeder irgendwo einordnen – und das macht auch nochmal viel her. Darum ist es wichtig, dass Du jetzt gerade diesen Podcast auch hörst und auch andere Podcasts hörst und Bücher liest von Leuten, die auch in demselben Mindset unterwegs sind und das dann auch einfach zu probieren, in das Leben zu implementieren und sich halt nicht nur mit solchen Jammer-Leuten zu umgeben. Wir wollen ja jetzt etwas Konkretes mitgeben für Dich als Hörer und wenn man es so einfach wie möglich runterbricht würde ich sagen: Umgib dich mit Leuten, die ähnlich Lösungsorientiert, das muss nicht immer genau gleich Lösungsorientiert sein, aber ähnlich Lösungsorientiert an Sachen rangehen. Gerade anders ist auch nochmal wichtig, weil dann kann man viel lernen voneinander. Und einfach diese Jammer-Mentalität und Leute, die nur jammern, also diese Leute entweder nicht in seinem Umfeld zu haben, und wenn man sie hat, dann auch mal offen zu sagen – so du, pass auf, ich habe hier einfach keinen Bock mitzujammern und entweder du stellst das jetzt ab oder wir beenden das Gespräch.

F: Oder, man kann das dann auch so machen, ganz viel von dem Jammern, ach, das ist so multifaktoriell, ich glaube vielen Leuten ist das überhaupt gar nicht bewusst, die haben diese Strategien von Anfang an eingeimpft bekommen und das ist halt deren Art und Weise, zu positiven Gefühlen auch zu kommen. Du jammerst, jemand anders jammert mit, du kriegst Bestätigung, alles klar. Und es ist natürlich wesentlich leichter als durch den Schmerz einer Veränderung tatsächlich durchzugehen. Veränderung tut auch einfach weh, weil du musst dich mit deiner eigenen Un-Perfektheit auseinandersetzen und dann auch noch wirklich zu sagen, wenn du dieses Bewusstsein hast und wahrnimmst, da ist irgendwie jemand, der jammert, denjenigen auch in irgendeiner Art und Weise nicht bloßzustellen, sondern wirklich einfach neugierig zu fragen – was du jetzt gerade machst, merkst du das? Ändert das jetzt irgendetwas an der Situation? Was kannst du denn jetzt konkret hier daran machen, damit das, was du jetzt gerade bemängelst, in irgendeiner Art und Weise anders wird? – und so bringst du denjenigen vielleicht ohne vor den Kopf zu stoßen auch dazu, mal nachzudenken, was natürlich auch wertvoll sein kann. Wer weiß, was sich vielleicht auch für eine Diskussion auch daraus entwickelt. Aus meiner Erfahrung sind viele Menschen einfach wirklich in so einem, ja, in so einem Rad, in so einem Hamsterrad drin und da muss auch einfach mal einer kommen, der sagt – stopp, es geht auch anders, setz da mal deinen Kopf ein, du hast da was zwischen den Ohren – und das kann auch wirklich gut funktionieren, man muss nur erstmal das Bewusstsein und dann auch die Akzeptanz in irgendeiner Art und Weise üben.

A: Genau, und realisieren, vielleicht auch nochmal abschließend, wir sagen jetzt 10 Mal abschließend, aber wir haben immer noch mal was dran zu koppeln, aber einfach weil es so ein spannendes und interessantes Thema ist und glaube ich wichtig für Dich auch als Hörer, wenn Du Dich für diese Thematik interessierst, dann ist das hier glaube ich gerade so eine Schlüsselfolge auch. Dass man realisiert, wenn du durch diesen Schmerz durchgehst, der ja wehtut, und dann zu einer Lösung kommst, anstelle zu sagen – ich gehe diesen quick Weg und jammere und suche mir Mitjammerer und habe dadurch ein gutes Gefühl –, sondern wenn man durch diesen Schmerzprozess durchgeht und dann zu einer Lösung kommt, das Gefühl oder diese Dopamin-Ausschüttung, die man dann hat im Körper und das Gefühl, was man dadurch kreiert ist eigentlich nochmal ein viel stärkeres positives Gefühl, als wenn man sagt – ich jammere jetzt über alles. Und wenn man diese Erfahrung häufig genug macht, trainiert man sich darauf und programmiert man sich auch darauf, immer diesen Weg zu gehen. Und das ist einfach Training. Training, Training, Training und in Kombination mit den richtigen Leuten um dich herum, absoluter Mehrwert und eine absolute Bereicherung für das Leben. Und wir wollen auch gar nicht sagen, dass wir jetzt schon so die Weisheit gefressen haben, aber das sind auf jeden Fall Erfahrungen, die wir jetzt in der letzten Zeit auch so zusammen gemacht haben und vielleicht kommen da auch nochmal Situationen, durch die wir durchmüssen, die einfach nochmal viel schwerer sind, also man hört ja nicht auf mit dem Wachsen und dem Lernen. Und vielleicht machen wir in einem halben Jahr eine Folge über genau dieselbe Thematik nochmal mit ganz anderen Komponenten, aber das ist jetzt Stand Juni/Juli 2017 und wir schauen mal, wie die Reise da weitergeht.

F: Wo du gerade gesagt hast Weisheit. Ich habe da eine, ich glaube wirklich jetzt abschließende, Weisheit und die passt glaube ich, also da kann man im Endeffekt das, was wir jetzt gerade eben, dieses Problemfokussiert oder Lösungsfokussiert denken und handeln, kann man ganz gut auch in diesem Gleichnis beziehungsweise dieser Weisheit auch wiederfinden. Das ist die Weisheit eines Indianers, ich weiß nicht ob ich es jetzt 100 prozentig richtig hinbekomme, aber vielleicht kennst du, Alex, oder Du, Hörer oder Hörerin, das Ganze auch. Es geht darum, dass ein Indianerhäuptling seinem Sohn folgende Geschichte erzählt: Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Ärger, Neid, Eifersucht, Angst, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst. Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit. Der Sohn fragt: „Und welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?“ Und der Häuptling antwortet ihm: „Der, den du fütterst!“

A: Gebe ich dir absolut Recht, muss man aber auch, da will ich nochmal auf das Schattengesetz verweisen und zwar, dass man einfach auch akzeptieren muss, dass der schwarze Wolf da ist und dass der auch niemals weggehen wird, und dass es auch okay ist, dass der da ist und dass man dem auch Raum gibt, um sich mal zu entfalten, weil da haben wir wieder dieses Prinzip von Yin und Yang. Aber letztendlich ist diese Geschichte, das ist ja auch Yin und Yang, der schwarze Wolf, der weiße Wolf. Nur halt auch, dass es okay ist, dass der schwarze Wolf oder diese schwarze Seite da ist, und dass man die nicht ausradieren kann aus dem Leben. Also das ist vollkommen okay. Und das hat dann wieder viel mit Akzeptanz zu tun. Ich würde sagen in dem Sinne belassen wir es auch mit dieser coolen Geschichte am Ende. Also ich hoffe, dass Du, Hörer, da echt was rausziehen konntest und wenn Du da noch zusätzliche Inputs hast, schreib uns einfach eine Mail, das geht bei den Kontaktformularen auf unserer Website. Wir werden jetzt diese Facebook-Seite demnächst auch mal ordentlich auf Vordermann bringen du starten auch da immer rein mit Feedback und Anmerkungen zu den Folgen und dann würde ich sagen, belassen wir es hierbei und werden da jetzt glaube ich selber nochmal ein bisschen drüber nachdenken, über was wir hier gesprochen haben, weil da echt viel Mehrwert drin ist. Also das ist echt total interessant gerade.

F: Absolut. Ja, in diesem Sinne, ne? Bleibt in Balance.

A: Absolut, in dem Sinne wirklich mit Yin und Yang am Ende, bleibt in Balance und wir sprechen uns bei der nächsten Folge. Eure Mindpreneure.

F: Ciao!

A: Jo, ciao!

16. Juli 2017Comments are off for this post.

Macht Geld glücklich?

#11 Macht Geld glücklich? Frederick wirft das Thema auf den Tisch und wir sprechen darüber ob und wie Geld wirklich glücklich machen kann. 

In dieser Folge diskutieren wir über das Thema Geld, welchen Stellenwert es im Leben einnehmen kann und zu welchem Grad es für unser Glück verantwortlich ist. Ist Geld DAS große Ziel im Leben? Oder ist es wichtiger selbstbestimmt die Dinge im Leben umsetzten, die einen interessieren und fesseln, um weiter zu kommen, auch wenn die finanzielle Entlohnung noch nicht oder nur gering vorhanden ist. Zudem diskutieren wir wie man mit eventuellem Druck der Eltern oder anderen außenstehenden Personen umgehen kann und wie Geld und ein glückliches Leben Hand in Hand gehen können.

Macht Geld wirklich glücklich?:

Die Passion für eine Tätigkeit führt zu Beginn oft zu einem Kompromiss. Nämlich: In der Freizeit etwas Unentgeltliches zu tun, um einen Mehrwert zu generieren der eine positive Auswirkung auf alle anderen Tätigkeiten im eigenen Leben und im Leben anderer hat.

Der lange Atem und Investitionsbereitschaft sind Grundvoraussetzungen, um ein eigenes Projekt oder eine Tätigkeit die man liebt dahin zu bringen, dass ein Einkommen damit erzielt werden kann. Trotzdem muss man parallel dazu seinen eigene finanziellen Wert einschätzen lernen. Denn wenn der Marktwert stimmt, verdient man in der Regel auch Geld. Warren Buffett hat mal in einem Interview gesagt: „Es gibt keinen besseren Weg als in sich selbst zu investieren.“

Die Tätigkeit macht definitiv glücklicher als das Geld selbst. Ein Grundeinkommen ist jedoch essentiell um überleben zu können. Bsp.: Es gibt eine Studie, die das Verhältnis zwischen Grundjahreseinkommen und dem glücklich sein ermittelt hat. Fazit aus dieser Studie ist, dass man ab einem durchschnittlichen Netto-Monatseinkommen von 5000 Euro nicht mehr glücklicher wird. Wichtig sich vor Augen zu führen: Geld ermöglicht es die eigenen Ideen umzusetzen und frei, selbstbestimmt sowie ohne große Komplikationen leben zu können. Für ein adäquates Grundeinkommen zu sorgen ist wichtig, um in unserer westlichen Gesellschaft bestehen zu können.

Druck von Eltern oder außenstehenden Personen: Wichtig ist, Verständnis aufzubringen für die Sorge der Eltern. Realisieren, dass es unterschiedliche Sichtweisen zwischen den verschiednen Generationen gibt. 

5 Tipps: Der Weg zu einem erfüllten Job

  • Die eigene Passion entdecken und selbstständig fördern
  • Ziele definieren (aufschreiben!)
  • Vertrauen in sich selbst haben + den langen Atem akzeptieren
  • In die Umsetzung gehen, hart arbeiten (ist nicht schwer wenn es um die Passion geht)
  • Kurz bevor man denkt alles hin zu schmeißen, muss man bereit sein um den extra Kilometer dran zu hängen
  • Der "Tipping Point" kommt und Erfolg stellt sich ein

Macht Geld glücklich? - Shownotes:

Macht Geld glücklich? - Transkript:

A: Moin, ihr seid hier wieder bei den Mindpreneuren mit Frederick und mir. Hallo Frederick!

F: Hi, grüß dich!

A: Und, ja, das ist eigentlich eine, man kann sagen eine Improvisationsfolge, weil du, Frederick, hast jetzt ein Thema, was du auf den Tisch wirfst und ich habe keine Ahnung worum es geht und wir gehen einfach in die Diskussion. Und mal sehen, was dabei herauskommt. Also ich bin, ja, supergespannt, was mich da jetzt erwartet.

