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#2 Du willst leichter Entscheidungen treffen? Hier sind 3 Tipps für dich!

Wie oft haben wir das nicht schon erlebt, wir schleppen Entscheidungen über längere Zeit mit uns herum, treffen sie aber einfach nicht.

Die Gründe sind oft sehr verschieden und immer mit unserer persönlichen und sozialen Situation verstrickt. Die Angst vor den Konsequenzen  ist der häufigste Grund, warum wir bestimmte Entscheidungen immer wieder aufschieben oder uns nicht trauen bestimmte Träume oder Ideen in die Tat umzusetzen. Natürlich sind Entscheidungen immer sehr individuell, aber es gibt klare Schritte und Methoden, mit denen du den Prozess trainieren und beschleunigen kannst. Ich habe im Folgenden drei Tipps kurz und kompakt zusammengefasst, die du direkt anwenden kannst, sobald du merkst eine Entscheidung vor die her zu schieben.

Tipp #1 - Bestellungen im Restaurant:

Die Entscheidungskraft ist wie ein Muskel und trainierbar. Je öfter man sich zwingt, kleine und weniger wichtige Entscheidungen direkt zu treffen, desto größer wird der Muskel und somit die Kraft für größere Entscheidungsentschlüsse. Eine hervorragende Trainingsfläche bietet hier das Restaurant. Versuche dich bei deinem nächsten Restaurantbesuchen unter 30 Sekunden für ein Getränk und eine Mahlzeit zu entscheiden und zwar nach Möglichkeit jedes Mal. Neben der Entscheidung selbst, lernst du mit den Konsequenzen umzugehen. Wenn das essen nicht schmeckt, triffst du beim nächsten Mal einfach eine andere Entscheidung. Hier wird dir schnell klar, eine falsche Entscheidung bedeutet noch lange keinen Weltuntergang, sondern ist Teil eines Lernprozesses den man genießen sollte. Diese Sichtweise lässt sich dann auch einfacher auf größere Entscheidungen übertragen. Das Üben muss aber irgendwo beginnen, und da ist das Restaurant ein idealer Trainingsraum.

Du wirst bei deinen künftigen Bestellungen zudem auch zahlreiche Volltreffer landen und dich daran erfreuen, dass der Prozess  extrem Zeit- und Nerven sparend abgelaufen ist. Der Vorteil ist hier, dass du auf relativ kleiner Ebene trainierst und die Konsequenzen, wenn sie denn mal auftreten, wirklich nicht weh tun. Je öfter du das also machst, desto öfter suggerierst du deinem Unterbewusstsein dass es gar nicht so schlimm ist Entscheidungen zu treffen.

Tipp #2 - Das Sterbebett:

Immer wenn eine wichtige Entscheidung ansteht, stell dir vor du bist 90 Jahre alt und liegst auf dem Sterbebett. Du blickst auf dein Leben zurück und hast viel Zeit um nochmal über alles Erlebte nachzudenken und Situationen genau zu reflektieren. Wo z.B. hättest du dich gerne für eine Reise, einen neuen Job, einen wohltätigen Zweck oder dafür entschieden einer Person die du liebst zu sagen was du für sie fühlst, hast es aber aus verschiedensten Gründen nicht getan? Oft sind wir in unseren alltäglichen Prozessen und sozialen Netzen so eingebunden, dass  wir Herzenswünsche kontinuierlich ignorieren oder aufschieben. Wenn wir uns also vorstellen dass wir diese Wünsche, Träume und Ziele solange aufschieben bis die Umsetzung nicht mehr möglich ist, triggern wir einen innerlichen Aktionsbutton, der uns hilft im hier und jetzt ins Handeln zu kommen.

Also triff deine Entscheidung jetzt. Ob Für eine Reise, einen Jobwechsel, die Partnerin des Herzens, mehr Zeit für Körper und Ernährung oder was es sonst noch sein mag, dass dein Herz vibrieren lässt. Es ist immer besser eine proaktive Entscheidung zu treffen und dem zu Folgen, was dein Gefühl dir sagt, als reaktiv zu warten bis äußere Einflüsse dich dazu zwingen. Zudem passiert das häufig auch einfach nicht. Hinzu kommt dass, auch wenn du keine aktive Entscheidung triffst, in diesem Moment eine getroffen hast. Eine Entscheidungen nichts zu tun.

