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#5 Warum eine Morgenroutine helfen kann. Wir haben die Vor- und Nachteile für dich getestet und aufgelistet. 

 

Was ist eine Morning Routine?

  • Eine Handlung, die durch mehrfaches Wiederholen zu einer Gewohnheit wird.
  • Eine stark ausgeprägte Gewohnheit zu Beginn des Tages - Fahrtrichtung bestimmen.

Das Warum/ Effekte einer Morning Routine → Wichtig: finde dein eigenes, individuelles Warum!

Positive Effekte:

  • Training des Präfrontalen Cortexes - Der Entscheidungsmuskel im Gehirn.
  • Erschließung eines neuen Zeitfensters für "Quality time" oder reine Produktivität.
  • Das "Mindset" klar und deutlich für den Tag ausrichten.
  • Eine feste Konstante im Tagesablauf (vor allem bei Selbständigen).
  • Unterstützt ein generell bewusster geführtes Leben.
  • Weniger oder keine Partyexzesse und Alkohol/ Drogenkonsum.
  • Ein eisernes Training für mehr Disziplin.

Negative Effekte:

  • Man schlägt manchen Leuten damit vor den Kopf. Vor allem hält man denen, die keine Ziele haben oder aber sich von ihren Träumen entfernt haben schnell mal einen Spiegel vor (Wie kann man nur so früh aufstehen, bist du denn verrückt?).
  • Wenn man es ernsthaft durchzieht, wird man nicht mehr bis in die Morgenstunden feiern gehen und auch weniger Alkohol konsumieren, um morgens fit zu sein - das können Freunde oder Bekannte manchmal auch nicht nachvollziehen.

Für wen ist sie/ Wer kann sie erlernen & trainieren?

  • Für Visionäre/ Zielorientierte Menschen.
  • Wer mehr Balance in sein Leben bringen will.
  • Mehr Zeit für sich und eine positivere Grundstimmung haben möchte.
  • Wer mehr Struktur für das tägliche Leben schaffen möchte.
  • Wer Disziplin trainieren will.

Wie wird sie ausgeführt? - Das Einschlafen:

  • Bestimme ein grobes Zeitfenster, in dem du deine körperlichen Aktivitäten herunterfährst und du dies auch mit deinen Handlungen positiv unterstützt.
  • Keine großen Mahlzeiten zu später Stunde.
  • Kein Koffein zu später Stunde. Lieber den richtigen Tee wählen.
  • Screens abschalten (Handy, Tablet, Laptop) oder mit Blaulichtfilter arbeiten - Lieber Lesen, Podcasts hören, etwas schreiben, meditieren.
  • Bestimme ein Zeitfenster von einer Stunde, in dem du einschlafen willst.

Schlafzeit & Schlafzyklen:

  • 7-8 Stunden Schlaf täglich werden wissenschaftlich empfohlen.
  • Kleiner Tipp: Schlafphasen mal x multiplizieren und ausprobieren was ungefähr am erholsamsten ist.

Zeit des Aufstehens:

  • IMMER dieselbe Zeit. Keine Variation, hier wird die Gewohnheit installiert und es wird irgendwann immer einfacher zu dieser Zeit aufzustehen.

Das Aufstehen:

  • Keine Diskussion mit dem inneren Schweinehund! Direkt bei dem ersten Ton des Weckers aufstehen und die Füße auf den Boden.
  • Evtl 2. Wecker mit QR Code, der in separatem Raum abfotografiert werden muss.
  • Direkt duschen.

Für welche morgendlichen Abläufe sollte man sich des Weiteren entscheiden/ Was macht Sinn?

  • Körper: Dehnübungen / Workout.
  • Geist: Lesen, Meditation, Journal schreiben.
  • Ernährung: Direkt ein Glas Wasser, Bullet Proof Coffee, Gesundes Frühstück.

Motiviert bleiben:

  • Führe eine visuelle Checkliste, die deinen Erfolg dokumentiert.
  • Dokumentiere/verschriftliche deine Wahrnehmungen - z.B. Wie wirkt sich Meditation auf dein Leben aus. Wieviel mehr Aufgaben hast du abschließen können.
  • Suche dir Gleichgesinnte für den direkten Austausch und für die Optimierung deiner Morgen Routine - z.B. Facebook Gruppen,...

Wie lange sollte ich diese Routine durchziehen?

  • Testen im Zyklus von 30 bzw. 60 Tagen. Man sollte eine erst Routine manifestieren, bevor es möglich ist ein Urteil zu fällen, ob diese hilfreich ist oder eher weniger.
  • Nach 30 Tagen Dokumentation, hat man auch ein gutes verschriftlichtes Bild seiner Empfindungen, Vor- oder Rückschritte.