F: Okay. Ja, dann lege ich mal direkt los. Thema des Ganzen wird sich im Laufe der Zeit rauskristallisieren, wenn ich die kurze Story erzähle. Also ich hatte gestern, wir hatten gestern Besuch von meiner Mutter und dann sind wir auch spazieren gegangen, so ein bisschen durch den Wald und es kam dann im Gespräch so ein wenig auf die Zukunft und ich habe dann so ein bisschen versucht auszuführen, wie ich mir das vorstelle, was für mich wichtig ist und wo ich gerne hinwollen würde. Als Mutter denke ich, keine Frage, macht man sich auch Gedanken darum – geht es meinem Sohn gut, ist er gut finanziell abgesichert, hat der auch irgendwie Spaß an der Sache und wie kann es da weitergehen –, und, ja. Da kamen wir dann irgendwie drauf zu sprechen, dass ich gesagt habe – Okay, ich nutze einfach auch eine bestimmte Zeit in meiner Freizeit um bestimmte Projekte, wie beispielsweise diesen Podcast, zu verfolgen, um zu schauen auch, wo das Ganze hingeht. Und das war superinteressant dann die Reaktion mitzubekommen, weil meine Mutter hat dann nämlich direkt, also ich bin Physiotherapeut, also ich verdiene auch kein großes Geld, hat dann aber auch direkt so das interpretiert als wäre das etwas, was nicht einen ausreichenden Verdienst in der Zukunft generieren könnte und nicht ausreichend Absicherung generieren könnte, ja? Sie kam also eigentlich direkt mit so einer bestimmten Besorgnis und das hat sich nochmal verstärkt, als ich dann auch gesagt habe – ja, Geld ist nicht mein Ziel im Leben –, das ist absolut nicht mein Ziel. Mein Ziel ist es eine Tätigkeit auszuüben, wo ich selbstbestimmt auch die Dinge umsetzen kann, die mich interessieren, die mich fesseln, und wo ich auch weiterkommen kann und das hat manchmal auch etwas damit zu tun in der Freizeit eben etwas „Unentgeltliches“ zu machen, um Mehrwert zu generieren für alle anderen Tätigkeiten. Und das war dann nochmal Öl ins Feuer, weil sie hat dann nur gehört – ja, uh, Geld ist nicht das Ziel, was macht mein Junge da –, ne? Und dann, erst in dem Moment, wo ich gesagt habe – ja, pass auf, Geld –, das ist natürlich jetzt dramatisiert, aber ich habe schon wirklich gemerkt, dass da sehr viel Sorge mitschwang, ne? Und dann hat sie, erst als ich dann wirklich gesagt habe – okay, Geld ist nicht mein Ziel, aber ich habe volles Vertrauen in meine Fähigkeiten, dass ich, wenn ich die Dinge tue, die mich erfüllen, die mir Spaß machen und die ich mittlerweile, wie ich realisiert habe, wo ich viele verschiedene Dinge einfach auch, die mich interessieren, kombinieren kann, dann wird das Geld automatisch folgen. Und da habe ich auch erwähnt, dass ich mit dir halt etwas zusammen mache, dass du schon seit Ewigkeiten eigentlich sozusagen eigene Bandprojekte hast und natürlich auch schauen musst, dass du nicht an der Brotkrume nagst, sondern auch bezahlen lässt, ne? Und da habe ich gesagt, da ist mit Sicherheit auch Lernpotenzial von meiner Seite da, um mich dann halt auch ausreichend bezahlen zu lassen, aber das ist auf jeden Fall etwas, wo ich drauf Wert lege, nur das ist nicht mein ultimatives Ziel. Und da fand ich einfach superspannend da die Unterschiede auch von den Generationen so ein bisschen zu realisieren, aber auch gleichzeitig zu realisieren, dass es manchmal nur einen kleinen Tweak braucht, eben kommunizieren in irgendeiner Art und Weise mit jemandem, der vielleicht auch ein anderes Wertesystem noch besitzt, um da auch zu einem Konsens zu kommen. Genau, das ist eigentlich so ein bisschen die Story, wie das gestern so gewesen ist und, ja, weiß nicht, also mich würde einfach interessieren, was da so ein bisschen deine Gedanken dazu sind und ob du vielleicht auch was dazu beizutragen hast, was vielleicht auch vergleichbar ist.

A: Ich finde das ist ein unglaublich spannendes Thema, weil, naja, wir reden natürlich auch außerhalb des Podcast viel miteinander, weil mich das natürlich auch in der letzten Zeit sehr beschäftigt hat. Ich glaube, dass, also es ist ein bisschen so die Grundfrage, die da so mitschwingt: Macht Geld wirklich glücklich, ne? Und das ist halt so eine Sache, wo du schon ganz viele Gedanken drüber gemacht hast und dir bewusst bist, dass Geld eben nicht glücklich macht, aber für ganz viele Menschen, ja, vielleicht auch ältere Menschen, die andere Zeiten noch miterlebt haben, die nicht in der neuzeitlichen Welt, so wie wir, mit ganz viel Persönlichkeitsentwicklung aufwachsen, für die ist halt wirklich Geld gleich Glück. Und mit Geld kann man sich auf jeden Fall das Glück schon irgendwo auch kaufen und dann hat man auch keine Sorgen und so weiter und so fort. Also das schwingt halt leider Gottes immer noch ganz häufig mit und ich kriege das bei meiner Familie beziehungsweise bei meiner Mutter und bei meiner Oma auch ganz stark mit, dass sich da in den letzten Jahren, wo ich jetzt auch Student war, da ist natürlich auch nicht das große Geld dagewesen, aber auf jeden Fall eine Passion für ganz viele Sachen, dass da immer wieder die Sorge kam – was macht der Junge nach dem Studium, wenn er fertig ist? – Und das ist halt einfach ein, man muss da halt glaube ich schon irgendwo ein Verständnis aufbringen für diese Sorge, weil sich Eltern glaube ich unglaublich wünschen, dass das Kind irgendwann auf eigenen Füßen steht. Aber ich teile da zum Beispiel, also ich würde meine Kinder auch da ganz anders erziehen und sagen – Hauptsache du bist glücklich mit deinen Tätigkeiten und du hast erfüllte Tätigkeiten –, das ist wichtiger als das große Einkommen, weil in der Tat, was du sagst, der Rest folgt dann automatisch. Ich glaube es ist immer…ja?

F: Ja, da direkt zum Einsteigen, das aber nicht blauäugig zu vermitteln ist extrem wichtig, sondern auch dann ein Mindset, aber auch ein Skillset versuchen aufzubauen bei Kindern, dass trotz alledem eine bestimmte Auseinandersetzung damit geschehen muss, dass man eben nicht nur das Glück quasi verfolgt und, ich sage mal, auf alles andere quasi groß scheißt, auch auf das Geld, sondern wirklich auch schaut, dass man dieses Vertrauen in sich selber hat, aber auch, und das war auch glaube ich gut, dass ich das so gesagt habe, diese Tätigkeit, die man ausübt sich nicht auch irgendwie als brotlose Kunst entpuppt. Also auch schaut, dass man wirklich trotz alledem sich auch in irgendeiner Art und Weise, ja, zumindest für eine bestimmte Zeit irgendwie auch absichern kann.

A: Ganz genau. Also das will ich auch auf jeden Fall nochmal deutlich machen, also Geld ist definitiv wichtig, zumindest ein gewisses Grundeinkommen, mit dem du halt wirklich deine Kosten decken kannst. Weil das Ding ist nämlich auch, wenn du das nicht hast, dann löst das in dir selber auch eine Sorge aus, die dich, ja, qua Energie und von allem her wirklich extrem bremsen kann, weil wenn du nicht weißt, wie du über den nächsten Monat kommst, weil du einfach tolle Projekte machst, aber einfach gar kein Einkommen dabei, dann ist es natürlich schon schwierig. Da musst du eher schon ehrlich zu dir selber dann sein – pass auf, ich suche mir jetzt einen Job, der auf jeden Fall meine Grundbedürfnisse finanziert und darüber hinaus kann ich mich dann wirklich verwirklichen und probieren meine Projekte so hochzuziehen, dass die irgendwann das übernehmen und ich nur noch das mache, worauf ich Bock habe –, also das ist schon wichtig. Es gibt da glaube ich auch Studien zu. Ich glaube, dass du da ein bisschen bewanderter bist in der Studienlandschaft als ich, aber es gibt glaube ich ein Grundjahreseinkommen, was man, wenn man das überschreitet einen nicht mehr glücklich macht oder einen nicht mehr glücklicher macht als, ja, als man das eh schon ist. Also es gibt ein gewisses Grundeinkommen, das macht einen unglaublich glücklich, ich glaube das sind, weiß ich nicht, bis zu 5.000 Euro im Monat oder so waren das dann. Geht das irgendwie so in die Richtung? Ich weiß es nicht.

F: Also das war mal irgendwie eine Studie im Umlauf vor ein paar Jahren glaube ich, da ging es darum, wieviel man braucht um wirklich zufrieden und sorgenfrei, wie auch immer man glücklich sein definiert, zu sein. Das hat man dann kategorisiert glaube ich, das war in Dollar oder sowas nach bestimmten zehntausender-Schritten Jahreseinkommen und da hat man halt geschaut wie viele Leute damit halt zufrieden, sehr zufrieden, unzufrieden, sehr unzufrieden gewesen sind und da hat man halt so eine Schwelle irgendwie gefunden so, dass man so ab ich glaube 60.000 Euro oder sowas pro Jahr wohl relativ sorgenfrei sei, doch ich weiß auch nicht genau, ob das die einzige Interpretation aus den Daten halt sein kann in irgendeiner Art und Weise, weil da gab es glaube ich auch mal eine Kontroverse zu. Da müsste ich mich nochmal schlau machen.

A: Gut, aber dann haben wir jetzt ungefähr eine Zahl. Wenn du sagst 60.000 im Jahr, dann sind das ja 5.000 Euro im Monat und alles, was darüber hinaus dann passiert macht einen nicht, definitiv nicht glücklicher, vielleicht sogar unglücklicher und das zeigt ja einfach auch schon mal, dass da, ja, irgendwo Geld nicht alles ist im Leben, also dass du es zu einer Grundsicherung brauchst und Geld macht, ermöglicht ja auch einiges, ne? Wenn du zum Beispiel große Projektpläne hast, du willst ein großes Charityprojekt, weil das dein großer Lebenstraum ist, ins Leben rufen und du willst damit ganz vielen anderen Leuten helfen, ja, ohne Money ist da erstmal nichts los oder ohne einen Investor. Also Geld ist schon irgendwo, ich kriege das jetzt auch mit, ich kann das jetzt am Beispiel meiner eigenen Band eben schildern. Wir haben jetzt eine Plattenproduktion gemacht in London, hatten die Chance mit extrem großen Produzenten aufzunehmen, naja, das kostet natürlich auch was, ne? Und da muss halt extrem viel selbst stemmen oder guckst halt nach Investoren, um das irgendwie möglich zu machen, aber nur dann hast du natürlich die Chance um Schritte zu machen im Musikbusiness auch, ne, die dann, also du musst natürlich gute Songs haben, musst natürlich auch gut abliefern im Studio, weil das macht ja dann letztendlich erst möglich, dass du weitere Schritte dann machen kannst, zum Beispiel dann auf internationaler Ebene. Und da ist halt dann auch nunmal schon es einfacher, wenn man irgendwie so einen Grundbetrag an Geld zur Verfügung hat, um sich diese Träume und Ziele zu verwirklichen.

F: Ja, genau.

A: Also das ist dann nochmal der, die andere Seite der Palette, aber Geld ist halt einfach nicht alles, aber vielleicht ist es das für deine Mutter auch nicht unbedingt, ne? Weiß ich nicht.

F: Ne, ich glaube was bei ihr so ein bisschen mehr mitgeschwungen hat war wirklich die Sorge, dass nicht, wie das eigentlich auch so ein bisschen zu interpretieren ist, dass diese Grenze, um relativ sorgenfrei zu sein, nicht erreicht wird, wenn ich das halt so auf die Art und Weise mache. Das glaube ich ist so das, die Grundsorge gewesen, weshalb sie da vielleicht auch so nochmal nachgehakt hat und erst auch wirklich ein bisschen erleichtert war, als ich das so gesagt habe, dass das für mich natürlich auch wirklich ist, dass ich da in irgendeiner Art und Weise auch eine bestimmte Grenze, die ich jetzt nicht festlegen kann in einem Betrag oder so, aber dass ich zumindest relativ sorgenfrei irgendwie durch das Leben gehen kann, dass ich die erreiche und das aber mache mit der Grundvoraussetzung, dass ich das tue, was ich gut mache und wo ich auch Bock drauf habe, ne? Und dass das vielleicht auch mal heißen mag, dass in der Freizeit eben einiges an Zeit und Energie und Ressourcen draufgeht, um unentgeltlich sage ich mal etwas nach vorne zu bringen, was aber total den Mehrwert hat für alles andere an Tätigkeiten, beispielsweise um, ich gebe mal ein Beispiel für Leute, die auch ein Nine-to-Five irgendwie haben, um nebenberuflich was aufzubauen, ne? Das hat oftmals damit zu tun, dass man aus der Freizeit einiges an Zeit abzwackt, um dort weiterzukommen und dann tatsächlich hinterher auch eine, ja, eine größere Selbstständigkeit vielleicht oder auch eine andere Form des Daseins irgendwie zu sein, was auch immer das für einen bedeuten mag, ne?