Wer möchtest du sein wenn du auf dein gesamtes Leben zurückblickst?  Derjenige ,der die Zügel seines Lebens in der Hand hatte oder sie lieber anderen überlassen hat?

Tipp #3 -Telefoniere mit einem Freund/ einer Freundin:

Ein Telefonat mit Freunden kann echte Wunder bewirken und Prozesse beschleunigen. Jetzt fragst du dich bestimmt direkt, Moment mal, oft  kann sich so ein Telefonat aber auch komplett gegensätzlich verhalten. Da gebe ich dir vollkommen Recht. Es ist darum essentiell, dass du dir Gedanken machst, wen genau du anrufen willst und wo diese Person im Leben steht. Hier eine kleine Checkliste um das zu vereinfachen:

  • Versteht dieser Freund/diese Freundin dich wirklich zu 100%?
  • Ist dieser Freund/diese Freundin in gewissen Teilbereichen des Lebens schon einen oder mehrere Schritte weiter als du?
  • Lernt ihr regelmäßig voneinander?
  • Ist die Frequenz eurer Treffen unabhängig davon wie ihr euch versteht?
  • Ist dieser Freund/diese Freundin Angstfrei davor wenn du dich veränderst?

Der letzte Punkt dieser Checkliste ist dabei nicht zu unterschätzen. Sollte dein Freund/deine Freundin nämlich Angst vor deinen Veränderungen haben, so kann es bei großen für dich wichtigen Entscheidungen schwer werden Unterstützung zu erhalten. Dann hältst du deinem Gegenüber oftmals einen Spiegel vor die Nase, bezüglich der eigenen Situation, die unter Umständen stagniert. Oder aber es kann sein, dass deine Veränderungen auch indirekte Veränderungen für den Freund/ die Freundin bedeuten. Der Spiegel ruft dann Reaktionen hervor, die nicht immer die Besten sind in Bezug auf deine eigene zu fällende Entscheidung.

Solltest du jedoch alle der 5 Fragen mit einem klaren Ja beantworten, dann ist es an der Zeit diesen Freund/diese Freundin anzurufen  und bezüglich deiner Entscheidung um Rat zu fragen.

 

Die Shownotes zu dieser Episode findest du hier:

 

Transkript der Episode - "Du willst leichter Entscheidungen treffen? Hier sind 3 Tipps für dich!"

A: All right! Wir sind back hier bei den Mindpreneuren. F: Ja, herzlich willkommen!

A: Und wir haben mal wieder ein cooles Thema für euch und zwar setzen wir uns heute damit auseinander, eigentlich mit drei Tipps, die wir euch mit an die Hand geben können, wenn ihr Probleme habt schnell Entscheidungen zu treffen und das aber trainieren wollt. Und ich kann da aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich ziemlich viele Probleme damit hatte und das anhand von unter anderem diesen Tipps trainiert habe in den letzten Monaten, um konsequenter und schneller die richtigen, auch für mich richtigen, Entscheidungen zu treffen. Das ist glaube ich auch ein ganz wichtiges Stichwort ganz zu Beginn: Entscheidungen, die du triffst, sollten für dich richtig sein und nicht in erster Instanz für andere Leute! Ok.

F: Gehen wir doch erstmal, bevor du jetzt mit den drei Tipps loslegst, dahin ganz kurz die Gründe zu nennen, warum wir vielleicht Probleme haben, überhaupt schnelle und einfache Entscheidungen zu treffen im Alltag.

A: Naja, das hat mehrere Gründe. Einfach auch, weil du natürlich einer Informationsflut ausgesetzt bist in der heutigen Zeit und dir es bei dem ganzen Angebot, dem ganzen Marketing, alldem, was dir so begegnet und auch den ganzen verschiedenen Meinungen schwer gemacht wird deine eigenen Entscheidungen zu treffen. Und natürlich beruht auch alles auf einem guten Gerüst, einer guten Foundation, das heißt deine eigenen Werte und Normen, die sollten relativ klar definiert sein. Je klarer die definiert sind, umso einfacher ist es natürlich, eigene Entscheidungen zu treffen.

F: Ok.

A: Wenn die aber noch nicht so klar definiert sind, dann kannst du es trotzdem mit gewissen kleinen Tipps trainieren, um dich schon mal so ein bisschen in die richtige Richtung zu stoßen, und das ist so ein bisschen dieser Anhaltspunkt dieser drei Tipps.

F: Ok, dann leg doch mal los, was ist denn Nummer eins?