Wo & Wann kannst du die Routine installieren & durchziehen?

  • Generell überall, es kommt hauptsächlich darauf an, wie sehr du es willst diese in dein Leben zu integrieren.
  • Auch an fremden Orten ist es möglich, informiere nach Möglichkeit dein nahes Umfeld, sodass es keine Komplikationen gibt.

Wichtige Extras - Tipps und Tricks

  • Fange klein an und expandiere deine Morgenroutine später.
  • Alles im Offline Modus absolvieren.

 

Zusammengefasst - Unsere 5 Gründe für eine Morgenroutine:

  1. Training der Disziplin!
  2. Zeitfenster für Quality Time!
  3. Mindset für den Tag ausrichten!
  4. Erfolgserlebnis am Tagesanfang!
  5. Kann für mehr Erfüllung im Leben sorgen!

 

Die Morgenroutine von Alex:

  1. Journal schreiben.
  2. In einem Buch lesen.
  3. Meditation.
  4. Kurzes Stretching vor der Dusche.

 

Die Shownotes zu dieser Episode findest du hier.

 

Transkript der Folge - #5 Warum eine Morgenroutine helfen kann. Wir haben die Vor- und Nachteile für Dich aufgelistet und bewertet.

 

A: Moin, wir sind wieder zurück bei den Mindpreneuren. F: Herzlich willkommen!

A: Jo, und heute haben wir auch wieder ein sehr, sehr interessantes Thema am Start und zwar nennt sich das die Morgenroutine. Ich glaube, das haben andere Podcasts und gerade im Produktivitäts- und Businessbereich schon häufig abgedeckt, aber...

F: Ich dachte wir sind die ersten.
A: Scheiße...ist das so?
F: Ok, müssen wir uns besonders gut konzentrieren.
A: Vielleicht können auch einfach wieder ausmachen das Ding.
F: Nein, erzähl mal. Ein bisschen was wird bestimmt an Nutzen für die Hörer sein.

A: Alles klar. Also ich habe auf jeden Fall eine Morgenroutine ausprobiert über einen gewissen Zeitraum, und zwar zweimal 30 Tage und habe das auch dokumentiert anhand einer Tabelle, wo ich immer angekreuzt habe, an welchem Tag ich das auch wirklich immer durchgezogen habe und das habe ich auch an allen Tagen durchgezogen und diese Tabelle, die ich mir da erstellt habe, hat mir geholfen um den Prozess zu begleiten. Und das hat den visuellen Effekt einfach gehabt, dass ich bei jedem Tag für mich das Häkchen machen konnte und sagen konnte – ich bin dann aufgestanden zu der Zeit und habe auch die verschiedenen Schritte der Routine, die die Routine beinhaltet hat, dann auch durchgezogen. Aber gut.

F: Zweimal 30 Tage heißt nacheinander, zwei Monate?
A: Ja. Ja, ich habe 30 Tage gemacht und danach entschieden nochmal 30 Tage dranzuhängen. F: Ok. Was hat dich denn dazu bewegt eine Morgenroutine anzufangen?

A: Das ist eine sehr gute Frage und auch eine sehr generelle Frage auch. Da stellst du nämlich die Schlüsselfrage auch, warum man überhaupt eine Morgenroutine machen sollte, weil das Warum muss einfach klar sein. Wenn das Warum nicht klar ist, dann kann man sich die ganze Sache eigentlich auch sparen. Und da kommen wir eigentlich zu einer Anzahl positiver Effekte, die dann Einfluss nehmen auf dein Leben. Und zwar, der erste ist eigentlich, für mich hauptsächlich auch, eine intrinsische Motivation, meinen präfrontalen Kortex zu trainieren und meine Disziplin zu steigern.

F: Warum der präfrontale Kortex?

A: Der präfrontale Kortex ist der vordere Teil des Gehirns und der ist halt wirklich wie ein Muskel zu trainieren. Je größer der präfrontale Kortex, desto größer ist eigentlich dein rationales Denkvermögen und auch die Entscheidungskraft.

F: Was meinst du mit Größe? Unser Gehirn kann ja nicht aus dem Schädel rauswachsen.

A: Ne, aber gewisse Bereiche können sich vergrößern und andere Bereiche verkleinern. Das heißt, du hast einen Entscheidungsteil innerhalb deines Gehirns, und der kann wachsen.

F: Und übernimmt der dann andere Teile oder meinst du das eher in Richtung Aktivierung, dass bestimmte Teile einfach besser aktiviert werden, verknüpft werden und die Wahrscheinlichkeit dann größer ist, dass zum Beispiel das aktiv wird, wenn...