A: Absolut. Absolut. Und es ist immer erstmal viel investieren, wenn man ein Projekt angeht und man muss den langen Atem haben, ohne dass man da irgendwie finanziell entlohnt wird, aber es kommt immer der Tipping Point. Dafür muss man einfach das Durchhaltevermögen haben. Ich mein ich sehe das jetzt, ich sehe das an vielen Beispielen, ne? Also bei mir selbst, und da kann ich wieder auf die Band verweisen so, also dass wir jetzt in einer Phase zum Beispiel, ne, von Label Shopping sind und dass wir halt wirklich ein, kurz davor sind einen Label-Deal zu unterschreiben, das heißt unsere Musik rauszubringen. Und das hat einfach Jahre gedauert und es hat Jahre auch gedauert bis sich irgendwie, ja. Also man kann sich vorstellen, ein Label ist so eine Art Verlag, wie wenn du Musik rausbringst, wenn du ein Buch rausbringst. Und man muss da wirklich erstmal drum kämpfen, um überhaupt in das, ne, in den Frame dieser Aufmerksamkeit von gewissen Leuten zu kommen. Und das ist nur investieren, investieren, investieren, spielen, spielen, spielen, spielen, wenig Geld dafür bekommen, Aufnahmen, in Aufnahmen investieren und so weiter und so fort. Eine Band ist glaube ich ein unglaublich gutes Beispiel für Investitionsbereitschaft und den langen Atem, der teilweise noch viel länger ist, als wenn du dir in einem anderen Bereich ein Unternehmen aufbaust, Band ist nämlich auch wie ein Unternehmen letztendlich. Aber dass dieser Tipping Point, egal wann er kommt, der wird kommen und man muss einfach nur das, ich glaube das Wichtigste ist ein tiefes Vertrauen darin haben, in das, was man macht und was einen erfüllt. Und das Vertrauen muss man letztendlich auch rüberbringen können an die Leute, die einem nahestehen und die sich Sorgen um einen machen und die einen auch irgendwo unterstützen. Und das ist dann leider auch, was heißt leider, das ist oftmals Mutter, Vater und Geschwister, Oma, Opa. Also ich muss dann sagen, bei meiner Mutter und meiner Schwester, das sind zwei Menschen, die mich, und auch meine Omas, die mich unglaublich unterstützen bei meinem Weg im Leben, das ist auch nicht immer einfach gewesen. Aber ich musste halt und ich habe immer probiert, die Faszination überschwappen zu lassen für das, was ich mache, sodass die halt wirklich…

F: Vertrauen haben können.

A: Genau, Vertrauen haben.

F: Vertrauen haben können. Man muss auch vertrauen können. Aufgrund des Gefühls, was sie von dir bekommen, ne? Und dass du aber auch dann glaube ich signalisierst, dass du dir doch auch differenziert Gedanken dazu gemacht hast in einem Reflexionsprozess und auch immer wieder neu evaluierst und sagst – Okay, ich halte halt auch an bestimmten Werten fest, aber ich lasse bestimmte auch nicht außer Acht –, ne?

A: Ja.

F: Und da halt auch wirklich so eine Mischform in irgendeiner Art und Weise rüberzubringen. Ich denke das Allerwichtigste ist und das ist das, was ich in der Freizeit schon immer intuitiv gemacht habe, das war auch im Studium schon so, dass ich mich aus Neugierde und Interesse mit etwas beschäftigt habe und dadurch mein Skillset und meine Fähigkeiten, die ich eben habe, ausgebaut und verbessert habe. Und das passiert denke ich auch, wenn ich so darüber von dir erzählen höre, auch bei einer Band. Ich meine du grindest halt, du probst mehrfach die Woche, dann guckst du, dass du Auftritte hast, Tour, du schaust, dass du irgendwie etwas mit dem Merch auch auf die Beine stellst, aber es kommt ja lange Zeit nicht so viel bei rum, wie das vielleicht irgendwie glorifiziert in den Medien von den riesen Rockstars oder so etwas ist, sondern es ist halt einfach wirklich viel aufgrund von Passion, aber auch ein immer weiter Dazulernen von Fähigkeiten und Ausbauen von Fähigkeiten.

A: Ja.

F: Und dass das sich letztendlich ausbezahlen wird, wenn man dranbleibt.

A: Absolut. Absolut. Und dann auch zu sehen, dass man vielleicht gewisse Projekte auch verknüpft, wie du und ich das ja auch machen. Also alles, was ich letztendlich hier lerne bei der Tätigkeit des Podcast und alles, was damit zusammenhängt, kann ich übertragen und kann ich nutzen für andere Sachen. Kann ich auch für die Band nutzen. Alles, was ich bei der Band lerne, kann ich wiederum im Podcast einsetzen. Und ich glaube das ist wichtig, dass man einfach dann, wenn man Projekte angeht, die Passion muss da sein, das Vertrauen in sich selber und auch die Bereitschaft, bei anderen Leuten um einen herum, die sich Sorgen machen, das Vertrauen auch zu erwecken, dass sie einen da auch so begleiten auf dem Weg und dass man für sich selber einfach immer lernt und weiterkommt. Und irgendwann kommt dieser, das meine ich mit Tipping Point so, irgendwann kommt dieser Tipping Point und dann kriegst du auf einmal unglaublich viel Geld für deine Tätigkeit und dann, ich weiß halt nicht, ich glaube dann macht das Geld auch überhaupt nicht so viel aus. Gut, dann hast du halt mehr Geld. Dann kannst du das irgendwie einsetzen, investieren oder so, aber das ist jetzt nicht so, dass dich das dann unbedingt, dass das jetzt auf einmal für dein Glück entscheidend ist, sondern das ist ein netter Nebeneffekt.

F: Cool. Ja, ich glaube damit haben wir schon einiges irgendwie abgedeckt. Ich fand es auch superspannend, deine Gedanken dazu zu hören und auch deine Erfahrungen geteilt zu bekommen.

A: Ja, auch ebenso. Kann ich nur zurückgeben. Und ich glaube das ist auch wichtig, dass wir hier so offen und ehrlich auch in dem Podcast darüber reden und auch auf dem Weg, den wir gerade bewandeln, auch die Probleme, die wir haben. Weil ich, jeder fängt einfach mal irgendwo mit einem Projekt an und da regnet es noch nicht immer in Hülle und Fülle das Geld vom Himmel und da geht es auch nicht drum. Aber es wichtig halt, sich bewusst zu sein – alles klar, ich brauche Geld um zu überleben, einen gewissen Grundbetrag, aber letztendlich geht es darum, dass ich mich, ja, erfüllt fühle durch das, was ich tue. Und dass man aber trotzdem die Menschen um einen herum nicht vergessen darf, die einen begleiten, weil die müssen einem ja auch irgendwie das Vertrauen schenken, dass das alles, ja, auf dem richtigen Weg ist.

F: Cool, geil. Ich habe noch ein cooles Schlusswort, das habe ich letztens gelesen, einfach so ein bisschen verwurschtelt von mir. Zitat von Warren Buffett: „Es gibt keine bessere Investition, als in sich selbst zu investieren“. Und das von einem Mann halt, der wirklich der wahrscheinlich der Top-Investor…

A: Der Welt.

F: Der Welt, aller Zeiten irgendwie so ist.

A: Ja.

F: Und das finde ich ist ein starkes Statement und ich glaube das ist so ein bisschen die Quintessenz des Ganzen auch, weil das natürlich auch dann bedeutet, genauso etwas wie auch darein zu lernen eben, anderen Leuten Vertrauen zu geben. Und die auch verstehen zu wollen.

A: Genau und nochmal zu Warren Buffett, ich weiß nicht wie viele Stunden am Tag der liest, aber es ist eine gehörige Anzahl an Stunden und der Mann setzt sich, ja, investier in dich selber, unglaublich viel mit dem Thema Wissen auseinander und das hat ihn dahin gebracht, wo er auch heute ist und das hat, es erfüllt ihn. Also Lernbereitschaft, wir sind wieder beim Thema Lernbereitschaft und letztendlich wird die nur Benefits liefern, also das ist glaube ich so der Schlussgedanke, den man hier, den Du als Hörer auch mitnehmen kannst aus diesem Podcast. Bei allen Schwierigkeiten, die Du im Leben hast, fokussier dich darauf, die tolle Seite einfach des Lernens zu entdecken und dann wird alles sich mit der Zeit ergeben.

F: Ja, geil. Spannende Art und Weise finde ich, können wir öfter machen so eine Impro-Folge, einer überrascht den anderen und dann quatschen wir einfach drauf los.

A: Alles klar. Cool.

F: Super. Ich hoffe Du als Hörer konntest da jetzt einiges, ja vielleicht hast Du etwas wiedererkannt, hast Dich selbst wiedererkannt oder kannst da zumindest irgendetwas mit rausnehmen. Falls Du auch andere Beispiele oder andere Learnings aus so etwas hast, kommentier, schick uns eine E-Mail, reg die Diskussion an, geh auf Facebook und wir freuen uns auf Dein Feedback.

A: Genau. Und vielleicht entsteht dadurch auch gerade nochmal eine neue Improvisations-Folge oder generell eine neue Themen-Folge auf Basis, ja, Deines Feedbacks.

F: Cool.

A: Alles klar, in dem Sinne, bleibt balanced.

F: Eure Mindpreneure.

A: Peace und out.

F: Ciao.

 

21. Juni 2017Keine Kommentare

Interview Nr.1 – Raus aus der Komfort Zone (Master Präsentation von Alex)

#10 Interview Nr. 1: Raus aus der Komfort Zone - Live Podcast Interview während der finalen Master Präsentation von Alex

Diese Folge ist eine Premiere für unseren Podcast, denn wir lassen Dich teilhaben an unserer ersten Live-Podcast-Interview Aufnahme. Die Idee stammt von Gordon Schönwälder von u.a. Podcast Helden, bei dem wir auf der DNX einen Workshop besucht haben.

Das ganze findet statt in Enschede beim Abschluss von Alex’ Master-Studium, bei dem wir als Teil der Präsentation eine Podiums-Konferenz recorden. Wir sprechen mit dem Manager von Alex’ Band, Ralph Roelvink, und dem Drummer, Mart Nijen Es, zu ergründen, was für Skills im Kontext einer Band nötig sind und erworben werden können, und was das ganze mit der Komfortzone zu tun hat.

Das Interview ist auf English, enjoy!

16. Juni 2017Comments are off for this post.

Das richtige Mindset bei Diskussionen

#9 Das richtige Mindset bei Diskussionen kann sehr hilfreich sein. Wir besprechen das am Beispiel der Ernährungsphilosophie.

Kennst Du das? Du bist in einer Diskussion und eine kleine Äußerung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen sorgt für eine Eskalation, und aus einem eigentlich harmlosen Gespräch wird ein handfester Streit.

Was ist da passiert und wie können wir bewusst darauf Einfluss nehmen, um trotz oder gerade wegen unterschiedlicher Meinungen zu einem Mehrwert und/oder Lernmoment für beide Seiten zu gelangen? Das besprechen wir anhand eines Beispiels aus Alex´ Leben in dieser Folge!

Das richtige Mindset bei Diskussionen - Bullets:

  • Emotionen und “Bauchgefühl” können ein mächtiges Werkzeug sein um Sinn/Unsinn, Richtung und Ausgang einer Diskussion frühzeitig wahrzunehmen und bewusst darauf einzugehen
  • entstehende Emotionen können ein sinnvolles Signal sein, aufmerksam zuzuhören, sie sollten jedoch nicht dominant in den Vordergrund rücken und unser offenes Mindset beeinflussen
  • hochkommende Emotionen können also in Gesprächen und Diskussionen für eine Eskalation und verhärtete Fronten sorgen
  • offenes Ansprechen von dem eigenen Eindruck/Gefühl (ohne Fingerzeigen-> “du bist/machst/hast”) hilft oft aus einer verfahrenen Situation herauszukommen
  • zielgerichtetes, respektvolles und freundliches Diskutieren erfordert regelmäßiges Üben und kann z.B. durch Meditation, Mindfulness im Alltag, Journaling, Reflexion (alleine oder mit PartnerIn/ Freunden, so wie Alex in der Folge) geübt werden
  • sei achtsam, sobald du radikale/stark eingeschränkte Meinungen wahrnimmst, denn diese können schnell Emotionen auslösen, sodass du in die Provokationsfalle trittst (vgl. Troll im Netz)

3 wichtige Take-aways:

  1. grundsätzliche Lernbereitschaft (aus jeder Begegnung kann ich etwas lernen) ist ein guter Startpunkt um offene Diskussionen mit kontroversen Standpunkten führen zu können (it´s okay to disagree!)
  2. gezieltes Zulassen von Emotionen
  3. Principle of Charity / Prinzip der wohlwollenden Interpretation

Das richtige Mindset bei Diskussionen - Shownotes:

(Anmerkung: diese Modelle sind ein vereinfachter Versuch, aus Verhaltens- und Denkmustern Sinn zu machen, um unserem Erklärungs- und Handlungsansatz eine Grundlage zu bieten. Die menschliche Denk-, Fühl- und Handlungsweise sowie Interaktion ist wesentlich komplexer und vielschichtiger, und wird immer Gegenstand aktueller Forschung bleiben.)

Das richtige Mindset bei Diskussionen - Transkript:

F: Ja, moin! Herzlich willkommen wieder bei den Mindpreneuren hier mit Frederick und mit Alex, grüß dich!

A: Moin!