A: Ok. Der erste Tipp ist eigentlich super banal, den kennen vielleicht einige von euch auch. Jeder geht ja ganz gerne mal essen ins Restaurant. Und wer kennt das nicht, man bekommt die Karte, immer mal wieder ein anderes Restaurant, ob es jetzt Sushi ist, ob es jetzt eine Lunchbar ist oder whatsoever, du kriegst die Karte, oft auch unstrukturiert und gefüllt mit allen möglichen Leckereien und du sitzt da und sitzt da und sitzt da und dann kommt der Kellner oder die Kellnerin und du musst bestellen und du hast null Plan, was du sagen sollt. Du guckst dann rechts und links neben dir und schaust, was deine Freunde bestellen oder deine Verwandten, deine Family, und springst dann mit auf das Boot auf.

F: Fragst vielleicht nochmal nach – hey, was nimmst du denn –, ne?

A: Genau! Da kann man direkt ansetzen und sagen – hier trainiere ich für mein Leben einfache und schnelle Entscheidungen zu treffen und man entwirft für sich die Regel: Ich habe eine Minute Zeit, am besten stelle ich mir sogar die Stoppuhr auf dem Smartphone dazu, und in dieser einen Minute habe ich mich entschieden für Getränk und für die Mahlzeit. Das hat den riesen Vorteil, dass wenn du die Regel für dich aufstellst, dass du auch wirklich nach einer Minute durch bist mit dem Thema und dich auf das Gespräch der Gesprächsrunde konzentrieren kannst, kannst dich auf ganz andere Dinge konzentrieren und hast die ganze Zeit nicht in deinem Kopf diesen struggle – was soll ich denn jetzt bestellen? Oh, jetzt ist die Kellnerin schon einmal da gewesen wegen Getränken, jetzt hatte ich schon Schwierigkeiten, jetzt kommt sie gleich wieder, oh oh, scheiße – und wenn man sich da konditioniert und trainiert, da schnelle Entscheidungen zu treffen, wird sich das über kurz oder lang, und ich red jetzt nicht darüber, dass man das einmal macht, sondern konsequent mal ein halbes Jahr lang jedes Mal, wenn du essen gehst, die Entscheidung zu treffen in einer Minute, sich für eine Bestellung zu entscheiden. Und ob du Essen bestellst oder ob du rausgehst zum Essen, vollkommen egal! Eine Minute, getimed, bam, fertig! Dann ist das raus aus deinem Kopf und du trainierst unbewusst, andere Entscheidungen auch schneller zu treffen. Und vor allen Dingen, was auch noch supercool ist, du lernst auch mit der Konsequenz umzugehen. Wenn du nämlich was bestellst in einer Minute und du sagst – ah, bin ich mir jetzt gerade nicht ganz sicher, fuck it, ich bestelle das einfach – und du kriegst es dann, das hatte ich nämlich auch schon, und es schmeckt dann einfach überhaupt nicht. Ja, dann weißt du auf jeden Fall, das ist auch wieder so ein mindshift, was du beim nächsten Mal nicht bestellst. Da hast du was gelernt. Und lernst dann mit der Konsequenz umzugehen und, ja, dich deswegen nicht vollzuheulen.

F: Und deswegen auch das nächste Mal eine bessere Entscheidung zu treffen.

A: Ganz genau! Ganz einfacher Tipp, ganz einfach zu implementieren in Leben. Nur man muss sich loslösen von dem, was andere dann um dich herum an dem Tisch machen und du darfst dich vor allem nicht daran irritieren, wenn jemand was super-superleckeres bestellt und du guckst dann die ganze Zeit auf sein Essen und riechst das und es stört dich. Ne, du musst für dich akzeptieren – alles klar, ich habe so einen krassen Lernmoment jetzt kreiert, dass ich mich beim nächsten Mal viel schneller vielleicht für dasselbe Essen entscheide, was ich jetzt dieses Mal verpasst habe - aber dann bist du in einer Minute auch durch.

F: Ok, interessant. Das was du gerade sagst, das heißt ja dann auch, dass man, wenn man das macht auch hinter seiner Entscheidung steht. Dieses, zumindest in dem Kontext was das Essen gehen und das Bestellen von Mahlzeiten angeht, dass die fear of missing out auch in irgendeiner Art und Weise getargeted wird.