A: Naja, das Gehirn ist natürlich plastisch, das heißt, es besteht eigentlich aus verschiedenen Synapsen und Synapsen binden sich zusammen bei bestimmten Denkvorgängen. Und wenn man bestimmte Denkvorgänge häufiger wiederholt, dann wachsen diese Synapsen immer stärker zusammen. Genauso ist es mit Denkvorgängen, die man nicht mehr so oft wiederholt, und aber zu einer gewissen Zeit davor häufig gedacht hat, da lösen sich Synapsen und schaffen Platz wieder für neue Denkwege. Das heißt, das Gehirn ist eigentlich, nennt man plastisch und ist daher formbar durch den Input, den man dem Gehirn gibt. Und verschiedene Bereiche im Gehirn sind auch für verschiedene Denkvorgänge verantwortlich, das heißt, daher kann man bestimmte Gehirnarsenale schon in gewisser Weise vergrößern, auch messbar vergrößern, aber es ist vor allem dadurch möglich, dass du auch Platz schaffst, dadurch dass neuronale Denkwege sich wieder auflösen, indem man sie nicht denkt. Es wird Platz geschaffen und neuronale Wege bilden sind.

F: Das heißt, es ist eigentlich eher, wenn man sich das Gehirn als 3D-Gebilde vorstellt, nicht etwas, dass, sag ich mal, der präfrontale Kortex, der dann zum Beispiel in den temporalen Kortex in irgendeiner Art und Weise oder in den frontalen Kortex überhandnimmt, sondern eigentlich, dass sich die Verbindungen da optimieren und anders strukturieren.

A: Genau, genau. Das kann man so sagen, ja. Zurück zur Morgenroutine, genau darum ist eigentlich, hat das ganze seinen Lauf genommen, weil ich eigentlich meine Disziplin optimieren wollte. Also den Entscheidungsmuskel des Gehirns trainieren. Dann die Erschließung eines neuen Zeitfensters für unter anderem auch Quality Time. Das heißt, wenn ich früher aufstehe als der Rest meines sozialen Umfeldes das tut, erschließt sich mir einfach ein neues Zeitfenster, in dem ich dann eine Morgenroutine absolvieren kann, für die unterschiedlichen Schritte ich mich dann entscheiden habe. Und in meinem Fall waren das Meditation, Lesen und ein Journal führen. Und das immer konsequent in einer Reihenfolge und jeden Morgen.

F: Was waren die Inspirationsquellen?
A: Was meinst du genau mit Inspirationsquellen?

F: Ja, wer oder aufgrund welcher...Disziplin geht ja auch viele Arten und Weisen zu trainieren. Was war genau die Inspiration, genau diese Sachen an diesem Zeitpunkt zu benutzen? Hat dich da jemand inspiriert?

A: Naja, erstmal meine eigene Erfahrung, weil ich mit Meditation schon in Monaten und Jahren davor sehr viel positive Erfahrungen gesammelt habe. Was immer, ich glaube das geht vielen so, auch vielen Mindpreneuren da draußen, die eigentlich wissen wie wertvoll Meditation ist, aber dass man das phasenweise mal anfängt und es dann einfach wieder sein lässt. Weil man zeitlich nicht dazu kommt, weil man zeitlich wieder andere Prioritäten gesetzt hat am Tag, man schiebt es immer raus, man schiebt es immer in Richtung Abend und dann kommst du nicht dazu. Und eine Morgenroutine ist ja eine Gewohnheit, die du installierst, und die dann irgendwann nach einer gewissen Anzahl von Tagen einfach von der Hand geht und es eigentlich mehr eine Entspannungshandlung ist am Anfang des Tages, die dich gut starten lässt in den Tag, anstatt dass du Sachen, die du eigentlich gerne machen willst und für wichtig ansiehst, aber trotzdem auf die lange Bank schiebst, weil du Deadlines hast oder so. Und das ist halt der riesen Vorteil. Meditation war und ist für mich einfach ein ganz großer Bonus, den man ins Leben integrieren sollte und darum war es für mich keine Frage, dass das eigentlich auch Teil der Morgenroutine wird. Lesen ganz wichtig, weil du bist, was du auch deinem Gehirn zuführst und Lesen ist für mich einfach eine ganz tolle Quelle von Informationsversammlung, Inspiration auch. Und ich probiere ganz viele verschiedene Sachen zu lesen und springe auch mal zwischen Büchern hin und her, je nachdem da, wo auch gerade Lust drauf ist. Ich probiere mir da auch keine Zwänge aufzuerlegen. Lesezeit ist Lesezeit, und was ich dann lese, das entscheide ich dann relativ spontan. Das ist auch eine gewisse Flexibilität, die ich dann in meiner Morgenroutine angewendet habe. Ich sage aber auch ganz klar, das ist kein Muss, jeder muss seine Morgenroutine selber zusammenstellen und das ist auch nochmal so eine Sache, wenn man Morgenroutine entwickelt, muss man sich erstmal hinsetzen und wirklich Sachen aufschreiben. Was möchte ich erreichen? Sein Warum, seine Motivation ganz klar definieren und auch gucken, was möchte ich in dieser Morgenroutine integrieren in mein Leben, was ich so vielleicht schleifen lassen würde im Tagesalltag, was ich mir immer vornehme, aber letztendlich dann doch nicht stattfindet. Und das ist halt ganz toll. Man erschließt sich da, das ist der zweite Punkt, was ich schon meinte, eine Quality Time für Produktivität und für Input. Und das geht dann, nachdem es einem wirklich Routine geworden ist, einfach von der Hand. Und das meistens, wenn man früher aufsteht in einem Zeitfenster, wo andere Leute vielleicht gerade mal sich in die Küche schleifen können, um irgendwie ihren Kaffee zu machen.