F: Hi! Also wir besprechen heute ein Thema und das machen wir auch anhand eines Beispiels, und zwar so ein bisschen die, das Mindset von uns bei Diskussionen und mit welcher Lernbereitschaft man eigentlich auch in Kontakt tritt mit Menschen, die vielleicht anderer Meinung sind oder auch Dinge anders machen, um da eigentlich auch für sich einen Mehrwert zu bekommen. Und wir machen das anhand eines Beispiels von, in Anführungszeichen, „Ernährungsphilosophien“, das ist ja ein Hot Topic heutzutage: vegan, Paleo, intermittierendes Fasten, schieß-mich-tot, was es auch immer da für Möglichkeiten gibt.

A: Low carb, high carb.

F: Ah, ja, da sagst du was, low carb – high fat, high carb – low fat, roh-vegan, raw till 4, okay da fallen mir noch ein paar Sachen ein, also es gibt da echt extrem viele Sachen und da kann es natürlich vorkommen, dass eine Diskussion oder eine Argumentation auch mal etwas hitziger wird zwischen den einzelnen Lagern. Ich glaube auf Social Media passiert das relativ schnell, weil da natürlich schneller mit der Verurteilungs-Pistole auf die Brust gehalten wird und, ja, eine offene Diskussionsmöglichkeit eigentlich relativ wenig besteht. Und wir wollen das heute eigentlich anhand eines Beispiels mal ein bisschen durchgehen, was mal selbst machen kann, um auch zu einer, ja, gesunden Diskussionskultur auch beiztragen, um dementsprechend auch für sich learnings da rauszuholen.

A: Ganz genau! Und uns ist auch wichtig, dass das übertragbar ist auf andere Lebenssituationen, das heißt, dass man einfach generell drüber nachdenkt, und hier kommen wir auch wieder direkt zum Podcast und zu der Idee für die Mindpreneure, dass man einfach bewusst am Start ist, wenn es zum Thema einer Diskussion gibt. Also zum einen wenn man eine Diskussion anzettelt, aber auch zum anderen wenn man darauf reagiert, wenn jemand eine Diskussion anzetteln möchte. Dass man da einfach bewusst, ja, Optionen durchgeht und schaut, wie kann ich optimal so reagieren, dass auch eine coole Diskussion entsteht, anstatt dass es dann unbegründet hitziger wird. Es darf ja auch mal hitziger werden, aber dann, ne?

F: Ich glaube eine ganz coole Sache, was mir gerade so einfällt spontan ist, wenn man sich das „Stimulus-Response-Schema“ vornimmt. Also wir reagieren ja alle in irgendeiner Art und Weise nach, ein Reiz kommt rein und es passiert automatisch irgendeine Reaktion. Egal welche körperliche oder mentale Reaktion da passiert, wir haben ja trotzdem immer noch die Möglichkeit dann zu entscheiden, wie wir tatsächlich nach außen reagieren. Angenommen es kommt eine Provokation, wir gehen das gleich durch, und dann kommt der Impuls direkt mit einer verteidigenden Strategie zu antworten. Da habe ich natürlich die Möglichkeit bestimmte andere Strategien zu wählen und das wollen wir ein bisschen anhand eines Beispiels gleich durchgehen, wie wir selbst in diesem Schema die Kontrolle übernehmen können und nicht eigentlich durch das zum Opfer werden unserer eigenen Automatismen dazu beitragen, dass vielleicht, ja, Konflikte entstehen oder man eine total enge Sichtweise auch weiterhin hat.

A: Cool. Was wir dann in den Shownotes verlinken werden, fällt mir gerade ein, ist ein Video, was wir produziert haben für den Videokurs für ein Projekt, das wir haben, Stay Fit On The Road. Und da gibt es nämlich in den mentalen Videobereichen, da gibt es ein Video über „Trigger and Response“. Das ist genau das, was du gerade sagst. Das ist zwar auf Englisch, aber wir verlinken es einfach mal in den Shownotes, weil das visuell, in dem Video ist so eine Art Grafik integriert, genau das auch nochmal visuell darstellt. Alles klar, ich mache mal direkt den Sprung zu einem Beispiel, wenn wir uns jetzt wirklich auf Ernährungsformen konzentrieren möchten. Naja, ich ernähre mich vegan und das stößt sicherlich auf, das hat in der Vergangenheit und ist auch immer noch so, auf große Fragezeichen bei vielen Leuten. Und dann fällt mir auf, dass die Reaktionen darauf, ich rede da eigentlich gar nicht so viel drüber beziehungsweise habe gelernt, da nicht mehr so viel von mir aus drüber zu reden, sondern ich mache es einfach aus meinen eigenen persönlichen Beweggründen, meinen Erfahrungen. Aber da fällt es mir immer wieder auf, wenn man dann doch im Restaurant etwas bestellt und die Leute um einen herum das dann zum ersten Mal mitbekommen oder man sagt, was noch häufiger passiert, – ne, ich esse den Keks jetzt nicht – oder – ich möchte keine Milch in meinen Kaffee, weil ich verzichte auf gewisse Sachen – dann kommen diese Fragen, ne? Und wenn Personen dann mitbekommen, dass man sich pflanzlich ernährt, sind die Reaktionen ganz unterschiedlich. Und zwar, das kann zum einen sein, ja, dass da erst mal ein Witz drüber gemacht wird – haha, was kannst du denn eigentlich noch essen? Gras? Hahaha – das ist dann vielleicht auch so ein bisschen, ja, die hilflose Variante, weil man vielleicht auch wirklich gar nicht weiß, wie es dann in dem Fall, wie man sich ernähren kann. Oder es kommen wirklich ganz interessierte Fragen auch – Ja, pass auf. Ich habe mich da auch schon mal mit auseinandergesetzt, aber was machst du denn in den Situationen oder was kann man denn überhaupt noch aufs Brot schmieren? – und, ja.  Oder es gibt Leute, die ganz klar sagen – Ne, das ist ungesund, das kann doch nicht gut sein, so würde ich niemals mich ernähren, so würde ich auch meine Kinder nicht ernähren – und, ja. Die unterschiedlichsten Reaktionen, auch die unterschiedlichsten Gemütszustände werden da angekachelt und dann ist eigentlich so ein bisschen so die Frage, ja, wie reagiere ich da drauf und was könnte man, wenn ich selber in der Situation wäre, verändern eigentlich beziehungsweise wie könnte ich eine Frage stellen, dass da echt eine coole Diskussion daraus entsteht? Und das ist ein bisschen so die Story.

F: Okay, da habe ich direkt eine Frage zu. Du hast gerade gesagt, du hast gelernt da nicht mehr so von alleine auch darüber zu reden. Das heißt da hat sich etwas verändert, hat sich auch etwas verändert mit dem Umgang von deiner Seite aus mit gerade solchen unterschiedlichen Fragen und Kommentaren oder auch Witzen, die dann vielleicht kommen im Laufe der Zeit?

A: Ja, und zwar, dass ich auch probiere so wenig wie möglich in eine hitzige Diskussion zu kommen, weil da kommst du nämlich ganz schnell hin, wenn die Leute das...

F: Und wie machst du das?

A: Dass ich eigentlich relativ cool und locker darauf reagiere, wenn dann doch irgendwie drauf geschossen wird in einer negativen Art und Weise auf so eine Ernährungsform, und dass ich eigentlich sage, dass ich Grunde genommen denke, dass Ernährung sehr individuell ist und das ist natürlich meine Entscheidung, basiert auf meiner individuellen Situation. Das ist so ein bisschen der Grundgedanke in meinem Kopf, der dann so vorgeht und den ich dann ganz einfach gerne auch schildere, und dass ich auch generell offen bin für andere Ernährungsformen und dass jeder da auch seine Gründe für hat. Und dass ich viel lieber dann doch Taten sprechen lasse, wenn jemand da wirklich interessiert ist und dass man dann viel eher mal sagt – Dann pass auf, wenn dich das interessiert, komm doch mal bei mir zu Hause vorbei, dann kochen wir mal was zusammen oder wir gehen mal zusammen essen und ich zeige dir mal ein Restaurant, wo die das echt cool umsetzen – anstelle von dann in eine hitzige Diskussion überzugehen, die einem dann selber und dem Gegenüber vielleicht gar nicht so weiterhilft. Weil ich glaube, dass vieles im Leben, ja, dann doch basiert auf einer Erfahrung, die du machst. Und wenn die Erfahrung für dich funktioniert, dann kann man das viel schneller implementieren in sein Leben beziehungsweise Dinge übernehmen, die für einen dann positiv sind, anstatt dass man da sich im Kreis dreht, indem man über Sachen diskutiert, die einen langsamer weiterbringen, sagen wir es mal so.

F: Okay. Das heißt so, was ich ein bisschen raushöre, passieren da prinzipiell verschiedene Sachen. Erst mal versuchst du nicht auf emotionaler Ebene zu antworten, das heißt du versucht ein bisschen rational an die ganze Sache ranzugehen, falls eine Emotion kommt, die vielleicht einen Verteidigungsmodus aktivieren würde, dann versuchst du aber trotz alledem da doch rational ranzugehen und vielleicht auch zu schauen, könnte da auch hinter dem Witz oder auch hinter dieser Provokation auch ein ehrliches Interesse oder eine Neugierde versteckt sein, die aber aufgrund von Angst oder Unsicherheit auch eben als so etwas rübergekommen ist.

 

A: Ganz genau, ganz genau.

 

F: Finde ich supergeil, weil ich denke, dass in einer Kommunikation zwischen zwei Menschen, zwischen dem Sender und dem Empfänger immer irgendetwas dazwischensteht und ganz viel zwischenstehen kann, und das immer von verschiedenen Faktoren auch beeinflusst wird und ich glaube, was ich mittlerweile versuche gut umzusetzen ist da im Zweifel für den Angeklagten sozusagen zu handeln. Und ich glaube das machst du automatisch, wenn du die Emotionen rauslässt und dann eher mit einer bisschen rationellen Art und Weise da rangehst und selbst vielleicht auch neugierig eine Gegenfrage stellst, also demjenigen nicht zu unterstellen – Der will mich angreifen –, sondern vielleicht demjenigen zu unterstellen – Okay, der hat da noch keine Erfahrung mit gemacht –, wie du gerade gesagt hast, – und der hat auch keine Ahnung wie er damit umgehen soll und macht deswegen vielleicht einen Witz drüber – und so kann man in eine Diskussion kommen. Okay, also die Emotionen so ein bisschen rauslassen und, ja, was ich da jetzt auch reininterpretiere ist eben im Zweifel für den Angeklagten dann weiterhandeln.

A: Ganz genau. Ich muss aber sagen und ich möchte das überhaupt nicht so darstellen, dass das so einfach fällt immer, und dass man da nicht auch mal rausfallen kann aus dieser Patrone. Das ist mir nämlich auch letztens passiert, und zwar habe ich mich mit einer Ernährungsberaterin unterhalten und habe da einfach mal neugierig die Frage gestellt, also da war ich, am Anfang war ich noch wirklich neugierig und einfach, was sie denn so von pflanzlicher Ernährung hält und ich glaube, dass das auch immer sehr unterschiedlich ist, welchen Ernährungsberater man da fragt und inwiefern der sich auch, oder die natürlich, sich auch in die Materie einarbeitet fernab vielleicht von des gelernten Materials an der Uni oder in der Ausbildung. Aber in dem Fall war es so, dass da sofort geschossen wurde, und dass vegane Ernährung unglaublich ungesund und schlecht sei, und dass das überhaupt nicht möglich ist ohne Fleisch, ohne Fisch zu…

F: Kam das auch begründet dann zurück, sorry, dass ich unterbreche, aber da muss ich direkt einhaken, kam das auch begründet mit irgendwelchen Fakten?

A: Ja.

F: Oder war das einfach nur eine Meinung?