A: Absolut! Und das ist ganz, ganz wichtig, weil das Leben hat nicht nur Berge, sondern hat auch Täler. Das trainierst du da an einem ganz, ganz einfachen Beispiel. Und man muss es nicht immer nur trainieren an den worst case scenarios, das ist ja das, wovor wir Angst haben im Leben, vor den worst case scenarios, deshalb machen wir Sachen nicht. Wenn du essen gehst und dir mal das falsche Essen bestellst, weil es dir nicht schmeckt, da ist noch lange keine Welt untergangen und du hast auf einer relativ einfachen Einstiegsbasis einen Fail kreiert, der deinem Hirn und dir selber suggeriert – cool, alles klar, lerne ich mit umzugehen, beim nächsten Mal mache ich es anders. Und freust dich eigentlich beim nächsten Mal wieder auf das Essen und sagst dir – cool, jetzt dieses Mal nutze ich diese Challenge, in einer Minute etwas Geileres zu bestellen. Das ist eine coole Art und Weise das zu trainieren, ohne dass dir der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Das war der erste Tipp.

F: Ok. Beim nächsten Essen gehen einfach mal direkt, sobald du die Karte in die Hand bekommst, Stoppuhr raus, Smartphone raus, einmal eine Minute Timer stellen.

A: Genau, und noch ein kleiner Tipp dazu: Hört auf euer Bauchgefühl! Euer Bauchgefühl sagt euch meistens schon beim Betreten des Restaurants oder beim Anschauen der Online-Bestellkarte, was du willst. Eigentlich kann man den ganzen anderen Rest ausklammern. Genauso ist es natürlich auch bei Businessentscheidungen, Berufsentscheidungen; das Bauchgefühl signalisiert eigentlich schon, wo man hinwill, die Intuition. Und wenn man das da trainiert auf sein Bauchgefühl, auf seine Intuition zu hören, ist man viel schneller durch mit der Entscheidung und geht auch dann mit den Konsequenzen relativ einfach um, weil man akzeptiert auf sein Bauchgefühl gehört zu haben. Also das ist der erste Tipp.

F: Ja. Und wenn du dann auch, um da nochmal drauf einzusteigen ganz kurz, wenn du auch dann Fehler machst, dann tunst du natürlich auch dein Feingefühl, dein Bauchgefühl. Das heißt du optimierst auch das natürlich, um mit deinem Bauchgefühl noch bessere Entscheidungen zu treffen. Bauchgefühl ist ja irgendwo auch ein Gefühl, was aufgrund von extrem vielen Erfahrungen und Lernmomenten und auch Fehlern, die wir gemacht haben, dir hilft, sehr schnell ohne extrem zu verkopft nachzudenken, Entscheidungen zu treffen.

A: Genau.

F: Ja, coole Sache.

A: Alles klar. So, Tipp Nummer zwei: Das gute alte Sterbebett. Da werde ich gleich noch auf ein Buch verweisen und im Speziellen auf ein Kapitel. Aber es geht eigentlich darum, dass bei jeder Entscheidung, die du triffst, ob jetzt eine schwierigere Entscheidung oder eine weniger schwierige, dass man sich vorstellt auf seinem Sterbebett zu liegen, und dass du 80, 90 Jahre alt bist. Was würdest du in deiner jetzigen Situation anders machen, wenn du diese Vogelperspektive annimmst und dein ganzes Leben dir anschauen kannst? Würdest du, mal als Beispiel, am Samstagabend, du hast Pläne mit deinem eigenen Business oder du hast Pläne vielleicht an einem Körper zu arbeiten, du möchtest vielleicht etwas Leckeres kochen und deinen Referenzkader mit Rezepten ausweiten – möchtest du lieber das machen und den Nährboden legen für ein langanhaltendes, gesünderes und glücklicheres Leben? Oder gehst du doch lieber feiern? Weil dir das an dem Abend so diese quick pleasure response gibt. Und das ist so ein bisschen das Ding. Man kann einfach eine Entscheidung treffen und sagen – boah, ich gehe heute mal nicht raus mit euch feiern, sondern konzentriere mich mal auf eine Sportsession oder arbeite ein Projekt aus oder koche mal lecker, oder schlage vielleicht meinen Freunden vor, kommt mal vorbei, ich koche für euch anstatt mir die Birne wegzuballern und vielleicht diesem toten Alltag zu entfliehen, den ich nicht cool finde, weil ich doch lieber etwas verändern möchte in meinem Leben. Letztendlich, im long term, wenn ich mein ganzes Leben anschaue, mich dieser kleine Schritt viel näher dann zu den Zielen bringt, die ich letztendlich erreichen möchte in meinem Leben. Und wenn ich mir vorstelle auf dem Sterbebett zu liegen, dann sehe ich viel, viel einfacher den Nachteil dieser quick pleasure, der ich mich ganz schnell hingebe, die mich aber überhaupt null weiterbringt. Aber diese kleinen Meter, die ich jeden Tag mache für die richtige Entscheidung, die bringen mich letztendlich dem größeren Ziel immer näher. Und das ist so ein bisschen das Ding, wenn man im Moment lebt und auch den Moment genießt, was ja auch gut ist, was wir als Mindpreneure ja auch irgendwo kommunizieren möchten; es ist genauso wichtig auch mal die Vogelperspektive einzunehmen und zu sagen – ey, ich schaue mir an, was diese kleinen Handlungen in der Summe letztendlich über all die Jahre ergeben. Und das macht es einfacher, eine Entscheidung zu treffen, wenn man sich vorstellt, wo du auf dem Sterbebett liegend eigentlich doch viel eher deine Prioritäten gesetzt hättest in deinem Leben.