F: Meine Ergänzung dazu, für mich ist der Teil der Quality Time auch etwas für Selfcare. Einfach für eine ganz klare Bewegungs-Morgenroutine, die ich habe, um bestimmte Abläufe durchzugehen und mich eigentlich in meinem Körper ein bisschen selber zu finden...

A: Ja.

F: ...und dementsprechend auch Entscheidungen treffen zu können, wie ich auch da in irgendeiner Art und Weise Maßnahmen unternehme oder das Training anpasse oder, oder, oder.

A: Ja.

F: Um da einfach das nicht schleifen zu lassen. Weil das abends, wenn du nach der Arbeit nach Hause kommst oder mit deinem Tagewerk fertig bist, ist noch einmal eine andere Form der Überwindung und ist dann meistens auch in irgendeiner Art und Weise verzerrt, weil du ja im Laufe des Tages schon ganz viel auch an Handlungen vollzogen hast und vielleicht sehr viel Stress gehabt hast, Spannung, und dann ist nach dem Schlafen eigentlich der beste Zeitpunkt um genau das zu tun.

A: Cool. Geil. Mein dritter Punkt ist, man richtet den Mindset ganz klar und deutlich für den Tag aus. F: Erklär das mal!

A: Ich erkläre das anhand von zwei Beispielen. Mal angenommen du bist selbstständig tätig so wie ich das bin, als Student aber auch als selbstständiger Musiker und Online-Marketer. Es ist halt so, dass du einen sehr unstrukturierten Tagesablauf hast beziehungsweise du bist verantwortlich für deinen eigenen Tagesablauf, für deine eigene Struktur, weil du deine Deadlines selbstständig erarbeitest und deine Projekte selbstständig abschließt. Du hast keinen Chef, keinen Boss, der dir Sachen vorgibt, sondern wenn du Projekte nicht machst, werden Projekte nicht fertig, so einfach ist das. Wenn du aber mit einer Morgenroutine anfängst, mit einem ganz klaren Tagesstart, mit einer ganz klaren Struktur und einem kleinen ersten Erfolgserlebnis der Struktur am Tagesanfang, hast du dein Mindset ausgerichtet für den Tag Richtung Produktivität, Richtung Struktur und bist dann auch eher dazu geneigt, direkt die Projekte anzupacken und die strukturiert auch abzuarbeiten. Ja, es ist eigentlich, es richtet den Mindset ganz klar aus für – ich arbeite Sachen ab an dem Tag und ich setze mir auch klare Deadlines und laufe nicht davor weg, sondern arbeite das wirklich ab. Eine Morgenroutine ist ja auch ein Ablauf von Schritten, die du durchziehst und nicht die du abbrichst. Das ist das, was ich mit Mindset meine. Und für jemanden, der jetzt zum Beispiel bei einem Bürojob ist oder vielleicht bei einem Job, der ihm nicht so Spaß macht, für den kann eine Morgenroutine immer noch einen ganz, ganz positiven Effekt haben. Und zwar, mal angenommen, du willst dir selber nebenbei etwas aufbauen oder möchtest etwas für dich finden in deinem Tagesablauf, was dir mehr Erfüllung gibt, was dir Motivation gibt, dann ist die Morgenroutine, wenn du die mit den adäquaten Komponenten füllst, genau ein Tool und ein Mittel, was dich zum Beispiel nach der Arbeit auch wieder motiviert um wieder an deinen Weg anzuknüpfen oder zu sagen – ich mache jetzt nach meiner Arbeit nochmal ein paar Extrastunden und konzentriere mich auf die Sachen, die ich einfach voranbringen möchte in meinem Leben außerhalb meiner Arbeitszeit, um letztendlich irgendwie dahin zu kommen, was mich erfüllt im Leben. Es ist vielleicht auch eine Komponente der Sicherheit und eine Komponente der, ja, auch da Struktur für seine Ziele.