A: War schon begründet auf, wirklich gestützt auf Studien, aber als ich dann eine Gegenfrage gestellt habe, auch basierend auf einer Studie, und gefragt habe – Pass auf, hast du mal die China-Study gelesen?  –,  die natürlich dann auch einen neuzeitlicheren Denkansatz hat, obwohl sie jetzt auch schon ein paar Jahre alt ist, dann war die nicht auf dem Schirm, also nicht auf dem Radar. Und das ist so ein bisschen das Ding. Also ich glaube, wenn man sich auf Studien stützt, dann muss man einfach gucken, hat man Studien aus allen Teilbereichen auch so ein bisschen gecheckt und hat man da eine generelle Übersicht. Und es war halt ein bisschen so eine Einbahnstraße, die dann da irgendwie kam. Also sie hat probiert sich auf Studien zu stützen in dem Fall, in dieser Diskussion, aber die waren wirklich nur einseitiger Natur und das fand ich dann schade. Aber ich hab am Anfang noch nicht mal gesagt, dass ich mich vegan ernähre, das kam dann irgendwann in der Diskussion raus, weil dann meine Emotion irgendwie auch, das meine ich damit, die kam dann irgendwann doch rein und dann wurde die Diskussion doch hitziger, weil ich einfach denke, man kann als Ernährungsberater nicht nur einen Weg als den goldenen ansehen, sondern muss gerade als Ernährungsberater sagen -  Pass auf, Ernährung ist individuell und ich schaue mir alles an und gucke einfach so, ja, was hat das für Vor- und für Nachteile? – Ich sage auch nicht, dass vegane Ernährung der goldene Weg ist, man kann sich vegan natürlich auch sehr ungesund ernähren. Das ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Aber das ist dann doch hitziger geworden und da kamen dann doch meine Emotionen rein, also ich will das jetzt gar nicht so darstellen, dass das unglaublich einfach ist die Emotionen immer rauszulassen manchmal, weil da muss ich auch ganz ehrlich sagen, kamen meine Emotionen mit ins Spiel, weil ich mir da; ich habe gar nicht so emotional auf sie reagiert, sondern vielmehr auf das Bildungssystem, dass ich mir denke, wenn ein Ernährungsberater ausgebildet wird, warum werden dann nicht alle möglichen Studien zu allen möglichen Ernährungsvarianten, auch zu neueren, neuzeitlicheren Ernährungsvarianten, auf den Tisch gelegt und, ja, dass einfach der Student oder der Auszubildende sich da wirklich mit Allem auseinandersetzen kann, um eine differenzierte Allround-Meinung zu entwickeln. Und das hat mich eigentlich mehr aufgeregt und dachte mir, ich habe das dann direkt wieder weitergesponnen, ich dachte mir, wer finanziert, wer hat den Studiengang da finanziert oder die Ausbildung, steckt da die Pharmaindustrie dahinter und so weiter, aber da machen wir jetzt eine ganz große Schublade auf, da will ich jetzt gar nicht drauf eingehen.

F: Ok. Aber was ich da definitiv bestätigen möchte ist, und ich glaube da ist es wichtig noch ein bisschen, wenn du sagst Bildungssystem, noch ein bisschen weiter drauf einzugehen. Dass es nicht nur darum geht, alle Studien mit reinzubringen, sondern eigentlich darum geht Metaskills zu etablieren bei Leuten, die eine Ausbildung oder ein Studium machen. Und was ich damit meine ist ganz einfach, dass du bei jemandem, wenn der sich für einen Bereich entscheidet, wo er eben eine Tätigkeit aufnimmt, dass da das natürliche Interesse und die Neugierde auch förderst, dass die sich automatisch mit den aktuellsten Materialien beschäftigen. Ich in meinem Fachbereich, ich weiß auch nicht unbedingt von allen Bereichen die Vor- und Nachteile oder so, ich versuche aber trotz alledem, und das ist in meinem persönlichen Interesse begründet, und da denke ich ist auch so eine Kernkompetenz irgendwie, dass man eben das von innen heraus auch als Anspruch nimmt, sich trotz alledem immer weiterzuentwickeln und dann automatisch dieses Mindset nach außen auch kommunizieren kann, dass du offen bist für neue Meinungen und für neue Informationen und auch deine eigenen Überzeugungen dann vielleicht auch mal so ein bisschen challengen lässt, aber dass du dann wirklich, und das finde ich traurig und das ist meine persönliche…, da machen wir jetzt einen riesen Bogen, aber ich will einen Satz noch dazu sagen, das ist meine Erfahrung eben in der Schule gewesen, dass da nicht diese Metaskills in irgendeiner Art und Weise trainiert worden sind. Und ich glaube das ist irgendwo ein Grundproblem und ich glaube, dass sich wenige Leute Gedanken darüber machen, dass man differenzieren muss bei einer Diskussion, dass es oftmals nicht ein persönlicher Angriff ist, sondern einfach eigentlich irgendein Interesse dahintersteht. Und da ist dann die Frage, wenn du sagst, ok, die Situation ist jetzt ich weiß nicht wie lange her, du hast gesagt da sind die Emotionen hochgekommen.: Was würdest du jetzt in dieser Situation anders machen, um die Diskussion überhaupt erst gar nicht eskalieren zu lassen und vielleicht auch tatsächlich noch einen Mehrwert daraus zu generieren, der vielleicht nochmal auf einer anderen Ebene ist? Gibt es da irgendwas, was dir direkt so spontan einfällt?

A: Naja, jetzt auch einfach auf Basis unseres Gespräches würde ich einfach viel eher realisieren, alles klar, da kommen gerade Emotionen in mir hoch und die haben einen Grund und die haben vielleicht auch gar nicht nur, sind gar nicht auf die Person gerichtet, mit der ich gerade diskutiere, sondern auf eine höhere Metaebene zu transferieren, und dass man dann trotzdem ruhig und locker bleibt und, ja, trotzdem weiterhin interessiert Fragen stellt und guckt, dass man da selber für sich einfach was draus lernt in der Situation, ohne dass man da hitzig reagiert und dann letztendlich dann zu Bett geht und sich denkt – Ja, hätte ich jetzt die Diskussion so radikal führen müssen? –, weil da habe ich auch wenig Lust drauf. Ich mag zum Beispiel nicht, muss ich dazu sagen, generell radikale Einstellungen und das sind so, leider Gottes, wenn man sich mit Veganismus auseinandersetzt, ich muss nochmal kurz den Bogen dahin schlagen, gibt es einfach auch, man schaut ja zum Beispiel auch mal in Facebook-Gruppen rein, da gibt es ganz viele radikale Meinungen, die dann aufgrund von Tierschutz, moralischen Aspekten auch nochmal verschärft sind. Und das finde ich auch alles, kann man ja auch alles haben diese Meinung, aber das radikal zu verbreiten finde ich immer nicht so, ja, das ist nicht so die große Inspiration, als wenn man ruhig und locker bleibt und Sachen lebt, einfach lebt und da gar nicht so den großen Hehl draus macht und viel eher durch seine Taten Leute inspiriert. Und was würde ich jetzt in der Situation, um zurückzukommen auf deine Frage, anders machen? Also einfach ruhiger mit der Person diskutieren, realisieren, alles klar, worauf ich sauer bin ist nicht die Person, sondern eine Metaebene, eine andere Metaebene und probieren, alles klar, wo ist jetzt das, was ich aus der Diskussion mitnehmen kann und dann vielleicht einfach während der Diskussion sich dann einen veganen Snack zubereiten und den dann zu essen. Weil dann gehst du nämlich direkt in die aktive Umsetzung und dann sagst du, alles klar, das ist aber das, was ich lebe und was ich verkörpere.

F: Ok, gibt es denn da eine Möglichkeit, angenommen du bist in einer Diskussion und du kommst an den Punkt, wo du wirklich merkst – ok, ich werde emotionaler und die Fronten verhärten sich vielleicht aber trotz alledem noch –, also wie würdest du, was denkst du ist eine vernünftige Art und Weise dann damit umzugehen, um das dann, ja, nicht eskalieren zu lassen? Weil sowas, was du gerade gesagt hast, einen veganen Snack dann machen oder auspacken oder sowas kann natürlich auch von der anderen Person als Provokation gewertet werden, die dann sagt – Boah, der will mich jetzt sowas von wuschig machen hier, jetzt gehe ich aber mal richtig aufs Gas –, ne? Ne Idee?

A: Ja, hast recht.

F: Was ich mir denke ist, dass… Ne ich habe dich gefragt, hau erstmal raus, was denkst du, was kann man da machen?

A: Ich würde offen aussprechen, was da gerade passiert in der Situation und sagen – Pass auf, die Diskussion erhitzt sich gerade, die Fronten verhärten sich, wir müssen jetzt hier zum – und das haben wir letztendlich auch gemacht am Ende übrigens, wir haben gesagt – wenn wir jetzt hier zu einem Konsens kommen wollen, müssten wir alle beide Studien mitnehmen, die  auf dem Tisch legen und eins zu eins schauen, alles klar, was ist wie repräsentativ, aber so wie wir jetzt gerade stehen, macht es einfach keinen Sinn weiter zu diskutieren, weil wir drehen uns nur im Kreis und kommen zu keiner Lösung – und das muss man dann manchmal so einsehen.

F: Cool, also offen und ehrlich eigentlich mit der Situation umgehen und auch ein Gefühl vielleicht, was momentan ist, ansprechen, damit derjenige auch vielleicht weiß, wo man gerade steht, ne?

A: Genau, genau.

F: Weil der ist ja auch in seinem Kopf drin und in seinem Modus in irgendeiner Art Weise drin, ne?A: Ganz genau. Und, ja, was jetzt so ein bisschen das Thema dieser Podcastfolge ist, ist ja generell so das Mindset, was man haben sollte, bevor man in eine Diskussion auch geht beziehungsweise wie man auf eine Diskussion, die angeregt wird, reagiert und einsteigt. Und das ist ja erstmal, ja, das ist, das hat sich bei mir auch erst weiterentwickelt durch zum Beispiel so eine Erfahrung. Dass man halt sagt – alles klar, ich probiere –, das ist so ein bisschen ein, ich will das jetzt so ein bisschen runterbrechen auf direkte Take aways, die man, die Du als Hörer auch mitnehmen kannst.

F: Guter Zeitpunkt.

A: Ich glaube die Lernbereitschaft ist einmal ein wichtiger Schlüssel für ein Mindset um in eine Diskussion reinzugehen. Und ich glaube, wenn man das Mindset hat, immer, dass man immer von jedem irgendetwas lernen kann, egal welche Meinung er vertritt, es sei denn die ist dann jetzt rechtsradikale, wie wollen solche extremen Beispiele jetzt vielleicht mal ausklammern, aber dass man größtenteils wirklich immer irgendwas lernen kann von einer Person. Und wenn man dieses Mindset vertritt, geht man ganz anders in eine Diskussion rein, als wenn man direkt schon die Schotten dichtmacht und sagt – das ist meine Meinung, das ist deine Meinung und ich höre es mir zwar an, aber, ja, wir werden sowieso nicht auf einen Nenner kommen.

F: Cool, das heißt erstmal eine grundsätzliche innere Lernbereitschaft zu haben.

A: Ganz genau.

F: Also das Mindset zu haben – egal wie in vielleicht auch meinen Augen oder in meinen Werten bescheuert diese Person vielleicht auch sein mag oder egal wie wenig ich mit ihr vielleicht auch durch solche Erfahrungen klarkommen würde –, mag ja auch mit Arbeitskollegen oder mit Chef oder wie auch immer auf anderen Ebenen sein, trotz alledem immer zu sagen – okay, ich kann da etwas für mich rausziehen und ich „verschwende“ nicht zwangsläufig die Energie zu sehr auf die Emotionen einzusteigen –, was dann Punkt 2 ist, das heißt nicht nur diese Lernbereitschaft zu haben, sondern gerade was Diskussionen angeht auch die Emotionen wahrzunehmen, aktiv wahrzunehmen, vielleicht auch zu einem bestimmten Zeitpunkt auszusprechen und zu sagen – ich merke gerade, wie ich ein bisschen sauer werde, und dass sich vielleicht die Fronten verhärten – und dementsprechend zu schauen, dass man diesen Emotionen zwar Raum schafft, aber nicht zu sehr darauf eingeht und sie in den Mittelpunkt eigentlich rückt, wie das beispielsweise bei Wut oder Zorn auch passieren kann sehr schnell.

A: Genau, aber das ist immer nur dann im Falle einer Diskussion, die vielleicht auch irgendwo die Gefahr hat in Negativität abzudriften. Nämlich wenn man es jetzt umdreht und zum Beispiel jetzt, ich nehme als Beispiel mal unsere Konversationen hier im Podcast. Das hat sich ja alles entwickelt der Podcast, weil wir einfach unglaublich tolle Gespräche führen und wir dann irgendwann gesagt haben – alles klar, das müssen wir festhalten und für andere Leute hörbar machen –, aber wenn ich das, immer wenn ich mit dir diskutiere und da gibt es ein paar Menschen in meinem Leben, mit denen habe ich das auch noch, da ist gerade wenn man Emotionen auch noch zulässt im Gespräch, das sehr energetisierend und sorgt dafür, dass man zum Beispiel nach einem Gespräch viel mehr noch in die Handlung kommt um Sachen umzusetzen, als dass man es nicht tun würde und dann ist der Einsatz von Emotionen in einer Diskussion unglaublich, ja, nicht nur energetisierend, kraftgebend und, ja, kann Berge versetzen. Also ich glaube, dass man als, das wollen wir ja sein, als Mindpreneure einfach bewusst im Leben zu stehen und in einer Situation die Fähigkeiten und Tools zu besitzen, zu realisieren – alles klar, hier muss ich vielleicht gerade mal meine Emotionen gerade ein bisschen im Zaum halten und gucken, dass ich mehr auf rationaler Ebene diskutiere und hier macht es gerade Sinn, boah, wir teilen gleiche Meinungsansichten, gleiche Werte und Normen, jetzt lasse ich Emotionen zu, das wird uns so an den Gipfel energetisieren, dass wir halt viel umsetzen können zusammen – oder so.