F: Ok, das heißt an sich, sich selber die Frage zu stellen – ist das Vorhaben oder ist die Handlung oder die Entscheidung jetzt, bringt mich das weiter? Oder ist das nur eine kurzfristige, du hast es gerade genannt, quick pleasure, Befriedigung und wirft mich das eigentlich in meinen long term goals zurück?

A: Ganz genau! Und da gibt es das Buch, worauf ich verweisen möchte, das kennst du auch: The 7 Habits of Highly Effective People von Stephen Covey. Und das zweite Kapitel heißt auch Beginn with the End in Mind, und dass man sich eigentlich auch oft vorstellen sollte, und da verweist er wirklich auch auf das Sterbebett, daher habe ich das auch, wie man die Entscheidungen und die ganzen Prozesse, durch die man durchgeht, wie man die bewertet und wie man auch Entscheidungen trifft, wenn man sich eben vorstellt man ist am Ende seines Lebens. Du hast dieses eine Leben und wie möchtest du es nutzen, wie möchtest du deine Zeit investieren? Das hilft einem einfacher den Switch zu machen, um sich dieser quick pleasure nicht hinzugeben, was auch immer mal gut ist zu tun, ich möchte mich da auch nicht entziehen, der Tatsache entziehen, dass ich das nicht auch mal mache. Aber es ist einfacher dann auch mal Entscheidungen zu treffen, die wirklich long term orientated sind.

F: Ok. Für jemanden, der da vielleicht etwas dran ändern möchte, sag mal einmal ganz kurz die praktische Umsetzung. Wie sollte man anfangen? In welchen Situationen vor allen Dingen vielleicht? Es ist ja doch sehr, wenn ich das jetzt mal so übertrage, dann wäre das viel zu viel Aufwand, das bei jeder Entscheidung zu tun.

A: Ne, ne, ne, ne, ne! Also ich würde da, da war das Restaurant-Beispiel gerade klein, mehr small- scale orientiert, also das hier ist eher für Entscheidungen vielleicht auch, die einen größeren impact haben auf dein Leben. Da kannst du das gut anwenden. Und da würde ich mir wirklich auch als Technik einfach einen Stift und ein Blatt Papier nehmen und wirklich aufschreiben, dich in diese Situation versetzen als dein 90-jähriges Ich, dir aufschreiben was du dir im jetzigen Moment vorstellst in deinem Leben und wie du dir dein Leben vorstellst und was du da gerne erreichen möchtest, weil Sachen zu verschriftlichen erzwingt Reflektion mit dir selber. Und dann ist es viel, viel einfacher auch dann letztendlich eine Entscheidung, eine nachhaltige Entscheidung zu treffen.

F: Cool. Das ist deutlich.

A: Das ist einfach, das ist eine Metapher. Und eine Metapher hilft einem einfach manchmal, Sachen konkreter umzusetzen.

F: Ok. Dann hau mal Nummer drei raus!

A: Nummer drei ist eigentlich auch, alle dieser drei Tipps sind super-, supersimpel muss ich dazu sagen, und der dritte Tipp ist: Telefoniere oder triff dich mit einem Freund und hol dir einen Ratschlag dazu ein! Das klingt jetzt erstmal super-, supersimpel, aber da gibt es ein paar Kriterien, und zwar sich für den richtigen Freund zu entscheiden, den man da um Rat fragt.