F: Jetzt hast du natürlich so, um mal kurz da einzuhaken, so Begriffe genannt wie Produktivität, Struktur, Disziplin. Und man weiß natürlich, wenn man jetzt das nur so nennt und die Konsequenz davon vielleicht nicht so deutlich herausstellt, und das wäre mir ganz wichtig, dann kann das natürlich einschränkend, beängstigend sein in irgendeiner Art und Weise, weil das sind ja alles Begriffe, die einen vielleicht auch irgendwo, wenn man das jetzt so hört vielleicht auch limitieren, weil es eben nur auf Machen und Arbeiten und Schaffen und, ja, eigentlich wie Funktionieren, wie ein Roboter funktionieren, einstellen könnte. Was ist denn die Konsequenz eigentlich ultimativ davon, wenn du genau das, dich auf den Tag eigentlich so einstellst mit eben dieser Morgenroutine auf Produktivität, was ist dann eigentlich ultimativ die Konsequenz davon?

A: Also einmal würde ich sagen es ist ein Mindset, wie du Produktivität bewertest, wie du Produktivität siehst und Struktur, um Dinge im Tagesablauf zu integrieren und wirklich durchzuziehen. Das kann natürlich im ersten Moment, wenn man das so nicht gewohnt ist, kann das erschreckend klingen. Aber letztendlich, wenn man Sachen durchzieht im Tag, die man sich vornimmt, hat das natürlich erstmal, kann es dazu führen, dass du eine Dopaminausschüttung hast, dass es dir unglaublich gutgeht. Und Produktivität ist in meinen Augen auch überhaupt nichts Negatives. Für mich ist es eher erschreckend, wenn man rumlurcht den ganzen Tag, sich etwas vornimmt und letztendlich nicht durchzieht. Es ist halt einfach ein Mindset, vielleicht auch für den ein oder den anderen Mindshift. Wobei ich das jetzt nicht alles auf Produktivität runterbrechen will. Ich kann nämlich das auch zum Beispiel auf eine soziale Komponente beziehen. Wenn du nämlich eine Arbeit hast, zu der du hingehst, mit der bist du vielleicht so mittelmäßig happy, aber sie bringt dir gutes Einkommen ein, gute Sicherheit, alles cool, aber du merkst, dass du zum Beispiel Freunde vernachlässigst, du würdest viel lieber mal öfter rausgehen, gut essen gehen mit Freunden noch nach der Arbeit. Auch da kann eine Morgenroutine positiven Impact haben, wenn du da drei, vier Sachen machst an jedem Morgen, die dir eine gewisse Struktur vermitteln, kann das unter anderem auch dazu führen, dass du nach der Arbeit auch noch die Struktur und den Willen dazu hast, dass du sagst – alles klar, jetzt kümmere ich mich auch noch um meine sozialen Kontakte, verabrede mich doch noch mit meinen Freunden.

F: Ok. Was ich da eigentlich so raus höre ist nicht unbedingt nicht nur die Disziplin und Struktur, sondern dass das zur Folge hat, dass du dir eigentlich Freiräume schaffst, die du sonst verlümmelst, verplämperst, wie du es so sagst.

A: Das kann man so sagen, ja.

F: Ja, also was ich so festgestellt habe ist, wenn ich einen ganz klar strukturieren Plan auch habe, was in der Vergangenheit für mich auch teilweise schwierig gewesen ist, gerade wenn es darum ging, selbstständig Dinge anzugehen und Aufgaben zu erledigen. Ich habe das lange Zeit so vor mir hergeschoben. Auch aus dem Grund, weil mir viele Dingen leichtgefallen sind. Aber das hat schlussendlich dazu geführt, dass ich eben bestimmte Freiheiten einbüßen musste. Wie zum Beispiel dann zu sagen – ne – im Kopf mir selber zu sagen – ich habe jetzt das nicht getan, jetzt muss ich eine Woche irgendwie hart durchziehen, um die und die Aufgabe im Studium beispielsweise zu erledigen und kann jetzt eben nicht beispielsweise das machen, was ich vielleicht möchte, wie zum Beispiel mit Freunden viele Sachen unternehmen. Das heißt, mir fällt da so ein Zitat von Jocko Willink ein, das ist

so ein Ex Navy Seal, der sagt – Disziplin equals Freedom. Das heißt, dadurch dass du diszipliniert bist dir überhaupt erstmal Freiraum schaffst für das, was du tatsächlich auch dann machen willst.

A: Absolut, absolut.