F: Okay. Das heißt da auf jeden Fall zu lernen zu differenzieren zwischen wann ist es sinnvoll; Emotionen zulassen ist absolut notwendig, denke ich, aber wann ist es sinnvoll, sie eher in den Vordergrund rücken zu lassen und wann ist es sinnvoll vielleicht doch eher den, ja, für alle Star Trek-Wissenden, den Vulkanier zu machen und wirklich volle Kontrolle darüber zu behalten. Also da zu differenzieren.

A: Genau, also das wäre das Take away Nummer 2, also Nummer 1 ist immer die Lernbereitschaft zu sehen, Nummer 2 ist der gezielte Einsatz oder das gezielte Zulassen von Emotionen während einer Diskussion.

F: Ja, ich denke Nummer 3 ist dann auch wichtig vom Mindset her: immer das Beste unterstellen seinem Gegenüber, ja, also im Zweifel für den Angeklagten. Im Englischen heißt das dann „the Principle of Charity“, also charitable sein. Jemandem, egal wie er seine Message irgendwie verpackt, da trotz alledem immer etwas Positives drin zu sehen einfach, um vielleicht gerade, wenn es um Diskussionen geht, also angenommen du bist in einer Diskussion und hast eben verschiedene Argumente und jemand gibt ein Argument und du interpretierst eine relativ schwache Version da rein, dann könnte er sagen beispielsweise – Ne, das habe ich überhaupt gar nicht gemeint, ich meinte das und das und das – und dann hast du vielleicht schon Argumente gegeben, die dieses schwache Argument entkräften, aber derjenige hat dann auf einmal etwas viel, viel stärkeres, was du dann so in der Form nicht entkräften kannst, gegeben. Das heißt, wenn du jemandem quasi unterstellst, dass er immer das Beste meint, damit meine ich, es kann ein starkes Argument sein, aber auch vielleicht, dass da eine versteckte Neugierde oder auch ein Interesse drin ist, dann kannst du auch viel, viel mehr glaube ich eingehen auf die Quintessenz des Ganzen, ja, und da auch etwas Positives rausziehen.

A: Genau.

F: „Principle of Charity“.

A: Ich glaube, was damit zusammenhängt ist auch noch, dass man teilweise gar nicht weiß in welcher Lebenssituation sich, das ist immer unabhängig, je nach Diskussionspartner, aber mal angekommen man kennt den Diskussionspartner nicht so ganz gut, dann weiß man ja nicht in welcher Lebenssituation der sich jetzt gerade unbedingt befindet. Und wenn der zum Beispiel vor kurzem erst eine wichtige Person verloren hat in seinem Leben, dann reagiert der vielleicht allergischer auf, ja, bestimmte Diskussionspunkte und ist schneller irgendwie in einer Situation, wo er, ja, ungeduldig, traurig ist und dann einfach gar nicht so viel Lust hat auf eine Diskussion, das weiß man manchmal nicht. Also manchmal muss man einfach, und das ist auch im Zweifel für den Angeklagten – ich kenne die Situation meines Diskussionspartners nicht und deswegen kann ich gar nicht so sehr einschätzen, warum der gerade so extrem und warum eine Diskussion vielleicht ins Negative abdriftet –, vielleicht hat das gar nichts mit dem Thema der Diskussion zu tun, sondern vielmehr mit der Person und den Umständen der Person, in der sie sich gerade befindet.

F: Absolut, volle Zustimmung von meiner Seite. Ich denke das kennt jeder, dass du, wenn du gestresst bist, schneller gereizt reagierst auch bei Leuten, die dir überhaupt nichts Böses wollen, sondern du interpretierst halt einfach aufgrund deiner Grundstimmung und deiner Situation etwas Negatives da rein, reagierst vielleicht ungehalten und, ja, je mehr man sich darüber bewusst ist und dementsprechend dieses Prinzip auch anwendet, desto weniger unnötige Konflikte können sich glaube ich auch nicht nur in Diskussionen, sondern auch in Alltagssituationen entwickeln. Ja, sehr gut, guter Punkt, sehr guter Punkt, wichtiger Punkt denke ich.

A: Alles klar, ich würde sagen diese drei Punkte nehmen wir so als Take aways auf jeden Fall ganz deutlich mit in den Blog, die kann man dann nochmal nachlesen und wir werden dieses Video auch noch dazu verlinken mit Trigger und Response. Und dann würde ich sagen, ja, würden wir es hier bei belassen, weil die drei Punkte sind eigentlich schon so stark und haben so eine Grundkraft, wenn man die drei Sachen probiert anzuwenden in einer Diskussion, kann einem das schon wirklich helfen.

F: Und dann lass uns doch festhalten, dass wir auf jeden Fall noch etwas dazu bringen, auf welche Art und Weise man diese Sachen üben kann um das auch wirklich zu manifestieren. Wir haben sie ja jetzt quasi genannt und auch gesagt – okay, man kann es üben, anwenden –, aber dass wir wirklich Taktiken irgendwie raussuchen, die sich für uns erprobt gemacht haben, und damit Du als Hörer auch wirklich in die Umsetzung gehen kannst.

A: Alles klar. Ja, in dem Sinne würde ich sagen belassen wir es dabei, bleibt in Balance, liebe Leute, und wir sprechen uns in den nächsten Folgen.

F: Bis zum nächsten Mal! Ciao!

A: Ciao ciao!

 

4. Juni 2017Comments are off for this post.

Rückenschmerzen ade, wenn man weiß wie. Physiotherapeut Frederick erklärt wie und welche einfachen Bewegungen Deinen Leben verändern können.

#8 Rückenschmerzen ade durch einfachste Bewegungen im Alltag.

  • Trotz vieler Fitness- & Bewegungstrends nimmt die Anzahl der sitzenden/körperlich inaktiven Stunden pro Tag in unserer Gesellschaft zu.
  • Ein variabel geforderter Körper besitzt mehr Resilienz gegenüber allen täglichen Herausforderungen, ist weniger verletzungsanfällig.
  • Gebe Deinem Körper Priorität, körperliche Resilienz & Kapazität gehen einher mit mentaler Performance!
  • Geförderte Elemente durch alltägliche Bewegungsmöglichkeiten: Koordination, Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht, Eigenwahrnehmung, Bewegungseffizienz, u.v.m.
  • Praktische Umsetzung:
    • Sei kreativ im Alltag und frag Dich:
      • was würde ich als Kind in dieser Umgebung gerne tun?
      • Welche Bewegungseinladung sehe ich?
      • Was könnte sich gut anfühlen?
    • Auf Bordsteinkante balancieren.
    • Objekte beim Einkaufen kreativ für Bewegungen nutzen.
    • An einer Stange hängen, z.B. im Bus/Bahn/U-Bahn.
    • Ampelknopf mit versch. Körperteilen drücken (z.B. Knie, Knöchel, Ellenbogen, Schulter).
    • Zu Hause:
      • Beim Zähneputzen abwechselnd auf einem Bein balancieren.
      • Beim Kochen oder anderen Tätigkeiten kreativ mit den Objekten umgehen / manipulieren (balancieren, “jonglieren”).
      • Lichtschalter mit versch. Körperteilen drücken (z.B.Knie, Knöchel, Ellenbogen, Schulter).

Shownotes:

 

 

Transkript der Folge - #8 Rückenschmerzen ade, wenn man weiß wie. Physiotherapeut Frederick erklärt wie und welche einfachen Bewegungen Deinen Leben verändern können.

 

F: Moin! Herzlich willkommen bei den Mindpreneuren! Schön, dass du wieder eingeschaltet hast hier mit Frederick und mit Alex. Grüß dich, Alex!

A: Moin, alles gut?

  1. Hi, ja, absolut. Wir haben uns heute wieder zusammengefunden und skypen über ein Thema, das, ich finde, in irgendeiner Art und Weise immer mehr an Bedeutung finden wird, nämlich Bewegung immer mehr in den Alltag zu integrieren, kleine Alltagsherausforderungen lernen zu sehen und auch zu implementieren.

A: Warum denkst du, dass das immer wichtiger wird? Sorry, dass ich da jetzt so reingrätsche.

F: Es ist so, dass, ja, in den letzten Jahren ja ein großer Fitnesstrend in irgendeiner Art und Weise gewesen ist, dann ist ein Trend für vielleicht funktionellere Sachen, auch Cross Fit gerade aus den USA rübergekommen und dann auch ein Yoga-Trend, und das sind alles wunderbare Sachen. Unsere Gesellschaft entwickelt sich nichtsdestotrotz immer mehr zu einer sitzenden Gesellschaft. Autofahren, Reisen, Pendeln, aber auch Büroarbeit, zu Hause sitzen auf der Couch, beim Essen. Und das Sitzen selber hat, das weiß man mittlerweile, sehr, sehr viele negativ Auswirkungen, und man kann nicht nur mit Spazieren gehen und regelmäßigen Geh-Pausen, Aufsteh-Pausen dagegen steuern, sondern man kann auch lernen eigentlich wieder das Kind in sich selbst zu erwecken und dem Alltag kleine Herausforderungen, sich selber kleine Challenges zu setzen, kleine, ich sage mal, rote Tücher eigentlich so ein bisschen zu säen und dementsprechend, ja, sich mehr auf natürliche Art und Weise zu bewegen.

A: Okay, das ist megalogisch, klingt auch total geil. Jetzt bin ich gespannt auf konkrete Beispiele, weil, ja.

F: Okay. Ich habe im Laufe der letzten Jahre…also im Laufe der letzten Jahre hat sich meine, ich sage mal, Art und Weise des Bewegens drastisch geändert. Ich war auch, du weißt es noch früher, wir waren zusammen schön die Fitnessstudio-Pumper, ne? Schön getroffen im Fitnessstudio nach der Uni oder zwischendrin und dann – gib ihm, ran ans Eisen!

A: Hauptsache Brust und Bizeps, ne? Naja, war schon ein bisschen mehr durchdacht.

F: Ja, ein paar Klimmzüge haben wir auch noch geschafft. Ja, du weißt, was ich meine. Du gehst ins Fitnessstudio, aber hast acht Stunden gesessen, und, ja, bis, zumindest meine Erfahrung war es, dass ich doch die einen oder anderen Wehwehchen aufgebaut habe und dann auch irgendwelche Verletzungen bekommen habe. Und mein Job besteht auch viel aus Stehen und Sitzen, teilweise auch in vorgebeugter Haltung und ich versuche mir eben zwischendurch immer  wieder kleine Herausforderungen zu setzen beziehungsweise nicht Herausforderungen, sondern eigentlich Einladungen meine Umgebung wahrzunehmen. So würde ich es eher nennen. Denn ich denke, je variabler und abwechslungsreicher wir uns bewegen wollen und auch tun, desto, ja, rundum widerstandsfähiger sind wir gegenüber allem, was so die Umwelt uns entgegenbringt.

A: Okay, ich als jetzt auf einem Bürostuhl Sitzender, mit dir Kommunizierender und auch Zuhörer, vielleicht auch du, Zuhörer des Podcasts, wir beide haben jetzt, glaube ich, ein schlechtes Gewissen, wenn wir Frederick zuhören, weil ich hänge hier auch, glaube ich, rum wie der letzte Lurch gerade und das ist natürlich nicht gut. Vor allem, wenn du das über einen längeren Zeitraum machst, das ist mir auch bewusst, weil ich auch sehr sportlich unterwegs bin. Aber meine Frage ist dann: Was kann ich jetzt konkret machen, weil ich glaube so die breite Masse, ich glaube, dass vielen Leuten das bewusst ist, dass das vielleicht nicht gut ist, aber Ansätze zu einer lockeren, einfachen Integration von irgendwelchen Übungen, die sind dann einfach schwierig umgesetzt, weil einfach vielleicht auch das Wissen fehlt. Ja, was kann man da konkret machen?

F: Also, ganz konkret, ich kann mal erzählen, was ich so mache. Ich habe das Glück, ich arbeite in einer Gemeinschaftspraxis und da kriege ich auch ab und zu mal Kinder mit und die beobachte ich auch gerne, wie die sich so bewegen, was die so eben machen und wenn ich mich dann so zurückerinnere an das, dann sind wir automatisch als Kinder immer im Spielmodus drin. Kaum ist Pause, gehen wir raus, spielen – fang mich – du bist – einer pest los, der andere direkt hinterher. Das ist direkt ein High-Intensity-Workout. Ich meine, wenn du mit deinen Kumpels, Freunden unterwegs bist oder so, ne, ich meine, du kannst ja auch ein Tag-Spiel draus machen. Einfach mal, das klingt jetzt vielleicht bescheuert, aber ich habe das eine, nach der Schule eigentlich gab es auf dem Nach-Hause-Weg immer so einen kleinen Berg und ab einem bestimmten Zeitpunkt, ich war mit zwei Freunden unterwegs, ist einer losgesprintet und die anderen beiden hinterher, um dann einen bestimmten Move zu machen an so einem Pfeiler, um halt als Erster da zu sein, ne? Und das war halt so eine kleine Herausforderung. Was ich jetzt im Alltag mache ist, wenn ich beispielsweise einen Bordstein habe oder in irgendeiner Art und Weise bei einem Parkplatz oder so, dann balanciere ich da drauf. Das heißt ich suche mir Stellen, wo ich vielleicht und das muss nur kurz sein, aber wo ich vielleicht einfach zehn Schritte, fünf Schritte, zwanzig Schritte einfach balanciere. Das ist Nummer eins. Wenn ich an einer Ampel stehe, da gibt es so Drücker. Manche, die sind nur mit einem Finger reinzudrücken, aber es gibt genügend, die einfach so mit der ganzen Hand fest zu drücken sind, ne? Die werden immer mehr, weil die auch eigentlich eher barrierefrei sind. Was spricht dagegen einfach mal sich davorzustellen, das Knie zu heben und mit dem Knie gegenzudrücken.