F: Welche Kriterien hat denn der richtige Freund?

A: Ich fange erstmal mit einem Kriterium an, was er nicht haben sollte. Und zwar, du hast Freunde, denen du, ... Wenn du Hörer bist dieses Podcasts Mindpreneure, dann möchtest du dich mit dir selber, deinem Gedankengut und deiner Zukunft auseinandersetzen und möchtest ein erfüllteres Leben führen. So, nicht jeder deiner Freunde ist eventuell schon so weit, um gewisse Prozesse in Gang zu setzen und sein Leben echt auf die Art und Weise so zu optimieren.

F: Manche möchten das vielleicht auch gar nicht und sind mit dem Lebensstil und dem Standard auch zufrieden. Das muss man natürlich auch akzeptieren.

A: Ganz genau!

F: Das ist ganz, ganz klar.

A: Ganz genau! Und dementsprechend ist es dann wichtig, diese Freunde, die einfach noch nicht so weit sind oder das einfach nicht möchten auch aus diesem Pool raus zu fischen. Zu sagen – denen stelle ich bestimmte Fragen bezüglich bestimmter Entscheidungen nicht! Weil es oft, und jetzt wird es wichtig, man denjenigen einen Spiegel vorhält. Selbst wenn jemand das nicht möchte und auch sagt, er möchte sich eventuell gar nicht so weiterentwickeln, findet sein Leben so wie es ist relativ erfüllt, auch mit allen Banalitäten und allen gesellschaftlichen Zwängen, du hältst, wenn du dich veränderst, deinen Freunden und deinen Leuten, die in deiner näheren Umgebung sind einen Spiegel vor. Und das hat definitiv eine Reaktion oder es kommt zu einer Reaktion. Und diese Reaktion ist nicht immer positiv, sondern die kann auch extrem negativ sein und da kannst du auch extrem gebremst werden in deinem Vorhaben. Deswegen kommen wir zu den Kriterien, die bei der Auswahl deiner Freunde, die du um Rat fragst dann doch entscheidend sind. Man kann einschätzen – versteht dieser Freund, diese Freundin dich wirklich zu 100 Prozent mit allen Dingen, die du tust und machst? Lernt ihr regelmäßig voneinander? Und das heißt nicht, dass ihr dieselben Ansichten vertreten müsst, aber kommt dieser Freund, diese Freundin mit Input, über den du noch nicht nachgedacht hast und ist das andersherum? Und das heißt, habt ihr, ist das eine positive Symbiose? Lernt ihr voneinander, ganz, ganz wichtiger Punkt! Ist die Frequenz eurer Treffen unabhängig davon, wie ihr euch versteht? Das ist auch immer ganz oft wichtig. Manchmal sieht man sich auch für Wochen nicht, für Monate nicht, aber ist das ein Problem? Oder könnt ihr wertschätzen, dass der andere gerade durch einen Prozess gegangen ist, viel gearbeitet hat und freut ihr euch einfach euch wiederzusehen, euch auszutauschen und freut ihr euch vor allen Dingen auf den Input, den ihr euch gegenseitig zu bieten habt?

F: Das heißt, du triffst denjenigen wieder oder telefonierst mit demjenigen oder derjenigen und es klickt einfach direkt wieder.

A: Es fühlt sich so an, als ob ihr euch eigentlich seit einem Tag nicht gesehen hättet. F: Ok.

A: Das ist ein Zeichen dafür, ein ganz, ganz deutliches Indiz, dass du den Freund oder die Freundin anrufen kannst und um Rat fragst bei einer wichtigen Entscheidung, und dass der Input auch so, ich sage mal in Anführungszeichen „objektiv“ ist bei deiner Situation, dass er dir wirklich weiterhilft. Und, als letzter Punkt, aber das hat mit dem Spiegel auch zu tun, den wir gerade schon erwähnt haben, ist dieser Freund, diese Freundin angstfrei davor, wenn du dich veränderst? Weil viele Freunde, die sind glücklich und wollen vielleicht keine Veränderung und sind auch froh, wenn man sich selber nicht verändert. Und sobald du diesen Prozess dann in Gang setzt, fängst du an diesen Spiegel wieder, ich wiederhole es nochmal, den vorzuhalten und dann wird man selber auch bei den Ratschlägen, die man bekommt gebremst, und da ist es ganz, ganz wichtig zu filtern, die Freunde, die man um Rat fragt, die müssen eben vor allem die letzten beiden Kriterien erfüllen, und das ist, die Frequenz der Treffen ist unabhängig davon, wie ihr euch versteht und Freund/Freundin ist angstfrei davor, wenn du dich veränderst. Dann kriegst du normalerweise automatisch ein Feedback, was dir hilft bei deinen Entscheidungen.