F: Also, das war mir jetzt ganz wichtig nochmal herauszustellen, weil wenn ich mich jetzt in die Perspektive von jemanden, der dann Schwierigkeiten hat vielleicht das umzusetzen, dass vielleicht auch dieser ganze Persönlichkeitsweiterentwicklungsstrom, der momentan in Deutschland so abgeht und da einfach nicht ins Handeln kommt, ist natürlich wichtig einfach zu wissen, dass das ganz klare Vorteile für das gesamte Leben hat und das aber auch in Ordnung ist auch mal zu scheitern, sage ich mal.

A: Ja. Mir ist auch ganz wichtig nochmal zu betonen, was ich jetzt in meiner Morgenroutine gemacht hab, dass das ein Fallbeispiel ist, Beispiele. Keiner muss in seiner Morgenroutine Meditation, lesen und ein Journal schreiben, was die meisten, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzen wohl machen werden, keiner muss das so integrieren in seine Morgenroutine. Ich würde eher sagen, dass es darum geht einen strukturierten Prozess zu erschaffen, der einem auch irgendwo Spaß macht, der einen voranbringt, und der einem ein kleines Erfolgserlebnis direkt zum Tagesanfang gibt. Der einem zeigt, dass Disziplin und Struktur einfach einen positiven Effekt haben. Und du startest sozusagen mit direkt einem positiven Ergebnis in den Tag rein und dadurch wird es einfacher für dich, andere Aufgaben direkt anzupacken und zu lösen. Dann hast du natürlich noch andere Produktivitätstechniken, da wollen wir hier gar nicht drauf eingehen, das machen wir vielleicht mal in anderen Podcast-Folgen. Aber die Morgenroutine ist an sich erstmal eine Sache, die dir Spaß machen sollte. Du kannst dir doch zum Beispiel sagen, du hast Lust auf ein bisschen Sport oder Mobilitätsübungen, machst ein paar Liegestützen morgens, das ist der erste Teil der Morgenroutine. Dann mixt du dir einen coolen Smoothie zusammen, weil du das superlecker findest, zweiter Teil der Morgenroutine. Und der dritte Teil ist vielleicht einfach raus auf den Balkon, auf die Terrasse und ein paar Mal tief einatmen. Das hat ja jetzt erstmal mit Produktivität gar nichts zu tun, sondern einfach mit Körperaktivierung und einer gesunden, ausbalancierten Ernährung. Ganz andere Herangehensweise von einer Morgenroutine. Also wie man die Morgenroutine letztendlich zusammenstellt, ist etwas ganz Individuelles und Persönliches. Ich sage nur, generell ist es einfach ein strukturierter Tagesstart, der mit einem Erfolgserlebnis einfach hilft, besser in den Tag zu starten und generell einfach Sachen adäquater abzuarbeiten.

F: Das könnte dann beispielsweise auch für jemanden, für den in irgendeiner Art und Weise ein bestimmter Teil der Nachrichten relevant ist, heißen, dass der sich morgens eine Viertelstunde hinsetzt und für seinen Geschäftsbereich relevante News durchliest.

A: Zum Beispiel.
F: Um up to Date zu sein zum Beispiel.