A: Mhm.

F: Winzige kleine Bewegungseinladung um einfach nicht mit der Hand, die sowieso auf der Höhe ist, sondern ein bisschen die Hüfte mit zu integrieren und gleichzeitig auch an deiner Rumpfstabilität-Balance zu arbeiten.

A: Wow, ok.

F: Das ist Nummer zwei. Ich war jetzt die Tage auch mit meiner Freundin gemeinsam einkaufen und die hat mich noch mit einer anderen Sache überrascht. Das heißt sie hat wirklich so meine Art und Weise so ein bisschen übernommen, ich hatte die Tasche und sie ist so ein bisschen vor mir hergegangen und dann waren wir beim Obst und dann haben wir total die geil riechenden Melonen gefunden. Und dann haben wir uns direkt zwei genommen, ich hab ihr die so in die Hand gedrückt und dann ging sie so vor mir her, hatte jeweils eine Melone in der Hand und hat die dann auf Schulterhöhe gehalten, hat dann angefangen die so vor dem Körper, hinter den Körper so hin und her zu bewegen, so ein kleines Schulter-Workout zu machen, ne? Ich natürlich direkt – zack – gefilmt, weil ich fand das total geil und wollte das dokumentieren. Das heißt du kannst dir auch deine Umgebung zunutze machen mit irgendwelchen Gegenständen und einfach, worauf auch immer du Bock hast, Bewegungen machen. Also ich bin der Meinung, wir müssen uns nicht, im Gegensatz zu denke ich vielen, jemandem anders gegenüber rechtfertigen, wenn wir uns bewegen wollen, sondern wir haben das Recht und wir haben die Pflicht denke ich auch uns zu bewegen, weil ansonsten, ich möchte jetzt nicht mit dem Moralhammer kommen, aber es gibt genügend negative Auswirkungen und das Leben ist ein Trade-Off und irgendwann kommt die Keule zurück. So einfach ist das. Und je mehr man sich eingeladen fühlt und je mehr man seine Umgebung auch nutzt sich in irgendeiner Art und Weise zu bewegen, desto leichter wird es auch fallen und desto mehr inspiriert man vielleicht auch andere Menschen um einen herum das Gleiche zu tun.

A: Mhm, also zum einen muss ich natürlich sagen sollte man da als Zuhörer, solltest du Zuhörer auf jeden Fall da genau zuhören, weil es dann einfach auch von einem Physiotherapeuten gesagt wird. Ich denke, dass du dann in deiner Praxis auch genug Beispiele hast für „die Keule kommt zurück“ und dass man sich das hier glaube ich zu Herzen nehmen sollte und ich höre jetzt auch gerade Sachen, zum Beispiel diese Ampel, den Ampelschalter drücken mit gehobenem Knie, finde ich total geil, finde ich total abgefahren. Du hast mich, was mir da gerade einfällt, auch schon auf eine super Sache gebracht und zwar das Hängen. Sich einfach mal an eine Stange zu hängen, dass man gar keine Klimmzüge macht, aber wenn man irgendwie eine Stange sieht und das ist mir zum Beispiel, ich war letztens in Köln, ja in der U-Bahn habe ich das einfach gemacht. Da hast du überall die Stangen, wo du dich dran festhältst und ich dachte – Gut, ich hänge mich jetzt einfach mal eine Minute dran –, weil ich einfach weiß, dass dieses Hängen in stabiler Hängposition, dass das einfach unglaublichen Benefit liefert und habe mir dann das, was du mir da gezeigt hast einfach zu Herzen genommen und einfach auf eine ungezwungene, ja vor allen Dingen nicht gezwungene Art und Weise das dann irgendwie im Alltag integrieren. Was mir allerdings wel, wel, jetzt kommt schon wieder der Holländer durch, tut mir echt leid, dass das immer wieder kommt, das ist echt schlimm. Naja, mir ist schon aufgefallen, dass Leute da komisch geguckt haben, weil auf einmal hängt da einer in der U-Bahn an einer Stange. Also ich meine, wenn ich das erzähle dann kommt mir das auch nochmal witzig vor. Ich bin natürlich durch Werte und Normen dann vielleicht schon so gefestigt, dass mir das am Arsch vorbeigegangen ist. Was ist denn jetzt für jemanden, der das eigentlich unglaublich gerne anwenden möchte, das aber so in der Öffentlichkeit lieber nicht will, weil er da, ja, sich vielleicht schämt oder einfach noch nicht soweit ist das dann umzusetzen?

F: Dann würde ich auf jeden Fall verweisen auf kleine Routinen und das fängt an mit einer einzigen Sache, dass man sich eine Sache raussucht, die beispielsweise gegen das Sitzen steuert. Also eine Übung raussuchen, die man im Büro machen kann und dann macht man eben eine Regelmäßigkeit daraus, eine Routine. Fängt mit einer Sache an, nicht zehn, sondern wirklich nur eine einzige Sache. Ein Beispiel wäre eine sogenannte Übung, der heißt „Wall Angels“. Das heißt da kann man eigentlich die gesamte hintere Schulter- und Rückenkette aktivieren um dem nach vorne gebeugten Sitzen, dem wir alle meistens am Büro unterliegen und uns unterwerfen, entgegenzusteuern und nichtsdestotrotz würde ich aber sagen vielleicht sich einmal so auf eine unkonventionelle Bewegungsform auch in der Öffentlichkeit als Herausforderung zu stellen. Tim Ferris hat das zum Beispiel auch mal gemacht so eine Challenge gestellt, sich einfach mal eine halbe Minute irgendwo auf den Boden in der Stadt legen. Nichts sagen, sich einfach hinlegen und danach aufstehen und weitergehen. Einfach um auch mal bewusst aus der Komfortzone auszubrechen und sich zu sagen – Ist mir doch egal, was die anderen denken – irgendwer wird immer irgendeinen Kack über einen denken, das steht außer Frage meiner Meinung nach und im allerbeste Falle kriegen die Leute auf einmal – Aha, was macht der da? Mh, ok. Der fängt an sich zu bewegen, vielleicht kann ich das ja irgendwann auch mal machen –, also eventuell steckt man da jemanden an.

A: Eben für die Leute, die Tim Ferris nicht kennen, das ist einfach einer der Entrepreneure weltweit aus den USA und hat Bestsellerbücher geschrieben wie The 4-Hour Workweek, Die 4-Stunden-Woche, Der 4-Stunden-Körper und so weiter und so fort. Das ist ein Life-Hacker, Bio-Hacker, wenn man das so nennen kann.

F: Ja, Nummer eins-Podcast irgendwie weltweit, also hat extrem hohe Downloadzahlen auch und Abonnentenzahlen und ist einfach jemand, der sehr viel selbst rumexperimentiert und auch immer auf der Suche ist nach irgendeiner Art und Weise Optimierung und an solchen Menschen kann man sich auch ein Beispiel nehmen, ja? Und ich habe es, ich probiere es aus. Ich laufe zum Beispiel auch mit meinen 5-Finger-Schuhen rum, also das sind so Zehenschuhe und da gucken die Leute, aber die gucken nicht nur, sondern viele Leute, die schauen dann auch erstmal ein bisschen irritiert und sagen dann – Hey, was sind das denn für tolle Schuhe? – vor allen Dingen Kinder. Und die sind da ganz neugierig und dann erkläre ich denen das und die finden das total super.

A: Ja, ja. Und da kann man sich dann auch wieder schon direkt das, du hast das Beispiel Kind direkt am Anfang auch schon erwähnt, ich glaube, dass man sich da auch wie gesagt ein ganz, ganz großes Beispiel nehmen kann, an der natürlichen Bewegung eines Kindes, weil ein Kind bewegt sich ja dann einfach aus bestimmten innerlichen Beweggründen heraus auch und wird ja leider Gottes von vielen Eltern immer wieder erst in die Schranken gewiesen. Und dann kommt noch die Gesellschaft dazu, dann kommt die Schule, die einem zum Sitzen erzieht und – Zack – ist man eigentlich schon raus aus diesem Modus, den man als Kind viele Jahre lang eigentlich dann erlebt hat und der eigentlich sehr positiv für den Körper war.

F: Mh, also ich bin der Meinung es ist unser Recht und unsere Pflicht, das sage ich jetzt zum zweiten Mal, uns zu bewegen und auch unseren Mund aufzumachen und das auch zu sagen, was wir denken und was wir fühlen. Wir werden eigentlich erst ja auch dazu erzogen, genau das zu tun. Wir sollen uns bewegen, wir sollen uns auch äußern und sprechen und dann passiert etwas, das finde ich ist auch in vielen Fällen kritisch zu sehen, dass wir uns sehr stark anpassen sollen.

A: Ja.

F: Und auf einmal uns auch nicht mehr bewegen sollen. Stillsitzen – Bleib mal stillsitzen, was bist du denn für ein Zappelphilipp? –, also Bewegen wird auf einmal mit Negativem assoziiert. Vollkommener Quatsch! Es sollte genau andersherum sein. Es sollte eigentlich die Bewegung auch in irgendeiner Art und Weise gefördert werden. Natürlich muss man da in einem bestimmten Rahmen auch in der Schule das in irgendeiner Art und Weise finden, nichtsdestotrotz glaube ich, dass da viele Probleme auch herangezüchtet werden und man kann sich das Ganze aber selbstständig wieder erarbeiten. Ja, ich bin da gerade selbst dabei, es gibt da ganz viele, ja ich sage mal in Anführungszeichen Systeme oder Prinzipien, die auch auf der Art und Weise wirkliches Training in Anführungszeichen anbieten oder wo man sich auch im Internet eben bestimmte Ressourcen anschauen kann. Es gibt zwei große Sachen, die in die Richtung gehen, das ist einmal „Idoportal“, kennen vielleicht, kennen denke ich mal relativ viele.

A: Verlinken wir in den Shownotes.

F: Verlinken wir, oder auch „Movnat“ ist eine zweite Sache, das ist ein anderes System, verlinken wir auch. Das sind Sachen, das sind so Systeme, nach denen man trainieren kann einfach um eine bestimmte Allround-Beweglichkeit eigentlich auch wieder zu erlernen und so ein bisschen auf eine spielerische Art und Weise, explorative Art und Weise sich auch ganz viele positive Effekte der Bewegung und Beweglichkeit und Möglichkeit sich vielfältig zu bewegen des Körpers wieder freizuschalten.

A: Mhm, ich möchte auch nochmal eine Sache dann ansprechen beziehungsweise dich auch nochmal fragen. Also du hast dadurch, das Tolle was ich finde, du hast auch nochmal eine andere Ebene, eine Metaebene irgendwo angesprochen, die auch einfach mit Sozialisation zu tun hat, auch mit der Komfortzone zu tun hat, die wir immer weniger verlassen je älter wir werden und je mehr wir uns in der Gesellschaft integrieren und das ist eigentlich auch, und darum machen wir auch, ich kann immer nur wieder darauf zurückverweisen, darum machen wir auch diesen Podcast, weil wir einfach anregen wollen, uns natürlich zum einen austauschen wollen, das dokumentieren wollen, aber anregen wollen mal bewusst nachzudenken über – Was mache ich? Wie lebe ich mein Leben? Und lebe ich es vielleicht einfach wie es 80 Prozent der Bevölkerung tut, aber ist das vielleicht gar nicht so gut? – Nur weil es die Mehrheit der Masse tut heißt nicht, dass es automatisch gut ist dann jetzt in dem speziellen Aspekt für den Körper. Und da möchte ich in dem Kontext dich was fragen zu dem Thema Fitnessstudio, weil vielleicht der ein oder andere wird das jetzt hören und sagen – Ja, ach, lass den mal reden, ich gehe ins Fitnessstudio fünf Mal die Woche immer nach der Arbeit, das ist genug – und das ist glaube ich eine Illusion, die man da hat, die vielleicht auch so ein bisschen deplatziert ist  und auch eben genau nicht das komplette, also nicht das wiederspiegelt, was du gerade erklären willst, weil du nämlich im Fitnessstudio auch durch die Maschinen und alles, was da so ist, natürlich auch gezwungen, eigentlich zu bestimmten Bewegungsabläufen dann auch irgendwie gezwungen wirst. Und wenn du nicht selbstständig sagst – Ich breche da aus und ich baue meine Mobilitätsübungen zwischendurch ein oder gehe mal ans TRX oder mache mal eine Körpergewichtsübung und gehe nicht nur in diese Maschinen, die dir irgendeine Bewegung vorgeben und den Rumpf komplett außer Acht lassen. Ja, das ist so ein bisschen meine Frage eigentlich: Wie kann man Leute dazu bringen, dass sie dann aufwachen und nicht denken – Ok, ich gehe ins Fitnessstudio nach zehn Stunden Arbeit und das wird schon genug sein –?