F: Ok, also für mich wichtig nochmal herauszustellen ist, dass derjenige definitiv eine andere Meinung und Sichtweise vertreten darf und soll auch.

A: Absolut!

F: Um dich kritisch zu hinterfragen. Das ist extrem wichtig, damit du natürlich aus deiner eigenen Blindheit vielleicht rausgenommen wirst.

A: Absolut!

F: Wir wissen ja nicht, was wir nicht wissen. A: Genau.

F: Das ist ganz klar und wir haben natürlich unsere Brille, die wir aufsetzen, um vielleicht auch Dinge für uns passend zu machen, zu erklären, Entscheidungen zu treffen und so weiter. Also ich denke, dass es ja dann trotz alledem in irgendeiner Art und Weise sein darf, dass derjenige nicht auf dem, du hast es Niveau oder Level genannt ist in irgendeiner Art und Weise. Ein Ausschlusskriterium, ich glaube, das meinst du auch damit, ist eher jemand, der eher so ein Negativ-Redner ist oder ein Kleinmacher ist in irgendeiner Art und Weise. Da gibt es vielleicht auch Leute, die sind eher so und das ist vielleicht auch aus Angst vor Veränderung, wie du es gerade genannt hast. Veränderungen sind natürlich erstmal schmerzhaft, die tun weh, das ist Unsicherheit und da ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass da irgendwie so eine Balance auch da drin ist.

A: Da sind wir wieder bei dem Thema Balance, absolut.

F: Ja. Ok, und wenn du sagst telefonieren oder anrufen, gibt es da eine bestimmte Herangehensweise dann, wenn du in irgendeiner Art und Weise eine schwere Entscheidung zu treffen hast oder so, das mit demjenigen anzusprechen?

A: Naja, das ist immer sehr individuell, sehr persönlich. Da würde ich jetzt erstmal keinen konkreten Ratschlag geben, aber man kann anrufen – du, pass auf, bin immer dankbar für alle Gespräche, die wir hatten und jetzt habe ich wirklich mal einen extrem wichtigen Rat notwendig und bin da froh, wenn du mir da bei der Entscheidung hilfst. Und alles andere ist schon im Voraus passiert, dass man sich einfach vorher Gedanken gemacht hat. Und das ist nämlich auch wieder dieses, wenn man ein Problem hat, und das ist vielleicht die Quintessenz von dem letzten Punkt, dass man einfach das Telefon zückt und den erstbesten Freund anruft und sich erstmal ausheult bei einer Entscheidung. Der Zwischenschritt wird dann oft übersehen, und zwar einfach mal nachzudenken – alles klar, welche Freunde habe ich in meinem Umkreis und wen möchte ich jetzt anrufen, weil ich weiß der wird mich irgendwie adäquat bei der Entscheidung unterstützen und so objektiv wie möglich. Es geht nie komplett objektiv, aber eben wirklich mit allen Vor- und Nachteilen und der wird mich auch konfrontieren mit allen positiven oder negativen Aspekten, so ungemütlich das für mich selber auch ist. Und dieser Schritt, sich davor Gedanken zu machen bewusst, da sind wir wieder bei dem Thema Bewusstsein, beim Thema des Mindpreneurs, wir wollen uns bewusst werden über Sachen. Und wenn ich einen Freund um Rat frage, will ich mir vorher bewusst sein, warum ich den Freund anrufe und warum ich ihn um Rat frage. Und das ist, glaube ich, hier die Quintessenz.

F: Ok.

A: So, um nochmal alles zusammenzufassen: Eigentlich alle drei Tipps auf unterschiedlichen Ebenen, auch auf unterschiedlichen Entscheidungs-Schwierigkeitsgraden anzuwenden. Wenn es eine einfache Entscheidung ist oder wenn ich einfach die Entscheidungsfähigkeit trainieren will, ab ins Restaurant oder bei jeder Bestellung von Essen sich innerhalb von einer Minute entscheiden – bam, zack. Trainiert, trainiert auch mit Konsequenzen umzugehen. Zweites ist sich vorzustellen man ist auf dem Sterbebett, das ist ein intrinsischer Prozess, das ist einfach nur von einem selber abhängig, zwingt sich damit auseinanderzusetzen, was ich in meinem Leben erreichen will, was mich wirklich glücklich macht und unterstützt dann sozusagen maßgeblich alle long term decisions.