A: Genau, genau, genau. Und das aber dann unter anderem optimieren mit der ein oder anderen Tätigkeit, die darauffolgt. Ich möchte noch einen weiteren positiven Effekt, der mir persönlich aufgefallen ist, erwähnen und zwar, bei mir hatte die Zeit, in der ich konsequent die Morgenroutine durchgezogen hab, und das war immer zu selben Zeit aufzustehen, um sechs Uhr nämlich, und ich habe das auch unabhängig davon gemacht, wann ich ins Bett gehe. Das ist natürlich als Musiker immer kritisch, weil du kreative Phasen auch nachts hast und dann dementsprechend hatte ich in gewissen Nächten auch weniger Schlaf, bin aber trotzdem immer um sechs Uhr aufgestanden. Hat aber trotzdem zur Folge, ich hatte weniger Partyexzesse, hatte eigentlich so gut wie gar keinen Alkohol getrunken in der Zeit, weil ich mich wirklich immer auch gefreut habe irgendwann, einfach morgens aufzustehen und diese Routine zu durchlaufen, weil das einfach irgendwann ein Automatismus wird, der einem einfach hilft positiv in den Tag zu starten. Den will man dann irgendwann nicht mehr missen. Und das ist das Tolle an einer Gewohnheit. Du hast positive Gewohnheiten und negative Gewohnheiten und die Morgenroutine ist im Idealfall eine positive Gewohnheit, für die du dich bewusst, und da sind wir wieder beim Thema Mindpreneure, bewusst entscheidest und dein Leben eigentlich in eine bewusstere Richtung drückst. Anstatt, dass du einfach unbewusst aus dem Bett rausstolperst, in die Küche kriechst und das erste, was du dir machst, dir deinen Kaffee einverleiben und dann schaust du mal was passiert. Und dann Hauptsache aus der Tür rausstolpern um noch irgendwie rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Das macht eben eine Morgenroutine nicht. Eine Morgenroutine ist ein ganz bewusster Tagesablauf. Und das ist das Tolle daran. Den kann sich jeder zusammenstellen wie er will. Aber es hat auch seine negativen Seiten und die wollen wir auch natürlich kurz ansprechen, und zwar ist das so, dass du Leuten, und das ist mir auch passiert, in deinem sozialen Umfeld natürlich auch mal damit vor den Kopf schlägst, dass du auf einmal so einen bewussten Tagesstart hinlegst und auch mal sagst – ne, Jungs, ich komme heute Abend nicht mit raus feiern, auch wenn Samstagabend ist, ich möchte morgen früh aufstehen und mein Zeug ein bisschen geregelt haben. Weil eine Routine entwickelst du natürlich nur, indem du es auch wirklich durchziehst eine Anzahl von Tagen, und da musst du auch eine Anzahl von Tagen auch mal Nein sagen und vielleicht dann nicht bis in die Puppen aufbleiben, sondern gucken, dass du immer den frühen Tagesstart hinkriegst. Weil das ist die Kraft einer Morgenroutine, jeden Morgen und nicht zwei Tage nicht und fünf Tage ja. Und damit schlägst du Leuten vor den Kopf und sagst – Naja, warum macht der das? Eigentlich müsste ich das auch machen, aber ich verstehe es nicht und ich feuere jetzt erstmal negative Response auf ihn ab. Darauf muss man sich einstellen, man schlägt Leuten damit vor den Kopf.

F: Ja. Was kann man denn machen um das zu reduzieren?

A: Indem man das erstmal in erster Linie für sich selber macht und das gar nicht Leuten so vor die Nase bindet.

F: Ok, guter Punkt.

A: Also, das ist ja mit vielen bewussten Prozessen so. Man muss, da machen wir vielleicht auch nochmal eine separate Folge zu, das ist nämlich ein toller Quote – Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – und der kommt auch nicht von irgendwoher, der ist auch nicht von irgendwoher so alt der Spruch und hat so viel Gewichtung, einfach weil der auch irgendwo stimmt. Wenn du durch einen inneren Prozess gehst, du willst bewusster leben, bewusster werden, such die like minded People, mit denen du darüber reden kannst, ansonsten häng es nicht an die große Glocke und zieh es erstmal durch und guck, ob es was für dich ist. Wenn es nichts für dich, lässt du es wieder sein und...

F: ...oder modifizierst es.
A: Genau.
F: - Don’t talk the talk if you can’t walk the walk –

A: Absolut. Ich habe definitiv auch was mitgenommen aus meiner Morgenroutine, was ich jetzt so in der Form, ich habe es gerade erwähnt, nicht mehr machen werde, und zwar als Kreativling, der gerne auch mal in die Nacht hineinarbeitet, richte ich mir doch in Zukunft eine flexiblere Aufstehzeit ein. Das heißt, ich will meine Anzahl an Stunden in der Nacht dann doch schlafen können, weil ich merke, dass mir Willenskraft flöten geht, wenn ich nur drei Stunden geschlafen habe. Dann kann ich noch so sehr Sachen abarbeiten wollen, da fehlt dann einfach Konzentration und Willenskraft. Schlaf ist bei mir persönlich individuell auch viel verantwortlich für Willenskraft und daher werde ich meine Morgenroutine, oder bin ich momentan auch dabei, die Morgenroutine zu modifizieren. Da hast du

auf jeden Fall recht. Genau, das ist auf jeden Fall einer der negativen Aspekte, die man definitiv beachten muss. Nicht an die große Glocke hängen, weil nicht jeder versteht das.

F: Hast du eine bestimmte Technik zu meditieren? Ganz kurz? Kommen wir nochmal an anderer Stelle drauf zurück.

A: Ich habe unterschiedliche Techniken und da switche ich auch immer hin und her wie ich auch mit Büchern hin und her switche, was für eine dann gerade passt. Eine coole App ist „Headspace“ zum Einstieg, können wir in den Shownotes verlinken.

F: „Calm“ ist die zweite sehr populäre.

A: Genau und ich glaube eine deutsche auch?

F: Ne, auch englischsprachig.

A: Ja? Ok, ich habe die noch nicht genutzt.

F: „Calm“ hat die Frauenstimme, „Headspace“ hat die Männerstimmte von dem Andy Irgendwer, weiß ich nicht.