F: Mhm. Sehr gute Frage, sehr, sehr gute Frage. Ich denke da kommen wir auch wieder zum Grundgedanken des Podcast auch in irgendeiner Art und Weise zurück – das bewusst sein. Ich glaube das muss in irgendeiner Art und Weise ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass jemand erst einmal merken kann, dass da etwas auch anders funktionieren kann. Dass hier etwas anderes ist. Und bei manchen passiert es leider auch erst durch beispielsweise Verletzungen oder Schmerzen oder Unwohlsein. Es kann aber auch sein, dass da auf einmal jemand im Gym ist, der vielleicht genau solche, ja, vielleicht unkonventionellen Sachen macht. Dann gibt es diejenigen, die da vielleicht mit scherzhaftem darüber Spotten reagieren, aber da gibt es vielleicht auch Leute, die da drauf zugehen und sagen – Hey, was machst du denn da? Wo hast du das denn her? Kannst du mir davon was zeigen? – oder so. Und ich glaube, wenn, also ich, und da kommen wir jetzt auf eine andere Metaebene im Endeffekt, ich glaube, dass eben viel Oberflächlichkeit herrscht.

A: Ja.

F: Und Fitnessstudio und meiner Meinung nach und da soll sich gerne jemand, der sich da in irgendeiner Art und Weise angesprochen fühlt, vielleicht auch angegriffen fühlt, soll mir doch gerne seine eigene Sichtweise schildern, aber ich denke, dass so das Trainieren nur des Muskelaufbaus und der Optik wegen ein oberflächliches Ziel ist und doch sehr, nicht unbedingt Nachteile, aber doch eine sehr eingeschränkte Sichtweise in irgendeiner Art und Weise repräsentiert. Also irgendwie ein Unterordnen von Werten und Normen vielleicht auch anderer Menschen.

A: Mhm, mhm.

F: Und ich sehe das so, ich verurteile niemanden. Ich finde super, wenn jemand sich mehr bewegt und glaube aber, dass es definitiv bessere Wege gibt anstatt sich an Maschinen zu setzen und geführte Bewegungsabläufe zu machen.

A: Ja.

F: Und die gilt es für sich selbst zu erkunden.

A: Ja. Ich habe da noch eine Sache, die ich gerne ergänzen würde und zwar kriege ich bei vielen Leuten mit, ich meine wir haben zusammen ja auch das Projekt „Stay Fit On The Road“, wo wir Musikern und Reisenden helfen sich körperlich fit zu halten auf verschiedenste Art und Weisen, wenn du unterwegs bist. Und da kommen in dem Kontext auch immer mal wieder, ich arbeite da auch mit Musikstudenten zusammen, oder einfach generell Leute auf mich zu und fragen – Ja Alex, ich möchte eigentlich mehr machen körperlich. Wie kriegst du das hin immer regelmäßig – und da wird, das Problem des Fitnessstudios ist so ein bisschen du schiebst die ganze Sache so vor dir her, weil du denkst es ist immer eine Stunde Session, die ich dann am Ende des Tages oder am Anfang des Tages einbauen musst, da habe ich eigentlich gar keine Zeit für und dadurch kommt es auf die Wartebank. Und dadurch fängt man erst gar nicht an, weil man denkt so – Ja, ich fange in zwei, drei Wochen an, weil dann hab ich eine Woche frei und dann ziehe ich richtig durch –, weil du das immer koppelst an eine lange Session. Und wenn du jetzt das machen würdest, was du gerade am Anfang dann anhand ziemlich kreativer Beispiele, was ich als kreativer Musiker natürlich auch extrem cool finde, dann gezeigt hast, dann kannst du das direkt integrieren, überall. Bei der Arbeit, auf dem Weg zur Arbeit, bevor du unter die Dusche springst, morgens wenn du aufstehst und dann ist die Frage – Was kann ich machen um mich fit zu halten – eigentlich schon beantwortet. Du kannst jeden Tag immer mal zwischendurch, wenn dir der Gedanke kommt, ja, was machen. Das Tolle ist, wenn du das weiterentwickelst auch nochmal deine kreative Ader anzapfst. Und das hat eigentlich mehrere Benefits, wenn ich mir das jetzt so anhöre.

F: Ja, unglaublich viele Benefits. Und ich definiere für mich Training als etwas, was nicht eindimensional ist in dem Sinne, sondern Training hat in irgendeiner Art und Weise damit zu tun die eigenen Skills zu festigen und zu erweitern und auch immer wieder, was du angesprochen hast gerade, auch Kreativität mit einzubringen und zu fördern. Und gibt natürlich eine bestimmte Übertragbarkeit dann auf andere Tätigkeiten und Prozesse, die das Gehirn und unser Körper dann vollziehen und ich denke, dass es immer von Vorteil ist sich out of the box auch zu bewegen, auch Dinge neu auszuprobieren, weil der Körper sehr individuell ist und der Geist natürlich und immer wieder auch neue Reize benötigt um auch weiterzukommen und gut zu funktionieren. Und es gibt neue Untersuchungen zu Neuroplastizität, also zur Verformbarkeit des Gehirns auch und zu der Funktionsweise des Gehirns und das, was bei Kindern automatisch passiert in der Grundschule, diese Bewegungspausen, dass die auch rausgehen und sich auf die verschiedensten Art und Weisen auch austoben, klettern, rutschen, auf dem Boden irgendwelche Sachen machen, Fußball spielen, fangen und so weiter und so fort, das ist eigentlich ein, balancieren, springen, das sind alles so vielfältige Tätigkeiten, die nicht nur genau diese Tätigkeit dann ausbauen und festigen, sondern auch eigentlich die Entwicklung des Gehirns und auch des Lernens und des Gedächtnisses physiologisch dann unterstützen. Das ist eben das total Interessante. Naja, also da werden wir nochmal eine andere Folge drüber machen, eben was Bewegung mit Lernen und Produktivität und Gedächtnis auch zu tun haben kann.

A: Geil, geil, geil.

F: Und das zeigt auch, dass du an sich genau diese Gelegenheiten nutzen solltest, um dich auch mental fit zu halten. Weil wenn du es nur eine Stunde dann drei Mal die Woche machst oder eineinhalb Stunden drei Mal die Woche und immer wieder in deine alten Muster gehst, dann ist das genauso wie wenn du zu mir kommst mit deinem Gesundheitsproblem, du kommst zwei Mal die Woche eine halbe Stunde zu mir, ich mache was mit dir, aber den Rest der, keine Ahnung, einhundert wachen Stunden, die du pro Woche hast machst du gar nichts daran. Dann wird sich auch nichts ändern, weil du gehst nicht an die Verhaltensweisen ran, die genau dazu geführt haben, dass du zu mir kommst. Und genauso sehe ich das mit diesen Bewegungseinladungen.

A: Ja, absolut.

F: Wir müssen nur lernen sie zu sehen. Und sie lauern überall und sie können hochindividuell sein, ich denke der Schlüssel dazu kann daran liegen, Kinder zu beobachten, sich selbst daran zu erinnern – Was habe ich als Kind gerne gemacht? – oder – Wie bewege ich mich vielleicht auch gern, was habe ich lange nicht gemacht, was würde ich gerne mal wieder ausprobieren? –, gerne auch im Stillen, alleine erstmal austesten und darüber nachdenken und dann einfach tun. Das ist es.

A: Alles klar. Zum Abschluss, dann sag uns mal, wenn wir es im Stillen anfangen wollen, du wachst morgens auf, wir wollen es einbinden in eine Art Morgenroutine, zwei, drei Übungen, die nicht lange dauern, kreativ sind, hast du da irgendwie, kannst du dir da so zwei, drei Sachen aus dem Ärmel schütteln? Jetzt gerade nur so als Inspiration.

F: Absolut. Allererste, ich meine wir alle, hoffe ich, putzen uns zwei Mal am Tag die Zähne morgens und abends. Allererste Sache, das ist eine Routine und das einfachste um etwas Neues einzubauen ist etwas an eine bestimmte bestehende Routine dran zu basteln. Supereasy. Okay, was machst du? Du putzt dir die Zähne, sagst dir – Alles klar, ich habe eine bestimmte Routine beim Zähneputzen, die Hälfte der Zeit balanciere ich auf dem einen Bein, die andere Hälfte der Zeit auf dem anderen Bein oder wechsle zwischendurch ab – zack. Hast du direkt eine Balance-rumpfaktivierende-hinternaktivierende Übung, kombinierst das mit dem Zähneputzen und kannst das direkt als Routine integrieren.

A: Alles klar, Nummer zwei?

F: Nummer zwei ist beispielsweise, dass du, wenn du dein Frühstück machst, irgendetwas mit den Zutaten anfängst. Das klingt jetzt vielleicht komisch – Mit Essen spielt man nicht – oder so, das ist auch so eine Aussage in irgendeiner Art und Weise. Aber du könntest dir beispielsweise, ich weiß nicht, angenommen du machst dir irgendwie ein Müsli oder du machst dir einen Smoothie oder keine Ahnung was oder schmierst dir eine Stulle, weiß ich nicht, dann kannst du ja mal probieren damit was zu machen. Beispielsweise Messer balancieren auf dem Finger, versuchen den Schwerpunkt zu finden und da zehn Sekunden einfach das zu balancieren. Ich mache das jetzt hier mit meinem Kuli vor, das siehst du, zack, sowas zu machen oder beispielsweise einfach auch mal den Apfel von der einen Hand in die andere oder hinterm Rücken versuchen in irgendeiner Art und Weise hin und her zu geben oder hinterm Kopf einfach, irgendwas mit der Umgebung anstellen um ein ganz kleines bisschen irgendeine Bewegung zu machen.

A: Ok, Nummer drei? Noch irgendwas?

F: Nummer drei: Such dir morgens auf jeden Fall, nein, viel besser. Wenn du in einen Raum kommst, der dunkel ist, versuch den Lichtschalter mit dem Fuß anzumachen. Bumm. Das ist Nummer drei. Oder mit dem Knie, wenn du den Fuß nicht so hochkriegst.

A: Hammer, hammer.

F: Nicht, dass sich jetzt jemand verletzt aufgrund dieser Anweisung, also gerne auch mit dem Knie anfangen, also irgendeinem anderen Körperteil außer den Fingern und der Hand, sagen wir es mal so. Da kann man auch kreativ werden. Du kannst auch deinen Kopf benutzen, kannst den Ellbogen benutzen, nutz die Schultern, nutz den Hintern, such dir was auch. Das ist beispielsweise eine super Sache für morgens um ein bisschen kreativ zu sein.

A: So kann man die Morgenlatte auch mal irgendwie benutzen.

F: Auf dem Weg zum Badezimmer, schön das Badezimmerlicht mit der Morgenlatte anmachen.

A: Ich konnte da jetzt leider nicht widerstehen. Das war irgendwie ein Elfmeter ohne Torwart. Okay, alles klar.

F: Das wurde ja auch schon verfilmt, ne? Also wer The Pick of Destiny kennt von Tenacious D, der weiß Bescheid, mit der Morgenlatte kann man einiges anstellen.

A: Ja, alles klar. Ey, in dem Sinne, ich würde es hierbei belassen. Hammergeil, viel Input, viel worüber man nachdenken kann, wir werden da eine Menge in die Shownotes hauen und auch generell in den Blog zu den Tipps und Übungen, die du jetzt genannt hast am Anfang sowie am Ende der Folge.

F: Genau.

A: Wie gesagt, wenn du eine Frage hast, die dir beim Zuhören gekommen ist, einfach uns eine E-Mail schreiben, info@mindpreneure.de, oder einfach einen Kommentar unter den Blog oder, naja. Auch gerne eine Bewertung bei iTunes, wenn dir das gefällt, also.

F: Und ganz wichtig, wenn du Ideen hast oder Strategien, die du auch schon anwendest, ja, oder vielleicht auch irgendwas davon bedenklich hältst oder andere Meinungen hast, dann gib uns da auch Feedback zu, wir wollen auf jeden Fall in den Dialog gehen. Und, was mir wichtig ist, ich will auf jeden Fall von euch neue Strategien hören, die ihr vielleicht schon anwendet, damit ich was Neues ausprobieren kann und was lernen kann.

A: Geil. That’s the spirit! In dem Sinne, bleibt balanced! Eure Mindpreneure!

F: Ciao.

A: Ciao.