F: Das heißt, die Frage zu stellen – bringt mich das jetzt weiter dahinzukommen, wo ich dann von da aus eigentlich zurückblicken möchte?

A: Ganz genau! Aber es ist ein intrinsischer Prozess. Und das dritte ist der Prozess, in dem ich in Kontakt trete mit einer Person außerhalb und mir einen Beistand, einen Rat suche. Und dann ist es einfach der einfache Tipp Kontakt zu suchen, ein Telefongespräch oder ein Treffen zu organisieren mit einem Freund/einer Freundin, die einem hilft, aber mit all diesen Kriterien, die wir besprochen haben, sich bewusst sein, warum man denjenigen fragt.

F: Ja. Meine Ergänzung dazu, zum letzten Punkt vor allen Dingen, zwei Sachen. Und zwar, wenn möglich persönlich treffen und dann vielleicht eine Runde spazieren gehen. Also eine leichte Bewegung, das Spazierengehen, ist erwiesenermaßen förderlich, um einfach auch ganz viele verschiedene Prozesse, Denkprozesse auch, in Gang zu setzen. Und das zweite, der Freund sollte ein Kriterium erfüllen, denke ich, das ist extrem wichtig. Und das ist auch etwas, was einen guten Freund ausmacht, er muss auch erstmal dich ausreden lassen und zuhören. Und er soll nicht, ich glaube, das ist auch wichtig sich von der Erwartungshaltung dann erstmal freizumachen, er muss nicht unbedingt dir einen Ratschlag geben.

A: Geil, geiler Input.

F: Weil manchmal ist es so, und das durfte ich auch erst lernen, dass du teilweise gar keinen Ratschlag brauchst, weil das aktive Aussprechen von deinem Gemüts- und Gedankenzustand schon dazu führen kann, dass du selber auf die Lösung kommst.

A: Ja, hast du absolut recht, absolut recht, ja. Cool, um es noch einmal abschließend runter zu brechen: Der erste Tipp ist ein einfacher Tipp, direkt anzuwenden für sich selber in seiner Umgebung, supereinfach um Entscheidungsvielfalt und schnelle Entscheidungen zu trainieren. Der zweite Tipp ist intrinsisch motiviert bei schweren Entscheidungen. Der dritte Tipp hat eigentlich einen externen Faktor, den man hinzuzieht um eine schwere Entscheidung zu treffen mit den genannten Kriterien.

F: Ganz genau.

A: Probiert es einfach mal aus, würde ich sagen. Schwere Entscheidungen stehen nicht immer an, aber gerade den ersten Tipp kann man ab heute anfangen mal ein halbes Jahr lang durchzuziehen und schaut euch dann mal an, wie ihr euch in anderen Lebenssituationen entscheidet, hat definitiv einen impact.

F: Ja! Gebt uns ruhig Feedback, ja?

A: Absolut! Und wenn ihr noch andere Tipps habt oder auch Wünsche und Vorstellungen, die wir besprechen für einfacheres Entscheidungstreffen im Leben, weil das ist ja, glaube ich, auch die Quintessenz auch von diesem Podcast. Wir wollen natürlich auch uns genauso wie euch helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und ein erfülltes Leben zu führen. Wir werden alles durchlesen, bearbeiten und umsetzen.

F: Genau! Und vielleicht wisst ihr ja sogar aus eurer Erfahrung etwas, das uns weiterhelfen kann. Das heißt, wenn ihr eine gute Erfahrung gemacht habt für diesen Themenbereich oder andere Bereiche, wo ihr Strategien und Gewohnheiten habt, die euch dabei geholfen haben, schreibt uns! Wir sind für jeden Input offen, wir wollen auch alles ausprobieren, wir sind beide passionierte Alltags- Experimentler. Gebt uns Feedback, wir wollen euch involvieren, damit wir für alle...

A: ...den richtigen Content kreieren, genau. Alles klar, in dem Sinne, stay balanced, möge die Balance mit euch sein.

F: Bis zum nächsten Mal!

A: Eure Mindpreneure! Cheers!

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