A: Was du auch machen kannst, ist eine visuelle Meditation. Dir vorstellen, wo du zum Beispiel hinmöchtest in deinem Leben, wirklich vorzustellen, dass du eine Art Fantasiereise in die Zukunft machst und deinem Gehirn suggerierst, dass du da schon bist, wo du gerne hinmöchtest.

F: Das packen wir dann...

A: Das sind verschiedene Meditationstechniken.

F: ...in die weiteren Folgen, wo wir uns über Meditation vielleicht noch ein bisschen austauschen und das ein bisschen abchecken, wie da vielleicht Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede sind bei uns.

A: Genau. Und jetzt abschließend kann man einfach sagen, für wen ist eine Morgenroutine und wie kann man sie erlenen und trainieren? Also ich würde sagen für jemanden, der sein Leben aktiv in die Hand nehmen will, jemanden, der bewusster leben will. Und ich glaube das sind alle Mindpreneure, weil sonst würdet ihr den Podcast nicht hören. Definitiv eine Sache zum Ausprobieren und zum Modifizieren. Ob es dann was für jemanden ist, das soll man mal dahingestellt lassen, das muss jeder für sich selber rausfinden. Für jemanden, der Zeit gewinnen will und auch einfach Quality und Selfcare Time für sich selber in den Morgen integrieren möchte und auch wer seine Disziplin definitiv erhöhen möchte.

F: Hast du mal, letzte Frage, irgendeine Form von Bewegung als Morgenroutine-Bestandteil ausprobiert?

A: Ich habe, das habe ich nicht erwähnt, genau, vor der Dusche eine Stretching-Routine integriert in die Morgenroutine. Ja, die habe ich gerade nicht erwähnt.

F: Sag mal kurz die einzelnen Schritte, ganz kurz aufgezählt.
A: Naja, ich stehe vor der Dusche und stretche mich...
F: Ne, was du von Anfang an machst, dein Wecker geht und dann?

A: Ach so. Der Wecker geht, ich wache auf, setze mich aufrecht im Bett hin, schreibe mein Journal, setze mich dann auf so einen Lesestuhl, suche mir eins der Bücher aus, lese was durch, danach setze ich mich auf den Boden und meditiere eine Runde, dann geht es ab ins Bad, kleine Stretching- Routine, unter die Dusche, ab in die Küche und dann gibt es Frühstück.

F: Hast du eine bestimmte Routine irgendwie etabliert im Laufe der Zeit oder ist die variabel, das Stretching?

A: In der Morgenroutine, die ich jetzt in den 30 bis 60 Tagen integriert habe, war es immer dasselbe. Also einfach um das Gehirn daran zu gewöhnen, dass es immer derselbe Tagesablauf ist mit denselben Routinen. Das ist ja die Kraft von einer Routine. Wenn du das erstmal dir angewöhnt hast, das würde ich auch jedem raten, nach 30 oder 60 Tagen, kann man anfangen kleine Sachen zu modifizieren. Zum Beispiel eine Stretching-Routine auszudehnen, auszuweiten, vielleicht auch ein Workout daraus zu machen. Aber erstmal in den 30 Tagen sowieso nur dasselbe, damit es wirklich eine Routine wird.

F: Ok.

A: Alles klar. Also, wer von euch mit mehr Vision und zielorientierter zu Werke gehen will, wer mehr Zeit sparen will, Selfcare Time in den Morgen integrieren möchte und wer mehr Disziplin erlernen möchte, für den ist eine Morgenroutine auf jeden Fall absolut ein Try Out Must!

F: Ok. Und damit sind wir auch schon am Ende. Falls ihr da eine Meinung zu habt, ihr eine Morgenroutine habt, vielleicht auch keine habt und Gründe gegen eine Morgenroutine, warum ihr euch vielleicht auch bewusst gegen eine Morgenroutine oder bestimmte Elemente der Morgenroutine entschieden habt, dann gebt uns Feedback, schreibt uns, damit wir in die Diskussion kommen können und vielleicht auch daraufhin noch eine neue Folge machen. Um vielleicht noch eine neue Sichtweise zu entwickeln.

A: Absolut! Und wir möchten auch betonen, für uns ist das auch alles Try Out und wir teilen unsere Erfahrungen und was es auch für positive Effekte auf unser Leben hat, aber das ist alles superindividuell und jeder Mindpreneur muss und sollte auch in der Lage sein, seinen eigenen Weg zu finden. Das einzige, was wir machen, wir triggern einen Startpunkt und von da aus kann jeder schauen, wie er sich selber das zurechtbiegt und guckt was für ihn funktioniert.

F: Ja.
A: All right, in dem Sinne, möge die Balance mit euch sein! F: Stay balanced!
A: Eure Mindpreneure.

 

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Warum eine Morgenroutine helfen kann

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